Energiesparen

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Dieses Buch steht im Regal Ratgeber.

Zusammenfassung des Projekts[Bearbeiten]

  • Zielgruppe: Alle, die gerne ihre Energiekosten senken möchten
  • Lernziele: Der Leser soll lernen, wie man, möglichst ohne Einbußen bei der Lebensqualität Energie(kosten) sparen kann
  • Buchpatenschaft/Ansprechperson: Zur Zeit niemand. Buch darf übernommen werden.
  • Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht? ja, sehr gerne.
  • Richtlinien für Co-Autoren:
  • Themenbeschreibung: Wie kann man Energie sparen?
  • Aufbau des Buches: Vom Prinzip her wie das Inhaltsverzeichnis.

Einleitung[Bearbeiten]

Ihr Portemonnaie leidet unter chronischem Geldmangel? Ihre Energiekosten sind zu hoch? Sie möchten trotz steigenden Energiepreisen weniger bezahlen? Dann sind Sie hier richtig. Dieses Buch soll Ihnen Tipps geben, wie Sie Strom, Sprit, etc. sparen können.

Wenn Sie aufmerksam lesen, werden Sie merken, dass Energiesparen oftmals mit Zeit- und Geldersparnis einhergeht. Ein toller Nebeneffekt - und die Umwelt freut sich ebenfalls!

Das Auto[Bearbeiten]

Verbrauchsarme Autos, Alternative Antriebstechnologien[Bearbeiten]

Wenn Sie darüber nachdenken, sich ein neues Auto zuzulegen, dann würde es ihrem Geldbeutel und der Umwelt gut tun, ein sparsames Auto, oder ein Auto, das keine teueren Kraftstoffe benötigt, zu kaufen. Es gibt dahingehend verschiedene Technologien:

Der Toyota Prius ist das bekannteste Hybridauto
  • Hybridautos
    • Vorteile:
      • Haben Elektro-inere und Diesel-/Benzinmotor
        • Hohe Reichweite
      • Hoher Wirkungsgrad
        • Vor allem im Stadtverkehr
        • Bremsenergie kann genutzt werden
      • Geringe Geräuschemissionen dank Elektroantrieb
    • Nachteile
      • Hohes Eigengewicht wegen doppeltem Antrieb
      • Erhöhte Anschaffungskosten
      • Erhöhte Wartungskosten
  • Brennstoffzellen-Autos
    • Vorteile
      • Geringe Geräuschemissionen dank Elektroantrieb
    • Nachteile
      • Große Tanks für Wasserstoff notwendig
      • Geringere Energieeffizienz im Vergleich zu Elektroautos mit Akkumulator
      • Noch nicht Serienreif
  • Flüssiggas-/Erdgasautos
    • Vorteile
    • Nachteile
      • Erhöhte Anschaffungskosten
      • Erhöhte Wartungskosten
  • Elektroautos mit Akkumulator
    • Vorteile
      • Hoher Wirkungsgrad
        • Vor allem im Stadtverkehr
        • Bremsenergie kann genutzt werden
      • Benötigen keine Gangschaltung
      • Geringe Geräuschemissionen dank Elektroantrieb
    • Nachteile
      • Durch die geringe Abwärme des Motors sind energiefressende Heizungsanlagen nötig
      • Geringere Reichweite als normales Auto
      • Lange Ladezeit
      • Je nach Akkumulatortyp: Ermüdung der Akkus nach langjähriger Nutzung, z.T. bedingt durch zu schnelles Laden
      • Erhöhte Anschaffungskosten
      • Erhöhte Wartungskosten
      • Erhöhte Unfallgefahr für Fußgänger und Radfahrer durch die geringe Geräuschemission

Spritsparende Fahrweisen[Bearbeiten]

Energiesparende Fahrweise

Motor aus[Bearbeiten]

