Groovy: Anhang - Tools

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aaa bbb Dieser Anhang enthält eine Übersicht der zu Groovy gehörenden Tool-Programmen mit ihren jeweiligen Optionen.

groovy - Der Groovy-Starter[Bearbeiten]

Der Kommandozeilenbefehl groovy dient dazu, als Quelldatei vorliegende Groovy-Programme direkt auszuführen. Standardmäßig wird er folgendermaßen aufgerufen:

> groovy optionen programmname programmargumente

In programmname kann die Dateiendung weggelassen werden, wenn die auszuführende Datei eine der Endungen .groovy, .gvy, .gy .gsh oder gar keine Endung hat. Die Datei muss entweder ein Groovy-Skript (ohne explizite Klassendefinition) oder eine für Groovy ausführbare Klasse beinhalten (also eine Java-Main-Klasse oder eine Klasse die java.lang.Runnable, groovy.util.GroovyTestCase oder groovy.util.GroovyTestSuite implementiert. Alle nach dem Programmnamen angegebenen Argumente werden dem Programm übergeben. Folgende Tabelle zeigt die Optionen, die zusätzlich vor dem Programmnamen angegeben werden können.

Optionen des Groovy-Starters
Option Bedeutung
-a muster

--autosplit muster

Trennt die Eingabezeilen mit als muster angegebenen regulären Ausdruck in Teilstücke auf und übergibt diese dem Programm einzeln. Wenn kein Muster angegeben ist, wird an Leerzeichen getrennt. Gilt nur in Verbindung mit den Optionen -l, -n oder -p.
-c charset

--encoding charset

Gibt das Encoding der Eingabedateien an. Als Argument muss die standardmäßige Bezeichnung eines für Java bekannten Zeichensatzes angegeben werden.
-d

--debug

Gibt im Falle einer Exception einen vollständigen Stacktrace aus.
-e script Bei Angabe dieser Option wird das als Klartext angegebene Skript direkt ausgeführt.
-h

--help

Gibt eine Ãœbersicht der unterstützten Optionen aus. Alle weiteren Optionen und Argumente bleiben unbeachtet.
-i extension Schreibt die Standardausgabe direkt in die als Argument angegebene Datei zurück. Das Original der Eingabedatei wird in einer Datei mit der Erweiterung extension gesichert. Gilt nur in Verbindung mit den Optionen -n und -p.
-l portnummer Groovy horcht an dem Port mit der angegebenen Nummer und ruft das Skript bei jeder eingehenden Zeile auf. Die Zeile wird dem Skript als Binding-Variable line übergeben. Wenn keine Portnummer angegeben ist, wird der Port 1960 verwendet.
-n Interpretiert die Argumente Befehlsargumente als Namen von Eingabedateien und übergibt diese Zeilenweise dem Skript. Wenn keine Argumente angegeben sind, wird die Standardeingabe zeilenweise übergeben. Diese Option wird typischerweise in Verbindung mit der Option -e verwendet.
-p Wie Option -n, jedoch wird zusätzlich der Ergebniswert des Skripts nach jedem Aufruf in die Standardausgabe geschrieben.
-v

--version

Gibt die Versionsnummern von Groovy und Java aus. Alle weiteren Optionen und Argumente bleiben unbeachtet.

groovyc - Der Groovy-Compiler[Bearbeiten]

Der Befehl groovyc dient dazu, Groovy-Quellprogramme in Java-Klassendateien zu übersetzen, die wie normale Java-Programme ausgeführt werden können. Der Aufruf lautet:

> groovyc optionen quelldateien

Als Quelldateien sind ein oder mehrere Dateinamen von Groovy-Quellprogrammen anzugeben. Zusätzlich können die in folgender Tabelle aufgeführten Optionen angegeben werden.

Optionen des Groovy-Compilers
Option Bedeutung
-cp pfad

--classpath pfad

Gibt den Klassenpfad in der üblichen Form an, damit der Compiler referenzierte Klassen finden kann.
-d verzeichnis Gibt das Verzeichnis an, in das die übersetzten Klassendateien geschrieben werden sollen.
--encoding zeichensatz Gibt den für die Quelldateien zu verwendenden Zeichensatz an.
-e

--exception

Weist den Compiler an, im Falle eines Fehlers einen vollständigen Stacktrace auszugeben.
-h

--help

Gibt eine Übersicht der unterstützten Optionen aus. Alle weiteren Optionen und Argumente bleiben unbeachtet.
-j

