Zum Inhalt springen

GNU-Pascal in Beispielen: Konstanten

Aus Wikibooks

zurück zu GNU-Pascal in Beispielen

Konstanten

[Bearbeiten]

Bezeichner, denen eindeutige Werte zugewiesen wurden, die sich zur Laufzeit des Programms nicht ändern nennt man Konstanten. Die eigentliche Bedeutung von Konstanten liegt zumeist in der übersichtlichen Gestaltung von Quelltexten. Auch werden Programme durch die Verwendung von Konstanten wartungsfreundlicher. Dazu stellen wir uns vor, wir schrieben ein Programm, welches unseren Rentenversicherungsbeitrag [1] berechnete. Ändert sich eines Tages der Beitragssatz, so brauchen wir nur an genau einer Stelle das Programm zu ändern.

Bei der Wahl der Namen von Konstanten halten wir uns an die in Abschnitt GNU-Pascal in Beispielen: Variablen und Typen#Variablennamen erläuterten Regeln. Im Gegensatz zu Schreibweisen anderer Programmiersprachen sollten Konstanten nicht großgeschrieben werden.

Konstanten im Eigenbau

[Bearbeiten]

Konstanten können wir leicht selbst erzeugen:

Programm: Konstanten1

[Bearbeiten]
program Konstanten1;

const
  antwort = 42;

begin
  WriteLn ('Die Antwort auf die Frage lautet: ', antwort);
end.

Erklärung

[Bearbeiten]

Im const-Bereich des Programms werden Konstanten vereinbart. Ihnen wird direkt ein Wert zugewiesen, der während der Laufzeit des Programms nicht verändert werden kann. Konstanten können auch berechnet werden, wie das folgende Beispiel zeigt:

Programm: Konstanten2

[Bearbeiten]
program Konstanten2;

const
  SeitenLaenge = 10;
  Volumen = Seitenlaenge ** 3;
  Koerper = 'Würfel Eis';

begin
  WriteLn ('Ein ', Koerper, ' mit der Seitenlänge ', Seitenlaenge,
    'dm hat ein Volumen von ', Volumen : 0 : 2, 'L.');
end.

Erklärung

[Bearbeiten]

Konstanten sind nicht beschränkt auf ganze Zahlen, sondern können von nahezu jedem Basistyp sein. In unserem Beispiel haben wir eine ganzzahlige Konstante SeitenLaenge, eine Fließkommakonstante Volumen und eine Stringkonstante Koerper. Der Operator ** berechnet , was genau dem Volumen des Körpers entspricht. An dieser Stelle lässt sich zeigen, dass Konstanten Rechenzeit sparen können: Konstanten brauchen höchstens einmal berechnet werden und können beliebig oft wiederverwertet werden.

Vordefinierte Konstanten

[Bearbeiten]

Vordefinierte Konstanten sind häufig nur in bestimmten Kontexten [2] sinnvoll. Hier wird eine kleine Auswahl vordefinierter Konstanten vorgestellt, die recht interessant sein könnten:

Programm: Konstanten3

[Bearbeiten]
program Konstanten3;

begin
  WriteLn ('MinReal: ', MinReal);
  WriteLn ('MaxReal: ', MaxReal);
  WriteLn ('Nummer des letzten Zeichens: ', Ord (MaxChar));
  WriteLn ('MaxInt: ', MaxInt);
  WriteLn ('Pi: ', Pi);
end.

Erklärung

[Bearbeiten]

MinReal und MaxReal sind die kleinste und größte Zahl, die eine Variable vom Typ Real annehmen kann. MaxChar ist das letzte Zeichen, welches vom Typ Char ist. MaxInt ist die größte Zahl, die eine Variable vom Typ Integer annehmen kann. Pi ist diejenige Zahl, die das Verhältnis von Umfang zu Durchmesser eines Kreises angibt.

Anmerkungen

[Bearbeiten]
  1. Der Rentenversicherungsbeitrag ist ein bestimmter Prozentsatz des Bruttolohns.
  2. Ein Beispiel dafür findet sich in Kapitel Kommandozeilenparameter