IT und neue Medien für die Generation 50+

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Zusammenfassung des Projekts[Bearbeiten]

50% fertig „IT und neue Medien für die Generation 50+“ ist nach Einschätzung seiner Autoren zu 50% fertig

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  • Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht?Ja, sehr gerne.
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  • Themenbeschreibung:
  • Aufbau des Buches:



Vorwort

Dieses E-Book beschäftigt sich mit dem Thema, wie die neuen Informationstechnologien (IT) und Kommunikationsmedien von Personen der Generation 50+ genutzt werden, welche speziellen Angebote es für diese Zielgruppe gibt und wie die generelle Akzeptanz gegenüber diesen neuen Technologien ist. Ferner soll es auf die gegenwärtige Situation aufmerksam machen. Leser dieses Wiki-Books lernen sicher die Situation der Zielgruppe verstehen. Die Zielgruppe selber soll zum Umgang mit neuen Informations- und Kommunikationsmedien motiviert werden.

Einleitung und Überblick[Bearbeiten]

Im ersten Kapitel wird die grundlegende Problemstellung der Thematik, der Aufbau und die weitere Vorgehensweise dieses Wiki-Books erläutert.

Problemstellung[Bearbeiten]

Datei:Senioren3.jpg
Abb. 1: Quelle, Seite 12

Die digitalen Informationssysteme beeinflussen maßgeblich alle Schichten unserer modernen Gesellschaft. Die neuen Systeme und Technologien, welche die Form der zwischenmenschlichen Kommunikation und Informationsvermittlung entscheidend verändert haben, können auch einen großen Nutzen für die Generation 50+ bieten.

Generell ist diese Generation bereit, die neuen Medien und Systeme zu nutzen und den Umgang damit zu erlernen. Doch die Angst vor der neuen Technik zu überwinden gelingt vielen nur mit Mühe, einigen sogar gar nicht. Besonders die Gewöhnung an die Bedienungslogik moderner Geräte mit weit verzweigten Menüstrukturen fällt der älteren Generation schwer. Man kann durchaus sagen: "Je älter der Anwender, desto größer die Probleme". Insbesondere bei der Geschwindigkeit der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen (beispielsweise das Verstehen von Bedienungsanleitungen oder der Umgang mit dem PC) kann im Alter ein deutlicher Abbau beobachtet werden. Im Durchschnitt zeigen ältere Menschen eine geringere Bereitschaft, sich mit Neuem auseinanderzusetzen. [1]

Diesen speziellen Eigenschaften dieser Nutzergruppe muss die Informatik begegnen. Eine Verbesserung der Geräte, einfachere Bedienungsanleitungen oder intuitive Benutzeroberflächen müssen dafür geschaffen werden. Auch gesundheitliche Einschränkungen der Rentner (z.B. Seh- oder Hörbehinderungen) müssen bei der Gestaltung von Systemen und Benutzerschnittstellen beachtet werden. [2]


Aufbau und Vorgehensweise[Bearbeiten]

Im folgenden Kapitel werden fachliche Grundlagen behandelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der sogenannten digitalen Kluft - den Digital Divide - die zwischen den verschiedenen Nutzergruppen existiert. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit dem Thema, wie die angesprochene Zielgruppe die Informationstechnologie nutzt. Im Anschluss daran wird auf die Voraussetzungen zur IT-Nutzung eingegangen. Hierbei wird speziell ein Überblick gegeben, welche altersgerechten Endgeräte es gibt und wie sich diese von normalen Geräten unterscheiden. Ein großer Einsatzbereich der Informatik ist der Gesundheits- und Betreuungssektor, die Möglichkeiten und bestehenden Angebote spezieller Hersteller und Dienstleister werden deshalb in einem eigenen Kapitel behandelt. Zum Schluß dieser Ausarbeitung werden verwandte Themen aufgezeigt.


Fachliche Grundlagen[Bearbeiten]

Dieses Kapitel soll einleitend einige Fachbegriffe zu diesem Thema erklären und die Voraussetzung zu einem besseren Verständnis der darauf folgenden Abschnitte schaffen.


Generation 50+[Bearbeiten]

Generation 50+ bezeichnet Angehörige der Altersgruppe, die das 50. Lebensjahr vollendet haben. Im Folgenden wird auch die Abkürzung "50+" verwendet oder die Zielgruppe allgemein als "ältere Menschen" bezeichnet. In verschiedenen Kontexten ist auch von Senioren die Rede.

Die erstaunlich weite Verbreitung von PC und Internet unter den älteren Menschen lässt sich darauf zurückführen, dass die Forscher bereits die Fünfzigjährigen zu den Senioren zählen. Diese Generation ist eine interessante Altersgruppe, da sie die Rentner des Jahres 2020 sind. Der Begriff "Rentner" bezeichnet dabei die Generation, die bereits aus dem Berufsleben ausgeschieden ist. Die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen z.B. surft derzeit rund doppelt so viel wie die Gruppe von 60-69 Jahren. Aufgrund der derzeitigen Berufstätigkeit der noch jungen Senioren wird im Jahre 2020 für die Rentner die PC- und Internet-Nutzung selbstverständlicher werden.

Demographisch gesehen wird die Anzahl Angehöriger der Generation 50+ in Zukunft steigen und somit erhöht sich auch der Bedarf und die Konsumkraft dieser älteren Menschen. Hier verbirgt sich eine neue Kaufkraft, die es dementsprechend richtig zu bedienen gilt.[3]

"Fast jeder zweite ältere Mensch in Europa besitzt ein Handy. 36 Prozent benutzen 
einen Personal Computer und 22 Prozent haben einen Internetzugang."[4]

Digital Divide[Bearbeiten]

Der Begriff „Digital Divide“ – zu Deutsch „digitale Spaltung“ (auch: Digitale Kluft; Digitaler Graben; 
Alterskluft)– wurde 1998 durch eine Studie des US-Handelsministeriums geprägt. Damit wird die Spaltung 
der Bevölkerung in „Nutzer“ und „Verweigerer“ digitaler Techniken, primär des Internets beschrieben.
Alle unterschiedlichen soziodemographischen Bevölkerungsmerkmale wie Alter, Geschlecht, Bildung und
ethnische Zugehörigkeit bilden Einflussfaktoren auf die Nutzung digitaler Medien.[5]

Die demographische Entwicklung, die sich im deutschsprachigen Raum Europas abzeichnet, zeigt eine zunehmende Überalterung der Bevölkerung. Infolge sinkender Geburtenraten und gleichzeitiger Erhöhung der Lebenserwartung nimmt der Anteil der über 60-Jährigen außerordentlich stark zu.

Abb. 2: Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Deutschland[6]
Abb. 3: Absolute Veränderungen der Altersgruppen im Zeitverlauf (in Mio.)[7]

Der Anteil der über 60-jährigen liegt heute bei rund 24 Prozent. Im Jahre 2030 wird der Anteil jedoch schon bei 35 bis 38 Prozent liegen. Im Jahr 2050 wird -nach der neuesten Berechnung des Statistischen Bundesamtes- die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre und ein Drittel 60 Jahre oder älter sein.[8]

In einer Gesellschaft, in der Kommunikation und Information untrennbar mit dem Internet verbunden sind, entsteht durch den geringen Prozentsatz an Senioren, die online sind, eine Kluft zwischen den Generationen. Diese Spaltung - Digital Divide - hat mehrere Gründe: mangelnde Ausbildung, finanzielle Barrieren, Angst vor der Technik oder mangelndes Interesse. Aber auch die vorhandenen, nur teilweise seniorentauglichen Angebote im Internet erschweren den Zugang für die ältere Generation.

