Benutzer:Castagir

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Auf der Suche nach einem Medium, auf der man als Autorengruppe ein nach Möglichkeit offenes Lehrbuch aus dem Bereich derivativer Finanzmarktinstrumente veröffentlichen kann, überprüfe ich zur Zeit ob WikiBooks hierfür ein geeignetes Medium sein kann.

Als Fachautor ist mir die Schwierigkeit des Themas an sich genauso bewusst wie der potentielle Mehraufwand, der sich allein daraus ergeben könnte, dass man quelloffen arbeitet.

Zur Entscheidung ob dieses Medium geeignet ist, gehört neben der Technik und Administration auch die Bewertung, wie es um das Klima innerhalb der Community bestellt ist.

Die endgültige Version dieser Bewertung wird der Autorengruppe als Entscheidungshilfe vorgelegt werden. Ich stelle ihn hier trotzdem online in der Hoffnung, dass relevanter Input zu einzelnen Aspekten aufläuft bzw. mir auf der Diskussionsseite dargelegt wird, dass mein Bild fehlerhaft ist.

Ich gebe allerdings zu bedenken, dass mich Begründungen, warum ein Aspekt sich in einer gewissen Weise verhält und/oder verhalten muss, nicht interessieren.


  • Wikibooks bietet die Infrastruktur, um ein Projekt der gewünschten Art durchzuführen. Die technische Verfügbarkeit erscheint hoch, auch zu den Zeiten, wo die beiden Teilnehmer aus der Zeitzone CEST voraussichtlich zugreifen werden.
  • Die Werkzeuge zum direkten Erstellen von Texten sind eher rudimentär, und für komplexe Anordnungen zu ineffizient. Das Einstellen vorproduzierter Texte erscheint zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoller.
  • Aufwände für Umformatierungen beim Einstellen vorproduzierter Texte müssen noch geprüft werden, fallen jedoch ohne Zweifel an. (Wird ggf. noch geprüft)
  • Die Versionierung erlaubt es, Änderungen zu verfolgen, ggf. können sie rückgängig gemacht werden. Bisher wurde nur eine all-or-nothing-Revertierung gefunden. (Wird noch geprüft)
  • Jede Form von Werkschutz ist per Projektdefinition so gut wie inexistent bzw. nicht durchsetzbar. Es wird versucht, die unabdingbare Forderung des Projekts, jeder könne, unabhängig von seiner fachlichen Expertise, zu jedem Werk betragen, durch Anmerkungen seitens der Administration im Vorwort zu relativieren. Die Revertierung von Änderungen scheint nicht ein allgemein verfügbares Feature der Autoren, sondern ein Mittel der Administration zu sein. (Wird noch geprüft)
  • Die zu Fixierung vorhandenen Ansätze sind Kompromisslösungen, wie das Ausweichen auf PDF, oder die Eingrenzung der Editiermöglichkeiten auf registierte Benutzer. Eine wirksame Benutzerauthentifizierung besteht nicht. Dies bedeutet, das Änderungen am Original ggf. dauerhaft verfolgt werden müssen, auch nach der Fertigstellung. Aufgrund der vglw. ineffizienten Übersicht über Änderungen innerhalb des Werks könnte es aufwändig werden, Modifikationen zu verfolgen (ob nun mutwillig oder qualitativ hochwertig). Um das zu automatisieren müssen ggf. Tools geschaffen werden.
  • Der bürokratische Überbau des Projekts WikiBooks ist bemüht und enorm engagiert, unqualifizierte Einflüsse fernzuhalten, es fehlen ihm nach meiner Ansicht jedoch zur Zeit geeignete Mittel hierzu, rechtlich wie technisch, die selbstgesteckten Leitlinien erscheinen wandelbar und werden personenbezogen unterschiedlich umgesetzt. Die (mglw. noch) dünne Personaldecke scheint teilweise den Wunsch nach weiterer Reglementierung zu wecken, so dass sich dieser Aspekt ändern könnte, allerdings eher nicht kurzfristig und es bleibt unklar, mit welcher Tendenz.
  • Der gegenwärtige Umfang von Wikibooks ist erstaunlich gross, das Projekt wirkt nicht als Sackgasse mit begrenzter Lebenszeit. Aufgrund des enormen Themenspektrums wirkt es, mit einigen Ausnahmen, allerdings stets unfertig, was der Philosophie des Projekts geschuldet ist. Es gibt dabei (mglw. nur zur Zeit) eine Tendenz, Masse zu erhalten, statt Qualität zu sichern. Es wird nicht primär das kommuniziert was fertig ist, sondern das, was beabsichtigt wird, fertigzustellen.
  • Die Anzahl qualitativ hochwertiger, fertiger Werke ist noch überschaubar, und wird oft überdeckt durch eine Vielzahl von Werkfragmenten, die ohne Ansehen von Fertigstellungsgrad und Qualität in den Bücherregalen geführt werden.
  • Der komplette Fachbereich Finanzen und Derivate ist bis auf irrelevante Fragmente unbesetzt, es existiert bislang keine entsprechende Hauptkategorie, Fragmente sind im Bereich "Diverses" gelistet. Synergien mit bestehenden Werken oder Autoren sind nicht zu erwarten, der Bereich Wirtschaft scheint abgesehen von wenigen rudimentären wirtschaftswissenschaftlichen Abhandlungen, im Wesentlichen unbearbeitet zu sein.
  • Es ist schwierig, sich ein Bild über die Grösse und produktive Aktivität der Community jenseits der Administration zu machen. Ein Bild zeichnet sich erst, wenn man die Bibliothek willkürlich durchstreift und sich die Aktivität im Detail ansieht, ohne diesen Rundgang wirkt die Community im ersten Eindruck hauptsächlich mit der Administration beschäftigt.(Wird noch geprüft)
  • Das Diskussionsniveau hebt sich nicht merklich von dem in Fach-Foren ab, es wird nicht wirksam modiert. Die dort übliche Aufteilung zwischen Administration und Teilnehmern ist klar erkennbar. (Wird noch geprüft)
  • Ein massgeblicher urheberrechtlicher Überbau existiert in Form der GFDL, bedarf jedoch im Einzelfall jeweils gesonderter Prüfung. Eine Anfrage über fremderzeugte Abbildungen wurde zwar engagiert und zeitnah diskutiert, das Ergebnis blieb jedoch im Konjunktiv hängen. Der Diskussionsverlauf deutet nicht auf massgebliche Erfahrungswerte der Administration in diesem Bereich hin, hier ist externe juristische Vorabklärung unabdingbar.