Wikijunior Computer und Internet/ Geschichte

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Computer und Internet

Einleitung

Computer

Begriff
Funktion
Geschichte
Bestandteile
Speichermedien
Zusatzgeräte
Programme (Software)

Internet

Begriff
Geschichte
Funktion
Browser
E-Mail

Verwendung

Grundlagen
Schreibprogramm
Internet

Anhang

Begriffslexikon

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die ersten Rechenmaschinen

Bereits sehr früh haben die Menschen angefangen, ihre Gedanken auszudrücken. Zahlen waren ein großes Hilfsmittel dazu, doch es gab nur wenig Möglichkeiten, diese aufzuschreiben. Sie konnten die Anzahl der erlegten Tiere aber beispielsweise an den Fingern abzählen. In ihren Höhlenbildern konnten sie dann die Anzahl der Tiere malen.

Einige Zeit später begannen die Menschen zu rechnen. Doch sie stellten fest, dass es sehr schwer ist, es ohne Hilfsmittel zu machen. Ihre zehn Finger reichten nur für kleine Rechnungen, also überlegten sie, wie man das Problem lösen könnte.

Ein römischer Abakus

Zu den ersten Rechenhelfern gehört der sogenannte Abakus, er wurde vermutlich um ca. 1100 v. Chr. im indo-chinesischen Kulturraum erfunden. Auch die Römer und Griechen verwendeten den Abakus. Im Bild links siehst du einen römischen Abakus. Dieser Rechenschieber ist ein Werkzeug, mit dem man auch kompliziertere Rechnungen schnell lösen kann.

Aus der Zeit, um das Jahr Null, stammt der "Mechanismus von Antikythera". Diese komplizierte Rechenmaschine diente dazu, die Bewegung der Planeten zu berechnen. Dieses aus vielen Zahnrädern bestehende Gerät geriet aber in Vergessenheit. Das Gerät wurde erst vor 100 Jahren wieder entdeckt. Es wurde von Tauchern aus einem Schiff geholt, das schon vor langer Zeit untergegangen ist.

Bis zum Mittelalter wurde die Idee der Rechenmaschine verworfen. 1623 wurde dann eine so genannte "Vier-Spezies-Maschine" von Wilhelm Schickard gebaut. Er verwendete Zahnräder, die man normalerweise in Uhren einbaute. Deshalb wurde sein Apparat auch als "rechnende Uhr" bezeichnet.

Bereits ein paar Jahre später, 1703 genau, erfand Gottfried Wilhelm Leibniz das so genannte Dualsystem. Das Besondere an diesem Zahlensystem ist, dass es nur aus zwei Zahlen besteht – 0 und 1. Das war der Schlüssel für die moderne Computertechnik.

[Bearbeiten] Erste programmierbare Maschinen

Lochkarten in einem alten Lesegerät

Im Jahre 1805 kam der Franzose Joseph-Marie Jacquard auf die Idee, Webstühle mit Papierkarten zu steuern. So stanzte er einfach viele Löcher nach einem bestimmten Muster in Papierkarten. Damit war er der erste, welcher Soft- und Hardware trennte – eine der wichtigsten Grundlagen heutiger Computer.

Charles Xavier Thomas de Colmar baute dann 1820 den ersten mechanischen Rechner, der in großen Stückzahlen verkauft wurde. Dieser Apparat, der einer Schreibmaschine ähnlich ist, nannte sich „Arithmometer“. Durch die großen Mengen, in denen die Maschine gebaut wurde, konnten sich große Firmen das Gerät anschaffen.

Im Jahr 1822 baute Charles Babbage seine „Differenzmaschine“, eine Rechenmaschine, welche auch umfangreichere Rechnungen durchführen konnte. Seine Maschinen litten allerdings unter der damals noch nicht so genauen Fertigung. Für ihre niemals fertiggestellte „Analytic Engine“ schrieb 1843 Ada Lovelace die ersten Computerprogramme, sie gilt damit als die erste Programmiererin.

1890 wurde dann die erste Spielmaschine von Torres y Quevedo gebaut. Dieses Gerät konnte Schach spielen.

