Barfußwandern: Strausberg nach Erkner

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Von Strausberg nach Erkner[Bearbeiten]

Anfahrt / Ausgangspunkt:[Bearbeiten]

Aus Berlin mit der Regionalbahn oder mit der S5 nach Strausberg (nicht Strausberg-Stadt!).

Beschaffenheit des Wegs:[Bearbeiten]

Sandwege, teils auch mit Betonformsteinen gepflasterte Bürgersteige. Zwischendrin ein längeres Stück geschotterter Waldweg.

Wegbeschreibung:[Bearbeiten]

Vom Bahnhof Strausberg zunächst nach rechts die Straße entlang auf einem Bürgersteig aus Betonplatten, parallel zur Bahn bis zum Bahnübergang, diesen überqueren und gleich anschließend nach links die Treppe hinunter in den Wald. Es geht dann auf Sandwegen zunächst am Fuß des Bahndamms weiter über ein kleines Brückchen das Annafließ kreuzend, dann eine Treppe hinauf. Am Ende des Weges oberhalb der Treppe nach rechts, dann nach etwa 200 m links. Am Ende dieses Weges geht es dann rechts weiter, immer am Rand des Naturschutzgebietes Lange Dammwiesen und Unteres Annatal.

Interessanter Bungalow in Torfhaus

Bald erreicht man dann Torfhaus. Nach mehreren Häusern gabelt sich der Weg (am Strompfahl mit der Plakette Nr. 3). Der befahrenere Weg ist der linke, wir nehmen aber den rechten und laufen auf ein Gartentor zu. Auf diesem Weg erreichen wir nach wenigen Metern die Landstraße Strausberg–Hennickendorf von der schräg links gegenüber der Weg zum Stienitzsee in den Wald hinein führt. Nach etwa 500 m ist dieser Weg mit einer Sperre für Autos unpassierbar gemacht worden. An dieser Stelle geht es nach rechts weiter, aber ein Abstecher geradeaus bis zum etwa 150 m entfernten Stienitzsee bietet eine wunderschöne Aussicht über den See. Hier gibt es einen kleinen Strand und ca. 50 Meter links davon eine weitere Badestelle mit Picknicktisch.

Badestelle am Stienitzsee

Von der Sperre aus geht es also nach rechts über das Annafließ, dann bald nach links dem Weg mit der blauen Markierung folgen (blauer Punkt oder blauer Strich). Es geht dann auf einem angenehmen Waldweg in einiger Entfernung zum Stienitzsee weiter. Dem blau markierten Weg folgen wir sehr lange. An einer Kreuzung folgt man der Markierung leicht nach links versetzt weiter in einen Pfad (Ausschilderung nach Tasdorf und Rüdersdorf), der zunächst Treppenstufen hinunter- und gleich wieder hinaufführt. Nach einem guten Stück Weg über kleine Hügel am Ufer stoßen wir auf einen kleinen Campingplatz, wo sich auch ein etwas in die Jahre gekommener überdachter Rastplatz befindet. An diesem Rastplatz verlässt man den blau markierten Weg und hält sich etwas weiter rechts entlang eines Forstweges. Nach einem kurzen Stück läuft dieser schräg mit einem anderen Forstweg zusammen, dem man nach links bis Tasdorf folgt.

Blau markierter Pfad

Kurz vor Tasdorf verlässt man den Wald wieder. Hier ist ein kurzes Stück (Strausberger Straße) etwas geschottert, aber es sind breite Grasflächen rechts und links vorhanden, die ein Ausweichen ermöglichen.

In Tasdorf geht es ein paar Meter die Hauptstraße (Berliner Straße) nach rechts, dann nach links in die Ernst-Thälmann-Straße (die übrigens immer noch so heißt), auf der man Rüdersdorf erreicht. Ab Tasdorf sind angenehme Bürgersteige aus Betonformsteinen vorhanden.

