Linux-Praxisbuch/ Abstellraum/ Was ist Linux?
< Abstellraum In diesem Kapitel werden zunächst die wichtigsten Grundbegriffe rund um Linux erläutert. Es folgen wesentliche technische Eigenschaften in Kurzform sowie eine Liste der unterstützten Plattformen. Die folgenden Abschnitte behandeln einige verstreute Themen, die für Linux-Einsteiger interessant sein könnten.
Begriffsklärung
[Bearbeiten]Es soll hier zunächst einmal klargestellt werden, was man unter dem Begriff „Linux“ eigentlich versteht.
Eigentlich bezeichnet „Linux“ als Name nur den Kernel, also den Teil des Systems, der z. B. die Ressourcen für die laufenden Programme und die Anwender verwaltet. Obwohl der Kernel ein essentieller Teil des Systems ist, wäre er ohne zusätzliche Software nutzlos. Um daher Linux effektiv nutzen zu können, ist weitere (teilweise sehr systemnahe) Software notwendig, also das eigentliche Betriebssystem. Derzeit wird in den meisten Fällen die Software des GNU-Projekts (www.gnu.org) in Verbindung mit dem Linux-Kernel verwendet. Das GNU-Projekt entwickelt bereits seit 1984 Freie Software (www.gnu.org/philosophy/free-sw.de.html), unter anderem das Unix-ähnliche Softwaresystem GNU. Als 1991 die Arbeit am Linux-Kernel begann, war dieses Softwaresystem bereits fast fertig, sodass man auf einen Großteil Freier Software für die Linux-Entwicklung zurückgreifen konnte.
Bereits in den 1990er Jahren waren beide Komponenten, der Linux-Kernel und die GNU-Betriebssoftware, kaum noch voneinander zu trennen. Beide Teile haben sich gegenseitig vorangebracht und gegenseitig befruchtet. Korrekterweise müsste man also, wenn man das gesamte Betriebssystem meint, von „GNU/Linux“ sprechen, da der Kernel „Linux“ und die Systemwerkzeuge „GNU“ gemeinsam gemeint sind. Diese lange bestehende Abhängigkeit von einander führte zum GNU/Linux-Namensstreit.
Obwohl sich die Masse der Linux-Distributionen auf den Linux-Kernel und das GNU-Userland abstützen, ist dies (inzwischen) nicht mehr unbedingt immer so, denn man kann sowohl die eine als auch die andere zentrale Komponente des Betriebssystems austauschen. So gab es über die Jahre teils Projekte mit einem anderen Unix-Kernel als Linux, auf dem GNU als die Basis bzw. als Systemsoftware läuft, beispielsweise Debian GNU/kFreeBSD (www.debian.org/ports/kfreebsd-gnu/) oder Debian GNU/Hurd. Und mit Chimera Linux existiert ein Linux-Betriebssystem ganz ohne GNU – diese Linux-Distribution nutzt stattdessen das Userland von FreeBSD basierend (als Alternative zu glibc von GNU) auf der C-Standard-Bibliothek musl (chimera-linux.org).
Es hat sich eingebürgert, dass umgangssprachlich unter dem Begriff „Linux“ die Kombination aus Linux-Kernel und GNU-Systemwerkzeugen gemeint ist, obwohl die Masse der Linux-Distributionen eigentlich als „GNU/Linux“ zu bezeichnen wäre. An vielen Stellen in diesem Tutorial (beginnend bereits im vorliegenden Text) wird der Verständlichkeit halber die umgangssprachlich übliche Weise verwendet. Es finden sich also als Bezeichnung für das Betriebssystem gleichbedeutend die Begriffe „Linux“ und „GNU/Linux“, und für den Kernel „Kernel“ oder „Linux-Kernel“. Dies soll keinesfalls eine Verunglimpfung der hervorragenden Arbeit des GNU-Projektes oder der Linux-Kernel-Entwickler sein, aber es trägt der Tatsache Rechnung, dass diese Benennungen heutzutage von den meisten Anwendern verstanden und benutzt werden. Eine detaillierte Erklärung über die Zusammenhänge zwischen GNU und Linux ist auf www.gnu.org/gnu/linux-and-gnu.html zu finden. HINWEIS: Natürlich wird auf GNU/Linux-Systemen nicht nur Software eingesetzt, die rein unter der GNU GPL steht. Es gibt viele andere Freie Lizenzen, unter denen Software stehen kann. Einen ersten Überblick kann man sich auch hier beim GNU-Projekt auf www.gnu.org/licenses/licenses.html verschaffen.
Kurze Einführung
[Bearbeiten](GNU/)Linux ist ein hochstabiles, sehr schnelles und voll funktionsfähiges Unix-artiges Betriebssystem. Es wird von einer Gemeinschaft von tausenden von Leuten im Internet programmiert und unter der GNU General Public License verteilt, das heißt, es ist frei erhältlich. Es wird weltweit von mehreren Millionen Leuten, Organisationen und Firmen benutzt (aktuelle Zahlen gibt es beim Linux Counter).
