Benutzer:Yomomo/ Corona Nachfolgen Hilfe oder Entschädigung

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Corona Nachfolgen: Hilfe oder Entschädigung?[Bearbeiten]

Den folgenden Text zu lesen dauert ungefähr zwanzig Minuten. Ich gehe davon aus, dass wir alle schon viel viel mehr Zeit damit verbracht haben, die Horror-Meldungen der Main-Stream-Medien zu hören, mit denen wir seit einigen Wochen bombardiert werden. Ich denke mir daher: Es lohnt sich diese zwanzig Minuten diesem Text zu widmen. Der Text gibt eine andere Abschätzung der Situation, vielleicht objektiver, vielleicht auch nicht. Die Zeit ihn zu lesen ist aber nicht so viel, also in beiden Fällen lohnt es sich. Wenn jemand doch weniger Zeit gerade hat, kann nur die Folgerungen lesen. Eine vorsichtige und kritische Lektüre des ganzen Textes dauert allerdings ziemlich länger, den Personen, die das machen und ihre Meinungen und Kritik in der Diskussion (hier klicken) schreiben, bin ich dankbar.

Ich bin eine der Personen, die schon seit Ende März darauf aufmerksam gemacht haben, dass der Großteil der betroffenen Maßnahmen gegen das Coronavirus ab Ende März sinnfrei sein könnten. Ich hab damals einige Argumente präsentiert, basierend auf die mir damals vorhandenen Daten (es gab allerdings schon manche noch, die meine Stellung unterstützen, ich hab einfach nicht ausreichend danach gesucht). Ich mache hier jetzt (9. Mai) folgende Voraussagen:[1]

  • Die Main-Stream-Medien werden den Fall Schweden weiter angreifen (für höchstens noch zwei Wochen), mit dem Argument, dass es in Schweden eine sogenannte "Übersterblichkeit" stattfindet (was das wirklich ist, werden wir im Teil über Schweden erklären)
  • Die Main-Stream-Medien werden zwar auch Gegenmeinungen "zulassen" aber jeglichen Versuch abstreiten, die Maßnahmen als fehlerhaft zu präsentieren. Ich meine damit: in den "Diskussionen" wird immer die Meinung herrschen, dass die Regierungen richtig reagiert haben, andere Meinungen werden in den "Panels" nur von einer Minderheit (wenn überhaupt) unterstützt.
    → Ich kann allerdings nicht ausschließen, dass die Medien und die Staaten eine andere Strategie wählen, nämlich, dass sie zugeben, dass das Ganze völlig daneben war und dass sie versuchen, die Verantwortung für ihre Fehlern (mit unglaublich schweren nicht nur finanziellen Konsequenzen) einander schieben. Das halte ich aber für unwahrscheinlicher.

Ich hoffe, dass wir verstehen worum es geht. Solang die Maßnahmen "gerechtfertigt" sind, kann man über "Hilfe" sprechen.[2] Wenn aber sie es nicht sind, dann darf (und muss) man über Entschädigungen sprechen.

Ich versuche die Argumente so zu präsentieren, dass sie auch für den Laien verständlich sind. Der Text hat folgende Struktur: erst werden die Fälle Schweden, Italien und USA vorgestellt, mit DATEN, die die einzigen sind, die die Bildung einer objektiven Meinung erlauben.[3] Dann gibt es drei kurze Kommentare: über Triage und Intensivstationsbetten, über Übersterblichkeit und Letalität und über die mathematische Sprache, die von Regierungen und Medien fehlerhaft benutzt wurde (und leider oft immer noch fehlerhaft benutzt wird).[4] Anschließend werde ich einen Folgerungen-Vorschlag verfassen. Jede Person kann selbstverständlich anhand der Argumente entscheiden, ob sie diesen Folgerungen zustimmt oder nicht.Jede Person kann weitere oder Gegen-Argumente in der Diskussionsseite gern anführen :).

Georg Riso, alias Yomomo

Schweden[Bearbeiten]

Zunächst einmal: In Schweden hat die zuständige Gruppe mit den Daten "gespielt". Sie haben Tag auf Tag die Daten angepasst, so dass sie zu einer sogenannten Sigma Funktion passen. Mathematisch gesehen ist das weder falsch noch richtig, genauere Erklärungen darüber gibt es im Teil über Exponentialfunktion. Es ist aber wichtig zu wissen, dass sie mit den Daten gespielt haben, um über die sogenannte "Übersterblichkeit", in diesem Fall in Schweden, zu sprechen.

Was ist diese "Übersterblichkeit"? Ich versuche es, schnell und einfach zu erklären, so weit es geht und so weit ich das kann.[5]

Jedes Jahr überall auf der Welt gibt es täglich mehr Todesfälle im Winter als im Sommer. Das liegt vor allem an Grippewellen (und anderen Faktoren, die mir unbekannt sind, vielleicht Selbstmord und sicher auch anderen Gründen). Mathematiker versuchen die Daten immer an mathematischen Kurven anzupassen, das hat viele Vorteile. Die "richtige" Kurve für wiederholte Phänomene ist oft, und in diesem Fall sicher auch, eine Form der sogenannte Sinuskurve. Nun, diese Kurve ist eine Anpassung auf die Daten, sie passt selbstverständlich nicht genau auf die Daten. Im Winter gibt es fast jedes Jahr eine Anzahl von Todesfälle, die weit über diese Kurve stehen. Bei der Grippewelle 2017-2018 können wir das ziemlich genau bei den entsprechenden Daten sehen (in Schweden und vielen allen Ländern). Da war die Anzahl der Todesfälle ein bisschen über die Grenze, allerdings für mehr als zwei Monate.

Der Unterschied zur Corona-Welle ist, dass diese zwar stärker die Grenze überschreitet, allerdings für ein geringeres Zeitintervall. Das Ministerium von Schweden hat Daten bis Mitte April veröffentlicht. In den zwei vorherigen Wochen (also erste und zweite Aprilwoche) sind die Todesfälle in Schweden tatsächlich extrem gestiegen. Das war schon zu erwarten und ist keine Überraschung, nach den Daten die wie Ende März schon hatten.