Viele ältere Menschen glauben, dass sie zu alt für das Internet sind. Dies wird durch die Medien noch verstärkt, da diese oftmals das Internet nur für junge und berufstätige Menschen attraktiv darstellen. Aber gerade die Älteren sind eine interessante Anwendergruppe. Es gibt viele Gründe, warum das Internet und 50+ gut zusammenpassen:

  • das Internet als Medium der Wissensgesellschaft braucht das Wissen und die Lebenserfahrung der Senioren
  • geistiges Training um das Gedächtnis fit zu halten (dies ist durch Beschäftigung mit dem Internet besonders einfach)
  • das Internet ermöglicht ein bequemeres Leben (z.B. Online-Shopping, Behördenwege oder Kommunikation mit anderen); gerade für Menschen, die körperliche bzw. gesundheitliche Probleme haben ist das eine große Erleichterung
  • Senioren verfügen i.d.R. über ein hohe Kaufkraft, sie kaufen vielleicht nicht so regelmäßig neue Hard- und Software wie die jüngere Generation, sind aber bereit mehr dafür auszugeben
  • relativ einfache Anwendung des Internets (leicht erlernbar)
  • Senioren werden immer aktiver und interessieren sich für ihr Umfeld/Umwelt, das Internet Ihnen kann dabei helfen
  • Nutzung von Mitbestimmungsrechten
  • Vernetzung der Generationen: junge Menschen helfen älteren und ältere Menschen können somit einfach Kontakt zu Jugendlichen bekommen

Damit die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien die Lebensqualität von älteren Menschen steigern können, muss sich die Technik den menschlichen Bedürfnissen anpassen und nicht umgekehrt. [9]

Die heutigen Senioren sind den Umgang mit der Technik nicht so sehr gewöhnt. Zu ihrer Jugend war die Technik keinesfalls selbstverständlich. Bestenfalls (Kassetten-)Radios, Plattenspieler, Telefon und Fernsehgerät waren Standard in einem Haushalt bis in die 80-ger Jahre. Es folgten Videorekorder und CD-Player. Alles Geräte, die unabhängig voneinander zu bedienen waren und die Bedienung leicht erlernbar war. Dies hat sich in seit den 90er Jahren extrem verändert. Die Angebotsvielfalt steigt, die Entwicklungszyklen sinken und der Funktionsumfang nimmt zu. Steigender Wettbewerb macht neue Technik bezahlbar, führt aber zu einem unüberschaubaren Vielfalt an Hard- und Software, Tarifen, technische Standards etc. Diese Vielfalt führt zu Berührungsängsten älterer Generationen mit der modernen Technik.

Daher muss die Technik für Ältere Menschen zugänglich, kommunikativ, aktivierend und faszinierend sein. Alles Ansprüche, die sich nicht grundsätzlich von den Erwartungen Jüngerer unterscheiden.[10]

Speziell im Bezug auf das Internet, welches ebenfalls erst ab Ende der Neunziger Jahre populär wurde, ist vielen Senioren die Welt dieser modernen Technik fremd geblieben. Hier überwiegen wiederum die Berührungsängste mit neuen Techniken und Medien. Die Webseiten sind ihnen oft zu überfrachtet und sie finden sich in der Linkstruktur nicht zurecht. Das Surfen im Web wird schon dadurch behindert, dass die dafür nötigen PC-Kenntnisse nicht oder nur unzureichend vorhanden sind. Die Senioren sind deshalb deutlich seltener im Netz unterwegs als jüngere Menschen.[11] Eine weitere Ursache für die Alterskluft ist, das viele der älteren Internetnutzer kein vorteilhaftes Kosten/Nutzen-Verhältnis wahrnehmen. Sicher auch ein Grund, warum lediglich 13 Prozent (Stand 2003) der über 60-Jährigen durch das World Wide Web surfen, wie die Abbildung 4 zeigt.[12]

Abb. 4: Entwicklung der Alterskluft im Zeitverlauf Deutschland[13]

Ein internationaler Vergleich in Abbildung 5 zeigt, dass die Alterskluft nicht nur in Deutschland zu beobachten ist, sondern auch in anderen europäischen und asiatischen Ländern sowie beim Spitzenreiter der Internetnutzung - die USA.

Abb. 5: Altersgruppen und Internetnutzung 2002 im internationalen Vergleich[14]


IT und Neue Medien[Bearbeiten]

Als Neue Medien im weiteren Sinne werden Medien bezeichnet, die auf Daten in digitaler Form zugreifen.[15] Die "Neuen Medien" werden auch als "Multimedia" bezeichnet. Durch die Digitalisierung wachsen Sprache und Text, Foto, Video und Audio, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik und Computertechnik immer mehr zusammen. Dieser Vorgang ist bezeichnend für die Angebote der neuen Informations- und Medienwelt.

Es wird zwischen Online- und Offline-Medien unterschieden. Die bekanntesten Online-Medien (Internet-Medien) sind Dienste wie das World Wide Web (WWW) und E-Mail. Weitere, noch relativ junge Dienste des Internet sind Video on Demand (VoD) und Internettelefonie, die auch als Voice over IP (VoIP) bekannt ist. Letztere löst zunehmend das analoge Telefonnetz ab. Auch die Übertragung von Radio- und Fernsehprogrammen über das Internet (IPTV) steht bereits in des Startlöchern. Die Kombination aus WWW, VoIP und IPTV wird auch als Triple Play bezeichnet.

Offline-Medien sind Foto- (z.B. JPG), Video- (z.B. MPEG), Audiodatein (z.B. MP3) und Textdokumente (z.B. .doc). Der Empfang digitaler Radio- oder Fernsehsender z.B. über DVB-T sowie die Kommunikation (Sprache, SMS, MMS) via Mobiltelefon zählen ebenfalls zu den Offline-Medien, da hier kein Internetdienst bzw. das Internetprotokol (IP) verwendet wird. Zum Teil werden auch die DVD oder CD-ROM in diesem Zusammenhang erwähnt. Streng genommen sind diese jedoch Datenträger der Offline-Mediendateien.

Grundlage zur Nutzung neuer Medien bildet die Informationstechnologie (IT). Diese bezeichnet sowohl Informations- und Datenverarbeitungsprozesse sowie für die dafür benötigte Hard- und Software. Durch den Personalcomputer (PC) wird die Hardware zur Verfügung gestellt. Dieser ist aus dem heutigem Alltag kaum noch wegzudenken - 96 Prozent der Jugendlichen unter 25 Jahren nutzten im Jahr 2006 den PC. Doch auch die mittleren Jahrgänge stehen mit dem Computer auf Du - neun von zehn Bundesbürgern im Alter zwischen 25 und 44 Jahren griffen auf die Technik zurück. Und selbst die Senioren finden neuerdings Geschmack an Tastatur und Maus - immerhin jeder dritte von ihnen nutzt einen PC. Dies ist ein Ergebnis des Statistischen Bundesamts, welches in der Studie "Informationstechnologie in Haushalten" ermittelt wurde.

Besonders die Angebote von Computern bei diversen Supermarktketten führten in den vergangenen Jahren zu einer beispiellosen technischen Aufrüstung an Hardware. Inzwischen steht in 60 Prozent aller bundesdeutschen Haushalten ein PC. Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis Ende Vierzig nutzen alle regelmäßig den PC. Erst danach nimmt die Computer-Abstinenz deutlich zu. Und auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes eher ein "Altersphänomen". Denn bis zum Alter von 55 Jahren machen jeweils gleich viele Männer wie Frauen von der Technik Gebrauch. In der Gruppe der Senioren allerdings nutzen mit 16 Prozent nur etwa halb so viele Frauen wie Männer (29 Prozent) einen PC.