Unix (bzw. UNIX), BSD, GNU und Linux
[Bearbeiten]Unix wurde im August 1969 in den Bell Laboratories, maßgeblich von Ken Thompson und Dennis Ritchie, entwickelt. In den 1970er Jahren entwickelte Dennis Ritchie die Programmiersprache C mit dem Ziel, die Portierung auf andere Hardwarearchitekturen und Plattformen immens zu erleichtern. Daraufhin wurde auch UNIX (Eigenschreibweise damals in Großbuchstaben), das ursprünglich in Assembler geschrieben worden war, in C neu implementiert.
Da die Bell Laboratories UNIX an Universitäten frei zur Verfügung stellten, wurde das Betriebssystem vor allem und federführend an der Berkeley-Universität in Kalifornien im Rahmen des Studiums von Studenten und Professoren weiterentwickelt. Dieser als Berkeley Software Distribution bezeichnete Entwicklungsstrang, der auch in UNIX der Bell Laboratories und dessen Eigentümer AT&T zurückfloss, wird auch als BSD-Unix bezeichnet. In den frühen 1980er Jahren beschloss AT&T allerdings, UNIX zu vermarkten, was dazu führte, dass der Quelltext nicht mehr öffentlich verfügbar war und lizenziert werden musste. Es entstanden kommerzielle Unix-Derivate wie UNIX System III (und später UNIX System V) der Bell Labs, Xenix von Microsoft und SCO, HP-UX von HP, SunOS (später Solaris) von Sun Microsystems (später Oracle), Ultrix von DEC, AIX von IBM, A/UX von Apple, IRIX von SCI, NeXTStep von NeXT (später Apple) usw., die jedoch allesamt sehr teuer waren.
Die Open-Source-Community an den Universitäten war mit dieser Entwicklung nicht zufrieden und wollte sich auch nicht geschlagen geben, und so wurde einerseits der letzte offen verfügbare Quelltext von BSD-Unix weiterentwickelt – jedoch war die Nutzung dieses Unix legal nur mit einer teuren Lizenz von AT&T möglich. Andererseits gründete Richard Stallman 1983 das GNU-Projekt – aus dem Ärger über AT&T-UNIX unter der Bedeutung „GNU is Not Unix“ – mit dem Ziel, ein mit Unix kompatibles Betriebssystem nachzuprogrammieren.
- Anmerkung zu GNU:
- Diese Bezeichnung stammt aus den 1980er Jahren. Die Logik dahinter ist ein Statement gegen die damals teuren Unix-Lizenzen. Nur in diesem Kontext stimmt „GNU is Not Unix“ – frei von der Abhängigkeit von AT&T, dem damaligen Inhaber der Lizenzen für Unix. In allen anderen Belangen sollte GNU jedoch ein Unix sein, genauer gesagt: voll Unix-Kompatibel. GNU ist also doch Unix – Unix im allgemeinen Sinn von Unix-artig bzw. unixoid, nur eben nicht Lizenz-rechtlich für die geschützte Marke „UNIX“ (in der damaligen Schreibweise in Großbuchstaben bzw. Kapitälchen).
Ende der 1980er Jahre war das GNU-Userland schon weit fortgeschritten und nutzbar, allerdings fehlte immer noch ein Kernel. An Universitäten wurde daher oft das von Andrew Tanenbaum entwickelte Minix eingesetzt, das von ihm 1987 an der Freien Universität Amsterdam als Lehrsystem entwickelt worden war. Minix war jedoch nicht frei, obgleich es deutlich weniger kostete als die kommerziellen Lizenzen von AT&T. Beim GNU-Projekt selbst plante man einen auf Mach-basierten Mikrokernel namens Hurd, dessen Entwicklung aber erst 1990 begann.
Als Linus Torvals 1991 seinen Unix-kompatiblen Kernel mit dem Namen „Linux“ (Linus kombiniert mit Unix) der Welt vorstellte, trugen schnell zahlreiche Entwickler weltweit zum Projekt bei, denn damit war der lange ersehnte freie Kernel endlich verfügbar, der dem GNU-Projekt damals immer noch fehlte. Weil sowohl die GNU-Software als auch der Linux-Kernel unter der GNU General Public License (kurz GPL) frei verfügbar sind, entstanden schnell die ersten Linux-Distributionen, darunter seit 1992 Slackware und S.u.S.E. Linux (2006 umbenannt in openSUSE), seit 1993 Debian GNU/Linux und ab 1994 Red Hat Linux (seit 2003 als Fedora weiterentwickelt).
1993 erschien mit 386BSD das erste BSD-basierte PC-Unix und 1994 wurde der Lizenz-Streit zwischen AT&T und BSD beigelegt. Auf der Grundlage von 386BSD konnte daher auch der BSD-Unix-Strang frei weiterentwickelt werden.