Wenn Sie an einer (Baustellen-)Ampel oder Schranke stehen und das Auto nicht abschalten, läuft der Motor im Leerlauf, bei einer Drehzahl von ca. 900 Umdrehungen/Minute weiter. Der Motor ist nicht mit den Rädern verbunden, damit das Auto nicht losfährt. Um diese Drehzahl zu halten, verbraucht der Motor aber ständig Treibstoff. Indem man den Motor ausschaltet dreht dieser nicht mehr und verbraucht keinen Kraftstoff. Es ist sicherlich nicht sinnvoll, den Motor an einer normalen Ampel auszuschalten, da man sonst, durch die Zeit, die man zum Motor starten braucht, den Verkehr aufhalten könnte. An Baustellenampeln oder vor Bahnschranken ist es jedoch ratsam, den Motor auszuschalten. Man steht recht lange und kann oft erkennen, dass die Baustellenampel bald grün wird (Wenn kein Gegenverkehr mehr kommt) oder die Schranke gleich aufgeht (Ein Zug ist vorbeigefahren).

Internationale Untersuchungen haben ergeben, dass sich das Abschalten des Motors je nach Typ bereits ab etwa 7-8 Sekunden Standzeit lohnt.

Vorausschauend fahren[Bearbeiten]

Beobachten hilft, umweltfreundlicher zu fahren.

Schon vor der Fahrt lässt sich einiges einsparen:

  • Unnötigen Ballast lassen Sie besser zu Hause, jegliches Gewicht bedeutet zusätzliche Spritkosten und Verschleiß des Autos.
  • Verringern Sie den Luftwiderstand und nehmen Sie direkt bei Nichtgebrauch Ihre Fahrräder, die Ski-Box usw. vom Dach!
  • Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Reifendruck. Gewöhnliche Reifen vertragen gut und gerne 0,2 - 0,4 bar mehr Druck, als vom Hersteller angegeben. Beachten Sie jedoch immer den Beladungszustand des PKWs. Vorsicht: Zu hoher Druck kann gefährlich sein und lässt den Reifen einseitig verschleißen. Zu niedriger Druck erhöht ebenfalls den Verschleiß durch erhöhten Rollwiderstand (Walken des Reifens) und ist aufgrund schlechterer Haftungseigenschaften gefährlich.
  • legen Sie schon VOR dem Motorstart Ihren Gurt an und legen Sie den 1. Gang oder den Rückwärtsgang ein, falls Sie keine Automatik fahren.
  • benutzen Sie die Klimaanlage nur dann, wenn die Temperaturen dies auch verlangen. Beschlagene Scheiben lassen sich durch warme Luftzufuhr in der gleichen Zeit säubern, die die Klimaanlagenfunktion bei Kaltluft braucht. Trotzdem sollten Sie 1x im Monat die Klimaanlage für 10 Minuten einschalten, um den Kühlkreislauf sowie die Kompressortechnik "in Schwung" zu halten.


Im Verkehr selbst sollten Sie vorausschauend fahren, d.h.:

  • Achten Sie auf den Vordermann Ihres Vordermanns: Bremst dieser, können Sie bereits vom Gas gehen und mit einer Bremsung Ihres Vordermanns rechnen. Möglicherweise beschleunigt der erste Wagen auch wieder, wodurch ein Bremsen von Ihrer Seite unterbleiben kann.
  • gehen Sie vom Gas, wenn Ihr Vordermann anfängt zu blinken
  • lassen Sie das Auto mit eingelegtem Gang auf die rote Ampel zurollen
  • schalten Sie die Sitzheizung nur ein, wenn es wirklich notwendig ist. Diese kostet viel Energie!
  • bei Gebrauch der Klimaanlage geht bis zu 1 Liter Sprit auf 100km gesondert durch den Auspuff. Bei gemäßigten Außentemperaturen hilft zudem meistens, Schiebedach oder Fenster zu öffnen.

