Das Mirakel des Heiligen Kreuzes zu Elspe: Der Kalender unserer Vorfahren

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Das Mirakel des Heiligen Kreuzes zu Elspe [[{{{3}}}|{{{4}}}]]


Der Sonnenkalender nimmt den Lauf der Sonne als Basis für die Zeiteinteilung. Der Mond spielte bei unseren Vorfahren zwar eine wichtige Rolle, er lässt sich wegen seiner Unstetigkeit am Himmel nicht so gut für eine Kalenderbestimmung heranziehen.

Vorausgesetzt man besitzt einige astronomische Kenntnisse der Sonne, kann mit Hilfe der vorgenannten Messungen tagesgenau bestimmt werden, an welcher Stelle im Jahresablauf man sich zeitlich befindet. Je genauer die Aufzeichnungen und die Messgeräte sind, umso genauer kann der Tag im Jahr festgelegt werden.

Sogenannte Sonnenfeste wurden an den Extremstellungen zur SSW und WSW sowie zu den Tag- und Nachtgleichen gefeiert. Nach den Achsen der Sonnenstellungen nannte man die Himmelsrichtungen, welche ein Kreuz bilden. Die Umlaufbahn wurde als Kreis dargestellt, so entstand in Verbindung mit dem Himmelskreuz in den Bildern und Symbolen unserer Vorfahren ein Wagenrad. Zwischen den Sonnenfesten wurden sogenannte Mondfeste nach einem Schema des Vollmondes oder des Neumondes platziert. Sie bilden die Speichen des Wagenrades, wobei oft die Mondfeste welche nach dem Vollmond gefeiert wurden, als bewegliche feste galten. Daher wurden oftmals die Speichen der Mondfeste als Hakenlinie dargestellt.


Die Zeitberechnung unserer Vorfahren richtete sich nach dem neolithischen Ackerbaujahr. Aus dieser Überzeugung heraus entstand das Leben aus dem Tod, das Licht aus dem Dunkel, der Tag aus der Nacht. Alles begann mit dem Dunkel- mit der Nacht. Daher wurde in vorchristlicher Zeit das Jahr in zwei Hälften geteilt, die Jahresnacht und der Jahrestag, auch Winter und Sommer genannt.

  • Das neue Jahr begann mit dem Samhain-Fest Anfang November, das den Anfang der dunklen Hälfte des Jahres bezeichnet.
  • Die zweite – lichte Hälfte begann mit dem Beltane-Fest, welches Anfang Mai gefeiert wurde. Zwischen diesen beiden grossen Festen lagen zwei weniger bedeutende, Imbolc Anfang Februar und Lugnasath Anfang August.
  • Die vier Feste lagen an den an den vier Übergangsstellen und banden die dreimonatigen Zeitperioden zusammen wie Kettenglieder.

Imbolc, der Frühlingsanfang stand am Übergang der „Nacht“ zum Morgen;

  • Beltane, leitete zum Sommer, dem „Mittag“, Lugnasath führte den Herbst , den Jahresabend ein und Samhain machte den Winteranfang, an dem sich die Jahresnacht anschloss.
  • Der Winter beginnt astronomisch mit der Wintersonnenwende, der Sommer mit der Sommersonnenwende.
  • Frühlingsbeginn und Herbstbeginn fallen auf die Tag- und Nachtgleichen.