Benutzer:Waugsberg/Werkstatt 9

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portugiesische Beispiele Umschreibung für Deutschsprachige
Vokale
a, á, à a mapa (Landkarte) [ˈma], cá (hier) [ka] offenes a, deutsch kurzes a wie in alle, Kasse
a ɑ englisch calm (Windstille) [ɑːm]
hospital (Krankenhaus) [uʃpiˈtɑɫ], mau (schlecht) [mɑu]
etwas dunkleres, mit weiter hinten im Mund liegender Zunge gebildetes offenes a, deutsch langes a wie in kam; im Portugiesischen statt [a] in den Silben „al“ oder „au“
a, â ɐ cama (Bett) [ˈkɐmɐ], para (für) [ˈpɐɾɐ]
ano (Jahr) [ˈɐnu], falamos (wir sprechen) [fɐˈlɐmuʃ]
dumpfes, etwas helles a, zwischen a und æ, wie deutsches „er“ in Wasser. Im Portugiesischen in unbetonten Silben, in betonten Silben mit a am Silbenanfang oder vor m oder n.
e, ê e mesa (Tisch) [ˈme], ele (er) [ˈe], mês (Monat) [meʃ] wie geschlossenes deutsches e in Beet, Esel, aber weniger lang
e, é ɛ pé (Fuß) [pɛ], ela (sie) [ˈɛ], director (Direktor) [dirɛˈtor] offenes deutsch e wie in Äpfel, Messer
e ə me (mich) [mə], tarde (spät) [ˈtaɾdə], nome (Name) [ˈnom(ə)], levar (tragen) [ləˈvaɾ], pessoa (Person) [pəˈsoɐ, pˈsoɐ] w:Schwa; unbetontes deutsches e wie Affe, danke (mit ungerundeten Lippen);
teilweise fast oder ganz stumm
e ɨ fechar (schließen) [fɨˈʃar], está (ist) [ˈʃta, (ɨʃˈta)], escrever (schreiben) [ʃkrəˈver, (ɨʃkrəˈver)], esperar (warten) [ʃpəˈrar, (ɨʃpəˈrar)], mit Zungenstellung zwischen „i“ und „u“ gesprochener i-Laut; entsteht aus schwach gesprochenem [ə] vor [ʃ] in unbetonter Silbe und wird oft fast oder ganz verschluckt, insbesondere am Wortanfang
e, i j real (wirklich) [ʀjɑɫ], compreender (verstehen) [kõmprjẽnˈder], a que horas (um wieviel Uhr) [ɐ ˈkjɔrɐʃ] Unbetontes „e“ oder „i“ vor Vokal (auch „e“ am Wortende, wenn das nächste Wort mit Vokal beginnt und angebunden wird); halbkonsonantisches „i“, das wie kurzes „i“ in Marion gesprochen und mit dem betonten folgenden Vokal verbunden wird. Lautschrift: [j].
i i aqui (hier) [ɐˈki], ir (gehen) [ir], cinema (Kino) [siˈnemɐ], mil (1000) [miɫ] geschlossenes deutsches langes „i“ wie in Miete, Igel, aber kürzer, in betonten Silben;
„i“ wie in ist vor „l“ oder „u“ und in unbetonten Silben; wir benutzen für beides das Zeichen [i]
o, ô, ou o ovo (Ei) [ˈovu], porto (Hafen) [ˈportu], avô (Großvater) [ɐˈvo], como (wie) [ˈcomu], todo (ganz) [ˈtodu] geschlossenes deutsches o wie in Ofen
o, ó ɔ ovos (Eier) [ˈɔvuʃ], portos (Häfen) [ˈpɔrtuʃ], avó (Großmutter) [ɐˈvɔ] offenes deutsches o wie in offen, toll, etwas länger
o u custar (kosten) [kuʃˈtar],
tudo (alles) [ˈtudu], como (wie; ich esse) [ˈcomu], ovos (Eier) [ˈɔvuʃ]
geschlossenes deutsches langes u wie in U-Bahn, Utopie.
In unbetonter Silbe wird der Buchstabe „o“ oft wie [u] gesprochen, insbesondere immer in unbetonten einsilbigen Wörtern wie „o, os, no, do“ und am Wortende. Am Wortende mehrsilbiger Wörter wird er manchmal fast stumm.
u w englisch wind (Wind) [wɪnd]
quatro (vier) [ˈkwatru]
engl. w; halbkonsonantisch benutzter u-Laut, ähnlich wie das „u“ wie in Bauer
