Computerkurs: Drucker

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Ein Drucker wird benutzt, um die auf dem Computer gespeicherten Bilder, Texte, Tabellen, usw. auszudrucken. Neben Papier können manche Drucker auch Folien oder CDs bedrucken.

Bei Druckern gibt es einige wesentliche Unterschiede in der Technik. Heutzutage verwendet man überwiegend Tintenstrahldrucker und Laserdrucker, wobei LED-Drucker eine Weiterentwicklung der Laserdrucker sind, weil bei Lasertechnik die Ränder der bedruckten Seite ganz leicht unscharf bzw. verzerrt sind, bei LED-Druckern dagegen diese Ränder scharf bleiben.

Das sehr feine Tonerpulver in Laser- und LED-Druckern steht unter dem Verdacht, die Gesundheit zu schädigen, wenn man diesem Pulver über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist, sowohl durch Einatmen als auch durch Kontakt mit der Haut. (Erste Fälle sind bereits publik geworden.) Darum neigen Verbraucher inzwischen dazu, dem Tintenstrahldrucker den Vorzug zu geben, aber auch aus Platzgründen, weil Farb-Laserdrucker meistens mehr Platz brauchen und zudem relativ schwer sind. Zudem benötigen Laserdrucker beim Drucken sehr viel Strom.

Die meisten Heimdrucker sind Tintenstrahldrucker (Stand 2017) und haben seit einigen Jahren neben dem USB-Anschluß oft auch WLAN verbaut. Dadurch kann man diese Drucker direkt mit dem Smartphone verbinden und zudem solche Drucker einfacher im Haushalt platzieren, weil auf das Datenkabel keine Rücksicht mehr genommen werden muß.

Sowohl bei Tintenpatronen als auch bei Tonerkartuschen gibt es Nachbauten, die deutlich billiger als die Originale sind. Die Hersteller der Nachbauten liefern sich ein stetiges Katz-und-Maus-Spiel mit den Drucker-Herstellern, die ihre Originalpatronen verkaufen wollen und darum sowohl in den Patronen entsprechende Chips verbauen als auch die Software im Drucker dafür programieren, um Nachbau-Patronen bzw. -Kartuschen auszusperren. Bei einem Defekt während der Garantiezeit verweigern die Hersteller zudem die Garantie, wenn der Kunde keine Originale verwendet hat und dies zum Ausfall des Druckkopfes bzw. der Trommel führte. Anschließend gibt es nicht selten eine Auseinandersetzung zwischen Kunde und Händler bzgl. der gesetzlichen Gewährleistung.

Nadeldrucker sind heutzutage zwar quasi antiquiert, werden aber selbst im Jahr 2017 immer noch in bestimmten Bereichen eingesetzt, wo z. B. zwingend Durchschläge benötigt werden. So werden z.B. in Arztpraxen häufig noch die Rezepte per Nadeldrucker ausgedruckt. Wegen des von Nadeldruckern erzeugten Lärms werden sie gerne als "Sägewerk" bezeichnet und man stellt sie gerne etwas weiter weg vom Arbeitsplatz, vorzugsweise in einen anderen Raum. Auch gab/gibt es Lärmschutz-Hauben, die über den Drucker gestülpt werden. Zudem müssen die Möbel stabil sein, auf denen ein solcher Drucker steht, weil die Bewegung des Druckkopfes einen Tisch zum Wackeln bringen kann (kann auch bei manchen Tintenstrahldruckern vorkommen).

Kopierer sind übrigens nichts anderes als Kombigeräte, die sowohl ein Druckwerk als auch einen Scanner enthalten. Sie werden als Multifunktionsgeräte bezeichnet, häufig abgekürzt als MuFu oder MFG. Viele davon bieten einen USB-Anschluß für USB-Speichersticks an und es gibt sie auch häufig mit einer Fax-Funktion, die dann zwingend ein Kabel zu einem Telefonanschluß erfordert.