Ing Mathematik: Mengenlehre
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[Bearbeiten] Menge
- Definition einer Menge nach Cantor
- Eine Menge ist eine Zusammenfassung bestimmter, wohlunterschiedener Objekte unserer Anschauung oder unseres Denkens zu einem Ganzen.
- Explizite Mengenbeschreibung:

- Implizite Mengenbeschreibung: Die Menge aller Telefonnummern in der Stadt XYZ.
Von jedem Objekt soll feststehen, ob es zur Menge gehört oder nicht (Ausschluss von Antinomien). Die Objekte einer Menge werden als Elemente bezeichnet.
- Element von:

- Nicht Element von:

Beispiel: 

[Bearbeiten] Teilmenge
- Teilmenge
- Eine Menge B heißt Teilmenge einer Menge A (
), wenn jedes Element von B auch Element von A ist.
Die Beziehung
heißt Inklusion.
Ist die Menge B keine Teilmenge der Menge A, so schreibt man dies als 
- Gleichheit von Mengen

- Echte Teilmenge
- Eine Menge B heißt echte Teilmenge einer Menge A (
), wenn jedes Element von B auch Element von A, sowie A nicht gleich B ist.
[Bearbeiten] Leere Menge
Enthält eine Menge kein Element, so heißt sie leere Menge (
).
Die leere Menge ist immer Teilmenge einer anderen Menge (
).
[Bearbeiten] Vereinigungsmenge
- Vereinigungsmenge
- Unter der Vereinigungsmenge der Menge A und B (
) versteht man die Menge aller Elemente, die einer der beiden Mengen angehört.
Es gilt: 
[Bearbeiten] Schnittmenge
- Schnittmenge
- Die Schnitt- oder Durchschnittsmenge (
) ist die Menge aller Elemente, die sowohl der Menge A, wie auch der Menge B angehören.
Wie man auch leicht visualisieren kann gelten folgende Regeln:
Ist
, so heißen die beiden Mengen elementfremd (disjunkt).
[Bearbeiten] Differenzmenge
- Differenzmenge
- Die Differenzmenge
(Menge A ohne Menge B) besteht aus der Menge von Elementen, welche zwar der Menge A angehören, aber nicht der Menge B.
- Komplement
- Eine andere Bezeichnung für
ist Komplement von B bezüglich A. Ist die Menge B eine Teilmenge der Menge A, so nennt man die Menge
Komplement von B.
Für das Komplement gelten folgende Regeln:

- de Morgansche Regeln:

[Bearbeiten] Geordnete Paare und Produktmenge
- Geordnete Paare
- A und B seinen beliebige nichtleere Mengen, sowie
.
heißt dann geordnetes Paar.
Gleichheit geordneter Paare: 
- Produktmenge
- Die Menge aller geordneten Paare der Mengen A und B
heißt Produktmenge von A und B.
[Bearbeiten] Geordnetes Tripel
A, B und C seinen beliebige nichtleere Mengen, sowie
.
nennt man geordnetes Tripel.
[Bearbeiten] Geordnetes n-Tupel
seinen n beliebige nichtleere Mengen mit
.
heißt dann geordnetes n-Tupel.
Gleichheit geordneter n-Tupel: 
- Produkt der Mengen A1 bis An

Ist
, so kann man anstatt
auch
schreiben.
Beispiel: 
[Bearbeiten] Funktionen
- Funktion
- A und B seien Mengen. Eine Funktion f ist eine Vorschrift, die jedem Element
dabei genau ein Element
zugeordnet (eindeutige Abbildung).
A heißt Definitionsbereich von f, B ist der Zielbereich und W der Wertebereich von f.
nennt man Argument von f.
mit
bezeichnet man als "Bild von x unter f" oder "Funktionswert von f an der Stelle x".
Eine Funktion kann auch in Form eines Pfeildiagramms visualisiert werden
[Bearbeiten] Verschiedene Schreibweisen
- Exakte Darstellung:

- Abgekürzte Schreibweisen:
- Funktion f von A nach B:



- Funktionsgleichung in expliziter Form:

- Funktionsgleichung in impliziter Form:

- Funktionsgleichung in Parameterform:

- Funktion f von A nach B:
Zwei Funktionen f und g sind dann gleich, wenn folgender Zusammenhang gilt:

[Bearbeiten] Komposition von Funktionen
Beispiel: Die Schallgeschwindigkeit c ist bei gleichbleibendem Druck und Dichte des Mediums abhängig vom Isentropenkoeffizienten
. Das bedeutet
. Gleichzeitig ist aber
abhängig von der Temperatur T, also
.
Die Zusammensetzung (Komposition) ergibt 
Man schreibt für
auch
. Es ist auch zu beachten, dass 
Formal kann eine Komposition von Funktionen folgendermaßen angeschrieben werden:

.
[Bearbeiten] Injektive Funktionen
- Injektive Funktion
- Eine Funktion
heißt injektiv (eineindeutig), wenn 
Ist eine Funktion f injektiv und
, so läßt sich eine Gleichung
prinzipiell eindeutig nach x auflösen.
Beispiel:
ist nicht injektiv, da 
[Bearbeiten] Umkehrfunktionen
- Umkehrfunktion
- Ist
eine injektive Funktion, so ist
die Umkehrfunktion zu f.
.
[Bearbeiten] Surjektive Funktionen
Gilt, dass der Wertebereich W einer Funktion f gleich dem Zielbereich B ist, so nennt man die Funktion surjektiv. Eine surjektive Funktion muss nicht unbedingt injektiv sein.
[Bearbeiten] Bijektive Funktionen
Ist eine Funktion f sowohl injektiv als auch surjektiv, so nennt man sie bijektiv. Zu jeder bijektiven Funktion
existiert die Umkehrfunktion
.