Aus Software-Sicht sind sowohl kommerzielle Unix-Varianten, als auch BSD-basiertes Unix, Minix oder Linux jeweils ein Unix-Betriebssystem (siehe Unixoides System). Es gibt zwar kleinere Abweichungen, aber alle sind im Großen und Ganzen „Unix-kompatibel“. UNIX in Großbuchstaben wurde seither zu eine Wortmarke. Jedes Unix und Unix-artige System darf sich nach einem Zertifizierungsprozess gemäß der Single UNIX Specification „UNIX“ nennen. Aus Kostengründen haben dies jedoch nur einzelne Linux-Distributionen jemals gemacht. Zusätzlich weichen einige Distributionen von Linux und Unix in einzelnen Detailbereichen absichtlich und aus guten Gründen von der vorgegebenen Spezifikation ab. Meist lässt sich jedoch schnell zumindest vollständige POSIX-Kompatibilität herstellen, wenn man das als Anwender braucht oder will.
Für den Anwender von Linux oder BSD-Unix ist der Unterschied oft gar nicht auf den ersten Blick erkennbar, denn Linux und BSD teilen sich viel Software. So läuft auch unter einem Desktop-FreeBSD u. a. der Gnome-Desktop. Andererseits haben viele kommerzielle Unix-Abkömmlinge proprietäre Eigenentwicklungen, sodass darauf zwar viele aus Linux-Distributionen bekannte Anwendungen ebenfalls laufen (können), aber nicht umgekehrt. Dies ist beispielsweise mit macOS (aus NeXTStep entwickelt und obendrein SUS-zertifiziertes „UNIX“) gut illustrierbar.
Linux
[Bearbeiten]„Linux“ – als Name ist das ursprünglich im Grunde „nur“ der Kernel. Ein Kernel ist ein Stück Software, das die Kommunikation zwischen den einzelnen Hardwarekomponenten und den Anwenderprogrammen regelt. Das mag trivial klingen, ist aber eine sehr komplexe Aufgabe. Jedes Betriebssystem (englisch Operating System, „OS“) hat einen Kernel, nur werden die wenigsten nach dessen Namen benannt.
Unter dem Begriff „Linux“ versteht man daher oft das, was eigentlich eine Linux-Distribution ausmacht, denn für die zahlreichen Distributionen hat sich aber der Begriff „Linux“ für das gesamte, auf dem Linux-Kernel basierte Betriebssystem durchgesetzt. Die meisten Unix- und Unix-artigen Systeme haben ohnehin einen eigenen Namen. So kann man von „Debian“ auch dann sprechen, wenn dieses einen Hurd-Kernel (den GNU-Unix-Kernel) oder einen FreeBSD-Kernel (den Unix-Kernel von FreeBSD) verwendet, obwohl die Masse Debian als „Debian GNU/Linux“ kennt. Gleichzeitig versteht man sofort, was mit einer Linux-Distribution gemeint ist. Allerdings ist ein Linux-Betriebssystem – da Linux, das GNU-Projekt und viele weitere Programme, die das gesamte Betriebssystem ausmachen, quelloffen und frei verfügbar sind – nicht zwangsweise auch immer eine Distribution: jeder, der will und kann, kann sich sein eigenes Linux machen. Mit einer Meta-Distribution wie Gentoo Linux beispielsweise erstellt sich jeder Anwender sein persönliches, ganz individuelles, sich von anderen „Distributionen“ unterscheidendes Linux. Selbiges ist bei einigen klassischen Linux-Distributionen auch durch die Verwendung von Distributionsbaukasten jederzeit möglich. Und mit Projekten wie Linux From Scratch kann man sich das gesamte Betriebssystem gar ohne jegliche Zuhilfenahme einer (Meta-)Distribution direkt aus den Quelltexten selbst bauen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch ist „Linux“, wenn es sich nicht aus dem Kontext anders ergibt, daher immer das gesamte Betriebssystem, das auf dem Linux-Kernel basiert – meist mit GNU-Userland, aber nicht zwingend. Meint man hingegen spezifisch den Kernel, so muss sich das entweder aus dem Kontext klar ergeben oder man muss es dazusagen: „Linux-Kernel“. Wer also „Linux“ liest oder schreibt, meint so gut wie immer ein Linux-Betriebssystem.
Betriebssystem
[Bearbeiten]Ein Kernel allein nützt noch (fast) niemandem etwas. Genau wie bei GNU das Userland allein nichts bringt. Damit ein Mensch mit ihm arbeiten kann braucht ein Betriebssystem weitere, elementare Programme, um funktionieren zu können.
Shell
[Bearbeiten]Eine Shell ist ein Programm (Kommandozeileninterpreter), das zwischen dem Benutzer und dem System arbeitet. Auf der Shell hat man die Möglichkeit, Befehle und Programme auszuführen. Zudem verfügt jede Shell über eine Programmiersprache. Damit können Skripte zur Arbeitserleichterung geschrieben werden. Unter Linux ist die Bash (Bourne Again Shell) die Standardshell.