Das Ministerium von Schweden hat aus guten Gründen die Daten angepasst. Daher sind diese Daten, die schon vor Mitte April einen "Rückgang" der Kurve voraussagen, nicht zuverlässig. Zuverlässig in diesem Sinne sind allerdings die Daten von John Hopkins Hospital, die nicht angepasst werden. Diese zeigen, dass wir in Schweden die größte Anzahl der Todesfälle irgendwann zwischen 17 und 23. April hatten. Spätestens bei der Veröffentlichung der Daten des Ministeriums aus Schweden nach zwei Wochen[6] wird diese Tatsache auch einbezogen. Die gesamte so genannte "Übersterblichkeit" (die eigentlich nicht so genau eine Übersterblichkeit ist, das wird im entsprechenden Teil ein bisschen weiter erklärt) wird höchstens um den Werten der Grippewelle von 2017-2018 liegen. Wenn jemand mir diese "kleine" Bemerkung erlaubt: Wenn ich mich gut daran erinnere, hatten wir damals nicht unsere ganze Wirtschaft lahmgelegt, und das ist ja gut so.

Von den Daten kann man schon sagen: Schweden hat die Kurve nicht besonders "abgeflächt". Die Daten zeigen auch eindeutig: Das war gar nicht notwendig. Wenn unseres Ziel tatsächlich wäre, die Krankenhäuser nicht zu überlasten, haben die Maßnahmen in Schweden nur eine kleine aber schon ausreichende Wirkung gehabt, obwohl sie verhältnismäßig nicht so viele Intensivstationbetten haben. Staaten allerdings wie Deutschland und Österreich hätten auch mit absolut keinen Maßnahmen ihre Grenzen nur für zwei Wochen und nur gering überschritten. Ob jetzt das Argument, dass wir die Krankenhäuser nicht überlasten sollen, überhaupt sinnvoll ist, werden wir im Teil über Italien und im Teil über Triage und Intensivstation besprechen.

Italien[Bearbeiten]

Zunächst einmal: Das durchschnittliche Todesalter der Todesfälle, die an Corona zugeschrieben wurden,[7] war nach einer offiziellen Studie in Italien am 17. März[8] 79,5 Jahre für Männer und 83,7 für die Frauen. Zum Vergleich: Die Lebenserwartung IN ITALIEN war im Jahr 2016 79,6 Jahre für Männer und 85,0 für Frauen. Dass sie in den letzten vier Jahren wegen der verschlimmerten wirtschaftlichen Lage weniger geworden ist, ist nicht einfach nicht auszuschließen, sondern sicher. In Österreich lag sie 2016 bei 78,9 Jahre für Männer und 84,3 Jahre für Frauen[9], in Deutschland bei 78,4 bzw. 83,1.[10]

Um die Gefährlichkeit einer Epidemie zu schätzen, MUSS man den durchschnittlichen Todesalter der Epidemie mit der Lebenserwartung vergleichen. Wenn es kaum Unterschiede gibt (wie es bei Corona der Fall ist), ist sie schlicht und einfach nicht gefährlich.

Viele fragen sich, wie so eine Situation wie in Bergamo entstanden ist. Ich hab nicht genügend Daten, um diese Frage zu beantworten. Nun aber, nicht genügend Daten darüber haben die Medien AUCH NICHT gehabt, die mit solchen Bildern Panik zu verbreiten versucht (und geschafft) haben. Das einzige, was einen objektiven Vergleich erlaubt, ist das, was die Daten besagen. Es ist wie bei den Fällen, wo jüngere Menschen an Corona gestorben sind. Jeder einzelne Fall wurde von den Medien hochgefahren. Ich weiß nicht, was nach dem Tot passiert. Ich weiß nicht, ob es diese Menschen nach dem Tot irgendwie gibt oder ob es ihnen dann besser geht oder schlechter. Es tut mir sicherlich Leid, vor allem für diejenigen, die diese Toten vermissen. ALLERDINGS: Bei der Grippewelle 2017-2018 sind ALLEIN in USA 186 Kinder gestorben.

KINDER.

ALLEIN IN USA.[11]

Das stand damals nicht ganz oben in den Medien und sie haben anscheinend vergessen, das jetzt doch zu erwähnen...[12]

Ich weiß allerdings nicht, ob Bergamo ein Einzelfall in Italien ist. Ich vermute es, sonst gäbe es sicherlich die entsprechenden Medienberichte. Ohne Maßnahmen, ist es doch nicht auszuschließen, dass wir solche Phänomene auch an anderen Orten in Italien hätten. Rechtfertigt diese Wahrscheinlichkeit solche Maßnahmen? Wie schon erwähnt: Corona wirkt wie ein Feuerwerk, beeindruckend aber kurz. Zum Vergleich: In vielen Ländern gibt es am Wochenende mehrere tödliche Verkehrsunfälle. Verbieten wir deshalb den Autoverkehr vollständig und die ganze Woche? Ähm, wenn ich mich gut daran erinnere, die Antwort zu dieser Frage ist NEIN. Und das ist gut so.

Es gibt aber noch eine Erklärung, über die Bilder mit den Toten, die in Bergamo von der Armee transportiert wurden, die mir nicht gerade unlogisch scheint. Wegen der Maßnahmen waren Beerdigungen grundsätzlich verboten. Nach dieser Erklärung gab es daher nach einer Weile viele Toten, die zum Krematorium gebracht werden mussten, und daher transportiert werden mussten, da es in Bergamo kein (oder kein ausreichendes) Krematorium gibt.

Immer wieder wird die Überlastung der Krankenhaüser als Rechtfertigung für die Maßnahmen benutzt. Es muss klar sein und das wurde (das muss man sagen) auch in den Main-Stream-Medien erwähnt: Die Gesundheitssysteme in Italien, Griechenland und Spanien sind seit langem an ihren Grenzen, da in diesen Ländern ein bestimmtes wirtschaftliches System, das den Sozialstaat extrem einschränkt, von wirtschaftlichen Organisationen erzwungen wurde. Vorherige wirtschaftliche Maßnahmen wurden immer als "notwedig" und "unvermeidlich" präsentiert. Das gehört doch diskutiert werden. Und geändert. Das ist allerdings eine andere und ziemlich lange Diskussion, die nicht hier gehört. Wollten wir wirklich darum kümmern, die Krankenhäuser nicht zu überlasten, hätten wir schon viel früher reagieren müssen und völlig anders, nämlich indem wir die Gesundheitssysteme und die wirtschaftliche Lage der Bevölkerung verbessert hätten. Nun, zum Vergleich, sind die Systeme in Deutschland und Österreich in einer viel besseren Lage. Dieses Thema wird aber doch im Teil über Triage und Intensivstation weiter besprochen.