[Bearbeiten] Die ersten Computer

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden dann vermehrt auch elektrische Rechenmaschinen gebaut, die allerdings noch keine richtigen Computer waren, zum Beispiel die 1935 vorgestellte IBM 601, der Firma IBM. 1937 meldete der Deutsche Konrad Zuse zwei wichtige Patente für eine Rechenmaschine an und der englische Mathematiker [w:Alan Turing|]] veröffentlichte das Konzept der sogenannten „Turing Maschine“. Dieses Konzept ist die Beschreibung eines Computers und damit für die theoretische Informatik wichtig.

Computer "Zuse Z1"

1938 stellte Konrad Zuse seine Rechenmaschine „Zuse Z1“ vor. Dieser arbeitete mit einer Taktfrequenz von 1 Hz (1 Hertz). Das bedeutet, dass er eine Rechenoperation pro Sekunde durchführen konnte. Um zwei Zahlen zu multiplizieren, benötigte der Apparat ungefähr 5 Sekunden. Er war halb so schwer wie ein Auto und verbrauchte drei mal so viel Strom wie ein heutiger PC. Leider hatte die Maschine Fehler, weil die Fertigungspräzision noch nicht so hoch war. Sie wurde im Krieg zerstört. Daraufhin wurde sie nach den alten Plänen wieder aufgebaut und später dem „Deutschen Technik Museum“ in Berlin überlassen.

Der Z3, ebenfalls von Konrad Zuse, wurde im Krieg gebaut. Diese Rechenmaschine war die allererste, die alle Grundrechenarten beherrschte. Der Z3 wird als erster voll funktionsfähiger Computer der Geschichte betrachtet und hatte eine Taktfrequenz von bis zu 10 Hertz.

ENIAC

Der „ENIAC“ (Electronic Numerical Integrator and Computer) war der erste Universalrechner. Der von John Presper Eckert und John William Mauchly gebaute Computer wurde am 14. Februar 1946 vorgestellt. Die Anlage war 27 Tonnen schwer, hatte eine Größe von 10 mal 17 Metern und kostete 468.000 Dollar.

1949 wurde die „Zuse Z4“ vorgestellt. Dieses Exemplar war der erste Computer, der je verkauft wurde und zwar 1950 an die „Eidgenössische Technische Hochschule Zürich“.

1959 begann Siemens mit der Auslieferung des „Siemens 2000“. Das war der erste Computer, der vollständig aus Transistoren bestand und in großen Mengen verkauft wurde.

[Bearbeiten] Die Zeit der Großrechner

In der Anfangszeit waren Computer riesige zimmerfüllende Ungetüme, die sich nur wenige Universitäten, staatliche Forschungseinrichtungen und große Firmen leisten konnten. Außerdem arbeiteten damals teilweise viele Menschen an einem einzigen Computer. Diese Computer wurden „Mainframes“ genannt. Das die Computer so groß und teuer waren hing mit der damaligen Technik zusammen.

[Bearbeiten] Technik der ersten Computer

Der erste Computer von Zuse, die Z1 arbeitete mit Relais, das sind elektromechanische Schalter, die mit einer Drahtspule arbeiten, welche wenn ein Stom durch sie fließt ein Magnetfeld erzeugt und damit einen Schalter schließt, ein typisches Relais ist ungefähr 2 bis 5 Centimeter groß, man benötigt für einen Computer aber tausende dieser Relais. Ausserdem klackern Relais bei jedem Schaltvorgang und man kann sich den riesigen Lärm dieser Maschinen vorstellen, zudem sind sie auch ziemlich langsam, da sie nur wenige Schaltvorgänge pro Sekunde ausführen können. Die nächsten Rechner arbeiteten mit Röhren und waren dadurch etwas schneller, allerdings fielen die Röhren des öfteren aus und mussten ausgetauscht werden. 1949 wurde der Transistor vorgestellt, allerdings dauerte es noch bis 1959, als Siemens mit der Auslieferung des „Siemens 2000“ begann, das sich Transistoren auch in der Computerwelt durchsetzten. Der "Siemens 2000" war der erste Computer, der vollständig aus Transistoren bestand und in größeren Mengen verkauft wurde.