X-Server oder Wayland
[Bearbeiten]Heute möchten nur noch wenige den Komfort einer grafischen Benutzeroberfläche missen. Diese Funktion kann man in Form eines Programms zusätzlich zur Shell installieren. Der Standard für ein solches Programm war seit Mitte der 1980er Jahre der klassische X-Server, mit dessen Hilfe Grundfunktionen der Ein- und Ausgabe für dritte Programme bereitgestellt werden, wozu u. a. die grafische Ausgabe gehört, aber auch Behandlung von Maus- und Tastatureingaben.
Das X Window System basiert auf einem Client-Server-Prinzip. In der Regel befinden sich sowohl Client als auch Server auf dem selben Rechner, dies muss aber nicht sein. So ist es zum Beispiel möglich, ein Programm lokal anzeigen zu lassen, welches auf einem entfernten Rechner läuft. Anstatt das Ergebnis am entfernten Rechner auszugeben, sendet das entfernte Programm über ein Netzwerk (z. B. das Internet) die Informationen des grafischen Ergebnisses zum eigenen, lokalen X-Server, der das Ergebnis über den lokalen Rechner darstellt. Damit könnte zum Beispiel ein entfernter, leistungsfähiger Rechner eine aufwändige Kalkulation berechnen, und das Ergebnis zu einem lokalen, schwachbrüstigen Rechner schicken, der die Kalkulation nur noch darstellen muss. Der entfernte Rechner ist hier der Client, und der lokale der Darstellungs-Server.
In den 2020er Jahren wurde das betagte X Window System, u. a. wegen konzeptioneller Mängel bei der Sicherheit und nicht mehr zeitgemäßem Design, bei den meisten Linux-Distributionen durch Wayland ersetzt. Für den Anwender ändert sich dadurch aber nur wenig.
Desktop
[Bearbeiten]Da der X-Server oder Wayland nur das Fenstersystem bereitstellen, braucht es für den Arbeitskomfort eine darauf aufbauende Desktop-Umgebung. Diese ist bei einem Desktop-Betriebssystem das definierende Merkmal, unter anderem ergibt sich erst dadurch das Look & Feel. Die beiden großen Linux-Desktops sind KDE („Plasma Desktop“) und GNOME, deren Entwicklung Ende der 1990er Jahre begann. Oft gibt es Linux-Distributionen in „Geschmacksrichtungen“, die sich auf die gewählte Desktop-Umgebung bezieht. So wird z. B. Linux Mint mit verschiedenen Desktops zum Download angeboten – die Auswahl legt bereits vor der Installation fest, wie sich Linux anfühlt. Bei Linux Mint ist das Cinnamon oder MATE, beides Abspaltungen (sogenannte „Forks“) und Weiterentwicklungen des ursprünglichen Gnome der Version 2.
Die Desktop-Umgebung ermöglicht das Arbeiten, wie man es von anderen grafischen Betriebssystemen her kennt. Man verfügt über eine Arbeitsfläche mit Fenstern und kann Programme über Icons starten. Eine Unterscheidung zwischen den Linux-Distributionen und Unix-Varianten, die einen dieser Desktops verwenden, ergibt sich meist nur durch unterschiedliche Vorkonfigurationen wie Fensterstile, Symbole, Schriften und Desktop-Hintergrundbilder. Ob man hingegen z. B. KDE Plasma auf dem X Server oder unter Wayland nutzt, wird im Normalfall nicht direkt auffallen, genauso wenig wie ob die Desktop-Umgebung unter Linux läuft – oder unter BSD-Unix, denn auch z. B. FreeBSD bietet dieselben Desktop-Umgebungen. Das Look & Feel ist daher zu einem sehr großen Teil identisch.
Bibliothek
[Bearbeiten]Eine Bibliothek ist eine Sammlung von wiederkehrenden Programmteilen. Da viele Programme gleiche oder ähnliche Teile haben, ist es ineffektiv, diesen Teil immer wieder zu programmieren. Daher werden diese Teile in eine externe Datei ausgelagert. Da mehrere Programme darauf zugreifen, kann die Grösse des einzelnen Programms verkleinert werden. Fehlt die Bibliothek, läuft aber das gesamte Programm nicht mehr. Dies sind dann die berühmten fehlenden Abhängigkeiten.
Anwendungen
[Bearbeiten]Alles was wir so zum Arbeiten mit dem Computer brauchen, also z.B. eine Office-Software, Internet-Tools, Buchhaltungen, Spiele, Bildbearbeitung, Audio-Software, etc.
Distribution
[Bearbeiten]Alles oben Genannte zusammengestellt und aufeinander abgestimmt ergibt eine Distribution. Linux-Distributoren sind unabhängige Organisationen, die Software für Linux sammeln und vertreiben.
Eigenschaften von Linux
[Bearbeiten]- 32- oder 64-bittig, abhängig von der Computer-Architektur. 128-Bit für RISC-V in Vorbereitung.[1]
- Multi-User: mehrere Benutzer können gleichzeitig auf derselben Maschine arbeiten.
- Multi-Plattform: Linux läuft auf den verschiedensten Prozessoren.
- Multi-Processing: SMP (Symmetric Multi-Processing) für Multi-Prozessor-Systeme und Multi-Core-Prozessoren (das unterstützte Maximum hängt von der verwendeten Architektur ab und kann in der Kernel-Konfiguration eingestellt werden)
- Clustering: Cluster von beliebiger Grösse (es gibt schon solche mit 520 Maschinen).