Nicht immer in den Leerlauf[Bearbeiten]

Stellen Sie sich vor, Sie fahren auf eine rote Ampel zu. Automatisch schalten viele Autofahrer dann in den Leerlauf und rollen auf die Ampel zu und bremsen wenn nötig. Sehr viele Autos haben jedoch eine „Schubabschaltung“, durch die man Sprit sparen kann. Aufgrund der vorhin geschilderten Fahrweise bleibt diese Funktion aber ungenutzt. Denn wenn Sie in den Leerlauf schalten, dreht der Motor konstant mit ca. 1000 Umdrehungen/Minute weiter, damit er sich nicht selbst abwürgt. Durch die fehlende Verbindung vom Motor zur Achse treibt er dabei die Räder jedoch nicht an. Besser ist es, nicht in den Leerlauf zu schalten. Sie machen einfach das gleiche, was Sie beim Anfahren auch tun, nur umgekehrt. Rollen Sie auf die Ampel zu und achten Sie auf die Drehzahl. Sobald sie bei ca. 1000 U/min liegt, schalten Sie einen Gang runter. Erst wenn sie nicht mehr runterschalten können schalten Sie in den Leerlauf. Dank der Schubabschaltung muss der Motor nicht aus eigener Kraft drehen, sondern er wird durch die Umdrehungen der Räder gedreht, da eine Verbindung zwischen Achse und Motor besteht. Da er dazu keine Kraft aufbringen muss, verbraucht er auch keinen Kraftstoff. Erst wenn sie dann in den Leerlauf schalten, verbraucht der Motor wieder Treibstoff. Achten Sie jedoch darauf, dass der Motor immer mit mindestens 900 U/min dreht, da sonst der Motor beschädigt werden kann.

Die Wohnung[Bearbeiten]

Standbymodus[Bearbeiten]

Bereitschaftsbetrieb bedeutet, dass ein Gerät kontinuierlich fernbedienbar bleibt oder bestimmte elektrische Baugruppen mit Strom versorgt werden, ohne dass dazu ein Netzschalter getätigt werden muss.

Der Standbymodus ist heutzutage in sehr vielen Bereichen anzutreffen, es gibt kaum noch elektrische Geräte im Haushalt, die ihn nicht unterstützen. Vorallem im Bereich der Unterhaltungs-Elektronik, Multimedia-Anwendungen und Computer ist es verbreitet. Dies geht sogar so weit, dass die Geräte zum Teil nicht mehr per Knopfdruck oder Schalter abschaltbar sind.

Daher ist der Standbymodus in der Öffentlichkeit oftmals angeprangert und umstritten, beim Energiesparen oftmals direkt unter den ersten Rängen zu sehen. Dieser Abschnitt soll zeigen, dass Standby jedoch sehr wohl sinnvoll sein kann oder sogar notwendig, und dass moderne Geräte durchaus in der Lage sind, kaum Energie zu verschwenden. Die ist mitunter so minimal, dass sich die Abschaltung nicht immer lohnt.

Sinnvolle Fälle[Bearbeiten]

Nachmessen ist nützlich!

Der Standby-Modus ergibt nur dann Sinn, wenn er a) nur wenig Energie benötigt und b) wenn das Gerät Einstellungen gespeichert hält, die bei Stromausfall gelöscht würden.

PC[Bearbeiten]

Wer beim heimischen PC Strom sparen möchte, schafft sich am besten einen Notebook an. Ein solches Gerät, das bei vielen Nutzern ja viele Stunden am Tag läuft, schluckt um die 30 W; ein durchschnittlicher Desktop kommt mit Bildschirm leicht auf 150 W Stromverbrauch oder mehr. Gegenüber diesem Unterschied beim Stromverbrauch sind alle "Energieoptionen" bei einem Desktop Peanuts. Die fehlende Ergononie der Lapps mit all ihren Folgen nimmt man dafür gerne in Kauf.