[Bearbeiten] Die ersten Betriebssysteme und Programmiersprachen

Anfangs wurden diese Computer über Lochkarten programmiert und die Ergebnisse wurden auf Lochkarten und langen Listen auf Endlospapier ausgegeben. Das sah dann ungefähr so aus: Der Programmierer stanzt sein Programm in Lochkarten, geht zum Operator und gibt diesem sein Programm. Der Operator schiebt die Lochkarten in den Lochkartenleser des Computers, der Programmierer muss nun warten oder Kaffe trinken gehen, bis die „Jobs“ der Programmierer vor ihm und sein „Job“ durchgelaufen sind und er nach einigen Stunden seine Ergebnisse abholen kann. Das war natürlich etwas unpraktisch, vor allem wenn der Programmierer einen Fehler gemacht hatte.

Es gab ein paar Entwicklungen, die das änderten. Eine war die Einführung von Übersetzungsmaschinen für Programmiersprachen, in welche man wie bei einer Schreibmaschine sein Programm eintippen konnte und die Ergebnisse an einem Drucker abholen konnte. Man musste allerdings immer noch seine Lochkarten zum Operator bringen und dieser musste die Lochkarten einführen und warten bis ein „Job“ abgeschlossen war. Um das zu ändern wurden nun Magnetbänder eingeführt, auf welchen die Jobs nacheinander gespeichert wurden, sodass der Operator nicht immer warten musste, bis ein „Job“ fertig war, um den nächsten eingeben zu müssen. Um die „Jobs“ vom Magnetband zu laden wurde ein Operatorprogramm eingeführt. Das kann man als Vorläufer eines Betriebssystems bezeichnen. Die Programmierer mussten aber ihre Programme immer noch auf Lochkarten gestanzt beim Operator abgeben. Das war natürlich nicht sonderlich befriedigend. Ein Beispiel für diese Maschinen ist die IBM 1401.

Deshalb wurden die Übersetzungsmaschinen direkt mit dem Computer verbunden. Das Operatorprogramm wurde komplexer und konnte nun von mehreren dieser Terminals, wie die Übersetzungsmaschinen genannt wurden, quasi gleichzeitig Programme annehmen und auch mehrere Druckjobs zwischenspeichern. Das wurde als Spooling (Simultaneous Peripheral Operation On-Line) bezeichnet. Allerdings musste man immer noch warten, bis die Jobs der Programmierer, die vor einem dran waren, durchgelaufen waren. Das war besonders ärgerlich, wenn man einen Fehler gemacht hatte, weil man dann wieder warten musste.

Aus diesem Grund wurde nun das sogenannte Multitasking eingeführt, bei dem die Programme immer wieder unterbrochen werden und ein anderes Programm ausgeführt wird. Diese Unterbrechungen gehen so schnell, dass es einem Menschen vorkommt, als würden die Programme gleichzeitig ausgeführt. Heutzutage hat man das auch, zum Beispiel kann man gleichzeitig etwas im Internet lesen und Musik am PC hören.

Diese Operatorprogramme, die das konnten waren dann schon richtige Betriebssysteme, Multitasking- und Multi-User-fähig – mehrere Leute können gleichzeitig am Computer arbeiten –, wie heutzutage auch. Beispiele sind Multics, welche von 1963 bis 1969 entwickelt wurden, allerdings sehr spezielle Computer benötigten, die es unterstützten oder das davon abgeleitete, auch auf einfacherer Hardware ausführbare und auch einfacher aufgebaute Unix von 1969. Im Gegensatz zu Multics, das, wie schon erwähnt, zu komplex war, wurde Unix, welches allerdings ungefähr das gleiche konnte, ein großer Erfolg. Es gibt heutzutage immer noch durchaus moderne Betriebssysteme, die von Unix abstammen, wie zum Beispiel Apples MacOSX oder Linux.

[Bearbeiten] Der PC entsteht

HP-9100A

1968 wurde von Hewlett-Packard der erste Personal Computer (PC) unter diesem Namen vorgestellt. Der „HP-9100A“ ist somit der erste offizielle PC, der gebaut und verkauft wurde. Er war allerdings sehr teuer. 19.600,— DM musste man damals dafür bezahlen. Man muss bedenken, dass die Leute damals viel weniger Geld verdient haben. Würde man den Wert des Geldes auf heute umrechnen, würde der erste PC 59.000,— Euro kosten. Er hatte einen Bildschirm mit 3 Zeilen und einen Drucker.