USA[Bearbeiten]

Warum werden wir uns für noch eine Weile mit USA beschäftigen? Ein Grund sollte schon uns allen klar sein, bevor wir diesen Text überhaupt gelesen haben. USA hat gerade einen Präsidenten, der mit seinen unglaublichen Aussagen die Medien immer wieder futtert. Ich gehe doch davon aus, dass er durch seine Haltung Corona gegenüber bei den bevorstehenden Wahlen (ich sag das offen: für mich: LEIDER) profitieren wird. Aus einem einzigen Grund: Wenn meine Argumente hier stimmen (und das kann jede Person für sich entscheiden), wird es am Ende nicht so viele Todesfälle geben. Er wird also sich als denjenigen verkaufen können, der in so einem wichtigen Thema doch Recht hatte.

Und damit komme ich zum anderen Grund, warum wir uns für noch eine Weile mit USA beschäftigen werden. Er sollte schon in den vorherigen Argumenten sichtbar sein. Die Krankheit ist wie ein Feuerwerk. USA ist allerdings ein riesiges Land (300 Millionen Einwohner, wenn ich mich nicht irre). Das Feuerwerk wird nicht in allen Städten gleichzeitig brennen. Ein mal wird es hier und ein mal da eine Stadt geben, wo wir für höchstens vier Wochen eine Überzahl an Todesfälle wegen des Virus haben werden. Müssen wir deshalb ganz USA schließen? Wie schon gesagt: Wir machen nicht unsere Straßen das ganze Jahr dicht, weil wir an einem Ort für eine Weile zu viele Verkehrstote haben und das obwohl mit den Verkehrstoten die Lebenserwartung sogar fällt (da sterben in der Regel junge Menschen). Wir treffen allerdings schon Maßnahmen, um die Gefahr überall zu reduzieren. Wir treffen treffende Maßnahmen und auf bestimmten logischen Maß. Panik ist eben auch in diesem Fall nicht angebracht. Wann eine Krankheit oder eine Situation wirklich als gefährlich eingestuft werden kann, werden wir im Teil über "Übersterblichkeit" und Letalität sehen.

Triage und Intensivstationsbetten[Bearbeiten]

Zunächst einmal erklären wir was eine Triage sein soll. Oft kommt es in der Medizinischen Praxis vor, dass eine Ärztin oder Arzt Patienten sortieren soll, je nachdem welcher Fall dringender ist und/oder mehrere Chancen hat. Um die Gefahr einer politisch oder ideologisch motivierten unethischen Selektion zu verringern, werden im Beruf oft Protokolle entwickelt, um die Entscheidung zu erleichtern.[13]

Wann werden im Alltag ähnliche Entscheidungen getroffen? Die Antwort ist: nicht gerade selten.

  • Industrien z.B. entscheiden, ob ein gefährliches Produkt zurückgerufen wird, indem sie abwiegen, wie viel die Kosten der einen oder der anderen Entscheidung sein werden. Das entspricht selbstverständlich nicht den moralischen Kriterien der Triage in Medizin, darüber wird aber nicht besonders besprochen. Egal.
  • Oft treffen solche Entscheidungen kranke Personen über sich selbst oder ihre Familie über sie. Eine Person, die an unheilbaren Krebs leidet, kann wohl entscheiden, dass sie nicht eine Therapie braucht, die zwar ihr Leben für ein paar Monate verlängern wird aber die Lebensqualität extrem beeinträchtigen wird. Das ist völlig legitim und macht in vielen Fällen Sinn. Die angehörigen einer bewusstlosen Person, die nach heutigem Wissensstand keine Überlebenschancen hat, können in gewissen Ländern auch entscheiden, ob sie am Leben gehalten wird oder nicht. Eine Alte Person, die in Frieden mit ihrem Leben und ihrem Tot ist, entscheidet oft zu hause zu bleiben und unter ihre Verwandten zu sterben, wenn sie eine gefährliche Grippe hat, anstatt in einem unbekannten Zusammenhang im Krankenhaus zu sterben. Das kann manchmal sogar doch ihr Leben retten. Der virale Last ist geringer zu Hause, zu Hause bewegt sich eine Person oft mehr, zu Hause kannst du so viel frische Luft haben, wie du willst und du kannst Personen um dich haben, die dich lieb haben.

Wie ist es mit Corona? Ich muss leider sagen: Hier hab ich keine Daten. Welche Daten wären hier relevant? Folgende: Wie viele Personen, die zur Risikogruppe der Corona gehören, überleben dank eine Intensivstationaufenthalt und das allerwichtigste: wie lang NACH diesem Aufenthalt überleben sie noch? Diese Daten hätten seit Langem öffentlich vorhanden sein MÜSSEN. Wie schon gesagt, hab ich leider keine konkrete Daten über diese Fragen, vom mittleren Todesalter der Erkrankten allerdings und von inoffiziellen Informationen, die mir mitgeteilt wurden, kann ich schon annehmen, dass der Aufenthalt in der Intensivstation für die bestimmten Risikogruppen kaum oder gar nichts bringt. Es kann aber doch sein, dass ich mich da völlig irre. Wir müssen noch warten, bis solche Daten uns auch zur Verfügung stehen. Bei der Entscheidung müssen wir allerdings auch andere Faktoren abwiegen: könnten wir mit den gleichen finanziellen Mitteln, die der Aufenthalt in Intensivstation bedeutet, doch andere Maßnahmen treffen, die die Lebenserwartung der gesamten Gruppe der Erkrankten (und nicht nur der Risikogruppe) erhöhen? Und besonders wenn wir mit so ein Argument (Intensivstationen für alle) die ganze Wirtschaft lahmlegen, MÜSSEN wir bei der Entscheidung die Folgen auf die Gesamtbevölkerung abwiegen: Wenn wir die Wirtschaft lahmlegen, damit die Lebenserwartung der Risikogruppe kurzfristig erhöhen, wird dadurch die Lebenserwartung der gesamten Bevölkerung erhöht? Ich hoffe, dass die LeserInnen mir erlauben, es extrem stark zu bezweifeln, dass die Antwort hier positiv sein kann...