Nutzung der IT und der neuen Medien[Bearbeiten]

Im folgenden soll beschrieben werden, in welcher Art und Weise die Generation 50+ die IT bzw. die neuen Medien nutzt. Dieses Kapitel knüpft direkt an den vorangegangenen Abschnitt an, in dem zunächst die Begriffe "IT und neue Medien" erläutert werden.


Online-Medien[Bearbeiten]

Durch einen PC ist die Voraussetzung für einen Internetanschluss geschaffen. Tatsächlich nutzt inzwischen jeder zweite Haushalt hierzulande das Netz - im Jahr 1998 waren nicht einmal 10 Prozent mit einem Internetzugang ausgestattet.

Wer regelmäßig das Internet nutzt, steht auch anderen modernen Technologien (auch Offline-Medien) aufgeschlossener gegenüber. Beispielsweise ist die Verwendung eines DVD-Players oder eines internetfähigem Handys wesentlich höher als bei sogenannten Offlinern. [16] Als Offliner werden die Internetverweigerer bezeichnet.

Bei der Generation 50+ liegt der Schwerpunkt der IT-Nutzung beim Surfen im Internet. Internet-Nutzer dieser Generation werden auch als Silver Surfer bezeichnet. Die Zahl der Silver-Surfer wird momentan auf ca. 7 Millionen geschätzt. Dabei entfallen 4,2 Millionen auf die 50- bis 59-Jährigen, 2,5 Millionen auf die 60- bis 69-Jährigen und nur 0,4 Millionen auf die über 70-Jährigen. Sie alle sehen das Internet mehr als ein Nutz- als ein Unterhaltungsmedium an. Daher sind insbesondere Seiten mit praktischem Wert beliebt. Als Hauptinteressen beim Surfen im World Wide Web lassen sich dabei folgende Bereiche identifizieren:

  • Online Einkaufe
  • Kommunikation/Kontakt
  • Informationsbeschaffung
  • Reisebuchungen
  • Fahrplanauskunft


Der Online-Einkauf (E-Commerce) trägt zur Erhaltung der Selbstständigkeit im eigenen Haushalt bei. Frauen kaufen gerne Lebensmittel - auf Grund des Gewichts besonders Getränke - im Internet. Eine aktuelle Studie von Nielsen/NetRatings belegt, dass ältere, kaufkräftige Konsumenten ihr Geld in zunehmendem Maße über das Internet ausgeben. Weiterhin werden von Senioren Kleidung, Schuhe, Blumen und Geschenke über das Internet bestellt. Da ältere Konsumenten darüber hinaus häufig über mehr Geld verfügen, erwarten Internetanalysten, dass sich immer mehr Online-Anbieter an diese Gruppe wenden werden.[17]

An zweiter Stelle steht die Kommunikation. Der Nachrichtenaustausch erfolgt bei Senioren - genau wie bei jüngeren Generationen - über E-Mail. Spezielle Foren und Kontaktbörsen ermöglichen Senioren bestehende Beziehungen zu pflegen und neue zu knüpfen. Das Forum für Senioren etwa bietet Chats, Foren und Regionalgruppen, die das Kennenlernen auch in der realen Welt erleichtern. Eine weitere Kontaktbörse ist Der Zweite Frühling. Diese Dienste sind allerdings kostenpflichtig. Die Firma Presto ermöglicht älteren Menschen sogar E-Mail-Kommunikation ohne Computer und Internet. Mehr dazu erfahren Sie im Kapitel 1.4.1 Altersgerechte Endgeräte. [18] Aber auch der klassische E-Mail-Versand und -Empfang erfreut sich wachsender Beliebtheit bei der Generation 50+. 66 Prozent der Onliner über 50 schreiben mindestens einmal pro Woche eine E-Mail.

Das Internet wurde natürlich auch von älteren Nutzern als kostengünstiges Informationsmedium erkannt. Es bietet die Möglichkeit, trotz körperlicher Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die Seite Senioren-Online.net bietet beispielsweise einen Technik Newsletter, der speziell auf diese Zielgruppe abgestimmt ist. Auf Feierabend.dewird sogar der Aufbau eines Heim-Netzwerks beschrieben. Des Weiteren ist (bisher ausschließlich) über das Internet ein Fernsehsender zugänglich, der speziell Zuschauer ab 50 anspricht. Dieser wird vom Bundesverband "50 Plus" unter dem Namen 50PlusFernsehenbetrieben. Er führt 50Plus-TV fort, das bereits im Jahr 2006 startete. Das Programm ist kostenlos und bietet rund um die Uhr Informationen zu zielgruppenrelevanten Themen wie Reisen, Mobilität, Wellness und Finanzen.[19]

Weitere beliebte Ziele beim Surfen im Internet sind Seiten von Verkehrsbetrieben mit ihren Fahrplänen und die Seiten großer Reiseveranstalter.[20]

Die Seite Wir ab 50 - Aktiv und mitten im Leben ließ von seinen Nutzern die besten Webseiten 2007 in verschiedenen Kategorien wählen und zeichnete diese mit dem Wir-ab50-Award 2007aus. Wahlberechtigt sind ausschließlich Personen über 50 Jahre.

Viele der Best Ager - wie die Generation 50+ im Marketingjargon auch genannt wird - haben auch selber Interessantes zu berichten. Das Spektrum ist unendlich groß. So z.B. geht es um die ehrenamtlichen Tätigkeiten, Hobbys oder besondere Lebenserfahrungen. Somit ist das Interesse an einen ganz individuellen Internetauftritt begründet.

Das bei Senioren sehr beliebte Portal www.forum-fuer-senioren.de bietet dafür einen kostenlosen Homepage-Baukasten, mit dem Mitglieder dank Designvorlagen in wenigen Minuten und ohne Fachkenntnisse eine eigene Homepage mit eigener Internet-Adresse erstellen können. Sie können ihren Web-Auftritt ganz individuell und persönlich gestalten, und vor allem ohne Programmierkenntnisse. Eine Vielzahl an nützliche Links und Literaturtipps, ein Magazin und eine umfangreiche Hilfe unterstützen den Homepagebau, so dass einer eigenen Internetseite nichts mehr im Wege steht.[21]


Wie die Abbildung 6 zeigt, sinkt die Anzahl der Nicht-Internetnutzer - Offliner - stetig. Dies trifft auch für die hier betrachtete Zielgruppe 50+ zu. Es wird jedoch deutlich, dass von den über 60-Jährigen nur 7,8 % das Internet nutzen - eine Zuwachsrate von 6,6 % im Zeitraum 1997 bis 2002. Laut der Erhebung ging die Zahl von 2001 zu 2002 sogar um 0,3 % zurück. Im Jahr 2003 nutzten jedoch schon 13,3 % der über 60-Jährigen das Internet. Dies ist zwar im Gegensatz zu jüngeren Generationen vergleichsweise wenig, jedoch verdreifachte sich die Anzahl der Nutzer in dieser Altersgruppe seit dem Jahr 2000. Dies geht aus der obigen Abbildung 5 hervor. Nicht berufstätige Renter, die separat erfasst wurden, zeigten sich im selben Zeitraum erstaunlicherweise weitaus aufgeschlossener gegenüber dem Internet.