Aus Sicht des Stromverbrauchs lohnt es sich auch sehr, Nebengeräte nur bei Bedarf einzuschalten; speziell Laserdrucker haben oft einen hohen Standbyverbrauch. Bei regelmäßig genutzten Tintendruckern kann es je nach Ruhestromverbrauch sinnvoll sein, sie ständig eingeschaltet zu lassen. Bei jedem Einschalten reinigt ein Tintendrucker seine Düsen und verbraucht dabei Tinte. Wenn Sie den Drucker jeden Tag einmal ein- und ausschalten, leeren Sie auf diese Weise ein bis zwei Sätze Tintenpatronen. Rechnen Sie aus, was billiger ist: Ein Satz Tintenpatronen pro Jahr oder die Energiekosten für ein Jahr Standby. Mehr dazu finden Sie hier.

Eine besondere Energiesünde ist der Dauerbetrieb eines abgelegten alten PCs als Server für Multimediadateien, die man letztlich doch nur selten nutzt. Ein solches Gerät kann dauernd 100 W Strom schlucken, was übers Jahr Energiekosten von etwa 200 Euro verursacht.


Beim heimischen PC sind 2 Arten von Standby zu unterscheiden:

Rechner ausgeschaltet, jedoch am Netz
Wird der PC heruntergefahren, braucht er im Standby-Betrieb immer noch Energie. Die Hardware-Hersteller arbeiten daran, diesen Energiebedarf zu verringern. Den PC nach dem Herunterfahren vom Stromnetz zu trennen spart nicht nur Energie, sondern schützt ihn auch vor Schäden, die durch Überspannungen im Energienetz entstehen können (z. B. Blitzeinschlag in Hochspannungsleitungen).
Standby-Modus des Betriebssystems
Den Standby-Modus z.B. unter Windows XP oder Vista zu aktivieren empfiehlt sich bei Nicht-Nutzung des PCs bis etwa 2h. Diese Art von Standby benötigt einige Watt Leistung und ist daher über lange Zeit nicht wirtschaftlich. Der energetische Vorteil liegt darin, dass der PC zum Hochfahren nicht komplett booten muss, wie üblich, sondern schon in wenigen Sekunden betriebsbereit ist. Dies spart Zeit und Energie!

Stromverschwendung[Bearbeiten]

Anders sieht es aus, wenn es sich um multimediale Geräte handelt, bei denen keine flüchtigen Speicher verbaut sind und die lediglich die Bequemlichkeit und den Bedienkomfort erhöhen. Hier sind auf lange Zeit große Energiesparpotentiale vorhanden, da entweder die Hersteller von TV-Geräten, Musikanlagen, DVD-Playern usw. ihre Geräte nicht mit energiesparenden Standbymodi ausstatten oder aber der Anwender selbst die Geräte aus Bequemlichkeit nicht durch Knopfdruck oder Schalter ausschaltet. Namhafte Hersteller bemühen sich mittlerweile zwar um umweltschonende Technik mit Standby-Werten von < 1W, jedoch gibt es immer wieder Ausreißer. Ganz besonders ältere und günstige Geräte (No-Name-Ware) können im Standby 10 W und mehr brauchen.

Aufklärung ermöglicht nur, den Standby-Bedarf per Messgerät selbst zu überprüfen - man ist erstaunt, wie umweltschonend der angeblich so moderne Fernseher oder PC wirklich ist… Danach wird entschieden, welche Geräte an Steckdosen mit Kippschaltern eingesteckt werden sollten. Diese sollten schnell per Fuß oder Hand erreichbar sein, so dass Stromsparen nicht lästig wird.

Licht[Bearbeiten]

Kompaktleuchtstofflampe mit E27-Sockel

Heutzutage noch am meisten verwendet, soll die Glühlampe (auch Glühbirne genannt) in der EU stufenweise abgeschafft werden.