Bevor wir überhaupt eine Entscheidung treffen, ob wir ein Medikament einreichen sollen oder nicht, sollen wir erst wissen, welche Nebenwirkungen das Medikament hat und ob es überhaupt auf die Qualität des Lebens und auf die Lebenserwartung eine Wirkung hat. Wenn ein Medikament keine oder kaum Wirkung hat, geben wir es nicht. Wie schon erwähnt, ich warte noch darauf, die Daten über die Wirkung des Aufenthalts in der Intensivstation auf diese Risikogruppe zu sehen.[14] Und wie schon erwähnt, ich hab gute Gründen zu glauben, dass die Ergebnisse die betroffenen Maßnahmen überhaupt nicht rechtfertigen können. Aber warten wir noch ab.

Dazu muss auch klar sein: Triage machen die Ärzte in Italien schon seit Langem, genau weil das System seit Jahren an seinen Grenzen stoßt. Noch dazu muss es auch klar sein: Triage machen die Ärzte auch in Ländern mit einem besseren Gesundheitssystem, genau wegen Fragen der besten Investition unserer beschränkten Mittel. In Schweden beispielsweise haben sie nicht so viele Intensivstationbetten, sie haben allerdings (erfolgreich) viel Geld in die Bekämpfung des Rauchens investiert, was viel (aber wirklich viel) mehr Wirkung auf die Gesundheit ihrer Bevölkerung hat, als jede Anzahl von mehr Intensivstationbetten. Mehr darüber im Kapitel über "Übersterblichkeit" und Letalität.

Übersterblichkeit und Letalität[Bearbeiten]

Ich hoffe, dass vom Text bisher klar ist: Die "Übersterblichkeit", wie sie in den Main-Stream-Medien erwähnt wird, ist eine rein statistische Größe. Jeden Winter sterben mehr Menschen. Diese Tatsache wird durch ein mathematisches Modell angenähert.[15] Das Modell sieht ein gewisses Intervall von Todesfälle für jeden Tag des Jahres vor. Wenn die Anzahl der Todesfälle über dieses Intervall steht, wird sie als Übersterblichkeit beschrieben, unterhalb als Untersterblichkeit. Wir haben jedes Jahr mehr Todesfälle pro Tag im Winter. In mehr als die Hälfte der Jahren haben wir aber schon laut dieser DEFINITION eine Übersterblichkeit, also mehr Todesfälle als die, die laut dem Intervall der Kurve vorgesehen sind.

Können wir mit Hilfe der Übersterblichkeit die Gefährlichkeit einer Krankheit oder einer Situation abschätzen? Das wäre möglich, dazu brauchen wir die Übersterblichkeit der Krankheit oder der Situation über das ganze Jahr. Um die Gefährlichkeit der Krankheit zu messen, gibt es einen einfacheren Weg: Wir messen wie viele Personen von der Situation betroffen sind und wie viele von denen und in welchem Alter sterben. Der Anteil der Verstorbenen unter den Infizierten wird Letalität genannt. Eine (unter mehreren) der Hauptverantwortung der Regierungen, bevor sie die Maßnahmen getroffen oder verlängert haben, wäre genau solche Messungen durchzuführen. Das haben sie eindeutig (immer noch) NICHT gemacht.[16] Um die Todesursache zu finden, MUSS man in der Regel eine Obduktion durchführen. In vielen Ländern war das entweder verboten oder nicht möglich. Bei so einer Situation wie die Corona, muss man nicht bei allen eine Obduktion durchführen. Es reicht, wenn sie bei einer ausreichenden Anzahl durchgeführt wird. Die Fälle allerdings MÜSSEN zufällig gewählt werden.

Genau das ist der Fall auch bei der Messung der Infizierten. Sie müssen mit einer zufälligen Auswahl aus der gesamten Bevölkerung gemessen werden. Für Corona gibt es schon Methoden, die ab einer gewissen Anzahl von Untersuchungen und positiven Ergebnissen ein ziemlich sicheres Ergebnis angeben können. Die Kosten, um so was zu machen, sind eindeutig viel (viel viel viel) geringer, als die Kosten der Maßnahmen. Trotzdem wurde so was bisher nur in Heinsberg gemacht aber bisher bei einer unzureichende Anzahl, um ein genaueres Ergebnis zu erzielen. Die Studie, die die einzige ist, die Mindeststandards einer wissenschaftlichen Studie erfüllt, wurde deshalb in den Main-Stream-Medien stark kritisiert. Es wurde allerdings NICHT gefragt, geschweige kritisiert, wie so zum Teufel eine solche Studie in ganzem Deutschland oder in anderen Orten, die stark betroffen sind und genauere Ergebnisse liefern könnten, nicht durchgeführt wurde.

Der einfachste Weg, die Gefahr einer Krankheit zu messen, ist der Vergleich zwischen mittlerem Alter der Todesfälle und Lebenserwartung, wie schon erwähnt. Dieser Vergleich spricht eindeutig gegen eine Abschätzung der Corona als gefährlich. Der Vergleich der Zahlen für Corona mit Zahlen anderer Todesursachen ist allerdings oft deprimierend. Der Schaden, den beispielsweise Rauchen verursacht, ist extrem größer. Wir haben Rauchen nicht verboten, und das ist gut so, aufgrund des Respekts der Freiheit. Wir haben in den meisten Staaten aber auch kaum etwas wirksames dagegen gemacht, was eben nicht gut ist. Ein Staat, der sehr gut in dieser Richtung abschneidet, ist Schweden. Es sieht so aus, dass sie bis 2025 kaum Raucher haben werden. Sie haben nicht so viele Intensivstationbetten, sie haben aber ihr Geld sinnvoll investiert. Mehr dazu aber in den Folgerungen.

Welche Exponentialfunktion, bitte?[Bearbeiten]

Damit die LeserInnen ein bisschen meine Lage verstehen: Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf die Straße und die Leute sagen Ihnen, dass die Sonne blau sei. Und zwar alle. Auch die Experten. So fühle ich mich, wenn die Zuständigen (und viele viele Kollegen) von einer Exponentialfunktion in Bezug auf Korona sprechen. Das sage ich Ihnen: Das ist EXTREM frustrierend. Bin ich vielleicht doch der Paranoide? Aber ich präsentiere hier nur ARGUMENTE! Mathematische Formeln und Definitionen! Wenn sie falsch sind, bitte! Dann werde ich mich gleich davon überzeugen lassen!

