Traktorenlexikon: Schilter
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Die "Maschinenfabrik Schilter & Co" war ein Unternehmen aus CH-Stans, SZ, das von 1958 bis 1976 hauptsächlich Bergtraktoren in mehreren Baureihen produzierte.
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Geschichte[Bearbeiten]
Maschinenfabrik Schilter 1952 - 1980[Bearbeiten]
- 1952 Gründete Thomas Schilter (1930-1999) mit seinem Bruder Josef Schilter (1916-1998) die Gebrüder Schilter, mechanische Werkstätte Stans. Ihr Vater Alois Schilter (1985-1956) arbeite auch in ihrem Unternehmen mit. Es werden Werkzeugmaschinen gefertigt.
- 1954 Der jüngste Bruder Karl Schilter (1933-2005) steigt auch mit ein.
- 1958 Nach den Ideen von Thomas Schilter wird ein Fahrzeug für die Berglandwirtschaft entwickelt.
- 1959 Das Unternehmen firmierte in Maschinenfabrik Schilter & Co., Stans um. Bau einer neuen Fertigunshalle in der Stansstaderstrasse. Die erste Serie von zehn Senior Transportern wird gefertigt.
- 1964 Bau der Südhalle.
- 1967 Entwicklung des Forst-Transporters 2500 .
- 1967 Präsentation des Lade-Transporter LT auf der OLMA.
- 1969 Bau von Werk 1 in Galgenried.
- 1971 Bau von Werk 2 in Galgenried.
- 1972 Die Universal-Traktoren UT gingen in Serie.
- 1975 Umfirmierung in die Maschinenfabrik Schilter AG, Stans. Die Nidwaldner Kantonalbank übernimmt die Aktienmehrheit und somit auch die Leitung der Firma.
- 1975 der Schilter ST (Sicherheitstraktor) wir auf der OLMA präsentiert
- 1976 Thomas Schilter tritt aus dem Unternehmen aus. Er gründet eine eigene Firma.
- 1977 Verkauf an die GRAPHA-Firmengruppe, welche das Unternehmen modernisiert und rationalisiert.
- 1979 Vorstellung des Dachs bei der OLMA.
- 1980 Einstellung des Fahrzeugbaus. Die Herstellungsrechte sowie das gesamte Ersatzteillager der Schilter-Transporter gingen an die Firmen Nencki AG in Langenthal und Ernst Messer AG über. In den 80-er Jahren produzierte die Firma Nencki den Schilter Nencki 1300 und als Neuentwicklung den Schilter Nencki 2200. Der Schilter LT3 wurde ebenfalls durch die Neukonstruktion LT 8 ersetzt. Bis Ende der 80-er Jahr werden bei Nencki AG Langenthal ca. 310 Schliter-Fahrzeuge gefertigt. Die Ersatzteilversorgung der Schilter UT-Typen blieb jedoch bei GRAPHA in Stans.
- 1998 Die Ducrey AG in Küssnacht am Rigi übernihmt das gesamte Ersatzteillager aller Schilter- und Nencki-Fahrzeuge sowie auch sämtlicher Schilter UT-Modelle.
Thomas Schilter AG 1976 – 1989[Bearbeiten]
- 1976 Tritt Thomas Schilter tritt aus der Maschinenfabrik Schilter AG aus. Er gründet die Thomas Schilter AG in Oberdorf (NW). Dort begann mit der Entwicklung eines leichten Hangtraktors, dem Wiesel'.
- 1978 Thomas Schilter und sein Neffe Eugen Schilter begannen mit der Produktion des Wiesel.
- 1983 Präsentation des Transporters 3500
- 1984-1989 Weiterentwicklung des 3500 zu den Typen 322 bis 532
- 1989 Am 14. August wird das Konkursverfahren eröffnet. (Josef Barmettler, Karl Herr und Markus Krebser übernehmen die Rechte)
- 2008 Nach der Insolvenz der E. Mumenthaler AG in Staffelbach übernimmt Franz Blöchlinger in Goldingen [1] das Wiesel-Ersatzteillager.
Schilter Fahrzeugbau AG 1989 -1993[Bearbeiten]
- 1991 wird noch einen Transporter mit Allradlenkung vorgestellt, und dennoch kam das aus für die Schilter Fahrzeugbau AG.
- 1992 Die neu gegründete Schiltrac Fahrzeugbau GmbH übernihmt die Schilter Fahzeugbau AG durch die neuen Hauptaktionären Josef Barmettler, Karl Herr und Markus Krebser.
- 1993 Am 9.9. wird die SFZ Maschinen- & Fahrzeugbau AG (frühere Firmennamen Schilter Fahrzeugbau AG) 9.9.1993 gelöscht.
Typen[Bearbeiten]
Es wurden Fahrzeuge mit folgenden Typenbezeichnungen vertrieben:
TR (Transporter)[Bearbeiten]
1958 hat Thomas Schilter die Idee ein Transportfahrzeug für die Berglandwirtschaft zu entwickeln. Der erste Prototyp hatte ein Fahrgestell mit Achsschenkellenkung und Hinterradantrieb. Für dieses Konzept wurde im Februar 1959 in Bern eine Patentschrift (Nr. 34094) angemeldet. Noch im gleichen jahr wird die erste Serie mit 10 Schilter-Senior gefertigt Grundlage für die Transporter waren die Einachstrakoren mit Triebachsanhängern. Dies neigten durch ihre Knicklenkung sehr leicht am Hang zu kippen. Es wurde ein Allradfahrzeug mit Achsschenkellenkung entwickelt welches eine hohe Kippsicherheit aufwies. Eine dazu benötigte Lenktriebachse wurde selbst entwickelt und auch patentiert. Die vier gleich großen Räder und die ideale Gewichtsverteilung waren entscheident für den Erfolg der Schliter-Transporter.
- Senior (anlegen) (1959-)
- Junior (anlegen) (1963-)
- TR 1000 (anlegen) (1965-)
- TR 1500 (1965-1974)
- TR 2000 (anlegen) (1965-)
- TR 2500 (anlegen) (1970-)
- TR 1600 (anlegen) (1971-1980)
- TR 1800 (anlegen) (1971-1980)
- TR 1300 (anlegen) (1975-1980)
- Dachs 1200 (anlegen) (1979-)
Nencki AG in Langenthal
Thomas Schilter AG
- TR 3500 (anlegen) (1983-)
LT (Lade-Traktor)[Bearbeiten]
UT (Universal-Traktor)[Bearbeiten]
ST (Sicherheits-Traktor)[Bearbeiten]
Wiesel (leichter Hangtraktor)[Bearbeiten]
Zwischen 1978 und 1984 produzierten Thomas Schilter zusammen mit seinem Neffen Eugen Schilter etwa 400 Traktoren vom Typ Wiese.
Literatur[Bearbeiten]
- Manuel Gemperle, Hermann Wyss: Thomas Schilter: Pionier der Bergmechanisierung. Traktorbau Buchvertrieb, Niederbüren 2007.
Weblinks[Bearbeiten]
| Wikipedia: Schilter (Unternehmen) – enzyklopädische Informationen |
- Schilter-Ersatzteildienst
- Schiltrac Fahrzeugbau GmbH Nachfolgehersteller von Schilter Transportern
- Nencki Anlagen und Fahrzeugbau Nachfolgehersteller von Transporten und Lade-Traktoren (1980-1990)
- www.schilterclub.ch
- www.schilterteffen.ch
Bezugsquelle Schilter Buch bei den Autoren Gemperle und Wyss www.fm-modellbau.ch
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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