Die Ursache hierfür liegt in der geringen Lichtausbeute einer Glühlampe. Mehr als 90% der Energie, die eine Glühbirne verbraucht, wird in Wärme und nicht in Licht umgewandelt. Energiesparlampen hingegen wandeln ca. 80% der Energie in Licht um. Eine 5 Watt Energiesparlampe z.B. ist genauso hell wie eine 20 Watt Glühlampe. Noch besser sind LEDs, hier liegt die Lichtausbeute bei ca. 90%. Bedenken muss man jedoch das von vielen Menschen als unangenehm empfundene Licht von Energiesparlampen, da sie nicht das gesamte Farbspektrum des Lichtes wiedergeben. Farbtöne wie Rot und Gelb sind nur sehr wenig in diesem Licht enthalten. Daher wirkt das Licht einer Energiesparlampe oft bläulich. Abhilfe schaffen Energiesparlampen mit dem Hinweis "Warmweiß" o.ä. Derartige Lampen sind jedoch oft weniger energieeffizient als normale Energiesparlampen. Aufgrund der anderen Zusammensetzung des Lichts einer Energiesparlampe wird dieses von manchen Menschen als unangenehm empfunden. Das Problem des Farbspektrums haben LEDs nicht, da es sie in unterschiedlichen Farben gibt und durch schlichtes mischen von verschiedenfarbigen LEDs ein angenehmes Licht erzeugt werden kann. Die LED-Technik steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Heutzutage gibt es LED-Lampen fast nicht zu kaufen, lediglich einige Taschenlampen verwenden LEDs. Eine weitere Lampenart sind Halogenstrahler. Diese haben einen etwas besseren Wirkungsgrad als herkömmliche Glühlampen.

Ein Trugschluß ist es, mit einem Dimmer Strom sparen zu wollen. Zwar braucht eine gedimmte Glühlampe weniger Strom als eine ungedimmte, aber sie gibt auch weniger Licht ab - und zwar überproportional weniger. Einen Dimmer hat man für die Raumatmosphäre, zum Energiesparen taugt er nicht.

Wo lang das Licht brennt, sparen Energiesparlampen viel Energie und somit Geld. Sie kosten zwar ein Vielfaches in der Anschaffung, rentieren sich jedoch umso schneller, je länger das Licht brennt. Moderne Sparlampen haben nicht mehr die alte Eigenart von flackerndem, schwachen Licht mit sterilem Ton. Die Technik ist hier weit vorangeschritten!

Negativ auf die Lebensdauer einer jeden Lampe - vorallem Leuchtstoffröhren, und das sind Energiesparlampen ebenfalls! - wirkt sich kurzzeitiges Ein- und Ausschalten aus. Da sind Halogen-Strahler unempfindlicher. Schätzen Sie also vor dem Kauf ab, ob es Sinn macht, eine Sparlampe oder Leuchtstoff-Röhre einzusetzen.

Solarenergie in Beleuchtung: Für Außen- und Gartenbeleuchtung eignen sich besonders solarbetriebene Lampen, da diese keine zusätzliche Energie benötigen. Hier werden Energiesparlampen bevorzugt, da sich der Blauton nicht so sehr auf Grün abzeichnet. Es gibt ausserdem einige Indoorlampen, die direkt an Solarzellen angebunden sind.

Lüften mit System[Bearbeiten]

Gekippte Fenster sind zu vermeiden, da sie sehr ineffektiv lüften, jedoch viel Wärme verloren geht und die Schimmelbildung gefördert werden kann. Besser ist es für einige Minuten (je nach Wohnungs/Zimmergröße) stoßzulüften. Dies bedeutet möglichst viele Fenster gleichzeitig komplett zu öffnen, mindestens jedoch 2 gegenüberliegende Fenster um einen möglichst schnellen Luftaustausch zu gewährleisten, ohne die Wohnung komplett auszukühlen.

