Einführung in das Christentum/ Die Lehre von den letzten Dingen (Eschatologie)

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Individuelle Eschatologie[Bearbeiten]

Weltende und Jüngstes Gericht[Bearbeiten]

Wie das Judentum vor ihm kennt auch das Christentum ein lineares Zeitdenken. Schon in der spätantiken jüdischen Tradition gibt es eine vielfältige apokalyptische Literatur, die sich mit dem Ende der Welt beschäftigt und deren Bilder auch Eingang in die christliche Vorstellung gefunden haben. Was mit der Erschaffung der Welt begonnen ist, wird auch ein Ende mit einer neuen Schöpfung finden, nachdem Gott über die Welt gerichtet hat. Diese Vorstellung wurde auch im Islam rezipiert.

Das biblische Buch, was sich mit diesen Dingen befasst, ist die "Offenbarung (Apokalypse) des Johannes". Dieses komplexe Buch wird von vielen als wörtlich zu nehmende Prophezeiung über die letzten Tage der Welt verstanden, ist aber eigentlich nichts anderes als ein Trostbuch für die verfolgten Christen im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Am Ende der Apokalypse steht die Vision einer neuen, ewigen Schöpfung und eines neuen Jerusalems, in dem kein Tempel mehr steht, weil Gott mitten unter den Menschen wohnt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Pablo Richard, Apokalypse. Das Buch von Hoffnung und Widerstand, Luzern 1996
  • Medard Kehl, Eschatologie, Würzburg 1986