- Geschützter Speicher: damit ein Prozess nicht das ganze System zum Absturz bringen kann.
- Programme, die bestimmte Teile nur nachladen, wenn sie wirklich gebraucht werden.
- Virtueller Speicher mit Paging (das heißt nur: Teile von Prozessen können auf die Festplatte ausgelagert werden).
- Freier Speicher wird in einem Pool verwaltet, der sowohl Programme als auch Disk-Cache bedient: der gesamte freie *Speicher kann zum Cachen verwendet werden.
- Verwendung von dynamisch gelinkten Bibliotheken; statische Bibliotheken können selbstverständlich auch verwendet werden.
- Größtenteils kompatibel mit Unix (POSIX, System V und BSD), der UNIX98-Standard wird angestrebt.
- POSIX-kompatible Job-Kontrolle. Realtime Scheduling ist ebenfalls möglich.
- Ein nicht fragmentierendes Dateisystem: das „extended filesystem“ unterstützt in den Ausprägungen ext2 bis ext4 langen Dateinamen (255 Zeichen) und Partitionen von bis zu 4 Terabyte (ext2 und ext3) bzw. 32 Exabyte (ext4). Es unterstützt Hard- und Softlinks. Außerdem stehen weitere Dateisysteme zur Verfügung, die wie ext3 und ext4 Journaling unterstützen. Dazu gehören Btrfs, XFS und JFS. Unter Btrfs und XFS sind zudem Reflinks möglich.
- Unterstützt zahlreiche Dateisysteme, unter anderem VFAT (FAT12, FAT16 und FAT32; letzteres seit Windows 9x), NTFS (Windows NT/2000/XP), HFS und HFS+ von Mac OS, QNX, BSD 4.3 UFS/UFS2, Coda und Amiga AFFS, als auch das Netzwerkdateisystem NFS.
- Bis zu 64 virtuelle Konsolen.
- Der ganze Quellcode ist erhältlich, eingeschlossen der ganze Kernel und (fast) alle Treiber.
- Ein Großteil der PC-Hardware wird unterstützt, dazu gehören auch Sound-, Ethernet-, ATM-, Appletalk-, TV-, ISDN- und Multiport-Karten, Joysticks etc.
- Viele Netzwerk-Protokolle wie TCP/IP Versionen 4 und 6, IPX/SPX, Token-Ring, Ethertalk, Appletalk etc.
- Viele konfigurierbare Netzwerk-Funktionen wie Masquerading (NAT), Tunneling, Forwarding, Routing, Firewalling etc.
Unterstützte Plattformen
[Bearbeiten]- x86-Architektur: PCs mit Prozessoren ab der 32-Bit-x86-Architektur des Intel 80386, auch bekannt als „ Intel Architecture 32-Bit“ (IA-32)
- der 80386 selbst, vorgestellt 1985, bzw. dazu kompatible 386-Prozessoren werden nur bis Kernel-Version 3.7 unterstützt[2][3]
- Intel 80486 und neuer: PCs mit u. a. Intel-, AMD- oder Cyrix-Prozessoren, die zum 80486 kompatibel sind.
- x86-64: ab Kernel-Version 2.6.0 (bzw. davor in Entwicklung seit 2.5.1) kann Linux den 64-Bit-Modus von x86-Prozessoren nutzen, die mit den 64-Bit-Befehlssatzerweiterungen AMD64 (die Variante von AMD) oder Intel 64 (die Implementierung von Intel) kompatibel sind. Das sind Prozessoren u. a. von AMD (ab Opteron und Athlon 64 von 2003), Intel (ab Pentium 4 „Prescott“ von 2004) oder VIA (ab Nano von 2008), die auch weiterhin im bisherigen 32-Bit-Modus laufen können.
- Itanium-Architektur bzw. IA-64: der gemeinsam von Intel und HP entwickelte Prozessor wurde von Beginn an unterstützt. Nach dessen Ende wurde die Unterstützung seitens Linux mit Kernel 6.7 eingestellt.[4]
- Intel 8086: Es gibt ein Projekt mit dem Ziel, Linux auf die 16-Bit-x86-Architektur des 8086/8088 bzw. 80186 zu portieren. Obwohl dieses Vorhaben noch nicht abgeschlossen ist, kann man das ELKS getaufte Betriebssystem z. B. als Diskettenabbilder herunterladen, um davon auf älteren 8086-PCs oder in 8086-Emulatoren wie 86Box zu starten.
- PowerPC 604: Power Macintosh und Kompatible. Historisch gab es zwei Linux-Versionen für den „PPC“, die oft genutzte Abkürzung für „PowerPC“: eine generische und eine, die auf dem Mach-Microkernel aufbaut. Letztere war MkLinux, das nach der letzten Version von 2002 eingestellt wurde.