Tip: Wenn viel Feuchtigkeit aus einem Raum herausgelüftet werden muss, so kann es vorteilhaft sein, dies durch kontinuierlichen Luftaustausch zu erreichen. Dazu wird das gekippte Fenster so blockiert, dass eine geringere als die übliche Kippöffnung entsteht. Durch den Luftspalt wird ein dauerhafter Luftaustausch und damit ein Feuchtigkeitsabfluss erreicht. Jedoch sinkt die Raumtemperatur nicht so stark ab und die warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen. Priorität liegt hierbei jedoch in der schnellen Trocknung des Raumes und nicht auf einer dauerhaften Lösung für das regelmässige, energiesparende Auslüften normaler Raumfeuchtigkeit. Dabei sollte man die hydrothermischen Besonderheiten von Kellerräumen nicht außer acht lassen.

Küche und Bad[Bearbeiten]

Viele Leute drehen für kurze Zeit das Warmwasser auf, um sich nur kurz die Hände zu waschen oder eine Kleinigkeit abzuspülen. Dazu wird zumeist zu viel Warmwasser bereit gestellt, welches danach unnötig in den Leitungen und der Heizung selbst stehen bleibt und Wärme verpufft.

Durchlauferhitzer werden besonders in älteren Bädern und Küchen ohne Zentral-Warmwasserbereitung eingesetzt. Sie erhitzen das Wasser mit einer Leistung von rund 20kW und sie so gebaut, dass mehrere Liter erhitzt werden, bevor aus dem Wasserhahn überhaupt warmes Wasser fließen kann. Bei einer großen, zentralen Kellerheizung, z.B. mit Öl oder Gas, ist der Wirkungsgrad nicht besser, da ihr Wasservolumen noch größer ist und sie enorme Mengen Energie benötigt diese großen Wassermengen zu erhitzen.


Es ist also bedeutend energiesparender und umweltschonender, Warmwasser nur dann einzusetzen, wenn es in größeren Mengen benötigt wird. Dreckiges Geschirr kann sich sammeln, bis es notwendig ist zu spülen.

Tipps:

  1. Nach dem Kochen und Braten werden die Pfannen und Töpfe oft dreckig stehen gelassen, der Bratensaft, Kochreste, harte Fette usw. trocknen sehr hartnäckig an und werden beim Spülen lästig. Dem kann umweltschonend abgeholfen werden, wenn direkt nach dem Zubereiten der Speise kaltes Wasser eingefüllt und der Topf / Pfanne beiseits gestellt wird. Es ist noch genügend Energie im Boden eines jeden Gefäßes gespeichert, die dafür sorgt, das kalte Wasser zu erwärmen und den Bodensatz einzuweichen oder sogar schon zu lösen. Dies spart also Energie und Zeit! Aber Vorsicht! Ist die Pfanne noch sehr heiß, kann die schnelle Verdampfung des zugegebenen Wassers dazu führen, das Fetttröpfchen in die Luft geschleudert werden. Diese entzünden sich von selbst und führen so zu einer Stichflamme. Lassen Sie daher immer ihre Pfanne kurze Zeit etwas abkühlen, bevor sie Wasser hineingeben.
  2. Beim Duschen kann sehr viel Energie gespart werden, wenn während des Einshamponierens und Einseifens das Wasser abgedreht wird und man zudem schon vor Beenden der Dusche die Temperatur des Warmwasser zurückdreht.
  3. Mikrowellenherde haben energetische Wirkungsgrade von lediglich 60%. Es wird daher empfohlen, Wasser ab etwa 0,3l im Wasserkocher zu erhitzen, die wesentlich höhere Wirkungsgrade erlangen.
  4. Auf dem Herd Wasser zum Kochen zu bringen dauert lange und ist nicht umweltschonend: Ein Wasserkocher kann dies schneller und hat einen sehr hohen Wirkungsgrad. Daher kochendes Wasser direkt in den Topf gießen!
  5. Es lässt sich viel Energie sparen, wenn man am Herd schon vor Ende der Zubereitung die Platten oder den Ofen abschaltet. Platten und Ofen speichern noch mehrere Minuten lang ihre hohen Temperaturen.
  6. Stellen Sie niemals einen kleinen Topf auf eine große Herdplatte und achten Sie darauf, dass Töpfe und Pfannen generell komplett auf der Platte stehen. Ein Herd ist schließlich keine Heizung!
  7. Der gute alte Schnellkochtopf kommt mit wesentlich weniger Energie aus als ein gewöhnlicher Kochtopf. Warum? Weil zum einen kein heißer Wasserdampf entweicht und zum anderen der Siedepunkt des Wassers durch den hohen Innendruck auf 120°C steigt. Die Speise wird noch heißer und ist viel schneller gegart. Wenn also ein Suppenhuhn ausgekocht wird und es lange dauert, ist der Schnellkochtopf die erste Wahl. Wieder gilt: Energie und Zeit gespart!
  8. Spülen Sie, falls möglich, ihr Geschirr mit einer Geschirrspülmaschine. Verschiedenste Tests haben ergeben, dass eine moderne Spülmaschine deutlich weniger Wasser, Heizenergie und Spülmittel verbraucht, als wir Menschen beim Spülen per Hand verbrauchen. Selbst mit Einbeziehung der Herstell- und Transportenergie, sind Sie bei einer Lebensdauer von 10 Jahren auf der ökologisch und ökonomisch besseren Seite.
  9. Das Vorheizen von Backöfen war früher Usus, ist jedoch nach neuesten Erkenntnissen nicht mehr erforderlich, da die Aufheizzeiten neuer Backöfen äußerst gering sind. Kalkulieren Sie lieber 2 Minuten mehr Verweildauer im Ofen ein.
  10. Stellen Sie auf Induktionskochfeld um. Sie kochen wie auf einem Gasherd aber ohne die Gasgefahren. Der Energieverbrauch sinkt deutlich, da magnetische Wellen im Gegensatz zu Infrarotstrahlung erzeugt wird. Selbst ein Wechsel von einem Infrarotherd zu einem klassischen Herd mit Heizplatten senkt den Stromverbrauch erheblich.
  11. Stellen Sie keine warmen Speisen in den Kühlschrank oder das Eisfach. Lassen Sie diese vorher bis auf Zimmertemperatur auskühlen.
  12. Tauen Sie regelmäßig ihr Eissfach des Kühlschrank ab und reinigen Sie im gleichen Atemzug Ihren Kühlschrank!

Elektrogeräte, EU-Energielabel[Bearbeiten]

EU-Energieverbrauchskennzeichnung von Waschmaschinen

Seit 1998 müssen Haushaltsgroßgeräte (z.B. Waschmaschinen, Wäschetrockner), aber auch Lampen mit einer Energieverbrauchskennzeichnung versehen werden. Dieses soll die Energieeffizienz des Gerätes angeben. Die Skala reicht von G(sehr hoher Verbrauch) bis A++(Sehr Sparsam). Die Klassen A+ und A++ wurden eingefügt, als klar wurde, das die Skala nicht reicht und somit fast alle Geräte über kurz oder lang die Klasse A erfüllen würden. Die Skala erfasst nur den Stromverbrauch der Geräte, wenngleich der Wasserverbrauch, sofern sinnvoll, an geeigneter Stelle angegeben werden kann. Dies hat auf die Energieeffizienzklasse aber keine Auswirkungen.

Heutzutage sind so gut wie keine Geräte mehr auf dem Markt, die die Klasse C unterschreiten. Nur Glühlampen sind, aufgrund ihres technisch bedingten schlechten Wirkungsgrades, in der Regel mit schlechten Energielabeln ausgezeichnet. Hier lohnen sich Energiesparlampen oder LEDs, die zumeist eine sehr gute Energieeffizienz vorweisen können.

Heizungsanlage[Bearbeiten]

Siehe dazu das Wikibook Optimierung von Kleinheizungsanlagen.