Ich versuche wieder die Sache schnell und einfach zu erklären, so weit es geht und so weit ich das kann.[5]

Wie schon erwähnt, versuchen Mathematiker Daten durch bestimmten Funktionen zu beschreiben, da dies viele Vorteile hat. Es gibt ein Maß, der dann beschreibt, wie gut das Modell (also die Funktion) zu den Daten passt, er wird Bestimmtheitsmaß genannt. Er ist ein Prozentsatz zwischen 0 und 100%. Wenn er unter 20% liegt, ist die Funktion fast völlig ungeeignet, wenn er bei 100% liegt, dann passt die Funktion vollständig zu den Daten.

Das Bestimmtheitsmaß für die Todesfälle in Italien für die Exponentialfunktion lag schon seit dem 20. März, also bevor die Maßnahmen eine Wirkung auf die Todesfälle hatten, unter 15%. Die Exponentialfunktion kann die Entwicklung der Coronazahlen schlicht und einfach NICHT beschreiben. "Na ja", könnten vielleicht manche Argumentieren. "Was ist aber dann mit der Anzahl der Infizierten?" Aus den vorher angeführten Argumenten sollte es klar sein, dass wir keine Ahnung über diese Anzahl haben (mit der Ausnahme der Studie in Heinsberg). Es gilt dazu: Die Entwicklung der Anzahl der Infizierten kann NICHT anders als die Entwicklung der Todesfälle sein (mit der Zeitverzögerung zwischen Ansteckung und Tod, in den seltenen Fällen, wo dieser vorkommt). Wenn die Letalität 0,4% ist (der Wahrscheinlichste Wert für Corona), wir heute 1000 neue Infizierte haben und die Zeit bis zum Tode 11 Tage ist, dann werden wir durchschnittlich nach 11 Tage 4 Tode haben, bei 10000 Infizierte 40 usw. Die Entwicklung der Todesanzahl KANN NUR die gleiche, wie die Entwicklung der Infizierten sein. Punkt. (sag ich, weil die Sache mich so aufregt :)...)

Was für mich noch mehr unerklärlich ist: Die Experten haben über eine Exponentialfunktion gesprochen, deren Wachstumsfaktor jeden Tag weniger wurde.[17] Wäre so was in der Abitur (bzw. Matura) geschrieben, wäre es durchgestrichen (Null Punkte bitte für die Experten in der Reifeprüfung :)). Die Exponentialfunktion hat per Definition einen konstanten Wachstumsfaktor. Ist er nicht konstant, sprechen wir nicht mehr über eine Exponentialfunktion. Schlicht und einfach. Warum die Experten so was gesagt haben (und immer noch sagen), ist mir unbegreiflich, fragen Sie bitte die Experten selber, sie sollten das besser wissen. Die Definition einer Funktion zu ändern, weil es uns gerade so passt, wäre allerdings genau so absurd, wie die Farbe der Sonne neu zu definieren, je nachdem, wie es uns gerade passt. So kann man nicht mehr kommunizieren...[18]

Welche Funktion passt dann besser zu den Daten? Das haben uns wieder die (so stark kritisierten) Schweden gezeigt (auch viele viele andere, es gibt schon einige Seiten darüber im Internet, die allerdings von den Main-Stream-Medien völlig ignoriert wurden). Sie wird logistische (bzw. Sigmoide) Funktion genannt. Ihr Bestimmtheitsmaß für die Todeszahlen in Italien bis am 20. März war fast 100% (vollständige Anpassung). Aus verschiedenen Gründen hat sie dann ab April nicht mehr so stark gepasst.[19] Wie schon gesagt: Die Experten in Schweden haben doch ein bisschen geschwindelt und die Daten an eine Sigmoide immer angepasst. Hätten sie die Daten nicht angepasst, wäre doch der Bestimmtheitsmaß immer noch über 80% (also gut genug). Ich kann mir vorstellen, dass der Grund für ihr "Schwindeln" daran liegt, dass die auf die Daten angepasste logistische Kurve so wie so keine Voraussage machen konnte, das geht aber hier wieder zu Tief, daher lassen wir es lieber :).

Folgerungen[Bearbeiten]

Mit den hier dargelegten Argumenten können wir meines Erachtens behaupten, dass die angeführten Maßnahmen ein grobes Irrtum waren. Wir haben schon seit Mitte März ausreichende Daten,[20] um die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zu bezweifeln. Auch wenn diese Daten die Zuständigen nicht überzeugt hatten, hätten die Staaten doch auch genügend Forschung durchführen müssen, und zwar von Anfang an. Diese ihre Pflicht haben die Staaten völlig verfehlt (und verfehlen immer noch...). Daher können die Staaten nicht über "Hilfe" der von der "Krise" Betroffenen sprechen. Sie müssen über Entschädigungen sprechen und sich entschuldigen, anstatt die Großzügigen vorzumachen.

Der Ausmaß des Fiaskos ist so überdimensional, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass eine Regierung oder die Main-Stream-Medien den Mut haben werden, ihre (endlosen) Fehler zuzugeben. Das ist aber notwendig, wenn wir wollen, dass so was nicht wieder passiert und dass wir in der Zukunft Verhältnismäßig (nicht über und nicht unter) agieren und reagieren. Unter anderen Bedingungen würde ich auf keinen Fall eine Diktatur ausschließen. Vielen Regierenden wäre eine Diktatur lieber als so eine Bloßstellung. Die Mut, so einen Fehler zuzugeben haben sie meines Erachtens nicht (die Medien auch nicht).

Unter den jetzigen Bedingungen finde ich diese Möglichkeit doch nicht so wahrscheinlich (außer in Ungarn und in Polen, wo es schon fast eine Diktatur gibt und grenzwertig auch in Griechenland, wo die Demokratie sowieso schon seit einigen Jahren unter dem Druck wirtschaftlichen Organisationen extrem wackelt). Es gibt einige Staaten (Italien, Spanien, Frankreich, Niederlande, Belgien, Schweden und Großbritannien), wo die Krankheit schon genug ausgebreitet ist und eine "zweite Welle" erst jetzt recht nicht mehr angsteinflössend sein kann (und das hätte genau so für die "erste Welle" sein sollen; die Panik war völlig um sonst). Ich glaube, dass besonders der Einfluss von Schweden in diesem Fall ausreichen wird, um diese Möglichkeit zu vermeiden.

