Cocktails/ Zutaten/ Sekt

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Sekt

Sekt ist ein alkoholisches Getränk mit Kohlensäure. Dabei beträgt der Alkoholgehalt mindestens 10%. Der Name leitet sich vom lateinischen siccus (= trocken) ab. Sekt zählt zu der Gruppe der Qualitäts-Schaumweine.

Herstellung

a glass of sparkling wine

Sekt wird hergestellt, indem man im sogenannten Sektgrundwein durch Zugabe von Zucker und Hefe (Tirage) eine zweite Gärung einleitet. Ziel ist, die hierbei entstehende Gärungskohlensäure als prickelndes Mousseux im Wein zu binden. Entscheidend ist daher die Verwendung druckfester und gasdichter Gärgebinde, um das Entweichen der Kohlensäure zu verhindern. Über die Zuckerzugabe kann der gewünschte Kohlensäuregehalt im Sekt eingestellt werden. In der Literatur wird ein Wert von 4 g/l Zucker angegeben, um 1 bar Kohlensäure in der zweiten Gärung zu erzielen. Ziel ist ein Überdruck im Sekt von 5 bis 6 bar, entsprechend also 20 bis 24 g Tiragezucker je Liter Sektgrundwein.

Bei der Sektherstellung kommen hauptsächlich 2 Verfahren zur Anwendung:

  • Die Klassische Flaschengärung im Rüttelverfahren (méthode champenoise): Hierbei erfolgt die Gärung in der Flasche, die abgestorbenen Hefen sammeln sich durch das Rütteln im Flaschenhals. Nach der abgeschlossenen Reifung wird der Hefepropf entfernt (Degorgement), durch die Dosage (Zugabe von süßem Wein, seltener auch Zuckerlösung) die Süße eingestellt und die Flasche verkorkt. In Deutschland ist jegliche Angabe, die in Verbindung mit dem Champagner gebracht wird, gesetzlich verboten; Sekte nach der "méthode champenoise" tragen die Aufschrift "Traditionelle Flaschengärung".
  • Die Tankgärung (méthode charmat): Hierbei erfolgt die 2. Gärung im Drucktank. Anschließend wird die Süße eingestellt und der Sekt nach Filtration in die Flaschen abgefüllt. Dieses Verfahren ist deutlich billiger als die Klassische Flaschengärung.
  • Neben Klassischer Flaschengärung und Tankgärung ist auch das sogenannte Transvasierverfahren, auch "Flaschengärung" genannt, gebräuchlich. Hier wird die Gärung wie bei der klassischen Methode in der Sektflasche durchgeführt, die Enthefung erfolgt jedoch nicht mittels Abrütteln und Degorgieren, sondern nach Entleeren der Flaschen unter Kohlensäuredruck durch eine Filtration. Der Sekt wird anschließend im Drucktank dosiert und auf neue Flaschen gefüllt.


Mindestanforderungen

  • Überdruck mindestens 3,5 bar
  • Alkoholgehalt mindestens 10 Vol. %
  • Gesamt-Schwefeldioxidgehalt maximal 185 mg/l

Geschmacksrichtungen

Je nach Süße unterscheidet man beim Sekt zwischen folgenden Geschmacksrichtungen: (Vorgeschriebene Bezeichnungen)

  • mild (doux, dolce, sweet): Zuckergehalt höher als 50 g/l
  • halbtrocken (demi-sec, abbocato, medium dry): Zuckergehalt zwischen 33 g/l und 50 g/l
  • trocken (sec, secco (oder asciutto), dry): Zuckergehalt zwischen 17 g/l und 35 g/l
  • extra trocken (extra dry, extra secco): Zuckergehalt zwischen 12 g/l und 20 g/l
  • herb (brut, bruto): Zuckergehalt weniger als 15 g/l
  • extra herb (extra brut, extra bruto): Zuckergehalt weniger als 6 g/l
  • naturherb (brut nature, bruto natural, pas dosé, dosage zero): Zuckergehalt weniger als 3 g/l, nicht dosiert