Traktorenlexikon: Fahr D 17
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| Fahr D 17 | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Hersteller/Marke: | Fahr |
| Modellreihe: | D |
| Modell: | D 17 |
| Bauweise: | rahmenlose Blockbauweise |
| Produktionszeitraum: | 1951–1953 |
| Stückzahl: | 9213 |
| Maße | |
| Eigengewicht: | |
| Länge: | 2570 mm |
| Breite: | 1562 mm |
| Höhe: | 1743 mm |
| Radstand: | 1640 mm |
| Bodenfreiheit: | 403 mm |
| Spurweite: | 1250 mm |
| Wenderadius mit Lenkbremse: | 4650 mm |
| Wenderadius ohne Lenkbremse: | 5200 mm |
| Standardbereifung: | vorne: 5.00 x 16 hinten: 8 x 24 |
| Motor | |
| Nennleistung: | 12,5 kW, 17 PS |
| Nenndrehzahl: | |
| Zylinderanzahl: | 2 |
| Hubraum: | 1296 cm³ |
| Kraftstoff: | Diesel |
| Kühlsystem: | Wasserkühlung |
| Antrieb | |
| Antriebstyp: | Hinterradantrieb |
| Getriebe: | 5/1-Schaltgetriebe |
| Höchstgeschwindigkeit: | 20 km/h |
Der Fahr-Standardschlepper D 17 wurde von 1951 bis 1953 über 9000 mal gefertigt. Mit der Typenbezeichnung D 17 H gibt es ihn auch in einer Hochrad-Version. Zum D 15 ist er fast baugleich.
Der D 17 gilt als Universal-Arbeitsmaschine mit großer Einsatz-Basis. Außer einem günstigen Leistungsgewicht, einer großen Bodenfreiheit, einfacher Bedienung, übersichtlicher Bauweise und guter Fahreigenschaften hat er auch Anbaumöglichkeiten für Mähwerk, Getreidemäh-Handablage, eine Reihe von Schädlingsbekämpfungsgeräten, Milch-Melkgerät, Weinberg-Seilwinde, Spillwinde, Riementrieb und Reifenfüllpumpe. Weiterhin besteht die Einbaumöglichkeit eines hydraulischen Krafthebers zum Ausheben und Einsetzen von Bodenbearbeitungs- und Erntebergungsgeräten.
Inhaltsverzeichnis |
Motor [Bearbeiten]
Der D 17 ist mit einem wassergekühlten Zweizylinder-Viertakt-Dieselmotor mit Wirbelkammer vom Typ 2 D 15 von Güldner ausgestattet. Die Höchstdrehzahl beträgt 1800/min, die niedrigste Leerlaufdrehzahl 700/min.
Die Zylinderlaufbuchsen sind austauschbar im Kurbelgehäuse eingezogen. Die Kurbelwelle ist an der Schwungradseite in einem Pendelrollenlager, auf der Wasserpumpenseite in einem Zylinderrollenlager gelagert. Die schräggeteilten Pleuel sind mit Bleibronzelagern versehen.
- 85 mm Bohrung und 115 mm Hub
- Verdichtungsverhältnis 1:19
- hängende Ventile, doppelte Ventilfedern
- Wasserumlaufkühlung durch Pumpe mit Windflügel
- Temperaturregelung durch Thermostat
- Kraftstofffilter: Bosch FJ/AZ 5/3
Die Güldner-Einspritzpumpe hat Regulierventile. Die Güldner-Pumpe arbeitet mit unverändertem Hub, das heißt: es wird stets die gleiche Kraftstoffmenge angesaugt. Durch den Saughub des Pumpenzylinders wird das Saugventil geöffnet, und der einströmende Brennstoff füllt den Druckraum. Nach Beendigung des Saughubes schließt sich das federbelastete Saugventil wieder und wird durch den Druckhub noch fester auf seinen Sitz gepresst, wodurch es absolut dicht wird. In der Anlassstellung der Brennstoffpumpe, d. h. wenn die Reguliernadel die Absteuerbohrungen ganz verschließt, wird der Brennstoff durch das Druckventil über die Leitung und die auf 150 atü eingestellten Brennstoffdüsen in die Wirbelkammer einqespritzt. In dieser Stellung ist die Fördermenge ungefähr um 30 Prozent höher als bei der größten Betriebsfüllung. Im Betrieb wird je nach Belastung des Motors, beeinflußt vom Regler, das Regulierventil mehr oder weniger geöffnet. Beim Druckhub des Pumpenkolbens wird ein Teil der angesaugten Kraftstoffmenge an den geöffneten Reguliernadeln vorbei in den Regulierraum und von da zurück in den Saugraum abgesteuert, d. h. die Fördermenge für den Motor wird um die abgesteuerte Brennstoffmenge geringer. Bei abgestelltem Motor sind die Regulierventile vollständig offen, so dass eine Kraftstoff-Förderung zur Einspritzdüse (Typ DN 8 S 2) nicht erfolgen kann.
