Wikijunior Großkatzen/ Puma
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Der Puma oder Berglöwe ist eine richtig große Katze, obwohl sie von Wissenschaftlern als Kleinkatze klassifiziert wird. Pumas können, so wie kleine Katzen, nicht brüllen. Aber sie können ein Aufsehen erregendes Knurren oder ein gellendes Schreien aufbieten. Diese Katzenart wird auch Kugar, Silberlöwe, Berglöwe oder Panther genannt. Wissenschaftler gaben ihr die Bezeichnung Puma concolor.
Eine alten Maya-Legende besagt, dass einst alle wilden Tiere des Dschungels das gleiche Aussehen hatten, bis ihnen eines Tages Gott ein unterschiedliches Aussehen anbot. Der Jaguar bat: "Lass mich mit Sternen gesprenkelt sein". Und so war es dann auch. Er war zufrieden mit diesem Geschenk und zeigte es stolz dem Puma. Um nicht übertroffen zu werden, bat auch der Puma Gott, ihn so prächtig aussehen zu lassen wie den Jaguar. Seine Bitte wurde gewährt. Selbstzufrieden begab sich der Puma zur Jagd. Unglücklicherweise stürzte er und rollte im Staub herum. Dieser blieb in seiner noch nassen Fellfarbe haften. Für seine Dummheit müssen er und alle seine Nachfahren mit einem staubfarbenen Fell durchs Leben gehen.
[Bearbeiten] Wo leben Pumas?
Pumas sind verstreut in Nord-, Mittel- und Südamerika zu finden.
Anzutreffen sind sie in unterschiedlichen Habitaten, in der Wüste ebenso wie in Wäldern, überall von British Columbia in Nordamerika bis äußersten Süden des Andengebirges. In der Osthälfte Nordamerikas wurden die Pumas von den Menschen fast ausgerottet. Eine kleine Population hat in Florida überlebt und manchmal werden Pumas auch noch in anderen US-Oststaaten gesichtet.
[Bearbeiten] Wie sehen Pumas aus?
Die meisten Pumas sind in einem hellen Braunton gefärbt. Ihre Ohren und Schwänze zeigen schwarze Spitzen. Nahe am Äquator lebende Pumas sind am kleinsten. Je näher an den Polen sie wohnen, desto größer werden sie.
Das selbe Merkmal weisen auch Tiger auf. Die kleinsten leben in den Tropen und die großen Sibirischen Tiger leben weit im Norden, wo die Winter sehr kalt ist.
Der vom Aussterben bedrohte Florida-Panther ist die kleinste Pumaart.
Wie viele andere Katzenarten, können sie ihre scharfen Krallen in ihre Pranken einziehen. Diese Pranken sind mit Fell gepolstert. Die größten Pumamännchen können bis zu 2,4 m lang werden. Die Weibchen erreichen eine Länge von 2,1 m. Pumamännchen wiegen gewöhnlich ein bisschen weniger wie ein durchschnittlicher Mensch, also knapp 70 kg. Die Pumaweibchen erreichen eine Masse von ca. 35 kg.
Puma haben kein auffälliges Fellmuster, aber sie zeigen auffällige schwarze Tränenstriche über den Oberlippen und ein lebhaftes weißes Fell rund um das Maul, wodurch Gesichtsmimik vorgetäuscht wird.
Pumas können nicht brüllen. Aber wenn sie knurren, dann wirkt das schon sehr einschüchternd. Unterstützt wird dieses bedrohliche Knurren durch Schreie.
[Bearbeiten] Was fressen Pumas und wie fangen sie ihre Beute?
Pumas fressen bevorzugt größere Wildtiere. Weil Pumas sehr schnell laufen können (bis zu 50 km/h) und weil sie aus dem Stand bis zu 6 m vorwärts springen, können sie sehr einfach langsamere Beute fangen. Pumas können bis zu 2,5 m hoch springen und zum Jagen auch auf Felsen und Bäume klettern. Sie können sehr kräftig zubeißen, viel stärker als Hunde und ihre längsten Zähne sind zweimal so lang wie die eines großen Hundes.
Pumas besitzen einen sehr starken Jagdtrieb und es wurde schon berichtet, dass sie Radfahrer gejagt und vom Rad geholt haben. Das Lieblingsfutter von Pumas ist Wild, aber sie fressen auch kleinere Tiere. In Gebieten, wo Menschen und Pumas eng zusammenleben, jagen sie auch Katzen und Hunde. Menschen zählen normalerweise aber nicht zur Beute. Wenn ein Puma in der Nähe ist, dann ist es besser nicht schnell zu laufen oder mit dem Fahrrad zu fahren, weil ihr Instinkt ihnen vorgibt, laufende Beutetiere zu jagen und zu töten.
[Bearbeiten] Sicherheitsratschläge für den Umgang mit Pumas
Hier ein paar gute Sicherheitsratschläge für Gebiete, in denen Pumas leben:
- Unternimm alleine keine Wanderungen. Bleib stattdessen immer bei einer Personenengruppe mit mindestens einem Erwachsenen.
- Wenn Du einen Puma siehst, dann lauf nicht weg, weil das ihren Jagdinstinkt auslösen könnte. Stattdessen, bleib dem Puma zugewandt stehen und sieh ihm direkt in die Augen. Stehe gerade, strecke deine Arme aus, sodass Du möglichst groß wirkst. Wenn er auf Dich zukommt, dann versuche ihn durch Schreie, Armschwenken oder dem Werfen von Sachen zu verscheuchen.
- Dreh Dich vor einem Puma nicht weg, nimm keine Hockstellung oder sonstige Position ein, die einem Beutetier ähneln könnte. Wenn Du oder sonst jemand aus Deiner Gruppe attackiert wird, dann setze Dich durch Steinewerfen, Schlagen oder Treten zur Wehr. Pumas wurden schon durch Einsatz von Steinen, Stöcken, Gartenwerkzeugen und blossen Händen verscheucht. Die beste Stelle um einen Puma zu schlagen ist seine Nase.
- Sieh Dich an Orten, an denen Pumas sein könnten, immer gut um. So wie andere Katzen, bevorzugen auch Pumas den Angriff aus Verstecken und die Attacke von rückwärts.
- Unternimm keine Wanderungen mit Haustieren, weil Tiere (auch Hunde) den Jagdtrieb bei Pumas auslösen können. Genauso können Pumas vom Futter der Haustiere angelockt werden.
[Bearbeiten] Interessante Fakten
- Weibliche Pumas rufen potentielle Gefährten mit einem gellenden Schrei, der sehr nach Frauengekreische klingt. Jedes Jahr rufen deshalb einige Leute panisch bei der Polizei an und melden, dass gerade eine Frau überfallen wird.
[Bearbeiten] Weitere Informationen
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