Barfußwandern: Strausberg nach Erkner
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[Bearbeiten] Von Strausberg nach Erkner
[Bearbeiten] Anfahrt / Ausgangspunkt:
Aus Berlin mit der S5 nach Strausberg (nicht Strausberg-Stadt!).
[Bearbeiten] Beschaffenheit des Wegs:
Sandwege, teils auch mit Betonformsteinen gepflasterte Bürgersteige.
[Bearbeiten] Wegbeschreibung:
Vom Bahnhof Strausberg zunächst nach rechts die Straße entlang auf einem Bürgersteig aus Betonplatten, parallel zur Bahn bis zum Bahnübergang, diesen überqueren und gleich anschließend nach links die Treppe hinunter in den Wald. Es geht dann auf Sandwegen zunächst am Fuß des Bahndamms weiter über ein kleines Brückchen das Annafließ kreuzend, dann eine Treppe hinauf. Am Ende des Weges oberhalb der Treppe nach rechts, dann nach etwa 200 m links. Am Ende dieses Weges geht es dann rechts weiter, immer am Rand des Naturschutzgebietes Lange Dammwiesen und Unteres Annatal.
Bald erreicht man dann Torfhaus. Am Siedlungsbeginn gabelt sich der Weg. Der befahrenere ist der linke, wir nehmen aber den rechten. Auf diesem erreichen wir nach wenigen Metern die Landstraße Strausberg – Hennickendorf von der schräg links gegenüber der Weg zum Stienitzsee in den Wald hinein führt. Nach etwa 500 m ist dieser Weg mit einer Sperre für Autos unpassierbar gemacht worden. An dieser Stelle geht es nach rechts weiter, aber ein Abstecher geradeaus bis zum etwa 150 m entfernten Stienitzsee bietet eine wunderschöne Aussicht über den See.
Von der Sperre aus geht es also nach rechts über das Annafließ, dann bald nach links dem Weg mit der blauen Markierung folgen (Blauer Punkt oder blauer Strich). Es geht dann auf einem angenehmen Waldweg in einiger Entfernung zum Stienitzsee weiter. An einer Stelle an der ein kleiner Bach in den See mündet, lässt sich ein schöner Blick über das Wasser genießen. Dort, wo sich bei einem kleinen Campingplatz ein etwas zugewachsener Rastplatz befindet (Vorsicht Brennnesseln am Rastplatz), verlässt man den blau markierten Weg und hält sich etwas weiter rechts entlang eines Forstweges. Nach einem kurzen Stück mündet er schräg in einen anderen Forstweg, dem man nach links bis Tasdorf folgt.
Kurz vor Tasdorf verlässt man den Wald wieder. Hier ist ein kurzes Stück (Strausberger Straße) etwas geschottert, aber es sind breite Grasflächen rechts und links vorhanden, die ein Ausweichen ermöglichen.
In Tasdorf geht es ein paar Meter die Hauptstraße (Berliner Straße) nach rechts, dann nach links in die Ernst-Thälmann-Straße (vielleicht heißt die auch inzwischen anders) auf der man Rüdersdorf erreicht. Ab Tasdorf sind angenehme Bürgersteige aus Betonformsteinen vorhanden.
In Rüdersdorf erreicht man am Torellplatz die Trasse der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn, der wir nach links folgen. Dabei geht es zunächst über den Langerhanskanal, der den Stienitzsee mit dem Kalksee verbindet. Gleich hinter der Brücke zweigt nach links die Heinitzstraße ab, die zum sehr sehenswerten Kalksteintagebau führt, zu dessen Besichtigung man aber sicher Schuhe tragen muss (und wegen dem groben Kalkschotter auch sollte!). Man wird dort sicherheitshalber sogar mit Helmen ausgestattet.
Wir gehen nun aber nicht in die Heinitzstraße, sondern folgen weiter der Straße der Jugend, durch die das Straßenbahngleis führt. Hier sind teilweise ältere, nicht so gute Bürgersteige vorhanden. An der Kirche folgen wir dabei der Rechtskurve. Würde man hier links abbiegen, könnte man noch dem Verlauf des alten Straßenbahngleises bis zur ehemaligen Wendeschleife folgen. Hier bediente die Straßenbahn einst den Ortsteil Kalkberge, der zu DDR-Zeiten komplett abgerissen wurde, um Platz für den Tagebau zu schaffen. Der Tagebau hat sich aber nie soweit ausgedehnt, so dass auch heute noch die alte Kopfsteinpflasterstraße und das Gleis vorhanden sind. Vor ein paar Jahren lies man hier sogar anlässlich einer Jubiläumsfeier eine Pferdebahn fahren.
