Das Mirakel des Heiligen Kreuzes zu Elspe: Auszug aus der Kirchenchronik

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Das Mirakel des Heiligen Kreuzes zu Elspe [[{{{3}}}|{{{4}}}]]


Auszug aus der Kirchenchronik mit Beschreibung der letzten Renovierungen[Bearbeiten]

aus der Elsper Kirchenchronik von Otmar Schütz und Sophie Benack vom 31.1.1980

Die Pfarrkirche zu Elspe ist ein romanisches bis frühgotisches Bauwerk. Im Westen der Kirche befindet sich die heutige Taufkapelle. Das Langhaus setzt sich aus vier Mittelschiffjochen und zwei vierjochigen Seitenschiffen zusammen. In das erste Langhausjoch hat man die Orgelempore gebaut. Im Osten schließt sich an das Langhaus das Vierungsjoch mit den zwei Querhausarmen. Das Chor hat ein Joch, ein 3/6 Polygon und zwei Seitenchöre. Die Gesamthöhe der Kirche beträgt 9,20m. Das Langhaus hat eine Länge von 42,38m und eine Breite von 11,30m. Die Länge des Querhauses beträgt 19,40m, die Breite 6,20m.Der Umfang der Pfeiler misst 4,64m. Die Fenster sind 2,85m hoch und 0,95m breit. Außen auf der Nordseite der Kirche befinden sich 2 Stützpfeiler. Ihre verstärkten Maße von 1,44m Länge und 1,78m Breite reichen bis auf die Höhe von 3,53m.

Kirchengeschichte und Datierung[Bearbeiten]

Über den genauen Baubeginn des ersten Elsper Gotteshauses ist so gut wie nichts bekannt. Anzunehmen ist jedoch das auf der heutigen Anhöhe bereits damals der erste Kirchenbau gestanden haben muss. Angenommen wird ferner, dass das damalige Bauwerk schon im Jahre 1000 die Würde einer Pfarrkirche erhielt.

In wenigen Urkunden aus dieser Zeit wird immer überliefert der Name „ hilligen Kerke to Elspe“. Pfarrer Dr. Brill schreibt in seinem Werk- „Der erste Kirchenbau in Elspe, vielleicht mehrere hintereinander, werden, wie es damals üblich war, aus Holz gewesen sein“. Von der heutigen Kirche behauptet Pfarrer Franz Kayser (14.8.1805 – 12.11.1844 Pfarrer in Elspe) sie sei „gotische oder teutsche Bauart“.

Dr. Overmann in „Kirchliche Baudenkmäler des Kreises Olpe“ versetzt sie in die Zeit des sogenannten romanischen Überganges und datiert den heutigen Kirchenbau in die Zeit Mitte- oder Ende des 13. Jahrhunderts. An anderer Stelle wiederum sagt Pfarrer Kayser „ Sie ist wahrscheinlich im 10. oder 12 Jahrhundert gebaut worden“. Weiter folgt „... die alte Stiftskirche hat in der Bauart der Hiesigen große Ähnlichkeit und ist vielleicht von dem selben Meister erbaut“. Des weiteren sagt er „ das Stift ist aber im Jahre 946 entstanden“. Ebenso hat sie viel Ähnlichkeit mit der Kirche in Kirchhundem die ebenfalls um jene Zeit soll entstanden sein“.