Der Fliehkraftregler besorgt die Mengenregelung, die für die jeweilige Motorbelastung nötig ist. Mit steigender Motordrehzahl gehen die beiden Reglergewichte, durch die Fliehkraft beeinflusst, auseinander und verschieben die Reglermuffe nach vorn in Richtung Wasserpumpe. Dadurch wird der Kugelkopf der Regulierwelle ebenfalls nach vorn geschoben und damit auch die Regulierstange. Die Regulierventile werden somit gezwungen, eine Linksbewegung auszuführen, was ein Abheben der Reguliernadeln vom Regulierventilsitz zur Folge hat. Ein Teil der geförderten Brennstoffmenge wird an der Reguliernadel vorbei abgesteuert. Die nunmehr geringere Einspritzmenge bewirkt ein Absinken der Motordrehzahl. Die an der Regulierstange angebrachte Zugfeder zieht in diesem Moment die Regulierwelle in Richtung Getriebe zurück und überträgt die Bewegung auf die Reguliernadeln, welche die Füllmenge wieder größer werden lassen. Die Reglerfedern, die der Fliehkraft der Reglergewichte entgegenwirken, werden durch einen Winkeldruckhebel gespannt. Unter der Wirkung von Fliehkraft und Federdruck stellt sich, je nach Belastung des Motors, die erforderliche Brennstoff-Füllmenge ein. Durch das vom Fahrer betätigte Drehzahlgestänge wird die Spannung der Reglerfedern verändert und die Drehzahl des Motors verstellt.
Kupplung [Bearbeiten]
- Einscheibentrockenkupplung K 12 Z von Fichtel & Sachs
Getriebe [Bearbeiten]
- Schaltgetriebe von ZP (ZF), Typ 8 A C
- Flanschgehäuse mit Lagerung für die Antriebswelle. Getriebegehäusekasten mit im vorderen Teil eingebautem Wechselgetriebe. Im hinteren Teil des Getriebegehäuses sind eingebaut: Differential mit Tellerrad, Zapfwelle mit Einrückung. Linkes und rechtes Achsrohr mit linkem und rechtem Hinterachsvorgelege 2 Steckachsen mit Z Bremstrommeln und die dazu gehörigen Lagerungen. Im rechten Achsrohr ist die Differential-Sperrmuffe.
Geschwindigkeiten vor- und rückwärts [Bearbeiten]
- 1. Gang: 3,0 km/h
- 2. Gang: 5,4 km/h
- 3. Gang: 7,8 km/h
- 4. Gang: 11,9 km/h
- 5. Gang: 19,8 km/h
- Rückwärtsgang: 2,2 km/h
Zapfwelle [Bearbeiten]
- Getriebezapfwelle 540/min
Bremsen [Bearbeiten]
- mechanische Duplex-Innenbackenbremse
- Fuß- und Handbremse auf Hinterräder wirkend
Achsen [Bearbeiten]
Lenkung [Bearbeiten]
Die Lenkung von ZF (Typ EL 10) hat nach je einer Seite einen Lenkstockhebel, die über die Lenkschubstangen und die Lenkhebel direkt auf die Vorderräder wirken.
Hydrauliksystem und Kraftheber [Bearbeiten]
- Hydraulik von Fahr-Bucher
- 220 atü Betriebsdruck
- 690 kg Hubkraft
Steuergeräte [Bearbeiten]
Elektrische Ausrüstung [Bearbeiten]
Den Schlepper gab es mit einer 12-Volt-Licht- und Anlasseranlage. Er konnte jedoch auch ohne elektrische Anlage geordert werden. Die Zündung erfolgte dann von Hand mittels einer von vorne in die auf dem Vorderende der Kurbelwelle aufsitzenden Andrehklaue gesteckten Handkurbel und Glimmpapierchen.
Maße und Abmessungen [Bearbeiten]
Bereifung [Bearbeiten]
Füllmengen [Bearbeiten]
- Kraftstofftank: 25 l Diesel
- Motoröl: 4,5 l Motoröl
- Ölbadluftfilter: 0,5 l Motoröl
- Hydrauliksystem: 8 l Motoröl
- Schaltgetriebe: 9 l Getriebeöl
- Lenkgetriebe: 0,25 l Getriebeöl
- Riementrieb: 1 l Getriebeöl
- Kühlung: 13 l Wasser
Verbrauch [Bearbeiten]
Sonderausrüstung [Bearbeiten]
Der Schlepper wurde serienmäßig ohne Heckkraftheber und Mähwerk ausgeliefert, diese konnten als Sonderausstattung geordert werden. Ein passendes Verdeck gab es von mehreren Anbietern.
Literatur [Bearbeiten]
- Bericht zum D 17 in der Fahr-Schlepperpost, Ausgabe 3/1996
- Bedienungsanleitung und Ersatzteilliste zum Fahr D 17
Weblinks [Bearbeiten]
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