Verschwendung: Keine
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Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Grundbedürfnisse
[Bearbeiten] körperliche Grundbedürfnisse
- Atmung (saubere Luft);
- Wärme (Kleidung);
- Kühlung (Schatten)
- Trinken und Waschen (sauberes Trinkwasser)
- Essen (gesunde Nahrung);
- Schlaf (Ruhe, Entspannung,keine unnötigeHetze z.B. beim Aufstehen am Morgen)
- bei vorwiegend geistiger Arbeit, dann körperl. Ausgleich
- bei vorwiegend körperl. Arbeit, dann geistigen Ausgleich
- ungefähre 3 * 8 Std Regel: 8 Std Arbeit, 8 Std Freizeit, Essen, Erholung, 8 Std Schlaf
- keine Überanstrengungen, keine Überforderungen in Arbeit und Sport
[Bearbeiten] Seelisch-geistige Grundbedürfnisse
- Sicherheit: Gefühl der Geborgenheit, des Gebrauchtwerdens, Sicherheit der politischen Verhältnisse und der wirtschaftlichen Lage. Aber: Eine gewisse Spannung ist notwendig, sonst versinkt man in Lethargie.
- Erfolg und Anerkennung: Bestätigung, Arbeitsklima, Kritik und Lob aussprechen
- Kreativität: schöpferische Betätigung, selbst etwas leiten, planen, verantworten, machen, erfinden, spielen, sich selbst ändern.
- Erlebnisse mit Erinnerungswert, z.B.in d.Natur (Wanderungen, Radtouren ), menschliche Begegnungen dauerhafter und verläßlicher Art, Erfolge in der Arbeit, bestandene Schwierigkeiten. Offen sein für Neues, neue Menschen, neue Länder oder Gegenden, neue Arbeit, neue Freizeitbeschäftigungen.
- Selbstachtung: Selbstvertrauen, Stabilität, kein Selbstmitleid, Kenntnis seiner selbst, Fähigkeit zur Selbstkritik.
- Liebe: zur Frau oder zum Mann, zu Kindern, zur Familie, zum Mitmenschen, Freundlichkeit und Kontaktfähigkeit. Vielgestaltige menschliche Beziehungen. Liebe zur Natur, zu Tieren und Pflanzen.
[Bearbeiten] Sicherheit
- Unterkunft/Wohnung;
- Gesundheit;
- Schutz vor Gefahren;
- Ordnung (Gesetze)
[Bearbeiten] Soziale Beziehungen
- Freundeskreis, Partnerschaft, Liebe, Nächstenliebe,
- Familie
- Sexualität,
- Fürsorge,
- Kommunikation
- Ordnung (Gesetze)
Anmerkungen:
Die individuellen körperlichen und seelischen Bedürfnisse werden nicht von außen ( z.B. von der Gesellschaft ) befriedigt und garantiert, sondern dafür ist in erster Linie jeder selbst verantwortlich. Außerdem braucht der Mensch ein gewisses Maß an Stress und Unsicherheit, sonst verkümmert er in Sattheit und Selbstzufriedenheit. Man könnte den Grundbedürfnissen also durchaus auch Grundpflichten anfügen. Der Mensch lebt in Kontrasten, erst wenn man 2 Tage gehungert hat, weiß man das Essen zu schätzen.
[Bearbeiten] Maslowsche Bedürfnispyramide
| Selbstverwirklichung |
| Individualbedürfnisse |
| Soziale Bedürfnisse |
| Sicherheit |
| Existentielle Bedürfnisse |
[Bearbeiten] Verschwendung, die aber kaum etwas kostet
- Auf einer Parkbank sitzen und träumen
- Mit dem Fahrrad stundenlang in der Gegend umher fahren
- Zu Fuß durch die Wildnis streifen
- Angeln
- Gute Bücher lesen
- Stundenlang guten Sex haben
[Bearbeiten] Ein Leben ohne Verschwendung
Wenn man sich einmal dazu entschlossen hat:
- den Strom von einem ökologischen Anbieter zu beziehen
- die eigene Wohnung umweltfreundlich zu beheizen und gut wärmezudämmen
- die Nahrungsmittel fair und regional einzukaufen
- in den Urlaub zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Eisenbahn zu fahren
dann hat man schon einiges gegen die Verschwendung getan und wundert sich, wie wenig Lebensqualität dadurch verloren geht.
Wenn man dann noch
- auf sinnlose Autofahrten
- auf Flugreisen und
- auf unnötige Einkäufe verzichtet
kann man ziemlich zufrieden sein.
[Bearbeiten] Erich Fromms Haben oder Sein in der Praxis
- die Produktion hat der Erfüllung der wahren Bedürfnisse des Menschen und nicht den Erfordernissen der Wirtschaft zu dienen
- das Ausbeutungsverhältnis der Natur durch den Menschen wird durch ein Kooperationsverhältnis zwischen Mensch und Natur ersetzt
- der wechselseitige Antagonismus zwischen den Menschen ist durch Solidarität ersetzt
- oberste Ziele des gesellschaftlichen Arrangements seien das menschliche Wohlsein und die Verhinderung menschlichen Leids
- maximaler Konsum wird durch einen vernünftigen Konsum (Konsum zum Wohle des Menschen) ersetzt
- der einzelne Mensch wird zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben motiviert
Denker, bei denen Fromm diese geistige Grundhaltung erkennt, sind u.a.: Thoreau, Emerson, Albert Schweitzer, Ernst Bloch, Ivan Illich, die jugoslawischen Schriftsteller um die Zeitschrift "Praxis", Ernst Friedrich Schumacher, Erhard Eppler