Abb. 6: Anteil der Offliner an der Gesamtbevölkerung[22]


Im Allgemeinen (unabhängig vom Alter) ergeben sich für Offliner diverse Nachteile:

  • Gefahr des Ausschlusses von der „Wissensgesellschaft“
  • Arbeitgebererwartungen hinsichtlich IT-Kompetenz
  • Nachteile durch Nicht-Nutzung von E-Commerce und E-Administration (E-Government)
  • Nachteile an (Hoch-)Schulen durch verstärktes „Internetbasiertes Lernen“

Offline-Medien[Bearbeiten]

In diesem Artikel soll kurz beschrieben werden, wie die die Generation 50+ die neuen Medien außerhalb des Internets nutzen und welche Angebote sich speziell an diese Zielgruppe wenden.

Radio und Fernsehen sind Medien, die - im Gegensatz zum Internet - die Generation 50+ i.d.R. ihr Leben lang begleitete. Es haben sich bereits mehrere Radio- und Fernsehsendungen bzw. sogar spezielle Sender etabliert, die bereits eine große Fangemeinde um die 50+ haben. Der Radiosender Radio-50plus versorgt beispielsweise seine Hörer mit allen Informationen rund um dass "Leben mit 50plus".

Neben dem reinen Internet TV-Sender "50Plus-TV" (siehe Online-Medien), buhlt auch ein weiterer Fernsehsender um die Generation 50+. Der ehemalige ARD-Moderator Max Schautzer hat den neuen Fernsehsender "Bono-TV" gegründet. "Bono-TV" möchte sich nach eigener Darstellung "als Sender für die zweite Lebenshälfte" etablieren und genau, wie "50Plus-TV" die immer größer werdende Zielgruppe der Senioren und Seniorinnen ansprechen.[23]

Neben eigens für die Generation 50+ gegründete Sender, bieten auch bekannte Fernsehstationen zielgruppengerechte Sendungen an. So strahlt z.B. der NDR jeden zweiten Samstag im Monat die Sendung „50plus – eine Chance für die Liebe“ aus. Darin werden Zuschauer jenseits der 50 begleitet, welche auf Partnersuche sind.

Ein weiteres, den Senioren vertrautes Medium, sind Fotos. Der aktuelle Boom zum Kauf von Digitalkameras macht somit auch bei ihnen kein Halt. Das Interesse an der Entwicklung der bekannten Technik und Medien ist bei 50+ sehr groß. Die Umstellung von analoger auf digitale Technik ist für sie leichter nachvollziehbar und die Anwendung schneller erlernbar als eben das Internet.

Insbesonders bei der digitalen Fotografie können mehrere neue Medien miteinander verbunden werden. Zum einen kann das Hobby der Fotografie weiter betrieben werden, zum anderen verbringen viele der Ruheständler ihre Zeit damit, ihre digitalen Fotos zu bearbeiten, um sie dann voller Stolz im Internet, ggf. sogar auf der eigenen Homepage oder auch dem großen neuen LCD-Fernseher präsentieren zu können. Hinter vielen privaten alten Fotos verbirgt sich ein Stück individuelle Zeitgeschichte, die auch für andere Menschen interessant und aufschlußreich sein kann.

Mitglieder des Projektes "Comma"sammeln und bearbeiten mit Hilfe des Computers diese persönlichen Zeitdokumente und präsentieren sie der Öffentlichkeit. Comma ist die Abkürzung für „Community Multimedia Archive“. Dabei handelt es sich um ein Multimedia-Archiv, das Fotos, Texte, Tonaufnahmen und Videos enthält. Die Software wurde speziell für Personen ohne Computererfahrung entwickelt. In England, Nordirland, Dänemark und den Niederlanden archivieren Senioren bereits ihre Bilder und Erinnerungen. Die Comma-Software zeichnet sich durch eine einfache Handhabung aus. Sie vereinfacht die Vorgänge, die sonst beim Einlesen und Archivieren von digitalen Bildern notwendig sind. In wenigen Schritten können den Bildern auch Informationen hinzugefügt werden. Anhand von Stichworten wie "Ereignisse", "Erziehung", "Familie" und "Tiere" werden die Bild-Dokumente beschrieben. Comma führt ältere Menschen ideal an die Nutzung neuer Medien heran.[24]

"Mit Comma können Ältere ihre Lebenserfahrungen sinnvoll einbringen und für andere
 zugänglich machen sowie gleichzeitig erste Erfahrungen mit dem Computer sammeln"

Steigende Bedürfnisse nach Freizeitaktivitäten und Mobilität auch im Alter führen dazu, dass sich auch Senioren Geräte wie Handys (siehe 1.4.1.1) und Navigationssysteme anschaffen.


Computerspiele[Bearbeiten]

Abb.7: Muster eines Sudoku-Spiels

Das 21. Jahrhundert wird wohl das Jahrhundert der Computerspiele werden, so wie das 20. Jahrhundert das Jahrhundert des Films war und das 19. Jahrhundert das Jahrhundert des Unterhaltungsromans. Computerspiele sind bereits heute einer der größten Wachstumsfaktoren der Weltwirtschaft. Auch in Deutschland wird der Umsatz mit Computerspielen drastisch steigen, wie die Tabelle 1 zeigt.

Umsatz 2004 2008
PC Spiele 301 Mio € 255 Mio €
Konsolen Spiele 1191 Mio € 1597 Mio €
Online Spiele 92 Mio € 784 Mio €
Mobile Spiele 63 Mio € 543 Mio €
Gesamtumsatz 1647 Mio € 3161 Mio €

Tabelle 1: Umsatz Digitale Spiele in Deutschland [25]

An dieser Umsatzsteigerung ist auch die Generation 50+ beteiligt. Diese Entwicklung ist auf die größere Kaufkraft dieser Personengruppe sowie auf den bei Senioren zu beachtenden Wertewandel, der sich auch in einer größeren Kaufbereitschaft äußert, zurückzuführen.

Die Spiele unterscheiden sich dennoch zwischen den Generationen. Während bei einem 16-Jährigen Action und hochauflösende Grafiken im Fokus stehen, geht es dem 60-Jährigen eher um Spass und um Training des Gedächtnis (siehe auch Kapitel 1.5.1.4). Dafür eigenen sich Spiele, die auch in klassischer Form als Brett- oder Kartenspiel gespielt werden können sowie Kreuzworträtsel oder auch das japanische Zahlenspiel Sudoku. Dies alles ist als PC-Spiel erhältlich, teilweise auch als Online-Version. Daher können Computerspiele im allgemeinen sowohl ein Online- als auch Offline-Medium sein. Ausführliche Informationen zum Thema liefert das Wikibook Computerspiele und Gesellschaft.[26]

IT-Voraussetzung[Bearbeiten]

Entweder wird den Senioren der Umgang mit technischen Geräten nicht zugetraut oder es wird als selbstverständlich betrachtet, dass auch diese Generation mit den vermeintlich einfach zu bedienenden Geräten umgehen kann. Doch vielen Senioren sind die Geräte meist zu klein oder die Bedienungsanleitungen viel zu lang. Jüngere Menschen lernen im Job mit verschiedenen technischen Geräten umzugehen. Scheidet man aus dem Berufsleben aus, fällt es einem zunehmend schwerer sich mit diesen Geräten zu beschäftigen. Viele Senioren haben auch Angst die Geräte durch einen falschen Knopfdruck kaputt zu machen. Und wer hat schon Lust sich Stunden lang Zeit zu nehmen, um die Bedienungsanleitung komplett zu verstehen?