Aus den Aufzeichnungen des Pfr. Kayser lässt sich nur unschwer erkennen, das Urkunden über den Baubeginn der ersten Kirche nicht mehr vorhanden sind. Ein Dokument aus dieser Zeit ist die Stiftungsurkunde aus dem Jahre 1000, welche anlässlich des hohen Besuches von Kaiser Otto III. in „Elisopium“ (Elspe) von diesem dort selbst ausgestellt wurde und heute im Stadtarchiv zu Werl aufbewahrt wird. Auf das 12. Jahrhundert weist ein Ausmalungsrest über dem Schilderbogen im Mittelschiff hin. Weiter lauten die Aufzeichnungen Pfr. Kaysers: „Über das Alter der Kirche lässt sich mit Bestimmtheit nichts sagen, was auch kein Wunder, da sie im Jahre 1583, im Monat Juni unter dem Erzbischof und Kurfürsten Truchses von Köln, der unter Plündern und Brandschatzen mit dem Säbel in der Faust seinen neuen Glauben im Land predigte, rein ausgeplündert, im schwedischen Kriege, 1634 aller Briefschaften und Kostbarkeiten beraubt, und 1710... bestohlen worden“. Romanischen Ursprunge ist die Kirche sicherlich. Typische Merkmale dafür sind der Rundbogenstil und die ehemals kleinen Fenster. Über das Letztere wird im Jahre 1738 folgende Aufzeichnung getätigt. „ Der Schreiner Joan Everhardt piper bringt in Rechnung für die Gläser auszunehmen und wieder einzusetzen, dieselben zu verputzen, auch einige ganz neu gemacht, dieweil die Fenster größer worden...“.

Rekonstruktion der Kirche St. Jakobus d.Ä. Elspe vor der Erweiterung

Die (romanischen ) Fenster waren also dermaßen klein, dass sie das nötige Licht nicht hervorbrachten. Sie sind „.... an der Seit über einen halben Fuß und herunter über zweieinhalb Fuß größer gebrochen“. (1 Fuß = 30,48 cm) Aus dem Pfarrarchiv von 1763 ist folgende Aufzeichnung erkennbar. „Chor repariert und geweißt durch Maurermeister Peters“. Zum Turm ist zu sagen, dass er – wie bei vielen alten Kirchen üblich – älter als der übrige Kirchenbau. Beispiele hierfür sind mannigfach vorhanden. In den Jahren kurz vor 1540 sind größere Bauarbeiten am Turm vorgenommen worden. Es wird angenommen, dass das gesamte Balkenwerk sowie der Turmhelm erneuert wurden. Dafür sprechen auch die Rechnungsberichte aus den Jahren 1540 – 1541. Immer wieder werden Ausgaben für das Anfahren des Holzes erwähnt. So wird zum Beispiel der Schieferdecker entschädigt für das Abdecken und Neubelegen des Turmes. Hierdurch wird ebenfalls verdeutlicht, das die Kirche seit vielen Jahrhunderten bereits mit einem Schieferdach versehen war.

Ein nochmaliger Rückblick auf das Jahr 1738 bringt neben Anderen eine Notiz zur Farbfassung des Kircheninneren hervor. Die Aufzeichnungen lauten „was gekostet die Reperation in der Kirche und an dem Thurm ... 16.Juni 1738 haben folgende Mauerleuhte benentlich Adam und Franz Schilling Meister gebürtig aus der Stadt Rüthen und vier Gesellen ... angefangen zu arbeiten“. Der weitere Wortlaut wird verständlicherweise übersetzt. Die Kirche war innenwendig durchgehend (also Wand- und Gewölbeflächen) mit „blauem und schwarzen Kalk“ des weiteren ungeschickt wie es heißt – mit „hübels“ (hier vielleicht mit Kellenschlägen oder unterschiedlich stark aufgetragene Kalkfarbe gemeint) gestrichen. Die Aussage „mit blauem und schwarzem Kalk“ klingt für uns heute unverständlich, da man dem Kalk nur ein Buntpigment- Zusatz von 5% vom Kalkteig gerechnet, geben darf. Es ist also anzunehmen, dass hier mit einem Kalkkasein, den man stärker abtönen kann, gearbeitet wurde.