[Bearbeiten] Die ersten Microprozessoren

Früher waren Computer große Geräte, die zuerst aus Relais, dann aus Röhren und später aus einzelnen Transistoren aufgebaut waren. Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre wurden dann vermehrt auch Integrierte Schaltkreise (ICs) verwendet.

Am 15. November 1971 wurde dann der „Intel 4004“ der Firma Intel vorgestellt. Das war der erste Mikroprozessor, der je gebaut wurde. Er hatte eine Taktfrequenz von 500–740 kHz (Kilohertz), das sind 500.000-740.000 Rechenoperationen pro Sekunde. Er war ein 4-Bit-Mikroprozessor und bestand aus 2.300 Transistoren.

1972 erscheint dann der „Intel 8008“ als erster 8-Bit-Mikroprozessor. Dieser hatte eine Taktfrequenz von 500 kHz und bestand aus 3.500 Transistoren. In einer umgebauten Form (Intel 8008-1) wurde der Takt auf 800 kHz erhöht.

Intel 8080 Mikroprozessor

1974 stellte Intel den „Intel 8080“ vor. Er wird als erster vollwertiger Mikroprozessor angesehen. Dieser 8-Bit-Prozessor hatte eine Taktfrequenz von 4,77 MHz (Megahertz).

[Bearbeiten] Die ersten Heimcomputer

1973 wird der „Xerox Alto“ von „Xerox Palo Alto Research Center“ vorgestellt. Dieser Computer war der erste mit grafischer Benutzeroberfläche.

Mit dem HP-65 wird dann 1974 der erste programmierbare Taschenrechner produziert. Er galt damals als technisches Wunderwerk.

Apple I Heimcomputer

Der „Apple I“ wurde am 1. April 1976 zum Treffen des „Homebrew Computer Club“ von Steve Wozniak vorgestellt. Dieser Computer bestand nur aus einer Platine. Er besaß einen Bildschirmanschluss (schwarz-weiß) und eine eingebaute Tastatur.

Ersetzt wurde er durch den 1977 erschienenen „Apple II“. Ebenfalls in diesem Jahr erschienen der „Commodore PET 2001“ und der „Tandy TRS 80 Model 1“. Alle drei Modelle gelten als die ersten Heimcomputer, die in großen Stückzahlen gebaut und verkauft wurden.

[Bearbeiten] Die Blütezeit der Heimcomputer

Commodore 64 Heimcomputer

In den 80er Jahren begann die Blütezeit der Heimcomputer. Die Firma Commodore International baute zunächst den VC 20. Mit dem Nachfolger, dem „Commodore 64“ (kurz C64), gelang der Firma der Durchbruch. Der C64 gilt als erfolgreichster Heimcomputer, der je gebaut wurde. Von ihm wurden 22 Millionen Exemplare verkauft. Er erfreut sich noch heute, vor allem bei Sammlern, großer Beliebtheit. Nicht zuletzt die große Anzahl der Zusatzgeräte verhalf zum Erfolg. Denn neben dem Bildschirm wurden auch Steuerknüppel (Joysticks), Drucker und andere Geräte für den C64 gebaut.

Am 24. Januar 1984 wurde der erste „Apple Macintosh“ vorgestellt. Dieser hatte einen Prozessor mit 8 MHz und einen Arbeitsspeicher von 128 KB (Kilobyte) RAM. Außerdem war ein 3,5-Zoll Diskettenlaufwerk für 400-KB-Disketten eingebaut. Der Bildschirm vervollständigte das Set. Das Betriebssystem besaß eine grafische Benutzeroberfläche, die mit der Maus bedient werden konnte.