Tram Rüdersdorf

In Rüdersdorf erreicht man am Kreisverkehr die Trasse der Schöneiche-Rüdersdorfer Straßenbahn, der wir nach links folgen. Dabei geht es zunächst über den Langerhanskanal, der den Stienitzsee mit dem Kalksee verbindet. Gleich hinter der Brücke zweigt nach links die Heinitzstraße ab, die zum sehr sehenswerten Kalksteintagebau führt, zu dessen Besichtigung man aber sicher Schuhe tragen muss (und wegen dem groben Kalkschotter auch sollte!). Man wird dort sicherheitshalber sogar mit Helmen ausgestattet.

Wir gehen nun aber nicht in die Heinitzstraße, sondern folgen weiter der Straße der Jugend, durch die das Straßenbahngleis führt. An der Kirche folgen wir dabei der Rechtskurve. Würde man hier links abbiegen, könnte man noch dem Verlauf des alten Straßenbahngleises bis zur ehemaligen Wendeschleife folgen. Hier bediente die Straßenbahn einst den Ortsteil Kalkberge, der zu DDR-Zeiten komplett abgerissen wurde, um Platz für den Tagebau zu schaffen. Der Tagebau hat sich aber nie soweit ausgedehnt, so dass auch heute noch die alte Kopfsteinpflasterstraße und das Gleis vorhanden sind. Vor ein paar Jahren lies man hier sogar anlässlich einer Jubiläumsfeier eine Pferdebahn fahren.

Von der Kirche aus gehen wir nun aber weiter, parallel zur Straßenbahn. Etwa 200 Meter nach der Kirche queren wir auf einer Brücke den Kalkgraben und laufen bis zur Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße. Dieser folgen wir nach rechts, um sie an der nächsten Ecke wieder nach links zu verlassen. Nun geht es durch die Brückenstraße mit angenehm gepflastertem Bürgersteig und nach etwa 200 m, kurz vor der Straßenkreuzung, nach rechts eine Treppe hoch. Oben dann links haltend, auf glatten Betonsteinen an einem Plattenbau entlang, der sich rechts befinden muss. Nach Überqueren einer Straße geht es fast geradeaus weiter, wieder an einem Plattenbau entlang, der nun aber links sein muss. Man erreicht dann eine Wohnstraße, die in leichtem Linksbogen zwischen den Wohnblöcken und einem Sportplatz hindurchführt. Dieser Straße folgen wir nicht, sondern überqueren sie sofort und biegen vor dem Sportplatz nach rechts ab, auf einen angenehm gepflasterten Fußweg neben dem Damm der Autobahn A10. Dieser führt hinab zur Woltersdorfer Straße (kein Straßenschild vorhanden), der man dann nach rechts folgt.

Unter der Autobahn hindurch, sofort in den Wald führend, bietet die Woltersdorfer Straße zunächst Kopfsteinpflaster mit sandigen Randstreifen und geht dann in einen nur bedingt barfußfreundlichen geschotterten Waldweg über. Der nächste Wegabschnitt bis zum Aussichtsturm wurde bei der Begehung im Juli 2014 nach der ursprünglichen Wegbeschreibung aus dem Jahr 2006 nicht gefunden. Hier beide Versionen zur Auswahl (in 2018 sind wir der 2014-Wegbeschreibung problemlos gefolgt):

  • Version 2006: Nach ca. 1200 m erreicht man dann kurz vor einem Hochsitz eine sehr spitzwinklige Kreuzung auf der wir dann nach halblinks abbiegen. Nach einer kleinen Weile erreicht man dann einen Wegweiser nach Alt-Buchhorst, der in die Richtung zeigt, aus der wir gerade kommen. Diesem folgen wir nicht, sondern biegen an dieser Stelle links ab. Bald folgt dann ein Wegweiser nach rechts zum Aussichtsturm. Diesem folgen wir und erreichen bald einen mit Betonlochsteinen gepflasterten Weg, an dem wir rechts schon den Turm sehen können.
  • Version 2014: Wir überqueren eine markante Kreuzung aus 5 Wegen und eine Kreuzung aus 4 Wegen. Bei der dritten Kreuzung biegen wir schräg links ab. Am linken Wegesrand steht ein auffälliger dicker abgebrochener Baumstamm. Wir folgen dem Weg immer geradeaus und biegen in einen Weg nach links ab, an dem rechts ein Baum mit drei weißen Quadraten markiert ist. Nach einer guten Weile biegt rechts die mit Betonlochsteinen gepflasterte Auffahrt zum Aussichtsturm ab.