Die Gewölbekappen zeigen hier und da größere Schäden (wohl Setzrisse). Hier wurde stabilisiert mit eingezogenen Eisenbändern und anschließend „... mit frischem kalk beschmiret und bemalet“. Die Farben sind nicht erwähnt worden. Weiter heißt es „ ... pilaren (gemeint sind hier die Pfeiler) welche sehr dick und wie ein Kleeblatt gemauert waren, sodass durch deren Mächtigkeit die .. Kirche finster sei, den spärlichen Lichteinfall der ohnehin kleinen, (romanischen) Fenster noch mehr dämmten und den ungehinderten Blick auf den Altar versperrten. Um nach Vergrößerung der Fenster noch bessere Sichtverhältnisse zu erhalten, sind im Jahre 1737 die Pfeiler im Kircheninneren geschliffen worden, jeweils an der Seite, die ins Mittelschiff hin zeigt. Aus Rechnungsberichten geht hervor, dass 1751 eine Darstellung des letzten Gerichtes unten in den Turm gemalt wurde. Zwei Jahre später also 1753 heißt es „Die Bilder an dem Turm (von außen) den Calvarienberg zu illuminieren“. In dieser Zeit bedeutete das Wort „Illuminieren“ einen Glanz auf eine Sache zu bringen. Eine weitere Datierung bezieht sich auf das Jahr 1767/68. „Die Kirche wurde innen und außen geweißt durch zwei Italiener“. In diesem Zusammenhang ist es interessant zu wissen, dass diese Italiener die einzigen Ausländer waren, welche in der gesamten Kirchenchronik erwähnt werden. Am 9. Juni 1805 wurde die Elsper Pfarrkirche Opfer des großen Brandes, wobei nur der Turm weitgehend unbeschädigt blieb. Bereits am 29. Juni 1805 wurde zwecks Reparatur ein Vertrag mit dem Schieferdecker gemacht. Es folgten aus diesen Jahren weitere Aufzeichnungen über die Namen der Handwerker, deren Kosten usw. ...

Zwanzig Jahre später – 1825 erwähnt Pfr. Kayser im Lagerbuch etwas von Rissen in der Kirchenmauer und schadhaftem Gewölbe. In einem Nachtrag zum Lagerbuch des Pfr. J.A. Plenker (1729-1759 Pfr. in Elspe) trägt er folgendes ein. „Das Mauerwerk des Thurmes hat von zwei Seiten nach Mittag (Süden) und Norden einen Riss von oben bis unten durch Gewittereinschlag erhalten, steht aber noch lotrecht. Schon im Jahre 1801 macht Kurfürst Maximilian Franz aufmerksam auf einen Riss im Kirchengewölbe der bei längerer Vernachlässigung einen großen Verfall nach sich ziehen könnte. Interessant in diesem Zusammenhang ist eine damalige Beantwortung folgender Frage : „Wie viel Jahre ist die Bauperiode von einem Neubau zum anderen anzurechnen?“ Antwort: „Die Bauperiode ... beträgt für die berechneten , massiven Bauteile (die Statik ist hiermit gemeint) ordentliche Unterhaltung mit 1% vorrausgesetzt - 500 Jahre. Für die Dachteile und Fenster etwa 75 Jahre und für die Ausstattung 200 Jahre“. Im Jahre 1863 wurde vom Königlichen Kreisbaumeister Maege eine weitere Frage beantwortet, unterzeichnet am 7. Juni 1863 in Olpe. “Wie viel Jahre kann die jetzige Kirche noch stehen, bis ein Neubau erforderlich wird?“ Antwort: „Nicht mit Sicherheit zu beantworten. Man nimmt an das bei jetzigem Zustand der Kirche innerhalb der nächsten 50 Jahre ein Neubau sämtlicher Teile erforderlich wird“.

Ein Schreiben vom 31. Oktober 1853 des Josef Klein an Pfarrer Hengstenbeck liegt als folgende Urkunde vor.

URKUNDE VON 1853[Bearbeiten]

Zurück zum Datum 12.2.1820. Hier ist von einem Kontrakt zu lesen, welcher zwischen dem Kirchenvorstand zu Elspe an einem und dem Maler H. Joh. Heinrich Falke von Schmallenberg am anderen Teile folgender Gestalt abgeschlossen wurde: „Hoher Altar mit nebenstehenden Statuen sind... sämtlich in ganz schöne weiße Farbe, jedoch mit Oelfarbe und mit Glanz herzustellen“. Weitere Ausstattungsgegenstände sind genannt. Die Kanzel mit Schalldeckel, allen Figuren und Bildern soll „ auf nämliche Art wie den Altar in ganz schöne, ganz weiße Oelfarbe mit Glanz zu bringen“, die Muscheln oberhalb der Bilder sowie die Schnörkel zwischen diesen Bildern müssen mit „guter Goldfarbe“ versehen werden. Dann soll auch der „... süßen Namen Jesus und den heil. Geist ächt zu vergolden“ gewesen sein.

