Hochwertige Aufzeichnung von Vorträgen/ Die Komponenten

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Die Komponenten[Bearbeiten]

Die Grundlage der benötigten Hardware ist ein handelsüblicher Rechner mit zusätzlich verbauten PCIe-Karten für die Aufnahme der Videosignale. Solche PCIe-Karten werden als Capture- (oder "Grabber"-) Karten bezeichnet und funktionieren einfach gesagt wie eine umgekehrte Grafikkarte. Das Signal einer Videoquelle wird in den Rechner geleitet um dieses dort zu verarbeiten. Es gibt eine Vielzahl an Herstellern für solche Karten und wie üblich ist die Preisspanne nach oben nicht beschränkt.

Überblick des Aufbaus für eine Vortragsaufzeichnung, wie sie im Folgenden beschrieben wird.

Die Anforderungen zu dieser Lösung beschränken die Auswahl jedoch deutlich:

  • Verfügbarkeit von Linux-Treibern
  • Unterstützung von HD-Formaten
  • digitale Eingänge wie HDMI oder DVI

Zudem soll eine solche Capture-Karte natürlich möglichst wenig kosten und auch längerfristig auf dem Markt verfügbar sein.

Capture-Karte: IntensityPro und Decklink Mini Recorder[Bearbeiten]

Datei:IntensityPro.png
IntesityPro von Blackmagic Design
Datei:DeckLink-Mini-Recorder.png
DeckLink-Mini-Recorder von Blackmagic Design

Blackmagic Design ist ein etablierter Hersteller für Videoaufnahme und Videoverarbeitungs-Hardware und liefert mit der IntensityPro eine leistungsstarke und zugleich preisgünstige Capture-Karte, die sich hervorragend für dieses Projekt eignet. Diese Capture-Karte erfüllt jede gestellte Anforderung, insbesondere die der Linux-Unterstützung. Der Videostream kann über eine digitale HDMI sowie eine analoge Schnitstelle eingegeben werden. Des Weiteren kann diese Karte das aufgenommene Signal in Echtzeit durch einen weitere HDMI-Schnittstelle für Monitoringzwecke wieder ausgeben.

Benötigt man lediglich die HDMI-Schnittstelle für den Videoinput erfüllt der etwas preisgünstigere Decklink Mini Recorder den selben Zweck. Ein weiterer Unterschied zur IntesityPro ist ein SDI-Eingang, welcher SD- und HD-Auflösungen aufnehmen kann. Auch dieses Gerät ist ein Produkt von Blackmagic Design und bietet somit Treiberunterstützung für Linux (und auch für Windows und Mac OS).

Beide Karten können die folgenden Signale verarbeiten (p→progressive, i→interlaced):


1920×1080 p 1920×1080 i 1280×720 p 720×486 (NTSC) 720×576 (PAL)
Bildfrequenz in Hz 23.98 i 50 23.98 i 25 i
24 59.94 29.97 i 50 p
25 60 59.9401 p
29.97
30

Die genannten Karten werden in einem PCIe x1 Slot verbaut. Theoretisch können soviele Karten verbaut und parallel genutzt werden wie derartige Slots vorhanden sind. In er Praxis wird hier nur die Rechenleistung des verwendeten Rechners eine Grenze darstellen. Für den Zweck der Vortragsaufzeichnung werden zwei solcher Karten verbaut. Für diverse Anwendungsgebiete kann es durchaus nützlich sein, weitere Karten zu verbauen, um beispielsweise ein Objekt aus drei Blickwinkeln gleichzeitig zu filmen.

Für die Anpassung an spezielle Verwendungen stellt Blackmagic Design ein SDK (Software Development Kit) zur Verfügung. Mit dieser Sammlung von Treibern und Programm-Bibliotheken können eigene Anwendungen realisiert werden, welche die Karten dann problemlos benutzen können. Eine mit diesem SDK bereits entwickelte Werkzeugsammlung ist bmdtools. Es beinhaltet Programme für Aufnahme und Wiedergabe der durch die Karten aufgenommenen Videosignale und wird in diesem Projekt eine tragende Rolle einnehmen, mehr dazu im Kapitel »bmdcapture«.

Anforderungen an die Rechnerleistung[Bearbeiten]

Ein handelsüblicher Desktop-PC ist, wie bereits erwähnt, ausreichend. Es wird keine High-End-Grafikkarte benötigt, das Augenmerk sollte auf der Prozessorleistung und dem Arbeitsspeicher liegen. Ein leistungsstarker Quadcore mit 8 GB Arbeitsspeicher kann als Richtlinie gelten, jedoch erfüllt ein guter Dualcore mit 4 GB RAM ebenfalls die Anforderungen. Je mehr Karten man verbauen und gleichzeitig nutzen möchte, desto leistungsfähiger sollten Prozessor und RAM gewählt werden.

Erfolgreich getestet wurde die Lösung mit folgender Konfiguration: ToDo