Intel i386 Mikroprozessor


Zur gleichen Zeit wurden auch andere Heimcopmuter vorgestellt. Der Amiga war ebenfalls sehr beliebt. Gerade die Einsteigermodelle „A500“ und „A1200“ erfreuten sich hoher Beliebtheit. Dies lag vor allem an der bereits gut ausgebauten grafischen Benutzeroberfläche und der Fähigkeit, mehrere Medien gleichzeitig zu betreiben (Multimediafähigkeit). Das Betriebssystem besaß im Gegensatz zu damals üblichen Betriebssystemen anderer Rechner einige moderne Dienste (engl.:Features), wie Multitasking und eine grafische Benutzeroberfläche. Die Firma wurde 1984 von Commodore übernommen. Der Amiga war seiner Zeit weit voraus, er besas zum Beispiel bereits eigene Chips zur Sound- und Grafikbeschleunigung, und eine ganze Palette an möglichen Erweiterungskarten, mit denen man die Leistung eines Computers verbessern kann. Allerdings traf die Firma einige schwere Fehlentscheidungen. Zum Beispiel hatte der Amiga immer den Ruf eines Spielcomputers und es wurden eine Reihe von Entscheidungen getroffen welche den Amiga als Bürocomputer nicht geeignet erscheinen liesen. 1994 musste die Firma Konkurs anmelden. Die Entwicklung des Amiga ging jedoch, wenn auch nur auf Sparflamme bei verschiedenen Nachfolgefirmen bis heute weiter.

Atari 1040STF mit Farbmonitor

Von der Firma „Atari“ stammten die Geräte aus der Serie „Atari ST“. Bis 1994 wurden Geräte unter diesem Namen produziert. Das ST steht in dem Fall für Sixteen/Thirty-Two (16/32). Dies lag daran, dass die verwendeten Prozessoren einen 16 Bit breiten Datenbus hatten und mit 32 Bit arbeiteten.


Ende der 1980er Jahre verschwanden viele dieser Heimcomputer wieder vom Markt. Dies lag unter anderem an der Übermacht der IBM-PCs und Kompatiblen, aber auch an Managmentfehlern welche in vielen dieser Firmen gemacht wurden.

[Bearbeiten] der Personal Computer (PC)

Der erste IBM-PC, das Modell IBM 5150.

Anfang der 80er Jahre stellte die Firma IBM ihren Personal Computer vor. Dieser Personal Computer wurde sehr erfolgreich, weil IBM anderen Firmen erlaubte, ihren Personal Computer nachzubauen. Man bezeichnet die Computer, die von anderen Firmen hergestellt werden, auch als IBM-kompatible PCs. Der IBM-PC war mit einem Intel 8086 Prozessor ausgestattet. Die meisten bekannten heutigen Prozessoren, wie der Athlon, der Pentium und auch der Core-Duo sind Weiterentwicklungen dieses Prozessors und sind zu diesem Abwärtskompatibel, das heist, sie können noch Programme ausführen, welche für den Ur-PC geschrieben wurden.


Intel 80286 Mikroprozessor

1982 erschien der „Intel 80286“ Mikroprozessor. Der Prozessor wurde mit Taktraten zwischen 4 und 16 MHz ausgeliefert. Es gab jedoch Sondermodelle mit 20 und 25 MHz. 1990 wurde eine Erweiterung herausgegeben, die es dem Prozessor ermöglichte, mit dem Betriebssystem Microsoft Windows zu arbeiten. Er verfügte über 134.000 Transistoren.

Als Weiterentwicklung der Intel-Prozessoren wurde ab 1985 der „Intel 80386“, kurz „i386“ oder „386er“ produziert. Dieser Prozessor war ein 32-Bit-Prozessor und konnte damit bessere Betriebssyteme ausführen und mehr Speicher addressieren.

[Bearbeiten] Grafische Benutzeroberflächen

[Bearbeiten] Was ist das?

Grafische Benutzeroberflächen (englisch: Graphical User Interface oder abgekürzt GUI) sind ein wesentlicher Bestandteil der heutigen Computerbedienung. Fast immer, wenn man heutzutage mit einem Computer in Berührung kommt findet man sie. Eine Grafische Benutzeroberfläche besteht heute aus Knöpfen und Symbolen, welche mit der Maus bedient werden können. Manchmal kommt anstatt der Maus auch ein Touchscreen, der mit dem Finger oder einem Stift bedient werden kann zum Einsatz. Das erscheint uns heute sehr selbstverständlich, doch früher war das anders, wie schon erwähnt mussten ganz am Anfang Computer mit Lochkarten bedient werden, später gab man dann Textkomandos ein. Erst vor 15-20 Jahren wurden Grafische Benutzeroberflächen für Heimbenutzer quasi selbstverständlich.