Ein Aufstieg dürfte sich lohnen, vorausgesetzt man kommt innerhalb der restriktiven Öffnungszeiten an. Hier befindet sich mit 104 m Höhe der höchste Punkt der Kranichsberge bei Woltersdorf.

Vor dem Turm geht es dann rechts vorbei auf einem schmalen Pfad um den Zaun herum in Richtung Westen. Dann biegt man links in einen kleinen Canyon ab, wo sich der Weg fast einen Meter tief im weichen Sand eingeschnitten hat. Immer geradeaus bergab erreicht man bald den Rand der Bebauung von Woltersdorf und kreuzt die Buchhorster Straße. Links versetzt geht es immer geradeaus weiter durch Wald, bis man nach einem großen Campingplatz nach rechts zum Flakensee hinunter abbiegt. Direkt am Seeufer geht es dann nach links weiter. Hier gibt es schöne kleine Badestellen. Bald endet der See, der Weg folgt dem Kanal weiter durch den Wald und führt schließlich an einem Parkplatz (Gaststätte) vorbei an die Straße Grünheide–Erkner, der wir auf dem Bürgersteig nach rechts folgen. Wir überqueren nun die Löcknitz, unterqueren die Bahnstrecke und erreichen Erkner. Am Kreisverkehr halten wir uns rechts, durchqueren das Stadtzentrum, überqueren das Flakenfließ und biegen gleich hinter der Brücke in die Bahnhofstraße ein. Nach Unterqueren der Bahn erreichen wir gleich links den S-Bahnhof.

Sonnenuntergang Flakensee

Länge: ca. 20 km, Gehzeit: ca. 6 h, Höhendifferenz: ca. 120 m; besonders geeignet für heiße Sommertage, da die Wanderung großteils durch kühlen Wald führt und zwei Seen zum Baden einladen; Mitnahme von Mückenspray empfehlenswert

Zuletzt begangen im Juli 2014

Rückfahrt:[Bearbeiten]

Nach Berlin-Ostbahnhof mit der S3 oder mit dem RE1 über die Stadtbahn.

Einkehrmöglichkeiten:[Bearbeiten]

Imbiss am Bf. Strausberg, Gaststätten am Stienitzsee (allerdings nicht direkt auf der Route), in Tasdorf (Truckertreff am Ortsausgang mit restriktiven Öffnungszeiten), in Rüdersdorf (gute Auswahl) und in Erkner.

Nahegelegene Freizeitangebote:[Bearbeiten]

Die Strausberger Eisenbahn führt einen interessanten Straßenbahnbetrieb mit gebraucht aus der Slowakei und den USA übernommenen Fahrzeugen durch.

Vom Stienitzsee aus sind Dampferfahrten nach Woltersdorf und Erkner, sowie von Woltersdorf aus auch nach Berlin möglich.

Badestellen gibt es am Stienitzsee und am Flakensee.

Im Baustoffmuseumspark Rüdersdorf kann ein Kalkstein-Tagebaubetrieb mit zahlreichen historischen Bauten besichtigt werden.

Im Aussichtsturm bei Woltersdorf gibt es eine Ausstellung: „Als Woltersdorf noch Hollywood war“ über Filmproduktionen zur Stummfilmzeit.

In der Triebwagenhalle Erkner gibt es gelegentlich Tage der offenen Tür, bei der historische Züge der Berliner S-Bahn und anderes besichtigt werden können.

Zurück