Die "Senior Research Group" von der Technischen Universität Berlin versucht technische Geräte bedienungsfreundlicher zu gestalten. Und das nicht nur für Senioren. Die Gruppe beurteilt, bewertet und berät die Herstellerfirmen bei der Entwicklung neuer Geräte. Nur wollen die meisten Hersteller diesen Service gar nicht annehmen. Deswegen testet die Gruppe einfach Produkte, die schon auf dem Markt sind. Aber sie entwickelt auch einige Produkte in Zusammenarbeit mit Arbeitswissenschaftlern, Designern und Industriefirmen selber. So ist zur Zeit ein Handy für Senioren in Arbeit.[27] Mehr als 63 Prozent der 55- bis 85-Jährigen verstehen z.B. das Prinzip der Menüsteuerung eines Handys nicht richtig. Neben den Mobiltelefonen bereiten auch aktuelle Eingabesysteme, wie die Maus, vielen Senioren Probleme. Deswegen wird verstärkt auf die Entwicklung eines leichter zu handhabenden Stiftes gesetzt.

Im Allgemeinen räumen mehr als 60 Prozent der Senioren Probleme mit technischen Geräten ein, 30 Prozent lassen die Geräte einfach liegen, weil sie ihnen zu kompliziert seien.


Altersgerechte Endgeräte[Bearbeiten]

Ein wesentlicher Akzeptanzgrund bei der Nutzung von mobilen sowie stationären Endgeräten stellt die einfache und übersichtliche Bedienung dieser Geräte und Systeme dar. Dieser Aspekt wird auch als Usability (deutsch: Gebrauchbarkeit) beschrieben. Die Endgeräte bilden die Schnittstelle heutiger Informations- und Kommunikationssysteme zu den Anwendern. Neben Geräten, die für alle Altersgruppen gedacht sind, gibt es weiterhin spezielle Angebote für Rentner bzw. Senioren. Im Allgemeinen sollten altersgerechte Endgeräte folgende Eigenschaften und Merkmale besitzen:

  • Wenig Bedienelemente
  • Große Knöpfe und Tasten
  • Standards und richtige Farbgebung
  • Gute Kontraste, helle Bildschirme
  • Gut lesbare und große Schriften
  • Sinnvolle Rückmeldungen (Interaktion)
  • Einfache und ausführliche Bedienungsanleitungen

Viele Geräte erfüllen die genannten Anforderungen nicht und sind somit nur schlecht für Senioren geeignet. Der Nutzen ist da, die Senioren kommen aber oft nicht damit zurecht. Im Folgenden werden verschiedene Endgeräte vorgestellt, die speziell für ältere Menschen konzipiert wurden und eine problemlose Nutzung versprechen. [28]


Das abgespeckte Handy[Bearbeiten]

Das Mobiltelefon "Tu-Ka S" des japanischen Herstellers Kyocera ist seid Ende 2004 auf dem japanischen Markt. Es wurde speziell für ältere Menschen konzipiert und zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Große Tasten, kein Display
  • Keine Mehrfachbelegung der Tasten
  • Keine Tastensicherung
  • Kein Telefonbuch
  • Nur ein Klingelton
  • Nur zwei LED Anzeigen (Verbindungsqualität und Batteriestatus)
  • Keine große Bedienungsanleitung
  • Keine Internet- und SMS-Funktion

Dieses Gerät ähnelt somit in seiner Funktionsweise einem klassischen Tischtelefon, dessen Bedienung so gut wie jedem älteren Menschen vertraut ist. Es erfreut sich in Japan großer Beliebtheit. Die fast ausschließlich alten Kunden können das Gerät problemlos bedienen. [29]


E-Mail ohne PC[Bearbeiten]

Seit Ende 2006 existiert in den USA der E-Mail-Dienst Presto. Mit diesem Service werden hauptsächlich ältere Menschen angesprochen, die keinen PC besitzen und trotzdem auf den Empfang von E-Mails nicht verzichten möchten.

Datei:Presto1.jpg
Abb. 9: Technisches Prinzip von Presto

Der Nutzer muss einen Mailboxvertrag mit Presto abschließen. Dadurch erhält er eine Emailadresse und den Farbtintenstrahler mit dem Namen "Printing Mailbox" von Hewlett-Packard. Das sind die einzigen technischen Vorraussetzungen zum Empfangen von E-Mails, es ist kein PC und auch keine Internetverbindung nötig. [30]

Technisch funktioniert der Service folgendermaßen. Der E-Mail-Sender schickt die Nachricht ganz normal an die Presto-E-Mail-Adresse, die dem Nutzer zugewiesen wurde. Die Presto-Mailbox im Internet fungiert als Unified Messaging System und wandelt die empfangene E-Mail in ein properitäres Format um. Dabei kann die E-Mail mit zusätzlichem Content angereichert werden (Bildrahmen etc.). Danach sendet die Mailbox per DFÜ die Nachricht an die vom Kunden hinterlegte Telefonnummer. Die Printing Mailbox ist wie ein Faxgerät an der Telefondose angeschlossen und druckt die eingehende Nachricht sofort aus. Momentan ist mit diesem Service nur der Empfang von E-Mails möglich. Sollte er sich erfolgreich am Markt etablieren, ist auch das Versenden von Nachrichten durch eine in der Printing Mailbox integrierte Scan-Einheit denkbar.

Senioren PC[Bearbeiten]

Datei:SPC.JPG
Abb. 10: Senioren PC, Quelle

Mit dem Desktop-PC Scaleo Pix SimpLiCo hat die Firma Fujitsu Siemens einen PC auf den Markt gebracht, der sich durch eine speziell für ältere Menschen angepasste Bedienoberfläche von normalen PC's bzw. Betriebssystemen unterscheidet. Der Startassistent überträgt beispielsweise automatisch die eingegebenen persönlichen Daten in andere Programme. So findet man danach personalisierte Briefvorlagen oder kann sofort mit dem Schreiben von E-Mails beginnen. Nachdem der Rechner hochgefahren ist, präsentiert sich die Bedienoberfläche in vier farblich voneinander getrennten Bereichen, die kreisförmig angeordnet sind:

  • Oben (blau): Büro & Organisation,
  • Rechts (rot): Internet & E-Mail
  • Unten (grün): Hobby & Freizeit
  • Links (gelb): Spaß & Spiele

Die einzelnen Bereiche fassen spezielle Applikationen und Funktionen zusammen. So wird z.B. im Bereich Büro & Kommunikation an Termine erinnert, der User beim Schreiben von Briefen oder Notizen unterstützt oder auch eine Finanzübersicht erstellt.

