Datensicherung/ Beispiel/ Netzwerk-PC

Aus Wikibooks
Zur Navigation springen Zur Suche springen


Über das Netzwerk auf einen anderen PC sichern[Bearbeiten]

Die farbig hervorgehobenen Bezeichnungen müssen Sie durch Ihre Bezeichnungen ersetzen.

Netzwerknamen beider Computer ermitteln[Bearbeiten]

Die Namen der beteiligten PCs werden benötigt. Wie werden sie ermittelt?

Damit Computer untereinander kommunizieren können, brauchen sie eine eindeutige Bezeichnung. Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Computer im Netzwerk zu finden: über seinen Namen oder über seine IP-Adresse. Die IP-Adresse kann wechseln. Besser ist es, einen Text-Namen (den Host-Namen bzw. NetBIOS-Namen) zu verwenden. Einen Namen hat jeder Computer bereits während der Installation bekommen, selbst wenn er (noch?) nicht zu einem Netzwerk gehört. Wenn Sie auf dem Desktop zuerst das Symbol „Netzwerkumgebung“ und anschließend „Benachbarte Computer“ doppelt anklicken, sollten Sie eine Liste der vorhandenen, eingeschalteten Computer sehen. Vielleicht ist die Liste völlig eindeutig, und Sie erkennen sofort, welcher Name zu welchem PC gehört. Andernfalls müssen Sie jeden PC einzeln aufsuchen, um dessen Namen zu ermitteln.

Das folgende Kommando funktioniert mit jeder Windows-Version:

  • Öffnen Sie die Eingabeaufforderung, tippen Sie den Befehl  ipconfig  /all  ein und drücken Sie Enter. Ein Bericht wird angezeigt. Eine der ersten Zeilen darin beginnt mit „Hostname“, dahinter steht der Name Ihres PCs. Bei dieser Gelegenheit sollten Sie auch die IP-Adresse notieren, die später nützlich sein könnte.

Weitere Möglichkeiten, den Netzwerknamen zu ermitteln, sind im Kapitel Werkzeuge im Abschnitt Netzwerknamen ermitteln ausführlicher beschrieben.

Nehmen wir an, die beiden PCs heißen QUELLPC1 und ZIELPC.

Auf beiden PC identische Benutzer einrichten[Bearbeiten]

Warum ist das nötig?[Bearbeiten]

Um über das Netzwerk auf einen anderen PC zugreifen zu können, muss man dem entfernten PC bekannt sein. Das ist eine Sicherheitseinstellung, damit niemand unerlaubt über das Netzwerk fremde Daten lesen oder löschen kann. Wenn Sie auf Ihrem Quell-PC als Benutzer „Peter“ mit dem Passwort „geheimnis“ angemeldet sind, muss es auch auf dem Ziel-PC einen Benutzer „Peter“ mit dem identischen Passwort „geheimnis“ geben, sonst erhalten Sie keinen Zugriff auf das Backup-Verzeichnis.

Wie richtet man einen neuen Benutzer ein?[Bearbeiten]

Um Benutzerkonten einrichten und verwalten zu können, müssen Sie als Administrator angemeldet sein. Gehen Sie dann in das Benutzermenü. Je nach Windows-Version und -Einstellungen kommt man auf unterschiedlichem Weg dorthin:

  • Start - Systemsteuerung - Benutzerkonten
  • Start - Einstellungen - Systemsteuerung - Benutzer und Kennwörter

Mit allen Windows-Versionen (außer für Vista, wenn die Benutzerkontensteuerung aktiv ist) funktioniert die Eingabe über Kommandozeile:

  • Öffnen Sie die Eingabeaufforderung, tippen Sie den Befehl
     net  user  Peter  geheimnis  /add 
    ein und drücken Sie Enter.

Ich brauche das nicht, ich arbeite immer als Administrator[Bearbeiten]

Wenn Sie auf beiden bzw. allen PC stets als Administrator arbeiten und auf allen PC dasselbe Passwort haben, könnten Sie theoretisch auf das Einrichten von Backup-Benutzern verzichten. Allerdings ist es sehr gefährlich, das Internet mit Administratorrechten zu benutzen, und Sie sollten vorsichtshalber nur mit eingeschränkten Rechten surfen. Deshalb ist es besser, spezielle Backup-Benutzer für die Datensicherung anzulegen.

Auf dem Ziel-PC Verzeichnisse anlegen[Bearbeiten]

Es ist zwar nicht Bedingung, aber es wäre gut, auf dem Ziel-PC eine separate Partition oder eine separate Festplatte zu haben, die nur für für die Sicherung von Daten anderer PC verwendet wird. Wenn Sie auf Laufwerk C: außer dem Betriebssystem auch noch die Sicherheitskopie eines anderen PCs haben, könnten Sie das Betriebssystem des Ziel-PC nicht mit vernünftigem Aufwand sichern. Ein Image von C: würde sowohl das Betriebssystem als auch die gesicherten Daten der oder des anderen PC umfassen und wäre viel zu groß.

Legen Sie ein Verzeichnis an, wohin die Daten gesichert werden sollen. Es trägt zur Übersicht beiu, den Namen des zu sichernden PCs als Verzeichnisnamen zu benutzen. So ist auch beim Stress nach einem Datenverlust leicht zu ermitteln, welche Daten sich wo befinden. Sie könnten das Verzeichnis BACKUP\QUELLPC1 nennen. Sie können diese Partition später für die Sicherung weiterer PCs benutzen, ohne dass es Verwechslungen gibt, welche Daten von welchem PC stammen.

Legen Sie Unterverzeichnisse an, eins für jede zu sichernde Partition. Nach BACKUP\QUELLPC1\LWC werden wir die Daten von Laufwerk C: des Quell-PCs sichern, und nach BACKUP\QUELLPC1\LWD die Daten von Laufwerk D:.

Dateien versenden oder abholen?[Bearbeiten]

Ab jetzt gibt es zwei leicht unterschiedliche Möglichkeiten der Fortsetzung, jede mit Vor- und Nachteilen.

  • Die Sicherung erfolgt auf Initiative des Quell-PC (manuell oder mit Scheduler). Der Ziel-PC bleibt passiv. Der Vorteil ist: Sie können den Zeitpunkt der Sicherung so festlegen, dass die Sicherung in einer Arbeitspause stattfindet, so stört Sie der Leistungsabfall des PC nicht. Sie können auch eine „Sicherung außer der Reihe“ anstoßen, wenn Sie eine Arbeitsetappe abgeschlossen haben. Durch vorheriges Speichern in Bearbeitung befindlicher Dateien wird die Datensicherung vollständig. Durch zeitweiliges Deaktivieren von Diensten oder Programmen können auch diejenigen Dateien gesichert werden, die sonst ständig in Benutzung sind.
  • Der Ziel-PC wird aktiv und holt sich die Daten von einem oder mehreren Quell-PC ab. Das ist besonders dann vorteilhaft, wenn Sie mehrere zu sichernde PCs haben. Sie können mit einer einzigen Batchdatei nacheinander die Daten von mehreren PC einzusammeln. Sie brauchen nur einen Scheduler-Job anzulegen und zu überwachen. Sie können Energie sparen, indem Sie den Backup-PC zeitgesteuert zum Backup-Zeitpunkt starten und nach Abschluss herunterfahren.

Lesen Sie weiter

je nachdem wie Sie sich entschieden haben.