[Bearbeiten] Frühe Oberflächen

Ideen für Grafische Benutzeroberflächen gab es schon früh. 1945 stellte Vannevar Bush in dem Artikel "As We May Think" sich eine Maschine vor die über einen "berührungssensitiven Bildschirm" (Touchscreen) gesteuert werden sollte und in der Texte gespeichert werden sollten, welche über etwas ähnliches wie "Link" miteinander verknüpft werden sollten. Die Memex sollte allerdings keine digitale Maschine und auch kein Computer sein. Einen weiteren wichtigen Vorläufer der Grafischen Benutzeroberflächen gab es im militärischen Luftverteidigungssystem SAGE (englisch: Semi-Automatic Ground Environment) der USA, bei dem die Soldaten das System über Lichtgriffel bedienten.Lichtgriffel sind Stifte, die mithilfe von Infrarot-Licht in der Spitze etwas auf einem Bildschirm steuern können. SAGE wurde zwischen 1952 und 1963 entwickelt. Einen Vorläufer eines ersten grafischen CAD (englisch: Computer Aided Design = Rechnerunterstützte Konstruktion) ähnlichen Programms stellte das Sketchpad von w:Ivan Sutherland aus dem Jahre 1963 dar, mit dem man Zeichnungen am Computer anfertigen konnte und welches ebenfalls über einen Lichtgriffel gesteuert wurde. Von 1963 an arbeitete ein Forschungsteam um Douglas Carl Engelbart an einem Projekt bei dem unter anderem die Computermaus entwickelt wurde. Das Projekt namens "On-Line-System" wurde 1968 vorgestellt und hatte eine Oberfläche mit mehreren Fenstern und mithilfe zweier Computer konnte sogar schon ein Chat mit Video vorgeführt werden. Es hatte auch schon eine grafische Copy-and-Paste-Funktion (englisch für: "Kopieren und Einfügen"). 1973 wurde der „Xerox Alto“ von „Xerox Palo Alto Research Center“ präsentiert. Dieser Computer besass schon Fenster, Ikonen, Menüs und Zeiger, war allerdings nur ein experimenteller Computer. Er wurde zum Xeroc 8010 "Star" weiterentwickelt, welcher 1981 herauskam und der erste auch verkaufte Computer mit grafischer Benutzeroberfläche war. Ein ehemaliger Mitarbeiter Niklaus Wirth entwickelte 1981 an der Eth Zürich den Lilith, welcher zwar großes Aufsehen erregte aber kein Verkaufserfolg wurde.

[Bearbeiten] Apple

Apple Lisa

Inspiriert durch die Arbeiten am Xeroc PARC und mit einigen von dort übernommenen Mitarbeitern entwickelte ab 1979 die Firma Apple einen eigenen Computer mit grafischer Benutzeroberfläche. Der Apple Lisa kam 1983 auf den Markt und bot Multitasking und hatte eine verbesserte Oberfläche. Die Apple-Oberfläche benutzte eine Schreibtisch-Metapher, in der die Dateien wie Papierstreifen und die Verzeichnisse wie Dateihefte aussahen. Es gab Schreibtischutensilien wie einen Rechner, einen Notizblock und einen Wecker, die der Benutzer nach seinen Wünschen auf dem Bildschirm platzieren konnte. Außerdem hatte er die Möglichkeit, Dateien und Hefte zu löschen, indem er sie in einen Abfalleimer auf dem Bildschirm warf. Zudem wurden Aufklapp-Menüs („Drop down menus“) eingeführt. Da der Rechner allerdings sehr teuer war wurde er ein Misserfolg und es wurde am 24. Januar 1984 der nicht so leistungsfähige aber auch billigere "Apple Macintosh" (kurz: "Mac") eingeführt. Der "Apple Lisa 2" wurde danach in "Macintosh XL" umbenannt. Fast alle späteren Oberflächen wurden von diesen Apple-Oberflächen beeinflusst.

[Bearbeiten] Andere Oberflächen

In den 1980er Jahren entwickelten, beeinflusst vor allem durch Apple auch andere Firmen grafische Benutzeroberflächen. Erwähnenswert sind hier Amiga Intuition von 1985 und die Oberfläche GEM von Digital Research, welches zunächst für MS-DOS und später für den Atari ST entwickelt wurde. Auch OS/2, einem Betriebssystem, welches von IBM und Microsoft entwickelt wurde besass eine grafische Oberfläche. Dies waren Oberflächen vor allem für Heimcomputer.

