Adventskalender 2011: Türchen 11

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Kepler-22b liegt wie die Erde in einer "lebensfreundlichen" Zone

Am Vorabend des Nikolaustags, also am 5.12.2011, hat das Kepler-Weltraumteleskop von der NASA einen Planeten entdeckt[1], auf dem es möglicherweise erdähnliche Bedingungen gibt. Der Planet ist wesentlich dichter an seinem Zentralstern, als die Erde (etwa 15% dichter), aber die Leistung des Sterns ist nur 25% unserer Sonne, so dass er sich in einer Zone befindet, wo es ein gemäßigtes Klima gibt. Ein Jahr ist etwas kürzer als bei uns, etwa 290 Tage.

Sollte der Planet keine Atmosphäre haben, so wäre er immer noch milde -11 Grad "warm". Wenn er aber eine Atmosphäre hat, dann wäre er durch den Treibhauseffekt 22 Grad warm. Der Planet ist im Durchmesser etwa zweieinhalb mal größer als die Erde, so dass es durchaus möglich ist, dass er eine Atmosphäre halten könnte. Der Planet müsste etwa 14 mal schwerer sein als die Erde (wenn man davon ausgeht, dass er eine ähnliche Dichte wie die Erde hat.) Die Schwerkraft müsste etwa zweieinhalb mal höher sein als auf der Erde (2,5 G). Bestünde er nur aus Wasser, dann wäre die Schwerkraft jedoch deutlich geringer.

So stellen sich Künstler Kepler-22b vor.

Ob tatsächlich Leben auf diesem Planeten möglich ist, lässt sich derzeit nicht feststellen. Evtl. ist er viel zu groß dafür. Möglicherweise ist es auch ein Gasriese ähnlich dem Jupiter. Vielleicht ähnelt er auch mehr dem Neptun.

Wie dem auch sei, der Planet befindet sich zumindest in einer Zone, wo die klimatischen Bedingungen für Leben geeignet wären. Allerdings müssten dazu noch eine Reihe von weiteren begünstigten Faktoren hinzukommen.

Der Planet ist allerdings 600 Lichtjahre von uns entfernt.

Das sind etwa 5.676.438.000.000.000 km also etwa 5,7 Billiarden Kilometer.

Unwahrscheinlich, dass wir - selbst wenn es auf diesem Planet intelligentes Leben geben sollte - in der nächsten Zeit von denen einen Besuch bekommen werden.


  1. Das erste mal wurde der Planet Kepler-22b schon 2009 beobachtet, wie er an seinem Zentralstern vorbeizog. Doch man benötigt wenigstens 3 solcher Beobachtungen, um eine solche Entdeckung zu bestätigen.
Wikipedia hat einen Artikel zum Thema:



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