Geldanlage: Anlagearten: CFD

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Ein CFD (Contract for Difference) ist ein spekulatives Wertpapier. Der Kurs eines CFDs orientiert sich an einem realen Wert (z. B. Aktie) oder einem Index (DAX oder DOW JONES) oder auch an Rohstoffwerten (Gold, Silber).

Der Grund eines Kaufes eines CFDs ist die Spekulation. Mit CFDs kann man long (Erwartung eines steigenden Kurses) oder short (Erwartung von fallenden Kursen) gehen. CFDs sind einfacher zu verstehen und zu bewerten, als beispielsweise Optionsscheine oder andere Differenzzertifikate, weil bei einem CFD nur der Kurswert eine Rolle spielt. Einschränkungen wie Knock-Outs (hier verliert der Optionsschein seinen kompletten Wert) oder ähnliche Einschränkungen gibt es nicht.

Beispielsweise ein Grund für die Ausgabe eines CFDs kann, dass der Inhaber einer Aktie, zwar das Stimmrecht dieser Aktie und das Dividendenbezugsrecht (Gewinnertragsanteil für die Aktionäre am Jahresende) ausüben möchte, aber nicht am Kursgewinn oder Kursverlust partizipieren will. Dann überträgt der Aktieninhaber diesen spekulativen Anteil einer Aktie an jemand anderen. Das Papier, mit dem dies möglich wird ist das CFD. Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum es überhaupt CFDs gibt.

CFDs werden üblicherweise über Margin (die Papiere werden nicht real übertragen, sondern der Kunde stellt für den Handel beim Broker einer Sicherheitsleistung, um die Handlung eingehen zu können) gehandelt, so dass ein Hebel (Vervielfachung von Gewinn UND Verlust) entsteht.

Machen wir ein Rechenexempel:

Ich kaufe 10 CFDs der Aktie DaimlerCrysler.

Die Aktie hat einen derzeitigen Wert von 100,00 Euro

Der Hebel beim Broker ist 1:20. (Das bedeutet, dass ich für eine Aktie, die 100 Euro wert ist nur 5 Euro (100/20) hinterlegen muss)


In diesem Fall kann ich mit einem Kapitaleinsatz von 50 Euro 10 CFDs "kaufen"

100 (Euro pro Aktie) / 20 (Hebel) * 10 (Anzahl der Aktien) = 50 Euro


Jetzt stellt sich die Frage, warum ich denn jetzt einen CFD kaufe und nicht die Aktie?

Die Antwort darauf ist, dass ich durch den größeren Hebel grössere Gewinne UND größere Verluste machen kann.

Angenommen ich würde 10 Aktien von Daimler Crysler kaufen müsste ich 1000 Euro investieren. Bei den CFDs muss ich nur 50 Euro investieren.

Machen wir ein Rechenbeispiel für eine Kursschwankung bei der ich steigende Kurse erwarte:

Angenommen die DaimlerCrysler Aktie steigt um 1% und ich bin long (steigende Kurserwartung) gegangen dann errechnet sich folgender Gewinn:

Bei der Aktie

Kapitaleinsatz: 1000 Euro

1% Steigung: 10 Euro

1000 + 10 = 1010 - das bedeutet ich habe 1% Gewinn gemacht.

Bei einem CFD: Kapitaleinsatz 50 Euro

1% Steigung: 10 Euro

50 + 10 = 60 Das bedeutet ich habe 20% Gewinn gemacht !

Das gleiche gilt natürlich auch für Verluste: Angenommen die DaimlerCrysler Aktie sinkt um 1% und ich bin long (steigende Kurserwartung) gegangen dann errechnet sich folgender Verlust:

Bei der Aktie

Kapitaleinsatz: 1000 Euro

1% Senkung: 10 Euro

1000 - 10 = 990 - das bedeutet ich habe 1% Verlust gemacht.

Bei einem CFD: Kapitaleinsatz 50 Euro

1% Steigung: 10 Euro

50 - 10 = 40 - Das bedeutet ich habe 20% Verlust gemacht !


Sie sehen mit einem CFD kann man in kürzerer Zeit größere Gewinne UND größere Verluste machen.

Machen wir ein Rechenbeispiel für eine Kursschwankung bei der ich sinkende Kurse erwarte:

Angenommen die DaimlerCrysler Aktie sinkt um 1% und ich bin short (sinkende Kurserwartung) gegangen dann errechnet sich folgender Gewinn:

Bei der Aktie ist das unmöglich, weil ich eine Aktie erst kaufen muss, um sie später zu verkaufen, dieser Fall ist also für eine Aktie unmöglich.

Bei einem CFD: Kapitaleinsatz 50 Euro

1% Senkung: 10 Euro

50 + 10 = 60 - Das bedeutet ich habe 20% Gewinn gemacht !


Das gleiche gilt natürlich auch für Verluste: Angenommen die DaimlerCrysler Aktie steigt um 1% und ich bin short (sinkende Kurserwartung) gegangen dann errechnet sich folgender Verlust:

Bei einem CFD: Kapitaleinsatz 50 Euro

1% Steigung: 10 Euro

50 - 10 = 40 - Das bedeutet ich habe 20% Verlust gemacht !


Sie sehen mit einem CFD kann man auch an fallenden Kursen Geld verdienen. Das ist mit einer Aktie unmöglich. Ein CFD ist somit ein Wertpapier, welches sich für kurzfristige Geldanlagen und Spekulation eignet und eine Aktie ist eine langfristige Geldanlage, die eigentlich hauptsächlich darauf abzielt, sein Stimmrecht ausüben zu können und dividendenbezugsberechtigt zu sein. Grundsätzlich eignet sich eine Aktie nicht zur Spekulation, da in Zeiten fallender Märkte (Aktien) kein Geld verdient werden kann. So hat man also statistisch gesehen eine geringere Warscheinlichkeit am Aktienmarkt Geld zu verdienen, als am Roulette-Tisch. Das wäre, wie wenn Sie in der Spielbank sitzen um nur auf Rot und nicht auf Schwarz setzen könnten. Wie soll man da Fehlentscheidungen, die es immer gibt, wieder wettmachen. Natürlich ist das keine Empfehlung zur Spielbank zu gehen. So etwas lehne ich grundsätzlich ab, aber von der mathematischen Warscheinlichkeit wäre es intelligenter zur Spielbank zu gehen, als mit Aktien zu spekulieren.

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