[Bearbeiten] X-Window-System

Für die Unix-Computer, welche vor allem in Rechenzentren eingesetzt wurden, wurde Anfang der 1980er Jahre am MIT das X-Window-System entwickelt, welches allerdings nur einen Unterbau für die Windowmanager darstellt, welche darauf laufen. So kann man das X-Window-System nicht direkt als grafische Benutzeroberfläche ansehen, sondern es bietet lediglich eine grundsätzliche Unterstützung für grafische Benutzeroberflächen, so das man heute auf Unix-ähnlichen Systemen wie Linux eine Vielzahl an grafischen Benutzeroberflächen, wie KDE oder Gnome, findet. Dies ist nur eine der Besonderheiten des X-Window-Systems, es ist nämlich zudem Netzwerkfähig, so das man auf einem Rechner vor seiner Oberfläche sitzen kann und die Programme aber auf einem anderen Rechner laufen.

[Bearbeiten] Windows

Microsoft war mit ihrem MS-DOS, welches für die IBM-PCs entwickelt worden war, eine der dominanten Firmen auf dem Heimcomputermarkt. Nachdem Apple ihre grafische Benutzeroberfläche herausgebracht hatte entwickelte Microsoft eine eigene Oberfläche nach Apples Vorbild. Window 1.0 erschien 1985. Es war allerdings nicht sonderlich erfolgreich, ebensowenig wie Windows 2.0. Erst Windows 3.0 und die hinsichtlich der Computersicherheit verbesserten Versionen Windows 3.1 und Windows 3.11, wurden 1990 ein Erfolg. Mit dem Upgrade auf Windows 95 (erschienen 1995) erhielt Windows dann die bekannte Fensterleiste und den Macintosh-Finder ähnlichen Schreibtisch, mit dem man Dateien auf dem Schreibtisch ablegen konnte, zudem wurde endlich echtes Multitasking möglich. Windows 98 und Windows Me (Millenium Edition für Windows 2000) enthielten lediglich kleinere Änderungen. Windows 2000 enthielt zwar keine größeren Änderungen an der Oberfläche, brachte jedoch einige Änderungen unter der Haube, da es eigentlich eine Weiterentwicklung des für Server und professionellere Anwender gedachten Systems Windows NT war, bei dem kein DOS mehr unter der Oberfläche arbeitete. Mit Windows XP, welches 2001 erschien, war dann diese Verschmelzung des Windows-Zweiges mit zugrundeliegendem DOS und Windows NT beendet und es erfreut sich immer noch hoher Beliebtheit. Die Technische Beratung (der Support) älterer Betriebssysteme als Microsoft Windows XP ist heute eingegestellt, was bedeutet, dass alle Computer mit Microsoft-Prozessoren auf die neuen, derzeit gültigen Systeme Microsoft Windows XP / Microsoft Vista umgestellt werden müssen. Gleichzeitig mit diesen Änderungen gibt es heute Spiele kaum noch auf CD, sondern vorwiegend auf dem leistungsfähigeren Datenträger DVD. Spiele auf Diskette gibt es schon lange nicht mehr.

Windows unterscheidet sich traditionsgemäß dadurch von anderen grafischen Benutzeroberflächen, dass es üblicherweise mit maximiert dargestellten Anwendungen arbeitet. Die Benutzer schalten normalerweise zwischen den maximierten Anwendungen mit den Tastaturkürzeln Alt+Tab um oder klicken auf eine Taskbar, in der alle geöffneten Anwendungen verzeichnet sind. Im Vergleich dazu ist es bei anderen grafischen Benutzeroberflächen geläufiger, mit einem Klicken auf ein teilweise sichtbares Fenster zur anderen Anwendung zu wechseln.

[Bearbeiten] Heutige Oberflächen

Die noch im Handel befindlichen, jedoch selten vertriebenen PCs mit Benutzeroberfläche Windows XP ist heute nur mit Versionen ab Service Pack 2 (SP2) mit Support bedient. Es gibt auch eine Beta-Version (Test-Version) von Service Pack 3 (SP3), allerdings noch nicht durch Microsoft zum endgültigen Einsatz angeboten. Die letzte gültige Benutzeroberfläche kannst Du im Handel wie bei Vobis für 15,00 Euro auf CD-ROM erwerben, wenn Du über einen am PC angebrachtne Aufkleber nachweist, dass Du diese Windows-Version besitzt.