Viele sprechen über Verschwörungstheorien. Ich bin dieser Haltung gegenüber sehr skeptisch. Einerseits sind Verschwörungstheorien eine Glaubenssache und wir können nur extrem selten argumentativ in und über solchen Theorien sprechen. Es gibt keinen Weg zu beweisen, dass es tatsächlich VerschwörerInnen gibt, die das ganze organisiert haben und auch nicht das Gegenteil. Andererseits ist es sehr schwer, so was wirklich zu planen. Es gibt viele Faktoren, die die Entwicklungen beeinflussen und die man nicht kontrollieren kann. Wenn ich also über die Möglichkeit einer Diktatur spreche (und eher ausschließe), ist es nicht, weil ich so einer "allgemeinen Erklärung" für fast alles auf dieser Welt (also einer Verschwörungstheorie) diene. Im Gegenteil: Ich versuche sachlich zu bleiben und stelle fest, dass ein Fiasko dieses Ausmaßes unmöglich zuzugeben ist. Wie werden die Regierungen und die Medien darauf reagieren? Das weiß ich eben nicht. Ich denke aber nicht, dass es eine Diktatur sein wird, aus dem oben genannten Grund.

Für die Staaten, die wegen der Maßnahmen kaum Infizierten haben ist die Lage der Regierungen und der Medien noch schwieriger (besonders in Deutschland und Griechenland, in Österreich ein bisschen weniger, da sie früher mit der Lockerung angefangen haben und die Medien schon anfangen (selbst-)kritisch zu agieren). Die "zweite Welle" (in diesen Ländern eigentlich die erste, bisher gab es dort keine "Welle") wird mit Sicherheit vorkommen.[21] Wie ich in diesem Artikel so oft wiederholt habe: das ist doch absolut kein Grund für Panik und auch kein Grund für solche Maßnahmen. Viel weniger Maßnahmen reichen schon aus (sind allerdings auch notwendig). Was werden sie dann machen? Das weiß ich auch nicht. Werden sie ihren Fehler zugeben? Das halte ich für extrem unwahrscheinlich. Werden sie solche Maßnahmen wieder einführen und die Wirtschaft weiter in die Knie zwingen? Möglich aber absurd. Werden sie eine Impfung für alle einführen? Möglich aber unwissenschaftlich. Dazu kommt in so einem Fall[22] die Frage, was wir machen, bis eine Impfung entwickelt wird. Wieder einsperren? Wie schon gesagt: möglich aber doch absurd.

Wir brauchen allerdings auch keine Verschwörungstheorie, um die Entwicklungen zu erklären. Wir brauchen nur die Struktur und die Funktionsweise der Main-Stream-Medien und der Politik betrachten. Diese Medien wollen immer was sensationelles präsentieren, weil sie dadurch mehr Zuschauer bekommen. Sie sind oft nicht sachlich.[23] Die Politik andererseits ist von diesen Medien stark abhängig. Hätte ein Politiker nach dem großen Show in den Medien nicht so reagiert, dann wäre er bald kein Politiker mehr. Wir sprechen also über eine strukturelle Schwäche, die wir ändern müssen, wenn wir ähnliche Situationen vermeiden wollen.

Dass wir über Entschädigungen sprechen bedeutet allerdings meines Erachtens keineswegs, dass wir die Staaten oder die Medien anklagen sollen oder müssen. Das wird ja auch nichts bringen. Wir können nicht ausreichend eine solche These im Gericht vertreten. Daher sollten weder die Staaten noch die Medien Angst davor haben, ihre Verantwortung zuzugeben. Das ist ja auch ihre Pflicht. Letztendlich, auch wenn wir die Staaten anklagen und wir den Prozess gewinnen würden, hätten wir grundsätzlich nichts gewonnen. Kein Staat kann die Konsequenzen einer solchen Entscheidung aushalten. Das wurde nur zu einem völligen Zusammenbruch des Systems führen und das wäre extrem zu gefährlich.

Welche Maßnahmen sollten getroffen werden? Erstmals soll klar sein, dass eine Lüge eine Lüge ist und keine Pressefreiheit. Die Strafen im Fall einer Lüge seitens eines Mediums sollten viel schärfer sein. Noch schärfer sollten sie sein, wenn es nachgewiesen werden kann, dass das Medium absichtlich gelogen hat.

Wir selber sollten auch lernen, uns weniger von den Medien beeindrucken zu lassen und sachlicher zu reagieren.

Ich hab bisher die ganze Situation stark kritisiert. Jetzt werde ich auch für die Entscheidungen der Regierungen (teils) argumentieren.

Zunächst einmal hatten wir am Anfang nicht genügende Daten. Daher waren die Reaktionen am Anfang auch verständlich, danach allerdings (spätestens ab Ende März) nicht mehr...

...außer wenn wir an unseres wirtschaftliches System denken. Dieses System[24] ist axiomatisch auf ein unendliches Wachstum basiert. So ein Wachstum kann es allerdings nicht geben. Daher finden in diesem System immer wieder Zusammenbrüche statt. Diese Zusammenbrüche bedeuten oft einen Krieg. Wenn wir durch den kommenden extremen finanziellen Zusammenbruch einen Krieg vermieden haben, bin ich der Situation dankbar.

Wenn aber das Gegenteil passiert, dann selbstverständlich nicht.

Ich hab neulich eine Fernsehsendung gesehen. Da hat eine Epidemiologin die Maßnahmen verteidigt. Ihr wurde "Panikmacherei" von einem anderen Teilnehmer (ebenfalls Epidemiolog) vorgeworfen. Er hat dann später in der Sendung über die kommenden wirtschaftlichen Konsequenzen gesprochen. Darauf hat sie dann gesagt: "Sie haben mich vorher Paninmacherin genannt. Was Sie aber sagen, macht mir wirklich Angst".

"Kluge" Antwort. Ich gehe davon aus, dass sie die Antwort vorbereitet hat, kann aber nicht wissen und ist nicht so wichtig. Nun.

Denken wir an einen Kapitän, dessen Schiff kaum in Gefahr ist. Er geht auf die Brücke und sagt, dass das Schiff gleich sinkt.