- Motorola 68020: Amiga oder Atari ST mit einem 68020 brauchen einen zusätzlichen Coprozessor für die Speicherverwaltung (PMMU MC 68851) oder einen 68030. Ebenso Sun 3/80 und Classic Macintosh.
- Motorola 68000: MicroLinux und μClinux für 68000-Prozessoren ohne MMU: Palmpilot, Amiga 500, ColdFire, Atari ST und verschiedenste Embedded-Systeme.
- MIPS-Architektur: Linux unterstützt die meisten MIPS-Prozessoren, zahlreiche Workstation, Serversysteme, Evaluation Boards und andere Geräte.
- ARM-Architektur: ursprünglich die CPU des Acorn Archimedes, finden sich ARM-Prozessoren und -SoCs heute in fast allen Smartphones und Tablets, sowie in ARM-basierten Laptops.
- Alpha: DEC Alpha und Kompatible. Dieser Port hat immer noch Geschwindigkeitsprobleme.
- SPARC-Architektur: Sun4c und höher. Ebenso UltraSparc-Prozessoren. Das ist einer der schnellsten und stabilsten Ports. Für aktuelle Informationen sei auf www.ultralinux.org verwiesen.
- RISC-V
Voraussetzungen
[Bearbeiten]Linux benötigte einmal mindestens 4 MB RAM, beziehungsweise 8 für das X Window System. Mindestens 128 MB wurden empfohlen. Es ist möglich, ein Minimal-System mit weniger als 50 MB Festplatten-Speicherplatz zu installieren, eine Empfehlung liegt je nach Einsatzzweck aber weit darüber (über 1 GB). Für die meisten Linux-Distributionen ist inzwischen ein 64-Bit-Prozessor die Voraussetzung, sowie, je nach Einsatzzweck, auch viel mehr RAM – die meisten Desktop-Distributionen beispielsweise benötigen Mitte der 2020er Jahre mindestens 2 GB RAM.
Da Linux als Betriebssystem sehr individuell zusammengestellt werden kann, gibt es auch spezialisierte Desktop-Distributionen für z. B. alte Systeme mit begrenzten Systemressourcen. 2025 war Tiny Core Linux einer der kleinsten verfügbaren Vertreter, denn das System kommt mit nur 46 MB RAM aus. Bei einem derart begrenzten Arbeitsspeicher kommt es jedoch unweigerlich zu intensivem Swapping, was die Gesamtleistung durchaus stark beeinträchtigt. Mit etwas mehr RAM, beispielsweise 128 MB, steigert sich die Ausführungsgeschwindigkeit, allerdings muss einem bewusst sein, dass auf einer solchen auf minimalen Speicherverbrauch getrimmten Distributionen – im Vergleich mit den modernen „großen“ Distributionen – einiges an Software, Funktionen und Komfort fehlt.
Wer keine fertige Distribution wählt und sich sein Linux selbst zusammenbaut (siehe etwa Linux From Scratch), muss die Systemvoraussetzungen jedenfalls selbst ausloten.
Wer benutzt Linux?
[Bearbeiten]Zuerst einmal die Unterscheidung: den Linux-Kernel nutzen viel mehr Leute als eine Linux-Distribution, obwohl sie es vielleicht nicht wissen, denn jedes Android-Tablet oder -Smartphone nutzt den Linux-Kernel. Auf einem Desktop-PC werden Linux-Distributionen von vielen Privatpersonen als Workstation-Betriebssystem benutzt. Bis in die 2000er Jahre war es noch speziell eher von Studenten, System-Betreuern und Programmierern verwendet worden. Linux wird in vielen Firmen eingesetzt, dort vor allem als Server für verschiedene Aufgaben wie Mail, WWW, File-Server, Firewalls, Application-Server, oder auch als für über das Netz wartbare Thin Clients. Beispielsweise laufen die Cloud-Services von Amazon, die Amazon Web Services, ebenso unter Linux wie die Server von Facebook. Auch in Microsoft’s Cloud-Computing-Plattform Azure wird Linux unterstützt und angeboten. Die ab dem Ende der 2010er Jahre, nach der Kritik an Windows 8, ausgebaute Unterstützung für Linux im Gaming-Bereich wurde vor allem durch Valve vorangetrieben, der Firma hinter der Online-Gaming-Plattform Steam. So wird etwa das Steam Deck mit SteamOS ausgeliefert, einer auf Arch basierenden Linux-Distribution, auf der die Masse aller Windows-Spiele läuft.
Mit der Einstellung von Windows 10 und der sich daraus ergebenden Geplanten Obsoleszenz auf älterer Hardware und der zunehmend in der Kritik stehenden Weiterentwicklung von Windows 11 um das Jahr 2025 haben auch einige PC-Anwender Linux ausprobiert oder sind ganz auf Linux umgestiegen.