Von der Kirche aus gehen wir nun aber weiter, parallel zur Straßenbahn, auf einer Brücke den Kalkgraben querend bis zur Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße. Dieser folgen wir nach rechts, um sie an der nächsten Ecke wieder nach links zu verlassen. Nun geht es durch die Brückenstraße, mit angenehmem Sandstreifen rechts, und nach etwa 200 m, kurz vor der Straßenkreuzung nach rechts eine Treppe hoch. Oben dann links haltend, auf glatten Betonsteinen an einem Plattenbau entlang, der sich rechts befinden muss. Nach überqueren einer Straße geht es fast geradeaus weiter, wieder an einem Plattenbau entlang, der nun aber links sein muss. Man erreicht dann eine Wohnstraße, die in leichtem Linksbogen zwischen den Wohnblöcken und einem Sportplatz hindurchführt. Diese Straße überquert man und folgt dann einem nur anfangs leicht geschotterten Weg neben dem Damm der Autobahn A10 hinab zur Woltersdorfer Straße, der man dann nach rechts folgt.
Unter der Autobahn hindurch, sofort in den Wald führend, bietet die Woltersdorfer Straße zunächst Kopfsteinpflaster mit sandigen Randstreifen, dann teils etwas Splitt, teils festen und teils herrlich weichen Sand. Nach ca. 1200 m erreicht man dann kurz vor einem Hochsitz eine sehr spitzwinklige Kreuzung auf der wir dann nach halblinks abbiegen. Nach einer kleinen Weile erreicht man dann einen Wegweiser nach Alt-Buchhorst, der in die Richtung zeigt, aus der wir gerade kommen. Diesem folgen wir nicht, sondern biegen an dieser Stelle links ab. Bald folgt dann ein Wegweiser nach rechts zum Aussichtsturm. Diesem folgen wir und erreichen bald einen mit Betonlochsteinen gepflasterten Weg an dem wir rechts schon den Turm sehen können. Ein Aufstieg dürfte sich lohnen. Hier befindet sich mit 104 m Höhe der höchste Punkt der Kranichsberge bei Woltersdorf.
Am Turm geht es dann rechts vorbei auf einem schmalen Pfad um den Zaun herum in Richtung Westen, dann links durch einen kleinen Canyon, wo sich der Weg fast einen Meter tief im weichen Sand eingeschnitten hat. Man erreicht dann bald den Rand der Bebauung von Woltersdorf und kreuzt die Buchhorster Straße. Es geht immer geradeaus weiter durch Wald, bis man nach etwa 800 m bei Gelegenheit nach rechts zum Flakensee hinunter abbiegt. Am Seeufer geht es dann nach links weiter. Bald endet der See, der Weg geht weiter durch Wald und führt schließlich über einen Parkplatz (Gaststätte) an die Straße Grünheide – Erkner, der wir nach rechts auf dem Bürgersteig folgen. Wir überqueren nun die Löcknitz, unterqueren die Bahnstrecke und erreichen Erkner. Am Kreisverkehr halten wir uns rechts, durchqueren das Stadtzentrum, überqueren das Flakenfließ und biegen gleich hinter der Brücke in die Bahnhofstraße ein. Nach unterqueren der Bahn erreichen wir gleich links den S-Bahnhof.
Länge: ca. 20 km, Gehzeit: ca. 6 h, Höhendifferenz: ca. 120 m Zuletzt begangen im Mai 2006
[Bearbeiten] Rückfahrt:
Nach Berlin-Ostbahnhof mit der S3 oder mit dem RE1 über die Stadtbahn.
[Bearbeiten] Einkehrmöglichkeiten:
Imbiss am Bf. Strausberg, Gaststätten am Stienitzsee, in Tassdorf, in Rüdersdorf und in Erkner.
[Bearbeiten] Nahegelegene Freizeitangebote:
Die Strausberger Eisenbahn führt einen interessanten Straßenbahnbetrieb mit gebraucht aus der Slowakei und den USA übernommenen Fahrzeugen durch.
Vom Stienitzsee aus sind Dampferfahrten nach Woltersdorf und Erkner, sowie von Woltersdorf aus auch nach Berlin möglich.
Badestellen gibt es am Stienitzsee und am Flakensee.
Im Baustoffmuseumspark Rüdersdorf kann ein Kalkstein-Tagebaubetrieb mit zahlreichen historischen Bauten besichtigt werden.
Im Aussichtsturm bei Woltersdorf gibt es eine Ausstellung: „Als Woltersdorf noch Hollywood war“ über Filmproduktionen zur Stummfilmzeit.
In der Triebwagenhalle Erkner gibt es gelegentlich Tage der offenen Tür, bei der historische Züge der Berliner S-Bahn und anderes besichtigt werden können.