Die Statuen an den Pfeilern mit samt Postamenten ebenfalls in Oelfarbe, die Säume und sonstige Verzierungen an diesen Bildern und Postamenten müssen mit schöner Goldfarbe gestrichen werden. Zuletzt noch ist genannt, die Kommunionbank welche ebenfalls mit guter Oelfarbe marmoriert werden muss.

Die Arbeiten wurden Anfang Mai 1820 begonnen und beschlossen am 23. Juli 1820. Erwähnt werden muss zu diesen Arbeiten ein Brief des Malers J. Köchling aus Verne, bei Salzkotten vom 12. – oder 14. August 1858 an den damaligen Pfarrer Hengstebeck.

„... Nach Herrn Architekt Güldenpfennig die Kanten oder Gräten am Gewölbe, die ich für nicht richtig hielt und beseitigt wünschte, bleiben...“ (Mit Kanten oder Gräten sind hier die Schnittlinien zwischen den Gewölbekappen, genannt Gewölbegrat gemeint. In anderen Kirchen sind zum Beispiel die Gewölbegrate nicht nur aufgemalt, sondern als gemauerte Gratrippen sichtbar vorhanden).

Köchling meint weiter, dass diese Gewölbegrate ein wohl im Stil sternförmiges Gewölbe bilden. Ferner müssen nach Güldenpfennig´s Vorstellungen diese Grate durch Malereien noch mehr hervorgehoben werden. Auch wünscht er die Wände nicht rein weiß wie die Gewölbeflächen zu belassen, sondern in einer dunkleren, gelblich hellen Sandsteinfarbe zu streichen. Güldenpfennig empfiehlt, den Wänden wenigstens eine sehr einfache Malerei zu geben, etwa durch Lineamente oder Quaderung des unteren Teils der Wand. Soviel zu diesem Brief.

Eine Aufzeichnung an der Reparatur der hiesigen Kirche besitzt die Datierung „Elspe, 14. März 1868“. Dort ist zu lesen, dass das Dach an der Südseite neu gedeckt werden muss, die Kirche sei innen zu weißen und von außen bedarf die Kirchenmauer eines Rapputzes (gemeint ist wohl ein rau aufgetragener Putz). Erwähnt ist zudem der Wunsch nach einer Pflasterung vor der Haupteingangstür. Die Totalsumme dieser Arbeiten beläuft sich auf 410 Reichstaler, 12 Silbergroschen und 8 Pfennige.

Der Turm wird gleichfalls repariert und die Kosten von der Kirchengemeinde übernommen; genau 130 Reichstaler werden von der Totalsumme abgezogen. Für die exakte Bestimmung der richtigen Farbe für die Chorwände, die Pfeiler sowie die Seitenwände und das Gewölbe wird weiter bemerkt, dass die Kirche in einem reinen romanischen Stil erbaut sei, dreischiffig ist, an jeder Seite drei Fenster und im Chor an jeder Seite eines, sowie hinter dem Hochaltar drei kleine Fenster hat. (1883) ? begann man mit den Umbauarbeiten an der Pfarrkirche zu Elspe. „Weil die Pfarrkirche ein Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, schon seit Jahrzehnten zu klein sei,....“ so bemerkt es Pfarrer Hengstenbeck (1847-1893 Pfr. in Elspe) in seinen Aufzeichnungen. Ebenso heißt es bei ihm, dass der Erweiterungsbau im „Januar 1880 beschlossen wurde. Die Bischöfliche Baubehörde erhielt zwei Bauentwürfe des Baumeisters Friedrich Albrecht aus Siegen. Beide jedoch wurden verworfen und der Bauplan des Diözesanbaumeisters Güldenpfennig empfohlen und verwirklicht. Güldenpfennig wurde dann ebenfalls mit der Bauleitung beauftragt. Unter seiner Leitung wurde das alte Chor abgebrochen. Daraus zur Erweiterung des Langhauses ein zusätzliches Joch mit zwei Seitenjochen geschaffen. Daran schließt sich das neue Vierungsjoch mit den Querhausjochen, sowie das Chor, bestehend aus dem Chorjoch mit zwei Seitenchören. Ein 3/6 Polygon bildet den Abschluss der Kirche nach Osten. Bereits am 4. Oktober 1883 wurde durch Weihbischof Dr. Freusberg die Kirche neu geweiht. Über die Ausstattung und den Anstrich der Kirche sind aus älteren Jahrhunderten keine Aufzeichnungen mehr vorhanden.

