Arbeiten mit .NET: C-Sharp/ Einführung/ Der Nutzen von C-Sharp

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C# und .NET[Bearbeiten]

Die Entwicklung von C# und von .NET gingen Hand in Hand.

Eine Klassenbibliothek, die u.a. auf vollständiger Objektorientierung und strikter Typisierung aufbaut, benötigt eine ebensolche Programmiersprache. Und mit einer Programmiersprache, die nach denselben Prinzipien arbeitet, kann die .NET-Klassenbibliothek optimal benutzt werden.

C# greift Konzepte der Programmiersprachen Java, C++ und Delphi auf. [1] Schließlich ist Anders Hejlsberg nicht nur der Chefentwickler von C#, von ihm stammen aus „früherer“ Zeit bereits Turbo-Pascal und Delphi. C# ist eine objektorientierte Programmiersprache und unterstützt sowohl die Entwicklung von sprachunabhängigen .NET-Komponenten als auch Komponenten für den Gebrauch mit Win32-Applikationen.

Gleichzeitig sind C# und .NET-Programmierung vom Konzept her nicht auf Windows-Betriebssysteme beschränkt. Auf jedem System, das den .NET-Zwischencode in ein lauffähiges Programm übersetzen kann, kann mit C# gearbeitet werden. Dies gilt also nicht nur für das eigentliche Microsoft .NET Framework, sondern auch für das Mono-Projekt von Novell/Ximian für Unix/Linux-Systeme oder Mac OS X.

Ein C#-Programmierer steht also mit seinen Fähigkeiten nicht nur der Windows-Welt, sondern auch der Linux- und Mac-Welt zur Verfügung.

Und andere .NET-Sprachen?[Bearbeiten]

C# ist beileibe nicht die einzige Programmiersprache für .NET. Microsoft selbst bietet an: Visual Basic .NET, C++/CLI (als Erweiterung von C++), als Java-Erweiterung J# (Aussprache: dschäi-scharp), dazu F# sowie JScript .NET. Von anderen Anbietern gibt es beispielsweise Delphi.Prism oder Boo.

Weil alle diese Programmiersprachen .NET-Zwischencode erzeugen, ist es prinzipiell gleichgültig, mit welcher man arbeitet. Die erste Entscheidung wird also nach den vorhandenen Vorkenntnissen fallen:

  • Wer vom „alten“ Visual Basic oder anderen Basic-Dialekten kommt, wird lieber mit VB.NET arbeiten wollen.
  • Wer von Delphi kommt, wird lieber mit Delphi.Prism arbeiten.
  • Und so weiter...

Aber darüber hinaus gilt:

  • Wer neu mit der Programmierung beginnt und dafür .NET benutzt, ist nicht „vorbelastet“ und sollte mit der Sprache beginnen, die von vornherein passt und nicht erst passend gemacht wurde.
  • Auch wer umsteigt, muss sich vor allem mit der Konzeption der .NET-Klassen befassen. Da fällt der Aufwand zur Einarbeitung in eine andere Programmiersprache überhaupt nicht ins Gewicht.
Das schreibt einer, der von Delphi zu C# gewechselt ist, als Delphi.NET nur eine schlechte Notlösung war. Ob ein Block von Anweisungen nun in begin...end oder in {...} eingebunden ist, Variablen immer am Anfang deklariert werden müssen oder dort stehen, wo sie benötigt werden, oder ob die logische und-Verknüpfung als and oder als && geschrieben wird und dergleichen – das alles ist sowas von nebensächlich.

Also wagen Sie den Sprung nach C#, Sie werden es nicht bereuen!

Referenzen[Bearbeiten]

  1. Eine (nicht näher erläuterte) Schätzung sagt, dass ca. 70% der Sprache auf Java, 10% auf C++, 10% auf Visual Basic beruht – der Rest ist neu. Hanspeter Mössenböck. C# versus Java (Merkmale von C#). HPI. Hasso Plattner Institut - Operating Systems and Middleware Group, 2001.

Siehe auch[Bearbeiten]