Unwirksam: Lunge
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[Bearbeiten] Wirkungsnachweis bei Erkältung
Erstaunlich ist, daß es kein anerkanntes Verfahren gibt, um die Wirkung von Erkältungsmitteln zu testen. Dabei sind Erkältungen sehr häufig und es wäre schon schön, wirksame Substanzen oder Methoden gegen eine Erkältung in der Hand zu haben.
Wie kann ein Wirknachweis aussehen ?
Man läßt Patienten, die eine Erkältung haben, jeden Erkrankungstag mit einer Ziffer für ihren Erkrankungsgrad bewerten.
- 0 = keine Erkältung
- 1 = kaum Beschwerden
- 2 - 8 zunehmende Beschwerden
- 9 = sehr starke Beschwerden, hohes Fieber, starke Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen etc
Die Tageswerte summiert man für eine Erkältung auf, bis die Erkältung wieder vorbei ist.
Dann vergleicht man 100 Patienten mit Therapie doppelblind mit 100 Patienten ohne Therapie.
Eine wirksame Therapie sollte die durchschnittliche Summe der Krankheitspunkte um mindestens 20 - 30 % senken, dann kann man von einer wirksamen Behandlung sprechen. Bisher ist mit so einem einfachen Ansatz noch kein Medikament geprüft worden.
[Bearbeiten] Schleimlöser
Für Schleimlöser wie
Fluimucil,
Ambroxol etc. wird viel Reklame gemacht, der Wirksamkeitsnachweis ist nicht überzeugend.
[Bearbeiten] Europäische Zistrose
Das Medikament Cystus 052 Infektblocker wird in der Werbung als Durchbruch gegen Erkältungen und grippale Infekte gefeiert. Der Produzent ist ein gewißer Herr Dr Pandalis und seine Gmbh für Urheimsche Medizin . siehe www.urheimsche-medizin.de
Wie üblich bei solchen angeblich bronchial wirksamen Stoffen fehlt wahrscheinlich jeder vernünftige Wirkungsnachweis.
[Bearbeiten] Enzympräparate
Bei Atemwegsinfekten werden gerne antientzündliche Enzympräparate wie Antiflazym oder Wobenzym verabreicht. Für diese Medikamente gibt es keinen Wirkungsnachweis.
[Bearbeiten] UMCKALOABO
Zuviel Werbung, bisher kein Wirknachweis siehe
Pelargonium sidoides-Wurzel-Auszug
[Bearbeiten] Sinupret
Soll vor allem den Nebenhöhlen helfen. Beweisen ist nichts. Inhaltsstoffe:
- Eisenkraut, gepulvert 36 mg;
- Enzianwurzel, gepulvert 12 mg;
- Gartensauerampferkraut, gepulvert 36 mg;
- Holunderblüten, gepulvert 36 mg;
- Schlüsselblumenblüten mit Kelch, gepulvert 36 mg.
Ein Enzianlikör ist wahrscheinlich wirksamer
[Bearbeiten] Alternative für Bronchitis und Atemwegsinfekte
[Bearbeiten] Nichtmedikamentöse Maßnahmen bei akuter Bronchitis
Es gibt eine Reihe von nicht medikamentösen Maßnahmen, die ein Patient mit akutem Atemwegsinfekt als angenehm empfindet und die wahrscheinlich hilfreich sind. Bei der guten Spontanheilungsrate ist allerdings ein Wirkungsnachweis nur schwer zu führen. Brauchbare Aussagen erhält man von Patienten, die rezidivierend immer wieder unter einer akuten Bronchitis zu leiden haben. Nach dem Ausprobieren der verschiedensten Maßnahmen bleiben meistens drei oder vier Maßnahmen übrig, die diese Patienten als wirksam erachten:
[Bearbeiten] Kühle, feuchte und frische Luft
Da eine Entzündung der Bronchien vorliegt, wird kühle, feuchte und frische Luft als lindernd empfunden. Meistens schläft der Patient mit immer wieder auftretender Bronchitis warm eingepackt bei offenem Fenster, es sei denn, es herrscht sehr kalte trockene Winterluft unter −10 Grad Celsius. Trockene, warme Luft wird als unangenehm betrachtet und gemieden. Die Empfindlichkeit gegenüber Luftschadstoffen wie beispielsweise Zigarettenrauch ist erhöht.
[Bearbeiten] Kaltwasseranwendungen (Kneippsche Güsse)
Kurzfristig Kaltwasseranwendungen wie Arm-, Bein- oder Oberkörpergüsse führen zu einer Aktivierung des Sympathikus, damit zu einer Weitstellung der Bronchien und Nasenhöhlen und werden meistens als angenehm und krankheitsverkürzend empfunden.
[Bearbeiten] Anpassung der Temperaturregulation
Im Rahmen der akuten Bronchitis herrscht ein ziemliches Durcheinander der Temperaturregulation im Körper. Man kann gleichzeitig an den Füßen frieren und am Kopf schwitzen. Die Schwitzneigung ist generell verstärkt. Bereits bei geringer Anstrengung kommt man vermehrt ins Schwitzen, um kurz danach wieder zu frieren, da man mit verschwitzter Kleidung schnell friert. So muss man ständig in Sachen Temperaturregulation nachhelfen: Ist der Körper verschwitzt, sollte man ihn kalt abwaschen und wieder trockene Kleidung anziehen. Friert man, dann sollte man sich warm anziehen und sich bewegen, um die Körpertemperatur wieder anzuheben..
[Bearbeiten] Allzu lange Bettruhe ist zu vermeiden
Da man bei leichter Körperaktivität die Bronchien erweitert und besser abhustet, ist ein gemütlicher Spaziergang im Wald 2–3 mal täglich von etwa 30–60 Minuten Dauer wahrscheinlich besser als eine dauernde Bettruhe. Allerdings sollte dazu kein hohes Fieber vorliegen und der Kreislauf sollte nicht kollaptisch sein.
[Bearbeiten] Nahrungsmittel, die im Rachen nicht reizen
Da bei der akuten Bronchitis meistens auch der Rachen mit entzündet ist, werden flüssige Nahrungsmittel wie Wasser und Milch, Apfelbrei und Joghurt als angenehm, hingegen bröselige, trockene Nahrungsmittel als unangenehm empfunden. Jede
Aspiration von Nahrungsmitteln in die Luftwege löst einen sehr unangenehmen Hustenanfall aus und sollte vermieden werden.
Obiger Text stammt von Benutzer:Rho, der seit ca 25 Jahre an rezidivierender Bronchitis leidet und seine eigene Erfahrungen damit zusammen gefasst hat.