Erste Hilfe/ Notrufmöglichkeiten

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In der heutigen Zeit gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, einen Notruf abzusetzen. Die gängigsten Möglichkeiten werden hier erläutert.

Telefon[Bearbeiten]

Fast jeder Haushalt verfügt heute über einen Telefonanschluss, von wo aus einfach die nächste Notrufzentrale angerufen werden kann. Die für den jeweiligen Bereich wichtigen Notrufnummern sollten, auch für Ortsfremde, gut lesbar in der Nähe des Telefons notiert sein. Bei ISDN-Anlagen ist dabei zu beachten, dass nur mit Strom telefoniert werden kann. Das Absetzen eines Notrufs über ein ISDN-Telefon ist also bei Stromausfall oder nach Ziehen der Hauptsicherung (z. B. bei einem Stromunfall) nicht mehr möglich.

Handy[Bearbeiten]

Mit Mobiltelefonen kann nur noch mit eingelegter Netzkarte (ältere Modelle ausgenommen), aber mit eingeschalteter Tastensperre die Euronotrufnummer 112 angerufen werden. Manche Modelle verfügen zudem über eine SOS-Taste. Je nach Standort werden sie mit der nächstgelegenen Notrufzentrale verbunden. Da es auch möglich ist, mit der Leitstelle des Nachbarortes verbunden zu werden, ist es wichtig den Gemeindenamen des Notfallortes anzugeben.

Bei anderen Notrufnummern, etwa der mancherorts noch geschalteten 19222, ist das Wählen der Vorwahl notwendig. Wichtig sind folgende Fragen: Was ist passiert? Wo ist es passiert? Wann ist es passiert? Wie viele Verletzte? Welche Verletzungen? Wer teilt mit? Warten auf Rückfragen!

öffentlicher Fernsprecher[Bearbeiten]

Auch bei öffentlichen Münz- und Kartentelefonen ist das Absetzen eines Notrufs immer und ohne Geld oder Telefonkarte möglich.

Funk[Bearbeiten]

Busse, Straßenbahnen, Taxis, aber auch Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei, Katastrophenschutz, THW und Rettungsdienst sind mit Funkgeräten ausgestattet. Diese können einen Notruf an ihre Zentrale senden, die diesen an die zuständige Leitstelle weitergibt beziehungsweise sind direkt per Funk mit einer Rettungsleitstelle verbunden.

Notrufsäulen[Bearbeiten]

An Bundesautobahnen und Schnellstraßen ermöglichen auch in entlegenen Gebieten dort aufgestellte Notrufsäulen die Möglichkeit eines Notrufs. Durch das Öffnen einer Klappe wird eine Verbindung zu einer Rettungsleitstelle, der zuständigen Straßenmeisterei oder einer anderen Stelle hergestellt, die Notrufe entgegennimmt. Dies kann je nach Bauart des Gerätes bis zu 20 Sekunden in Anspruch nehmen. Unter der Klappe sind in der Regel Angaben zum Standort des Gerätes gemacht. Der Weg zur nächsten Notrufsäule wird über kleine schwarze Dreiecke an Leitpfosten angezeigt. Neben den Notrufsäulen gibt es mancherorts noch vereinzelte Polizei/Feuerwehr-Rufsäulen. Diese bieten eine Direktverbindung zu Polizei oder Feuerwehr.

Notruftelefone[Bearbeiten]

Insbesondere in ländlichen Regionen sind Notruftelefone am Straßenrand, auf Parkplätzen oder an öffentlichen Gebäuden angebracht. Diese werden in der Regel über Hinweisschilder angekündigt.