Bei den verwendeten Schriftarten wurde auf gute Lesbarkeit geachtet. Auf Wunsch wird der Rechner von einem Servicetechniker beim Kunden vor Ort installiert und die Grundfunktionen erklärt. Für aufkommende Fragen und Probleme kann der Nutzer für eine Zeitdauer von 2 Jahren über eine Hotline einen Vor-Ort-Service in Anspruch nehmen. Der PC läuft unter Linux, bei den installierten Applikationen handelt es sich größtenteils um Open Source Software.[31]


Barrierefreies Web[Bearbeiten]

Neben dem praktischen Nutzen, den das Internet bietet kommt es älteren Menschen besonders darauf an, dass die Internetseiten ruhig und übersichtlich gestaltet sind. Mit zunehmenden Alter spielen oft auch gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Seh- und Farbschwächen oder motorische Behinderungen eine Rolle. Sind Internetseiten schlecht gestaltet, bleibt behinderten Nutzern der Zugriff auf die Informationen oft verwehrt. Sie sind quasi Barrieren ausgesetzt, die es gilt zu beseitigen. Im Folgenden werden Standards, Richtlinien und Gestaltungselemente vorgestellt, die bei der Umsetzung barrierefreier Webseiten und einer nutzerorientierten Gestaltung von elektronischen Informationen helfen sollen. Man spricht dabei im Allgemeinen vom Barrierefreien Web. [32]


Grundlagen[Bearbeiten]

Der Begriff der Barrierefreiheit ist in fünf Dimensionen unterteilbar. [33]


1. Standardkonformität

  • Bildet das Fundament für ein barrierefreies Umsetzen von Webseiten, auch Validität genannt
  • Verwendung aktueller Technologien
  • Trennung von Inhalt und Layout
  • Plattformübergreifende und zukunftssichere Gestaltung

2. Zugänglichkeit

  • Berücksichtigung unterschiedlicher Nutzergruppen und Nutzerkontexte
  • Zugänglichkeit zum Informationsangebot für möglichst viele Benutzergruppen

3. Gebrauchstauglichkeit

  • Nachvollziehbare Navigation
  • Klare Orientierungshilfen
  • Konsistente Nutzerführung

4. Verständlichkeit

  • Verständliche Darstellung inhaltlicher Aspekte
  • Umsetzung in einfacher Sprache

5. Design

  • Übersichtliche Layoutgestaltung
  • Bildung einer sinnvollen Struktur


Web Content Accessibility Guidelines[Bearbeiten]

Als weitere Basis für die Gestaltung barrierefreier Internetseiten können die Web Content Accessibility Guidelines 1.0 (WCAG1) angesehen werden. Diese Richtlinien wurden 1999 vom World Wide Web Consortium (W3C), einem Gremium welches die Entwicklung einheitlicher Internettechnologien vorantreibt, veröffentlicht. Die WCAG1 bestehen insgesamt aus 14 Richtlinien mit insgesamt 65 Checkpunkten, die auf drei Prioritätsstufen verteilt sind. Das Befolgen dieser Richtlinien fördert die Zugänglichkeit der Internetseite und stellt allen Nutzern unabhängig von Zugangsort und Zugangsart äquivalente Inhalte zur Verfügung. [34]


Priorität 1: Muss-Kriterien

  • Formulieren der Inhalte in klarer und einfacher Sprache
  • Bereitstellen eines Text-Äquivalents für jedes Nicht-Text-Element
  • Lesbarkeit des Dokumentes auch ohne Stylesheets
  • Zusätzliche Kennzeichnung von mit Farbe dargestellter Information durch Hervorhebung oder andere Stilmittel
  • Kenntlichmachen von Änderungen der natürlichen Sprache innerhalb des Dokumententextes
  • Vermeiden von Bildschirmflackern
  • Betiteln von Frames
  • Kennzeichnen von Zeilen- und Spaltenüberschriften in Tabellen

Priorität 2: Soll-Kriterien

  • Beschriftung von Formularfeldern
  • Bereitstellung eines Inhaltsverzeichnisses
  • Ausreichender Kontrast von Vorder- und Hintergrundfarbe
  • Strukturieren eines Dokumentes durch Überschriften-, Listen- und Absatzelemente
  • Auszeichnung von Zitaten
  • Identifizierung von Verweiszielen
  • Hinzufügen semantischer Informationen (Einbindung von Metadaten)
  • Angabe von relativen anstelle von absoluten Einheiten
  • Konsitente Verwendung von Navigationsmechanismen
  • Bereitstellen von Textalternativen für dynamische Inhalte
  • Sicherstellen der Funktionsweise der Internetseite bei abgeschalteten Skripten

Priorität 3: Kann-Kriterien

  • Konsistenter Präsentationsstil
  • Spezifizierung von Abkürzungen und Akronymen bei ihrem ersten Auftritt
  • Gruppieren von Inhalten
  • Kenntlichmachen der vorherrschenden natürlichen Sprache des Dokumentes
  • Sinnvolle Ergänzung von Texten durch grafische oder akustische Präsentationen
  • Definieren einer logischen Tabulator-Reihenfolge
  • Bereitstellen von Tastatur-Kurzbefehlen
  • Zusammenfassung über Tabellen
  • Abkürzungen für lange Überschriftenzellen
  • Eindeutige Trennung nebeneinander angeordneter Verweise
  • Einbinden von Informationen über die Zusammenhänge verschiedener Dokumente

Das Umsetzen dieser Guidelines fördert die Barrierefreiheit im Internet. Die Anwendung dieser Richtlinien bei der Erstellung von Internetseiten ist für Unternehmen und Privatpersonen jedoch freiwillig.


Grafiken und Farbe[Bearbeiten]

Es gibt verschiedene Arten von Grafiken, die bei der Gestaltung von Internetseiten eingesetzt werden können. Allen ist gemein, dass sich ihr Informationsgehalt stark sehbehinderten oder blinden Menschen nicht erschließt. Über beschreibende Alternativtexte zu den einzelnen Grafiken und dem Einsatz von sogenannten Screenreadern, die den am Bildschirm sichtbaren Text auslesen und akustisch wiedergeben, ist es möglich die grafischen Inhalte in anderer Form darzustellen. Dazu müssen die verschiedenen Grafiktypen um weitere Textattribute ergänzt werden, was im Folgenden näher beschrieben wird. [35]


Schriftgrafiken

Texte, die zu Grafiken umgewandelt wurden, werden als Schriftgrafiken bezeichnet. Für das Anfertigen einer barrierefreien Internetseite ist diese Anwendung umstritten. Text, der als Grafik dargestellt wird, kann weder von Screenreadern noch von Suchmaschinen erfasst werden. Außerdem können Schriftgrafiken nicht an Benutzeranforderungen angepasst werden, da Farben und Schriftgrößen in Grafiken nicht individuell eingestellt werden können. Diese Art von Grafiken wird oft auch für Navigationselemente und Schaltflächen verwendet.
Für sehbehinderte Menschen oder Nutzer von einfachen Textbrowsern müssen deshalb Alternativtexte hinterlegt werden. Alternativtexte sollen den Text des Elementes wiedergeben und somit das Grafikelement ersetzen. Technisch werden diese Texte im alt-Attribut der Grafik im HTML-Code angegeben.


Informative Grafiken

Informative Grafiken unterstützen den Inhalt und das Thema der Seite. Auch für diesen Grafiktyp ist es wichtig, Alternativtext zu hinterlegen. Für Schriften ist der entsprechende Text zu notieren, für Symbole und Logos ist deren Bedeutung wiederzugeben. Fotos sollten knapp beschrieben werden. Die Bedeutung eines Bildes kann auch im Kontext, einem dem Bild zugeordneten Fließtext, näher beschrieben werden. Wichtig ist, dass die Beschreibung dem Bild eindeutig zugeordnet werden kann. In diesem Fall ist im Alternativtext des Bildes nur eine kurze Bezeichnung des im Kontext näher beschriebenen Gegenstandes notwendig.

Animierte Grafiken müssen abstellbar sein oder sind zu vermeiden, da sich bewegende oder blinkende Elemente zu Konzentrationsschwächen führen können. [36]


Layoutgrafiken

Dieser Typ hat ausschließlich ausschmückenden Charakter und findet in zwei Bereichen Anwendung.

