Erste Hilfe/ psychiatrischer Notfall

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Es ist nicht die Aufgabe des Ersthelfers, psychiatrische Störungsbilder bestimmten Krankheiten zuzuordnen.

Maßnahmen und Hilfsleistungen – was tun?[Bearbeiten]

  • Eigenschutz beachten, das heißt sich zum Beispiel gegen körperliche Übergriffe zu schützen.
  • Notruf absetzen, das heißt Feuerwehr, Rettungsdienst oder gegebenenfalls Polizei anrufen.
  • Den Betroffenen abschirmen, das heißt eine ruhige Umgebung schaffen, Unbeteiligte fortschicken, jedoch Vertrauenspersonen des Kranken dabehalten.
  • Bei verwirrten Patienten „Stolpersteine“ wie zum Beispiel herumstehende Stühle oder Kisten aus dem Weg räumen, Unebenheiten des Fußbodens beseitigen.
  • Helfen kann es unter Umständen, wenn Sie mit den Grundregeln der Krisenkommunikation vertraut sind.
  • Gesprächskontakt aufbauen, freundlich und ruhig sprechen, Verständnis zeigen; versuchen, nicht-direktiv nach seelischen Problemen zu fragen; die Äußerungen des Betroffenen nicht werten; auf eveventuelle Beschimpfungen oder Beleidigungen gelassen reagieren; jede Äußerung unterlassen, die den Betroffenen zusätzlich reizen könnte. Eventuell Lösungsvorschläge für die Situation anbieten.
  • Besonders bei Verwirrten körperlichen Kontakt herstellen, beispielsweise über Berührungen, die Hand reichen etc.
  • An körperliche Ursachen, wie etwa Atemnot, Herzinfarkt, Schlaganfall, Vergiftung, Epilepsie, Gehirnverletzungen, Demenz oder Drogen- beziehungsweise Alkoholeinfluss denken!
  • Die Probleme des Betroffenen ernst nehmen und ihm keine Vorwürfe machen!
  • Bei der Hyperventilation den Betroffenen beruhigen. Außerdem sollte der Betroffene mehrere Male in eine Tüte oder Ähnliches hineinatmen.

Hilfsmöglichkeiten können folgende Dienste aufzählen: Telefonseelsorge Deutschland, telefonische Krisendienste (z. B. in Berlin), Nightline.