Diphthonge - (Beide Vokale behalten ihren Klang und werden getrennt in einer Silbe gesprochen, der erste betont, der zweite deutlich schwächer.)
ai ai pai (Vater) [pai] wie das deutsche „ei“ in Ei
au ɑu mau (Vater) [mɑu] wie „au“ in Auge
ao ɐu ao (dem) [ɐu] wie [ɐ] und schwächeres [u]
ei ɐi leite (Milch) [ˈleitə, ˈlɐi] wie e-i getrennt ausgesprochen, nicht wie deutsches „ei“ in Ei; dabei ist das „e“ je nach Region etwas offener in Richtung „ä“ bis zum [ɐi], aber weniger als bei „papéis“
éi ɛi papéis (Papiere) [pɐˈpɛiʃ] wie ä-i, nicht wie „ei“ in Ei, noch stärker „ä“ als bei „leite“
eu eu meu (mein) [meu] e-u getrennt ausgesprochen, nicht wie „eu“ in Eule
éu ɛu chapéu (Hut) [ʃɐˈpɛu] ä-u getrennt ausgesprochen, nicht wie „eu“ in Eule
iu iu abriu (er öffnete) [ɐˈbriu] i-u getrennt ausgesprochen
oi oi dois (zwei) [doiʃ] oi wie „eu“ in Eule
ói ɔi espanhóis (Spanier, Pl.) [ʃpɐˈɲɔiʃ] oi mit offenem o
ou o, (ou) sou (ich bin) [so], doutor (Doktor) [doˈtor]
Outubro (Oktober) [oˈtubru]
überwiegend geschlossenes „o“ wie Dose (kein Doppellaut);
regional und in Brasilien getrennt wie [ou]
ui ui fui (ich war, ich ging) [fui] wie im deutschen Ausruf ui! Nur im Wort „muito“ wird „ui“ nasaliert.
Nasale
ã, am, an ɐ̃ maçã (Apfel) [mɐˈsɐ̃], banco (Bank) [ˈbɐ̃ŋku] dumpfes etwas helles a, zwischen a und æ, wie deutsches er am Wortende bei besser, aber nasaliert; nicht so weit hinten gebildet wie franz. France [ɑ̃], mehr wie franz. main (Hand) [ɛ̃]
em, en tempo (Zeit) [ˈtẽmpu] nasaliertes „geschlossenes“ e (nicht am Wortende)
im, in ĩ fim (Ende) [fĩ ] nasaliertes i
om, on õ franz. bon (gut) [bõ]
bom (gut /Adjektiv) [bõ]
nasaliertes „geschlossenes“ o
um, un ũ um (ein) [ũ] nasaliertes u
Nasalierte Diphthonge
ão, am ɐ̃ũ São (Sankt) [sɐ̃ũ], não (nein) [nɐ̃ũ]
falam (sie sprechen) [ˈfalɐ̃ũ]
Nacheinander von stärkerem ɐ̃ und schwächerem ũ, gemeinsam nasaliert; ähnlich einer hastigen Aussprachen des „-Augen-“ in Augenblick > „Aungblick“ (ohne das verschließende g) > [ˈɐ̃ũblɪk]
em, ãe ɐ̃ĩ mãe (Mutter) [mɐ̃ĩ], pães (Brote) [pɐ̃ĩʃ]
bem (gut /Adverb) [bɐ̃ĩ], [bẽĩ ]
Nacheinander von stärkerem ɐ̃ und schwächerem ĩ, gemeinsam nasaliert (am Wortende)
õe õĩ limões (Zitronen) [liˈmõĩʃ] Nacheinander von stärkerem õ und schwächerem ĩ, gemeinsam nasaliert;
ui ũĩ muito (viel) [ˈmũĩntu] Nacheinander von stärkerem ũ und schwächerem ĩ, gemeinsam nasaliert; nur in „muito“

Kopie aus w:Nasalvokal:

Portugiesisch

Während bei französischen Nasalvokalen das Gaumensegel immer von Anfang des Vokals an gesenkt ist, wird es im Portugiesischen nach Beginn der Intonation des Vokals verzögert dem Zungengrund angenähert, ohne ihn zu berühren. So entsteht oft ein diphthongischer Laut. Im Gegensatz zu Französisch fin [f ɛ̃] (Ende) klingt Portugiesisch bem (Adverb gut) eher wie [bɛĩ]. Und die Aussprache der Buchstabengruppe -im in fim [f ĩ] (Ende), tatsächlich eher [f i ĩ], unterscheidet sich nur wenig von der der Gruppe -inh- [-iɲ-] in Martinho [mɐrˈtiɲu] (Martin). Entsprechend wird bom (Adjektiv gut) eher wie [bow̃] gesprochen und nicht wie französisch bon [bõ] (Adjektiv gut).

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