C++-Programmierung/ Einführung in C++/ Hallo, du schöne Welt!

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Es ist eine alte Tradition, eine neue Programmiersprache mit einem „Hello-World“-Programm einzuweihen. Auch dieses Buch soll mit der Tradition nicht brechen, hier ist das „Hello-World“-Programm in C++:

Nuvola-inspired-terminal.svg
1 #include <iostream>                                     // Ein- und Ausgabebibliothek
2 
3 int main(){                                             // Hauptfunktion
4     std::cout << "Hallo, du schöne Welt!" << std::endl; // Ausgabe
5 
6     return 0;                                           // Optionale Rückgabe an das Betriebssystem
7 }
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Ausgabe:
1 Hallo, du schöne Welt!

Zugegebenermaßen ist es nicht die Originalversion, sondern eine Originellversion von „Hello-World“. Wenn Sie das Programm ausführen, bekommen Sie den Text „Hallo, du schöne Welt!“ am Bildschirm ausgegeben. Sie wissen nicht, wie Sie das Programm ausführen können? Dann lesen Sie doch einmal das Kapitel über Compiler.

#include <iostream> stellt die nötigen Befehle zur Ein- und Ausgabe bereit. Als nächstes beginnt die „Hauptfunktion“ main(). Diese Hauptfunktion wird beim Ausführen des Programms aufgerufen. Sie ist also der zentrale Kern des Programms. Wenn Funktionen im Text erwähnt werden, stehen dahinter übrigens immer Klammern, um sie besser von anderen Sprachbestandteilen wie beispielsweise Variablen unterscheiden zu können.

std::cout beschreibt den Standardausgabe-Strom. Dabei wird der Text meist in einem Terminal angezeigt (wenn die Ausgabe nicht in eine Datei oder an ein anderes Programm umgeleitet wird). Die beiden Pfeile (<<) signalisieren, dass der dahinterstehende Text auf die Standardausgabe „geschoben“ wird. Das std::endl gibt einen Zeilenumbruch aus und sorgt dafür, dass der Text jetzt am Bildschirm ausgegeben wird.

return 0 beendet das Programm und zeigt dem Betriebssystem an, dass es erfolgreich ausgeführt wurde. Auf die Einzelheiten wird in den folgenden Kapiteln (oder Abschnitten) noch ausführlich eingegangen. Diese Zeile ist optional; wird sie nicht angegeben, gibt der Compiler implizit 0 zurück.

Im Moment sollten Sie sich merken, dass jeder C++-Befehl mit einem Semikolon (;) abgeschlossen wird und dass geschweifte Klammern ({...}) Zusammengehörigkeit symbolisieren – so auch oben in der Hauptfunktion. Alles was zwischen den geschweiften Klammern steht, gehört zu ihr. Leerzeichen, Tabulatorzeichen und Zeilenumbrüche spielen für den C++-Compiler keine Rolle. Sie können das folgende Programm genauso übersetzen wie seine gut lesbare Version von weiter oben:

Nuvola-inspired-terminal.svg

Dieses Programm funktioniert zwar, ist aber für Menschen sehr schwierig zu lesen…


1 #include        <iostream>
2             int
3    main    (
4          )   {std        ::
5      cout
6  <<         "Hallo, du schöne Welt!"<<std
7    ::  endl
8 ;return 0;
9       }
Crystal Clear app kscreensaver.svg
Ausgabe:
1 Hallo, du schöne Welt!

Vorsichtig sollten Sie bei Zeilen sein, die mit # beginnen. Leerzeichen und Tabulatoren sind zwar auch hier bedeutungslos, aber Zeilenumbrüche dürfen nicht stattfinden.

Es ist übrigens (für Ihren Rechner) auch irrelevant, ob Sie etwas wie // Ein- und Ausgabebibliothek mit in Ihr Programm schreiben oder nicht. Es handelt sich dabei um sogenannte Kommentare, die Sie in Kürze auch genauer kennenlernen werden. Beachten sollten Sie übrigens, dass bei C++ die Groß- und Kleinschreibung relevant ist. Schlüsselwörter und Namen der Standardbibliothek werden stets kleingeschrieben. Für die Groß-/Kleinschreibung von selbstdefinierten Namen gibt es gewisse Konventionen, auf welche in einem späteren Kapitel eingegangen wird.

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Hinweis

Bei allen in diesem Buch beschriebenen Programmen handelt es sich um so genannte Kommando­zeilen­programme. Falls Sie eine IDE zur Entwicklung benutzen und das Programm direkt aus dieser heraus aufrufen, kann es Ihnen passieren, dass Sie nur einen kurzen Blitz von Ihrem Programm sehen, weil sich das Kommando­zeilen­fenster nach der Programm­beendigung sofort schließt.

In diesem Fall haben Sie zwei Optionen:

  • Rufen Sie eine Kommandozeile auf und führen Sie das Programm von dort manuell aus. (Das wird empfohlen!)
  • Schauen Sie nach, ob es in Ihrer IDE eine Funktion gibt, die das Fenster nach Programmende noch einen Tastendruck lang offen hält. (Eine solche Option muss nicht vorhanden sein!)