Zum Inhalt springen

Datensicherung/ Partitionen/ Einteilung

Aus Wikibooks

Die Datenpartition noch weiter unterteilen

[Bearbeiten]

Sie haben gelesen, dass die Zweiteilung der Festplatte in System- und Datenpartition mehr Sicherheit, Übersichtlichkeit und Geschwindigkeit bringt. Außerdem werden Reparaturen am Betriebssystem erleichtert, und die Datensicherung wird erleichtert.

Aus dem Blickwinkel der Datensicherung ist jedoch eine weitere Unterteilung der Daten sinnvoll. Der Grund dafür ist, dass es unterschiedliche Datentypen gibt und für jeden Typ eine andere Sicherungsstrategie optimal ist. Manche Daten sollten häufig gesichert werden, bei anderen darf es seltener sein. Betrachten wir die Unterschiede:

  • Die größte Sicherungshäufigkeit sollte auf Textdateien und andere selbst erstellte, oft veränderte, besonders wichtige Daten entfallen. Sinnvoll ist sowohl eine tägliche Sicherung als auch die Möglichkeit, auf Sicherungen von Vortagen zurückgreifen zu können.
  • Sammlungen nicht-selbsterstellter Daten, die wiederbeschaffbar sind oder auf die man notfalls verzichten kann, z. B. MP3. Deren Sicherung ist solange kein Problem, wie die Datenmenge auf eine DVD passt. Wenn der Umfang größer wird, gibt es mehrere Möglichkeiten:
    • Die Sicherung nur selten vornehmen und akzeptieren, dass Sie im Schadensfall einen möglicherweise großen Teil der Daten verlieren
    • Das Archivbit ausnutzen, um nach einer Vollsicherung zukünftig inkrementelle Sicherungen vorzunehmen
    • Dateien trennen nach schwer und leicht wiederbeschaffbaren Dateien und zukünftig nur die schwer beschaffbaren Dateien sichern.
    • Nur noch die kleinen Dateien sichern, die großen weglassen. Im Verlustfall ist es weniger aufwändig, eine große statt zehn kleine Dateien wiederfinden zu müssen.
  • Kauf-DVD und -CD, die aus Komfortgründen auf die Festplatte kopiert worden sind. Man sichert nicht deren Kopie als Teil der gesamten Festplatte, sondern macht eine 1:1 Kopie vom Original.
  • Fotos und andere selbst erstellte nicht-kleine Daten. Wenn Sie die Fotos nicht bearbeiten, brauchen Sie frühere Versionen nicht sichern, denn es gibt sie nicht. Eine Sicherung ist besonders nach wichtigen Ereignissen (Urlaub) sinnvoll. Wenn die Datenmenge nicht mehr auf eine DVD passt, kann man einen Teil archivieren oder man sichert zukünftig nur die Veränderungen. Fotos lassen sich chronologisch sinnvoll ordnen. Wenn man den PC privat und geschäftlich nutzt, kann man getrennte Bereiche für Privates und Geschäftliches vorsehen.

Um die Datenarten zu trennen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • getrennte Partitionen
  • Unterverzeichnisse

Möglicherweise ist es am Besten, eine Grobeinteilung in Partitionen vorzunehmen und eine vielleicht später notwendige feinere Unterteilung mit Unterverzeichnissen vorzunehmen.

Ganz bestimmt ist es sinnvoll, MP3-Dateien, Filme und andere sehr große Dateien in einer Archiv-Partition oder in speziellen Partitionen zu sammeln. Außerdem kommt auch alles andere ins Archiv, was man notfalls wiederbeschaffen oder erneut aus dem Internet herunterladen kann. Dadurch wird die Datenpartition relativ klein und man kann sie mit nur geringem Zeitaufwand regelmäßig auf CD oder DVD brennen. Die Archivpartition wird nur selten gesichert, wenn überhaupt.

Wie viele Partitionen Sie auch einrichten - jede Einteilung ist besser als gar keine Unterteilung der Daten. Ohne Aufteilung muss man bei jeder Datensicherung jedes einzelne Verzeichnis mit unersetzlichen Daten finden und zum Brennauftrag hinzufügen. Die Gefahr ist groß, etwas zu vergessen, und der Aufwand ist typischerweise so hoch, dass die meisten Leute erfahrungsgemäß viel zu selten oder nie ihre Daten sichern. Welche Unterteilung für Ihre Festplatte sinnvoll ist, hängt von sehr vielen Bedingungen und Einschränkungen ab. Lassen Sie sich beraten!


Beispielhafte Einordnung einiger Datentypen:

Typ Eigenschaften typische Menge wie häufig sichern
Office, E-Mail häufig verändert 1 DVD reicht täglich, Versionierung nötig
Fotosammlung unveränderlich, nur Zuwachs wenige DVD gelegentlich den Zuwachs sichern
eigene Videos unveränderlich, nur Zuwachs viele DVD manuell thematisch sichern
MP3-Sammlung unveränderlich, nur Zuwachs viele DVD gelegentlich den Zuwachs sichern
Spielfilm-Sammlung unveränderlich zu viel nicht sichern, weil wiederbeschaffbar

Beim Festlegen der Größe der Partitionen kann es sinnvoll sein, sich an der Kapazität einer DVD zu orientieren. Dann ist eine Sicherung auf DVD jederzeit problemlos möglich.

Überlegen Sie, welche der nachfolgenden Partitionen Sie einrichten wollen:

  • Systempartition C: mit 20 bis 40 GByte. Dort ist Platz für das Betriebssystem und alle Programme.
  • Datenpartition mit 5 bis 20 GB für wichtige, veränderliche Daten.
  • Eventuell Spezialpartitionen, z. B. für Fotos oder MP3-Dateien
  • Archivpartition für wichtige Daten, die nie oder nur sehr selten verändert werden
  • Kopien-Partition für Daten, die wiederbeschaffbar sind
  • Reserve-Partition, etwas größer als die Systempartition. Ein bis zwei Images der Systempartition sollten hineinpassen.

Bringt das Aufsplitten Ihrer Daten auch Nachteile mit sich?

  • Nein, denn die Datensicherung wird übersichtlicher.
  • Ja, denn man muss sich Gedanken über seine Daten machen und die Daten sinnvoll aufteilen.
  • Ja, denn man muss möglicherweise hin und wieder die Größe der Partitionen anpassen, wenn man das Wachstum der Datenmengen falsch eingeschätzt hat.

Falls Sie nun beschlossen haben, Ihre Daten auf mehrere Partitionen aufzuteilen - wie macht man das?

Am einfachsten ist es natürlich, gleich beim Einrichten der Festplatte die Partitionen anzulegen. Andernfalls müssen vorhandene Partitionen verändert werden.

Wie das geht, können Sie im Abschnitt „Werkzeuge“ nachlesen.