Gründe, Linux zu benutzen
[Bearbeiten]Es ist schneller, stabiler und besser skalierbar als so manches kommerzielle System. Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind niedrig, was zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis führt. Die Hardwareunterstützung ist besser als bei den meisten anderen Unix-Systemen. Die Quellen sind verfügbar. Fehler werden sehr schnell behoben, oft innerhalb weniger Stunden nach der Entdeckung. Des Weiteren glänzt Linux durch seine Vielfalt. Für fast jede Aufgabe gibt es mehrere Programme, zwischen denen man auswählen kann. Man ist völlig frei, wie man sein System gestaltet. Es kann bunt und piepsend sein, oder ein viel einfacherer Fenstermanager ohne viel Komfort. Wer will braucht auch gar keinen Desktop, sondern kann mit der Konsole arbeiten. Mit Linux kann neuste Software auch auf alten Rechnern in angenehmer Geschwindigkeit laufen.
Wer leistet Support für Linux?
[Bearbeiten]Sie erhalten gratis Support von zahlreichen Internet-Newsgroups, Mailinglisten und ungezählten WWW-Seiten. Sie haben die Möglichkeit, dem Programmierer einer Software direkt eine Mail zu schicken. Sie können auch mit Ihrer lokalen Linux oder Unix User Group Kontakt aufnehmen. Wenn Sie kommerziellen Support benötigen, können Sie sich an einen der Distributoren oder eine Firma, die Linux einsetzt und unterstützt, wenden. Eine Liste solcher Firmen erscheint beispielsweise monatlich im Linux-Magazin (www.linux-magazin.de).
Die meisten Distributoren von Linux-Distributionen unterhalten Internet-Foren für die eigenen Nutzer, in denen sich Anwender gegenseitig helfen können und manchmal sogar die Entwickler der Distribution selbst Lösungen für spezielle Probleme liefern. Erfahrenere Anwender, teils auch mit guten Programmierkenntnissen, sind oft gerne zur Hilfestellung bereit, allerdings sollte man die Forenregeln genau beachten und in der Lage sein, ein Problem mit der erforderlichen Genauigkeit zu beschreiben. Auch wenn der Ton manchmal etwas rauer sein kann – wenn man die erfragten Informationen nachbringt, wird man fast immer Hilfe erhalten. Natürlich sollte man selbst auch sachlich bleiben, und nicht über die Distribution schimpfen, denn das kommt nie gut an. Man sollte immer davon ausgehen, dass die jeweilige Distribution versucht, Probleme für seine Benutzer auch zu lösen. Nur, dass eben manchen Probleme wirklich schwer zu lösen sind, vor allem durch eine Ferndiagnose.
Die englische Sprache ist nicht nur bei den Support-Foren von Vorteil, wobei es meist kein Problem darstellt, wenn die eigenen Sprachkenntnisse – die persönliche Sprachebene bzw. das eigene Kompetenzniveau – eher am unteren Ende angesiedelt ist: meist reicht es, wenn man sich verständlich machen kann. Bei einem Nutzer-Forum muss man sich üblicherweise mit E-Mail-Adresse registrieren, was aber gratis ist, und einen Benutzernamen angeben – üblicherweise ein Pseudonym und nicht der Klarname.
Während der Internet-Auftritt, die Dokumentation und die Software der meisten kleineren Linux-Distributionen (siehe die lange Liste von Linux-Distributionen) meist rein in englischer Sprache vorhanden ist, haben die meisten großen Linux-Distributionen eine zwar nicht vollständig übersetzte, aber in großen Teilen auf Deutsch verfügbare Dokumentation und eine in deutscher Sprache verfügbare WWW-Seite. Für Unterstützung nicht nur im privaten Bereich sind beispielsweise die Nutzer-Foren folgender Linux-Distributionen eine erste Anlaufstelle (chronologisch):
- Debian GNU/Linux – debianforum.de/forum/ (siehe auch wiki.debian.org/de/Community, die deutschsprachige Gemeinschaft)
- Arch Linux – bbs.archlinux.org/ (offiziell mit internationalem Bereich, wo in allen anderen Sprachen außer Englisch diskutiert wird)
- Fedora – discussion.fedoraproject.org/ (offiziell, dort wird auch teils auf Deutsch diskutiert) oder fedoraforum.de/
- Ubuntu Linux – ubuntuusers.de/
- Linux Mint – forums.linuxmint.com/ (offiziell mit deutschem Bereich) oder www.linuxmintusers.de/
- openSUSE – forums.opensuse.org/ (offiziell mit deutschsprachiger Sektion) oder www.opensuse-forum.de/ bzw. www.suseforum.de/
Auch auf den allgemeinen distributions-übergreifenden deutschen Linux- und Unix-Internet-Foren sind meist erfahrenere Anwender gerne bereit, zu helfen:
Es ist wirklich wichtig, auf derlei Nutzer-Foren konstruktiv zu sein. Wer eine spezifische und sachliche Frage stellt, wird maximal ignoriert. Das kann passieren, denn wenn keiner der mitlesenden erfahrenen Linux- bzw. Unix-Anwender eine Antwort weiß, ist es durchaus üblich, nicht zu antworten. Wer hingegen „trollt“, wird nicht nur als Troll wahrgenommen, sonder auch als solcher behandelt. Aussagen wie „unter Windows war das besser“ sollten daher wohl überlegt und gut argumentiert, aber vor allem spezifisch stattfinden, eine Lösung unter Linux zu suchen – wenn die Gemeinschaft jedoch das Gefühl hat, darauf gar keine Antwort geben zu können, wird es meist eher in eine unfreundliche Richtung ausschlagen. Auch, wenn man offensichtlich nicht bereit ist, einfache Anfragen umzusetzen, sollte man eher eine dicke Haut entwickeln. Solche Anfragen können sein, die Ausgabe eines Linux-Kommandos ins Forum zu posten, damit die Mitleser einerseits sehen, um welches System es sich im Detail handelt, aber auch, wo genau das Problem liegen kännte. Obwohl es natürlich auch manchmal zu deplatzierter Unfreundlichkeit kommt, die wirklich fehl am Platz ist, ist dies dennoch auch wieder verständlich wenn man bedenkt, dass die meisten Mit-Anwender auf solchen Foren ihre Freizeit opfern. Keinesfalls soll man sich daher absichtlich dumm stellen. Und, wenn man nichts zu sagen hat, das in der Sache weiterhilft, sollte man schweigen. Es kommt immer gut an, sich kurz zu halten. Postings wie „Danke dafür; im Moment überfordert mich das und ich finde nicht die Zeit, ich melde mich aber wieder, wenn ich das geforderte liefern kann“ werden fast immer positiv aufgenommen.