--jointCompilation

Leitet alle Dateien mit der Endung .java an den Java-Compiler weiter. Dies ermöglicht das gemeinsame Kompilieren von Java- und Groovy-Quelldateien aus bei gegenseitigen Abhängigkeiten.
-Joption=wert Definiert eine Option mit Wert, die an den Java-Compiler weitergegeben werden soll. Gilt nur, wenn die Option -j gesetzt ist.
-Loption Definiert eine Option ohne Wert, die an den Java-Compiler weitergegeben werden soll. Gilt nur, wenn die Option -j gesetzt ist.
-v

--version

Gibt zu Beginn die Versionsnummern von Groovy und Java aus.

groovysh - die Groovy-Shell[Bearbeiten]

Der Befehl groovysh ermöglicht die interaktive Eingabe von Groovy-Skripten in der Konsole. Dabei gilt das Prinzip, dass die Eingaben nach der Eingabeaufforderung groovy> so lange gesammelt werden, bis der Benutzer den Befehl go eingibt. Dies ermöglicht die Eingabe mehrzeiliger Skripte. Die Groovy-Shell wird ohne Optionen und Argumente gestartet:

> groovysh
Let's get Groovy!
================
Version: 1.1 JVM: 1.6.0_01-b06
Type 'exit' to terminate the shell
Type 'help' for command help
Type 'go' to execute the statements
groovy>

Neben go können nach der Eingabeaufforderung noch einige weitere Befehle eingegeben werden, die in folgender Tabelle aufgelistet sind.

Von der Groovy-Shell unterstützte Befehle
Befehl Bedeutung
binding Zeigt die Namen und die Werte der aktuell im Binding gespeicherten Variablen an.
discard Entfernt das aktuelle Skript aus dem Speicher, ohne es auszuführen.
discardclasses Entfernt alle zuvor eingegebenen Klassendefinitionen, sofern sie nicht durch Binding-Variablen oder andere Klassen referenziert werden.
display Zeigt das aktuelle Skript zeilenweise an.
execute

go

Führt das aktuelle Skript aus.
exit

quit

Beendet die Groovy-Shell.
explain Zeigt den Syntaxbaum des aktuellen Skripts an.
help Gibt eine Zusammenfassung der unterstützten Befehle aus.
inspect Öffnet in einem getrennten Fenster den Groovy-Objektbrowser, der alle Eigenschaften des letzten Skript-Ergebniswertes anzeigt.

GroovyConsole - die interaktive Konsole[Bearbeiten]

Die interaktive Konsole ist eine minimale grafische Entwicklungsumgebung für Groovy-Programme. Sie besteht aus zwei Teilfenstern. Das eine von ihnen dient dazu, ein Groovy-Skript einzugeben, während im anderen die Ergebnisse der Ausführung dieses Skripts angezeigt werden. Der Aufruf erfolgt ohne Parameter und ohne Optionen:

> GroovyConsole

Die Anwendung hat eine Reihe von Menüoptionen, die in der folgener Tabelle erläutert werden.

Menüoptionen der interaktiven Konsole
Befehl Taste Bedeutung
File -> new File - Legt eine neue Quelldatei an.
File -> new Window - Erzeugt ein neues Konsolenfenster.
File -> Open - Öffnet eine vorhandene Quelldatei zur Bearbeitung.
File -> Save - Speichert das aktuelle Programm als Datei.
File -> Exit Alt+F4 Beendet die Groovy-Konsole.
Edit -> Next Strg+N Zeigt eine frühere Version des Skripts an.
Edit -> Previous Strg+P Zeigt die nächste Version des Skripts an.
Edit -> Clear Output Strg+W Löscht das Ausgabefenster.
Actions -> Run Strg+R Führt das Programm im Eingabefenster aus.
Actions -> Inspect last Strg+I Öffnet in einem getrennten Fenster den Groovy-Objektbrowser, der alle Eigenschaften des letzten Skript-Ergebniswertes anzeigt.
Actions -> Inspect variables Strg+J Öffnet in einem getrennten Fenster den Groovy-Objektbrowser, der alle Binding-Variablen mit ihren Eigenschaften anzeigt.
Actions -> Capture Stdout - Legt fest, ob die Standardausgabe des Skripts abgefangen und im Ausgabefeld dargestellt werden soll. Standardmäßig eingeschaltet.
Actions -> Larger Font Alt+Umschalt+L Stellt die Anzeige auf eine größere Schriftart um.
Actions -> Smaller Font Alt+Umschalt+S Stellt die Anzeige auf eine kleinere Schriftart um.
Help -> About - Zeigt die Groovy-Version an.

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