Mit Windows Vista erhielt die grafische Oberfläche Hardwarebeschleunigung und wurde nicht durch den Prozessor, sondern durch die Grafikkarte gerechnet ("Aero"). Dieses Feature wies vor Vista schon Apple's MacOS X ("Tiger") seit 2001 auf; Apple wirft Microsoft vor, viele Features der "neuen" Oberfläche von MacOS "übernommen" zu haben. Microsoft erwidert seinerseits, dass Apple im Laufe der Zeit die Möglichkeit hatte, die für Vista geplanten Features in MacOS X zu integrieren.

Aufgrund der Leistungsfähigkeit der Grafikkarten wurden verschiedene neue Effekte durch die Hardwarebeschleunigung möglich, wie etwa "aus der Transparenz einblenden" und "Windows Flip", wo Fenster in eine künstliche 3D-Seitenansicht geschaltet werden können, um das Auswählen zu erleichtern, was bisher nur mit Alt+Tab möglich war. Die GUI von Vista ist erstmalig vollständig vektororientiert.

[Bearbeiten] Die Neunziger-Jahre

[Bearbeiten] Technische Entwicklungen in den frühen Neunzigern

Die frühen 90er sind die Zeit der Betriebssysteme. Nachdem am 22. Mai 1990 Microsoft Windows 3.0 veröffentlicht wurde, setzte ein wahrer Boom der Verkaufszahlen ein. Doch Windows setzte sich erst in Nachfolge-Version 3.1, die am 1. März 1992 veröffentlicht wurde, richtig durch. Denn die Vorgängerversion war leider mit graviernden Sicherheitslücken behaftet.
Am 25. August 1991 veröffentlichte Linus Torvalds seinen Linux-Kernel.

Die Mikroprozessoren der Serie „i486DX“ (Intel 80486) aus dem Jahre 1989 waren die ersten Intel-Prozessoren, welche mit 1,2 Millionen Transistoren die Millionen-Marke bei den eingebauten Transistoren sprengte.

[Bearbeiten] Der Pentium

Intel Pentium MMX

1993 wurden der erste „Intel Pentium“ veröffentlicht. Er hatte 60 MHz Taktfrequenz, spätere Modelle kamen auf 120 MHz. Der „Intel Pentium MMX“ war mit Taktfrequenzen von 120 bis 300 MHz sehr erfolgreich, der letzte wurde 1997 vorgestellt. Aus heutiger Sicht ist der Pentium 1 ein Meilenstein der modernen Computersysteme.

[Bearbeiten] Konkurrenz

1999 überschreitet der Intel „Pentium III“ mit 1.133 Mhz erstmals für einen PC-Prozessor die Gigahertz-Marke. Der MHz-Wettlauf verschärft sich, ein halbes Jahr später überschreitet AMD mit dem Athlon ebenfalls diese Marke.

[Bearbeiten] Das neue Jahrtausend

[Bearbeiten] 64-Bit Prozessoren

AMD Athlon 64 "Newcastle" 3400+

Als Erweiterung der in allen PC-Prozessoren verwendeten x86-Prozessorarchitektur, welche wie der Namen schon sagt auf den 8086-Prozessor des Ur-IBM-PC zurückgeht brachte AMD 2001 den Athlon 64 Prozessor heraus. Ein bis zwei Jahre später brachte Intel dann ebenfalls 64-Bit-Prozessoren.

[Bearbeiten] Mehrkernprozessoren

Nachdem es bereits einige Jahre vorher kritische Stimmen gegeben hatten, welche weisssagten, falls die Gigahertzzahlen weiterhin so wüchsen, würden spätestens 2010 die Prozessoren pro Fläche mehr Wärme abstrahlen als ein Brennstab in einem Atomreaktor, beendeten sowohl AMD als auch Intel 2006 das Gigahertzrennen und beschlossen stattdessen mehrere Prozessorkerne zur Leistungssteigerung zu verwenden. Intels „Core 2 Duo“ und AMDs „Quad FX“ sind Doppelkernprozessoren. Neuerdings gibt es mit Intels „Core 2 Quad“ auch Vierkernprozessoren.



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