Denken wir auch an einen Kapitän, dessen Schiff gerade sinkt. Er geht auf die Brücke und sagt, dass das Schiff völlig in Ordnung sei.

Es ist absurd, Panik in einer Situation zu machen, die nicht so gefährlich ist. Das ist fast der Fall der Corona-Krankheit (die Gefahr ist gering). Eine ANGEMESSENE Reaktion ist allerdings schon notwendig.

Es ist genau so absurd, nicht zu reagieren, wenn eine Situation gefährlich ist. Man kann schon Angst davor haben. Panik ist in diesem Fall auch nicht geraten. Eine angemessene Reaktion ist in diesem Fall auch notwendig. Das ist der Fall der Konsequenzen der weit verfehlten Maßnahmen gegen die angebliche Gefahr durch die Corona.

Ich kenne zumindest noch einen Fall, der noch gefährlicher ist: den Klimawandel. Er ist wie das Rauchen. Wenn die Konsequenzen schon da sein werden, wird es extrem zu spät sein, um darauf zu reagieren.

Werden wir diese Chance ausnutzen, um unsere Demokratie zu verstärken? Werden wir schaffen, einen Krieg zu vermeiden? Werden wir diese Chance ausnutzen, um eine gleichere Vermögensverteilung zu schaffen? Werden wir diese Chance so ausnutzen, dass die Medien der Demokratie und nicht irgendwelchen Interessen dienen? Werden wir diese Chance ausnutzen, um zu lernen, sachlicher und nicht nur auf das Sensationelle zu reagieren? Werden wir diese Chance ausnutzen, um eine bessere Zukunft zu gewährleisten?

In einer weiteren Diskussionsrunde am Fernseher, hat eine Person, die die Maßnahmen eben auch "verteidigt", zu sprechen angefangen, mit dem Satz "In allen Diskussionen werden die Maßnahmen so stark kritisiert..." Darauf haben sie zwei andere unterbrochen und darauf hingewiesen, das das überhaupt nicht der Fall sei und das erst jetzt langsam die Stimmen überhaupt zu hören sind, die die Maßnahmen kritisieren.[25] Dann hat sie verlangt, dass sie nicht unterbrochen wird, weil das zu einer Diskussion gehört und wieder mit dem vorherigen Satz angefangen.

Es ist ja unhöflich, die andere Person bei einer Diskussion zu unterbrechen. Das stimmt. NUN

Wenn jemand kurz unterbrochen wird, kann sie/er wieder den Faden aufnehmen, die Diskussion ist doch möglich, auch wenn nicht so höflich. Wenn jemand das Schwarze weiß nennt, die Diktatur Demokratie, das oben unten, die Pflanzen Tieren und das Licht Dunkelheit,[26] dann gibt es bitte keine Möglichkeit einer Diskussion ÜBERHAUPT. Wenn jemand auszureden verlangt, kann sie/er nicht die Grundsätze der Logik verweigern. Es gibt in diesem Fall keine Möglichkeit eines Dialogs. So eine Person sollte nicht die Überraschte und die Beleidigte vormachen (oder meinetwegen sein), wenn sie in so einem Fall unterbrochen wird. Wollen wir wirklich, dass die Unmöglichkeit des Dialogs herrscht?

Offizielle Quellen[Bearbeiten]

