Erste Hilfe/ elektrischer Schlag

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Maßnahmen[Bearbeiten]

Bei Hilfeleistungen ist unbedingt auf Eigenschutz zu achten, hierbei ist unter anderem wichtig:

  • Zur Rettung des Verletzten zuerst Spannungsfreiheit der Anlage sicherstellen. Anlagen und Geräte müssen sicher abgeschaltet oder von der Stromversorgung getrennt werden. Das bloße Abschalten des Gerätes oder der Leitung stellt die Spannungsfreiheit nicht grundsätzlich sicher.
  • Freiliegende, stromführende Kabel mit Hilfe nicht leitender Gegenstände (Elektrorettungshaken, Besenstiel aus Holz) vom Verletzten wegziehen.
  • Bei Hochspannung großen Sicherheitsabstand einhalten (20 m).
  • Außenstehende müssen gewarnt werden, dass keine stromführenden Teile berührt werden (Absperrungen einrichten).

Die Brandverletzungen kühlen, mit einer keimarmen, nicht flusenden Wundauflage abdecken und den Rettungsdienst rufen, da eine Herzrhythmusstörung innerhalb von 24 Stunden nicht auszuschließen ist.

Die Lähmung der Extremitäten führt dazu, dass sich der Verletzte nicht selbst aus dem Gefahrenbereich bringen kann. Sie lässt üblicherweise nach, sobald kein Strom mehr durch den Körper fließt. Die Lähmung des Herzmuskels kann zum Herzstillstand führen und muss mit Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt werden. Die Gasbildung im Blut kann zu einer Embolie führen. Daher sollte der Rettungsdienst unverzüglich verständigt werden.

Der Betroffene sollte auf jeden Fall (auch wenn er sich gut fühlt) in ein Krankenhaus zur Beobachtung, da durch den elektrischen Schlag Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden können, die bis zu 24 Stunden nach dem elektrischen Schlag zum Herzstillstand führen können.

Der Geschädigte sollte nicht unbeaufsichtigt bleiben, weil wie bei allen Verletzungen die Gefahr des Schocks besteht.