Warum der Pinguin?
[Bearbeiten]Viele haben sich sicher schonmal gefragt, warum gerade ein Pinguin das am weitesten verbreitete Symbol für Linux auf der Welt ist.
Alles begann damit, dass eine Linux User Group in Bristol in England für Linus Torvalds einen Pinguin gekauft hat. Linus machte sich auf den weiten Weg um das Tier zu besuchen. Als er dort ankam, stellte sich heraus, dass sie ihm keinen Pinguin gekauft, sondern nur in seinem Namen eine Patenschaft für einen Pinguin übernommen hatten. Aber wie kam es jetzt, dass der Pinguin als Symbol für Linux genommen wurde?
Dies war die Idee von Tove, seiner Frau. Linus versuchte ein Symbol für Linux zu finden, da ihn viele Leute darauf ansprachen, dass es gut wäre, ein eigenes Symbol zu haben. Die anderen Linux Firmen hatten ja zu dem Zeitpunkt auch schon alle eigene Logos. Seine Frau dachte bei der Logosuche an Pinguine, weil Linus in einem Zoo in Australien einmal von einem Pinguin gebissen wurde. Dies geschah beim Versuch, die Pinguine einfach so über ihren Zaun hinweg zu streicheln.
Nach diesem Erlebnis entwickelte Linus komischerweise eine Leidenschaft für Pinguine und Tove machte den Vorschlag, er solle doch einfach einen Pinguin als Logo nehmen. Linus sprach die Idee des Pinguins nach langem Überlegen mit Henry Hall und Maddog ab und schließlich entschieden sie sich dafür, dass der Pinguin gut ist.
Als nächstes spornte Linus die Internetgemeinde an, ihm Bilder von Pinguinen zu schicken. Linus gab sich jedoch nicht mit einem x-beliebigen Pinguin ab, nein, sein Pinguin sollte glücklich aussehen, "so als hätte er eine Maß Bier genossen und den besten Sex seines Lebens gehabt". Er wählte die Version von Larry Ewing, einem Grafiker, der am Institute for Scientific Computing an der A&M University in Texas arbeitete, aus. Der Pinguin sollte unverwechselbar sein, was er mit Tux, so sein Name, auch geschafft hat.
Während normale Pinguine einen schwarzen Schnabel und schwarze Füße haben, sollte das Linux Maskottchen wegen der Einzigartigkeit einen orangen Schnabel und orangefarbene Füße haben, so dass es so aussieht, als sei die Mutter des Pinguins eine Ente. "Als hätte Daisy Duck sich auf einer Antarktis-Kreuzfahrt vergessen und einen wilden One-Night-Stand mit einem einheimischen Federvieh gehabt".
Literatur
[Bearbeiten]- Linus Torvalds und David Diamond: Just for fun. Wie ein Freak die Computerwelt revolutionierte, München 2001 ISBN 3446216847
Einzelnachweise
[Bearbeiten]- ↑ Jonathan Corbet: The road to Zettalinux. In: LWN.net, 16. September 2022 (englisch)
- ↑ Thorsten Leemhuis: Linux läuft in Zukunft nicht mehr auf dem i386. In: Heise online. 13. Dezember 2012.
- ↑ Katherine Noyes: Linux 3.8: Hello 2013, Goodbye 386 Chips. In: Linux News. Linux Foundation, 20. Februar 2013 (englisch).
- ↑ Oliver Müller: Linux 6.7 bringt bcachefs, Seite 2 In: Heise online. 9. Januar 2024. Zitat: „Mit Linux 6.7 ist Itanium (vorerst) Geschichte im Linux-Kernel. Der neue Kernel lässt sich nicht mehr für IA64 bauen.“