Besonderheiten[Bearbeiten]

Eine Seltenheit in der Kirche sind die geschliffenen Pfeiler. Hierzu wurden die Halbsäulen an Nord- und Südseite des betreffenden Pfeilers abgearbeitet. Durch die Abarbeitung entfällt der alte Grundriss der Pfeiler. Somit ist von den originalen Halbsäulen nur noch das Kapitell, dem man einen Basenabschluss gab, heute sichtbar. Auffällig ist ferner die Aufteilung der Kappen eines jeweiligen Seitenschiffes. Im Gegensatz zu den klar konzipierten Mittelschiffgewölben zeigen die Seitenschiffjoche eine deutliche Asymethrie. Die Ungleichheit ist auf der Nordseite stärker, als auf der Südseite vorhanden.

Durch wohl zu übergroße Schubkraft hat die Nordwand sich im oberen Bereich um zirka 0,40m aus dem Lot nach außen hin geneigt. Um einem Zusammenbruch entgegenzuwirken sind an der Außenseite der Nordwand zwei Stützpfeiler gemauert worden, In späteren Jahren sind diese im unteren Bereich verstärkt worden. (1964) Im gesamten Kirchenraum sind starke Verschmutzungen vorhanden. Durch Rauchentwicklung der Kerzen ist diese im Chorraum intensiv.

Risse und Ausbruchstellen sind im ganzen Gebäude zu finden. Im verstärktem Maße treten sie jedoch im Bereich des Turmes und der ersten Joche auf. Die ersten zwei nördlich gelegenen Pfeiler weisen in ihrer untersten Zone Wasserschäden auf. Gleichfalls sind Wasserflecken in der nördlichen Gewölbehälfte des Chorjoches und in dem nördlichen Seitenchorgewölbe zu finden.

Untersuchungsbefund durch J, Schneider
1. Im dritten Joch, östlich vom Turm, im Langhaus rechts oben am Scheidbogen: Ein etwa 10 cm² großes Stück romanischer oder gotischer Kalkputzschlämme auf Bruchstein. Gelblicher Kalkanstrich mit Resten einer Ochsenbluttonmalerei (Lebensbaum, oder Bänder oder Blattwerk).
2.Über weitere Fassungen der Kirche ist folgendes aus der Kirchenchronik zu entnehmen: „Ein geringer Ausmalungsrest des 11. Jahrhunderts eine blau-schwarze Kalkfassung von 1738 es wird von einer undatierten Farbfassung gesprochen.
geweißt 1763
geweißt 1767/68
geweißt im März 1868 Farbfassung im August 1868. Ebenfalls ist über die Anschaffungen, Bilder und Figuren sowie Einrichtungen in der Kirchenchronik zu lesen.
3. nach Umbau 1883: Gewölbe sowie Wände sind in einem hellen, gelbockrigem Sandsteinton gestrichen. Wandvorlagen sowie Säulen und Lisenen in rötlichem Sandsteinton mit roter Quaderung. Kapitelle: Dunkler ocker-umbra Sandsteinton mit grauer, roter und goldener Profilgliederung (Goldschlagmetall).Gewölbe: Rote Bänderausmalung. Bögen: Rote und graue Quadern mit roter Fugung. Zwickelmalerei Ränkel sowie Rosetten um Schlussstein. Im Chor: Medaillon mit Gottvater und Säulen Blattornamenten mit Wandteppich in 2,00m Höhe. Durch Renovierung nur noch Fragmente vorhanden.
4. Das gesamte Objekt wurde mit einem gelblichem Oeltempra und roten Fensterkonsolen überstrichen. Die Farbgliederung der Fassung 3 übernommen und Malerei sowie Wandteppich ausgespart.
5.Die Fassungen 5 wurde 1962/63 von der Firma Ochsenfarth Paderborn ausgeführt.Decken, Wände und Säulen wurden gereinigt, teils neu verputzt und insgesamt gefilzt.Die Gewölbe wurden mit Kalk gestrichen und die Wände mit einem Acrylat weiß gestrichen. Bögen und Säulen in grau bis dunkelgrau ablasiert und hell gequadert. Eine Art Neubarockfassung, da sie Einrichtung wie Kanzel, Beichtstuhl ect. Spätbarock ist

