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Hochwertige Aufzeichnung von Vorträgen/ Codecs und Container

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Codecs und Container

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Für die Aufzeichnung und Wiedergabe der Video- und Audio-Datenströme muss man ein bestimmtes Datenformat, einen Codec auswählen. Die Datenströme sollte man zusammen in einen Container packen.

Codecs

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Die Anforderungen an die zu wählenden Codecs für diesen Zweck sind:

  1. Die Kamera-Videos müssen in einer angemessenen Qualität bei einem erträglichen Datenvolumen aufgezeichnet werden. 1 GB für 1 Minute Film, wie es in einem der Tests gefunden wurde, ist nicht akzeptabel.
  2. Bei dem Folien-Stream soll die besondere Charakteristik dieses Streams berücksichtigt werden:
    1. Die Auflösung soll hoch sein, so dass die Details der Präsentation (z.B. Index in einer mathematischen Formel) nicht verloren gehen.
    2. Die Komprimierung darf nicht dazu führen, dass insbesondere die Darstellung der Schrift durch Kompressionsartefakte beeinträchtigt wird.
    3. Die Dynamik in diesem Stream ist meist rel. gering, so dass eine hohe Komprimierung erzielt werden kann.
  3. Der Audio-Codec muss für das Frequenzspektrum der menschlichen Stimme optimiert sein.
  4. Die Codecs müssen unter Linux kostenlos verfügbar sein und sollen möglichst Bestandteil der Distribution sein.
  5. Die Codecs sollen so verbreitet sein, dass das Abspielen auf einem Rechner mit üblicher Hard- und Softwareausstattung kein Problem bereitet.
  6. Die große Verbreitung soll auch sicherstellen, dass für die irgendwann unumgängliche Umkodierung wohl Konverter zur Verfügung stehen werden.
  7. Die Codecs sollen so langlebig sein, dass die unveränderte Verwendung der Aufzeichnungen über längere Zeit möglich ist.
  8. Ein Upload zu Youtube (oder vergleichbaren Plattformen) soll problemlos möglich sein.

Diese Anforderungen erfüllen für den Audio-Bereich MP3, für den Video-Teil -erstaunlicherweise- H.264.


Container

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Die Gründe für die Verwendung eines Containers bzw. die Anforderungen an den zu wählenden sind:

  1. Der Codec muss mit dem Container-Format kompatibel sein.
  2. Hinsichtlich Verbreitung und Verfügbarkeit gelten die an den Codec gestellten Anforderungen.
  3. Der Container sorgt dafür, dass die 3 Streams eine Einheit bilden, was das Arbeiten (Kopieren, Hochladen, Archvieren, ...) mit den Daten erleichtert.
  4. Es ist störend und dem Verständnis abträglich, wenn die 3 Streams nicht synchron wiedergegeben werden. Der Container soll diese Synchronität unterstützen bzw. gewährleisten.
  5. Man muss die 3 Streams mit Metadaten anreichern können, z.B. einem Hintergrundbild, das ergänzende Informationen zu einem Vortrag liefert.
  6. Jeden Stream muss man für eine Bearbeitung einzeln und ohne Verluste für eine Nachbearbeitung aus dem Container herausziehen und danach wieder hineinstecken können.
  7. Es müssen Tools existieren, um den Container zu bearbeiten.

Matroska (*.mkv-Datei) erfüllt all diese Anforderungen.