  • Visuelle Unterstützung von Text
    • Genaue Informatione sind dabei der Grafik nicht zu entnehmen
    • Kurze und allgemeine Beschriebung im alt-Attrubut ist ausreichend
  • Abstandshalter/Farbflächen/Muster
    • Haben keinen Informationsgehalt
    • Auszeichnung mit einem leeren alt-Attribut (bewirkt Überspringen durch den Screenreader)

Farben

Informationen, die ausschließlich über die Farbe oder Farbwechsel vermittelt werden müssen noch anderweitig hervorgehoben werden, da sehbehinderte oder farbblinde Menschen Farben nur eingeschränkt wahrnehmen. Dies kann durch folgende Effekte erreicht werden.

  • Unterscheidung von verschiedenfarbigen Linien durch die Linienart (gepunktet, gestrichelt etc.)
  • Erkennbarkeit informativer Grafiken vor wechselndem Hintergrund
  • Grafiken mit transparentem Hintergrund benötigen eine helle Hintergrundfarbe


Schrift und Sprache[Bearbeiten]

Um den textuellen Inhalt von Internetseiten allen Nutzergruppen zugänglich zu machen, muss ein geeigneter Schrifttyp gewählt und die Schriftgröße bedürfnisorientiert einstellbar sein. Schriftgrößen können dabei in absoluten und relativen Werten angegeben werden. Es wird die Angabe von variablen, relativen Schriftgrößen empfohlen, da Diese von allen gängigen Browsern skaliert werden. Die relativen Größenangaben sind in zwei Varianten möglich.

  • Größenangabe in Maßeinheit "em" (relativer Bezug auf die Schriftgröße des Elternelementes)
  • Größenangabe in Maßeinheit "%" (gleiche Eigenschaft wie em)

Sprache

Um auch leseschwachen, lernbehinderten oder ausländischen Nutzern die Informationen auf der Internetseite vermitteln zu können, sollten allgemein gebräuchliche, einfache, kurze Wörter und Sätze verwendet werden. Bei Onlineauftritten, die eine spezifische Zielgruppe haben (z.B. wissenschaftlicher Auftritt eines Forschungsinstitutes), sollte zumindest auf der Startseite in allgemeinsprachlichen Wörtern beschrieben sein, welches Angebot hier bereitgestellt wird.[37]
Ein Sprachwechsel innerhalb eines Dokumentes (z.B. von Deutsch zu Englisch) ist gesondert zu kennzeichnen. Dies ist vor allem für Nutzer von Screenreadern wichtig, da Diese über interne Wortlisten die Aussprache der Wörter festlegen. Neben der Sprachwahl gibt es weitere Sprach-Strukturelemente, die bei der Umsetzung eines barrierefreien Internetauftritts zu beachten sind.

  • Sprachwechsel
    • Kennzeichnung durch das Element <span>
    • Das zu übersetzende Wort wird im lang-Attribut innerhalb von <span> angegeben
  • Zitate
    • Kennzeichnung durch das Element <blockquote> (spezielles Element der Skriptbeschreibungssprache XHTML)
    • <blockquote> erzeugt einen Absatz und der Text wird eingerückt dargestellt
  • Quellen
    • Kennzeichnung durch das cite-Attribut
    • cite wird innerhalb des <blockquote>-Elementes benutzt ("Ein Zitat von..")
  • Abkürzungen
    • Kennzeichnung durch das Element <abbr> (spezielles Element der Skriptbeschreibungssprache XHTML)
    • Der ausgeschriebene Text zur Abkürzung wird im title-Attribut innerhalb von <abbr> angegeben
  • Akronyme
    • Sind Buchstabenkombinationen, die im täglichen Sprachgebrauch zu finden sind (z.B. BVG, Akronym zu "Berliner Verkehrsgesellschaft")
    • Kennzeichnung durch das Element <acronym> (spezielles Element der Skriptbeschreibungssprache XHTML)
    • Der ausgeschriebene Text zum Akronym wird im title-Attribut innerhalb von <acronym> angegeben

In der folgenden Tabelle finden Sie Beispiele, wie die einzelnen Strukturelemente zu verwenden sind.


Element Beispiel
Sprachwechsel Bestätigung und <span lang="en">Confirmation</span>
Zitat mit Quellenangabe <blockquote cite=“Paul Mustermann“>Hier beginnt das Zitat [...]</blockquote>
Abbkürzung <abbr title=”zum Beispiel”>z.B.</abbr>
Akronym <acronym title=”Berliner Verkehrsgesellschaft”>BVG</acronym>

Tabelle 2: Sprach-Strukturelemente für Barrierefreie Internetseiten

Tabellen und Formulare[Bearbeiten]

Tabellen sollten bei der Gestaltung von barrierefreien Webseiten nur genutzt werden um tabellarische Daten darzustellen. Man spricht dabei von Datentabellen. Layouttabellen hingegen werden nur für das Seitenlayout verwendet und sollten vermieden werden. [38]


Datentabellen

Um eine Tabelle barrierefei umzusetzen, stehen eine Reihe von Elementen und Attributen für Überschriften, Zusammenfassungen und Beschreibungen zu Verfügung.

  • summary-Attribut
    • Dient der Angabe einer Zusammenfassung
    • Besonders für blinde Menschen hilfreich, um eine Überblick über den Tabelleninhalt zu bekommen
  • abbr-Attribut
    • Beinhaltet eine Kurzbezeichnung für lange Überschriften
    • Screenreader lesen nur in der ersten Datenzeile die lange Überschrift, danach nur noch die Kurzbezeichnung
  • id/headers-Attribut
    • Ordnet Datenzellen einer bestimmten Überschrift zu
    • Muss dann verwendet werden, wenn es mehrere Zeile- oder Spaltenüberschriften in der Tabelle gibt


Layouttabellen

Der Einsatz von Tabellen zu Layoutgestaltung ist nur sinnvoll, wenn die Zellen linearisiert sind. Dies ist dann der Fall, wenn die Informationen erst von links nach rechts und dann von oben nach unten angeordnet sind. Screenreader können die Zelltexte dann sinnvoll wiedergeben.


Formulare

Sind Formluare in eine Internetseite eingebettet, bestehen diese meist aus einer Beschriftung und einem zugehörigen Eingabefeld. Screenreader verbinden Beschriftungen nach festen Regeln mit den Eingabefeldern. Deshalb sollte die Beschriftung immer links neben oder über dem zugeordneten Eingabefeld angeordnet werden.
Das Element <fieldset> kann Formularelemente zu Abschnitten zusammenfassen. Um den Nutzen des Formulares anzugeben, kann über das <legend>-Element ein Titel mitgegeben werden, der dann vom Screenreader interpretiert wird. Um Pflichtfelder in Formularen zu kennzeichnen, ist das Ausschreiben eines Wortes wie "Pflichtfeld" in der Bezeichnung eines Elementes die sicherste Methode. [39]

Seitenaufbau[Bearbeiten]

Um den Aufbau einer Internetseite logisch zu segmentieren, werden Frames eingesetzt. Der Einsatz von Frames bringt jedoch Nachteile mit sich.

  • Ältere Browser können Frames nicht korrekt interpretieren
  • Screenreader lesen Frames nacheinander vor
  • Testbrowser können Frames gar nicht darstellen

Werden trotzdem Frames eingesetzt, sollten die folgenden Attribute benutzt werden.

  • <noframes>-Bereich
    • Darstellung der Seite (Inhalt, Struktur, Layout) ohne Frames
    • Sinnvoll ist hier auch der Verweis zu einer Übersichtsseite (Sitemap)
  • name-Attribut
    • Attribut für eine kurze Bezeichnung des Frame-Inhaltes

Frames, die ausschließlich zu Layoutzwecken eingesetzt werden, sollten die Bezeichnung "leer" enthalten.