Durchgeführte Maßnahmen[Bearbeiten]

Zu Beginn der Arbeiten wurde der gesamte Kirchenraum mit einem Laugwasser abgewaschen. Die vorhandenen Setzrisse mussten geöffnet werden, um diese zusammen mit den sonstigen Ausbruchstellen neu einzuputzen. Zur Angleichung der vorhandenen Oberflächenstruktur bekamen die Neuputzstellen eine Filzung und darauf an den Gewölbebögen und Pfeilern eine nochmalige Spachtelung. Die im Kirchenraum befindlichen Wasserflecken sind entsprechend behandelt worden. Um eine Neutralisierung des Untergrundes zu erzielen ist der gesamte Kirchenraum mit Zellanim eingelassen. Die Gewölbe und Wandflächen haben eine Grundierung mit Silikatverdünner erhalten. Beides wurde dann mit einer weißen Mineralfarbe (Fabrikat=STO) vorgestrichen. Die Gewölbeflächen erhielten mit dem gleichen Material, jedoch leicht gelblich abgetönt ihren Schlussanstrich. Gewölbebögen sowie Pfeiler sind mit einem wasserlöslichen Tiefgrund grundiert und mit einer Acrylfarbe (Fabrikat=Herberts) in Sandsteinton vorgestrichen. Den Schlussanstrich erhielten sie mit dem gleichen Material, der jedoch ein leicht kühl wirkenden Sandsteinton hat. Die Fenstereisen wurden geschliffen und die Bleiverglasung gereinigt. Mit der leicht gelblich abgetönten Mineralfarbe des Gewölbes bekamen die Wandflächen ihren Schlussanstrich. Die Lackierung der Fenster erfolgte mit einem dunklen Lack.

Die Schlusssteine wurden rot und grün gefasst, wobei die Anordnung der beiden Farbtöne von Joch zu Joch wechselt. Die Gratbänder beschränken sich auf das Langhaus, das Querhaus sowie das Hauptchor. Dafür wurde die Farbe der Gewölbebögen verwendet. Als Abschluss erhielten sie ein Begleitband, welches den roten Farbton des Schlusssteines trägt. Gewölbebogen, Gratbänder sowie Pfeiler wurden mit einem hellen Farbton gequadert. Die Kämpferplattenbank der Kapitelle wurden wieder in dem Rotton und die Kämpferhohle in einem Ockerton gefasst, während die Kapitelle selbst das Rot und Grün der Schlusssteine und zusätzlich den Ockerton der Kämpferhohle bekam. Wie bei den Schlusssteinen wechselt auch hier das Rot und Grün von Pfeiler zu Pfeiler die Anordnung. Ebenfalls in diesen drei Farbtönen wurden die Basen der Pfeiler gefasst.

Als letzte Arbeit ist der Holzfußboden in der Kirche lackiert worden.

Bauaufsicht[Bearbeiten]

Das gesamte Restaurierungskonzept wurde entwickelt und beaufsichtigt von Vertretern des Denkmalamtes Münster –Frau Dr. Klaisen, H. Schmidt – unter Mitwirkung des Architekten H. Ringelhahn – und des örtlichen Pfarrers Nebeling.