  • https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps Hier kann man Daten über die sogenannte "Übersterblichkeit" finden. Wichtig ist hier das erste Diagramm im Teil "Excess mortality" (cumulated). Unklar ist, was hier die "Basislinie" ist. Ich gehe davon aus, dass sie die nach der Sinuskurve erwartete kumulierte Todesanzahl für die Staaten zeigt, die in der Karte ein bisschen weiter unten gezeigt werden (grob 400 Millionen EinwohnerInnen). Sie (die Basislinie) wächst daher ca. linear jede Woche. Die Mortalität für diese Staaten liegt um die 1%, also 4 Millionen Todesfälle pro Jahr.
    Im Diagramm können wir klar sehen: es gab jedes Jahr eine "Übersterblichkeit".[27] Insgesamt liegen die Daten für 2020 etwas höher als bei den anderen Jahren. Lassen wir uns vom Diagramm nicht verirren, die Basis ganz rechts ist ca. 4 Millionen. Das bedeutet, dass wir in den Jahren 2017 und 2018 am Ende eine "Übersterblichkeit" von grob gemessene 3% hatten[28]. Für 2020, wenn sich die Kurve so entwickelt, wie in den vorherigen Jahren, wird es 4,25% sein. Diese Zahl ist einerseits eine Unterschätzung und andererseits eine Überschätzung. Unterschätzung ist sie, weil wir eine Ausbreitung der Epidemie nur in 2/3 der benannten Bevölkerung hatten (Italien, Großbritanien, Spanien, Frankreich, Niederlande). Dieser Prozentsatz könnte also bei 6% liegen. Da ca. 0,8% an die Grippewelle liegen, wäre das für Corona 5,2%. Das ist sicher nicht wenig aber auch nicht viel. Andererseits ist die Zahl eine Überschätzung, da sie auch zurückgehen kann. Es gibt ja auch "Untersterblichkeit", also negative Zahlen. Die Tatsache, dass das mittlere Alter der Todesfälle um die Lebenserwartung liegt, weist darauf hin, dass die Kurve aus diesem Grund zurückgehen wird, außer wenn ein anderer Grund (z.B: die Folgen der Maßnahmen gegen das Virus) die Sterblichkeit wieder erhöht. Wie schon nicht gerade selten im Artikel wiederholt wird, müssen alle Faktoren geschätzt werden, bevor wir eine Entscheidung treffen. Aber auch 5,2% "Übersterblichkeit" spricht gar nicht für solche Maßnahmen. Noch dazu: Wenn ich die Daten gut verstehe, hätten wir als Basislinie die Daten der 4 letzten Jahren benutzt, läge die "Übersterblichkeit" doch bei 3%... Wie schon gesagt: Diese "Übersterblichkeit" ist eine statistische Größe und teils eine Sache der Definition.
  • http://www.salute.gov.it/portale/nuovocoronavirus/dettaglioContenutiNuovoCoronavirus.jsp?lingua=italiano&id=5351&area=nuovoCoronavirus&menu=vuoto Hier findet man die offizielle Daten für die Todesfälle in Italien.
  • https://www.epicentro.iss.it/coronavirus/bollettino/Report-COVID-2019_17_marzo-v2.pdf Hier findet man die offizielle Studie über das mittlere Alter der Todesfälle in Italien. Wenn wir diese Daten mit den Daten aus Schweden vergleichen, haben die Italiener fast den Höhepunkt der täglichen Todesfälle erreicht, bevor die Maßnahmen ihre Wirkung zeigten.
  • https://www.ukbonn.de/C12582D3002FD21D/vwLookupDownloads/Streeck_et_al_Infection_fatality_rate_of_SARS_CoV_2_infection2.pdf/%24FILE/Streeck_et_al_Infection_fatality_rate_of_SARS_CoV_2_infection2.pdf Die Studie in Heinsberg, die einzige, die eine sogenannte Randomisierung benutzt hat. Sie wurde stark kritisiert, weil sie grundsätzlich die gleichen Ergebnisse (besonderes über die Grenzwerte der Letalität) gezeigt hat, wie vorherige Studien. Das lag allerdings vor allem daran, dass die Studie begrenzte Ressourcen hatte (finanzielle aber auch sonstige, z.B. Anzahl der Todesfälle im gefragten Ort).
  • https://www.folkhalsomyndigheten.se/globalassets/statistik-uppfoljning/smittsamma-sjukdomar/veckorapporter-covid-19/2020/covid-19-veckorapport-vecka-18-final-v2.pdf Der Bericht des schwedischen Ministeriums für die 18. Woche des Jahres.
  • https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html Rohdaten des statistischen Amtes Deutschlands.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. das kann auch als mathematische Aufgabe gesehen werden, für mich ist es ja auch :)
  2. also Almosen des "großzügigen" Staates
  3. Medien Berichten konzentrieren sich auf Sensationelle, das Beeindruckende, nicht das Objektive, mehr darüber in den Folgerungen
  4. Ich will jetzt hier nicht den Papst vormachen und auch nicht den Übergescheiten. Ich bin aber Mathematiker. Und wenn ich irgendwo "2+2=5" sehe, dann kann ich wohl sagen, das dieser Ausdruck unter gewissen Bedingungen (alle Zahlen haben die gleichen Einheiten und wir benutzen die akzeptierten logischen Voraussetzungen) sicher falsch ist. Ich bin nicht deshalb "Übergescheit". Das kann ja jede Person sagen, da jede Person die Sache lernen kann. Das ist letztendlich wie Wissenschaft funktioniert. Sehr gern werde ich auch argumentative Kritik akzeptieren und Hinweise auf meine Fehler, ich bin ja auch Mensch und daher nicht fehlerlos...
  5. 5,0 5,1 Es muss allerdings klar sein: Eine sehr schnelle Erklärung kann nicht einfach sein, eine einfache nicht schnell. Ich versuche ein Gleichgewicht zwischen den beiden zu finden...
  6. also die Veröffentlichung des Ministeriums von Schweden, die Ende Mai erfolgen wird und die die Daten bis Ende April einbeziehen wird
  7. ob sie auch tatsächlich daran gestorben sind, werden wir nie erfahren...
  8. die zweite in dieser Richtung, die erste war Anfang März
  9. Durchschnittliches Todesalter in Österreich 78,9 bzw 84.3
  10. Durchschnittliches Todesalter in Deutschland 79 bzw 83,5
  11. ein anderes Jahr, ich glaube 2005, waren sie sogar fast 400
  12. Daten über die Anzahl der an Corona gestorbenen Kinder hab ich leider nicht, wenn ich sie finde, werde ich sie hier einbeziehen. Wenn jemand andere sie finden, bitte in der Diskussionsseite anführen. Ich bitte die LeserInnen mich zu verzeihen, wenn ich hier als eine der drei (glaube ich) Stellen im Artikel ohne genügende Hinweise behaupten werde, dass ich sehr stark daran zweifle, dass diese Zahlen besonders höher als die Zahlen von Grippewellen seien werden...
  13. So ein Protokoll lautet z.B. nicht: "wer mir mehr Geld gibt, dem wird geholfen" wie es oft in manchen Ländern doch der Fall ist. Es lautet auch nicht: "wer sozusagen oben in der sozialen Hierarchie gehört, dem wird geholfen" wie es eben oft der Fall ist.
  14. und mit Daten meine ich vor allem, wie lang sie insgesamt länger leben.
  15. wie erwähnt, eine etwas kompliziertere Sinusfunktion
  16. mit der Ausnahme der Regierung in Heinsberg
  17. Das sind nicht mehr Experten, das sind Zauberer :)!
  18. geschweige eine Demokratie haben
  19. Ganz kurz aber nicht ausreichend erklärend gesagt: Erstens haben ab Ende März die Maßnahmen die Entwicklung der Kurve beeinflusst, zweitens wäre so wie so die Kurve eine Synthese von mehreren logistischen Kurven und daher keine reine logistische per se, da die Krankheit in den verschiedenen Orten sich unterschiedlich und nicht gleichzeitig entwickelt hat
  20. mittleres Todesalter der Verstorbenen, Einschätzung der Letalität der Krankheit, die mit der damaligen Sicherheit zwischen 0 und 1% lag
  21. allerdings vielleicht etwas später oder mit weniger Wucht, wegen des Sommers, über die Wirkung des Sommers auf die Epidemie haben wir keine Info
  22. also auf die Impfung warten und sie erzwingen, OBWOHL es unwissenschaftlich ist
  23. das ist ja langweilig...
  24. und es ist mir völlig egal, ob wir es "kapitalistisches" oder "liberales" nennen
  25. was tatsächlich stimmt, man braucht nur die Diskussionen und die Meldungen in allen Main-Stream-Medien bis vor einer Woche zuschauen
  26. und meinetwegen die logistische Funktion exponentielle :)
  27. was schon etwas merkwürdig ist: wie wird dann die Basislinie gemessen? Hatten wir in anderen Jahren eine ausgeprägte "Untersterblichkeit"?
  28. noch dazu: die Diagramme zeigen die Entwicklung von Januar bis Dezember. Wenn wir die Daten auf die Winterperiode anpassen, was mehr Sinn macht, dann war die Übersterblichkeit 2017-2018 noch größer (fast 4%)