Dokumentenaufbau

Es ist besonders darauf zu achten, dass barrierefrei gestaltete Webseiten bezüglich des Inhaltes klar strukturiert und gegliedert sind.

  • Überschriften
    • Sehbehinderte Menschen brauchen logische, im Quelltext der Seite festgehaltene Auszeichnungen, um sich auf der Seite zu orientieren
    • Deshalb ist eine Abstufung der Überschrift entsprechend ihrer Ordnung wichtig (Hauptüberschrift, Kapitelüberschrift etc.)
  • Listen
    • Dienen zu Strukturierung von Aufzählungen
    • Werden über die Elemente <ul> (ungerodnete Liste) und <ol> (geordnete Liste) gekennzeichnet

Kopfdaten

Die Kopfdaten einer Internetseite dienen zur Auswahl und Unterscheidung von Seiten. Sie werden meißtens auf der Seite selbst nicht angezeigt sondern dienen hauptsächlich dazu, die Seite über Suchbegriffe in Suchmaschinen wiederzufinden. Einzig der Dokumententitel (<title>-Attribut) wird in der Kopfzeile des Browsers angezeigt. Zu den Kopfdaten gehören weiterhin:

  • Metadaten
    • Im <meta>-Element werden suchmaschinenrelevante Daten angegeben
      • Seitentitel ("title")
      • Sprache ("language")
      • Autor ("author")
      • Inhalt ("description")
      • Stichwörter ("keywords")
  • Seitennavigation
    • Über das <link>-Element und angegebene Relationen können Seiten miteinander verbunden werden
      • Startseite (rel="start")
      • Übergeordnete Ebene (rel="up")
      • Vorangegangene Seite (rel="prev")
      • Nachfolgende Seite (rel="next")
      • Beziehung zum Inhaltsverzeichnis (rel="contents")
      • Beziehung zu Kapiteln (rel="chapter")
      • Beziehung zu einem Index (rel="index")


Navigation

Um das Bewegen in dem Internetauftritt zu erleichtern, sollten die Navigationselemente in allen Seiten in gleicher Weise verwendet werden. Der verbreiteste und allgemein bekannteste Mechanismus ist die Anordnung der Navigationselemente in der linken oder oberen Ecke einer Internetseite. Somit sind sie bei allen Browsereinstellungen und Bildschirmgrößen sichtbar. [40]
Um dem Nutzer eine Übersicht zu geben, wo er sich gerade befindet ist es sinnvoll, einen Navigationspfad mit allen übergeordneten Seiten bis hin zur Startseite anzugeben:
Start > Kapitel > Unterkapitel > Artikel
Alle übergeordneten Ebenen sollten als Verweise mit aussagekräftigen Namen eingebunden sein. Dies erlaubt das komfortable Navigieren zu den einzelnen Ebenen.


Tastaturbedienung

Sehbehinderte oder motorische gestörte Menschen setzen nur bedingt die Maus zur Navigation ein. Sie sind auf Internetseiten angewiesen, die sich auch über die Taststur gut bedienen lassen. Dafür sind zwei Dinge bei der Gestaltung der Seiten zu beachten.

  • Tastatur-Kurzbefehle
    • Über Tastenkombinationen lässt sich beispielsweise auf der Seite navigieren
    • accesskey-Attribut kann Tastaturbefehle für Verweise und Formular-Kontrollelemente bereitstellen
    • title-Attribut gibt das Ziel des Verweises an
  • Tabulator-Reihenfolge
    • Über tabindex-Attribut kann die Tabulatorreihenfolge auf der Seite frei definiert werden

Die beschriebenen Tastaturhilfen könne eine Navigation über die Tastatur erheblich vereinfachen und beschleunigen. Da jedoch die Browser zum Teil eigene Shortcuts in Verbindung mit der Alt-Taste verwenden, können für die unspezifische Nutzung momentan nur die Zifferntasten 0 bis 9 verwendet werden. [41]


Barrierefreies Web: Quelle, 24.06.2007


Angebot von Schulungen[Bearbeiten]

Das Angebot von Schulungen für ältere Menschen im Umfeld der Informations- und Kommunikationstechnik ist sehr vielfältig.

  • PC-Schulungen
    • Betriebssysteme
    • Office-Programme
    • Weitere Anwendungen
    • Email
  • Umgang mit dem Internet
    • Nutzung von Online-Angeboten
    • Webdesign
  • Digitale Bildbearbeitung

Die Inhalte, das Tempo und die Dokumentationsunterlagen der Schulungen sind dabei speziell auf die Senioren zugeschnitten. Im Gegensatz zu jüngeren, geübteren Anwendern muss sich in diesen Schulungen viel mehr Zeit für die Teilnehmer genommen werden. Das hat folgende Gründe.

  • Senioren sind beim Durchführen von Übungen sehr vorsichtig/ängstlich
  • Sie sind oft schon durch die Fachtermini überfordert
  • Mit zunehmendem Alter fällt das Lernen immer schwerer

Die genannten Punkte machen es erforderlich, dass für Senioren spezielle Schulungen angeboten werden müssen.

Gesundheit und Betreuung im Alter[Bearbeiten]

Durch die neuen Technologien und Medien können heutzutage die älteren Menschen im Bereich des Gesundheitswesen und der Betreuung mehr Freiheiten und Möglichkeiten genießen. In diesem Sektor besteht viel Potenzial für Hersteller und Entwickler die IT und die Medizin zu kombinieren. Die Nachfrage und der Bedarf wird sich allein durch den demographischen Wandel erhöhen. Der daraus resultierende Nutzen wird besonders für die Generation 50+ von Bedeutung sein.

Da der Gesundheitssektor sehr komplex ist, setzt dieses Wiki-Book den Fokus auf die Gebiete der Telemedizin und des TeleCare, da sie in der Berufswelt und der Gesellschaft starke Aufmerksamkeit erzielen. Besonders in diesen Gebieten hat die IT es den Menschen ermöglicht, möglichst lange selbständig in der eigenen Wohnung verbleiben zu können. Hier kann beispielsweise bei einem Sturz oder einem Schwächeanfall professionelle Hilfe angefordert werden. Der Hilferuf kann entweder selbst oder aber auch automatisch über die Kommunikationswege der „Neuen Medien“ ausgelöst werden.

Die nächsten Kapitel hinterleuchten die Gebiete der Telemedizin und des TeleCare und geben einen Auszug der vielen Varianten, die das Leben der Generation 50+ im Gesundheitswesen erleichtert und unterstützt. Ebenso werden neue Technologien und Ideen vorgestellt, die zur Erhaltung der Lebensqualität beitragen. Abschließend erfolgt eine Bewertung des IT-Einsatzes im Gesundheitssektors, in der Vor- und Nachteile für Patient und Arzt aufgelistet werden.


Telemedizin[Bearbeiten]

Die Telemedizin, ist die medizinische Diagnostik und Behandlung sowie die Datenarchivierung unter Einsatz der Informations- und Telekommunikationstechnik.

Die räumliche Entfernung zwischen Arzt und Patient wird durch die Telemedizin überbrückt. Durch die Vernetzung von Universitätskliniken, kommunalen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten können individuelle Kenngrößen (z. B. Röntgenbilder, Langzeit-EKG) zwischen den Experten/Ärzten abgerufen werden.

Die Telemedizin ermöglicht auch die kontinuierliche Erfassung und Überwachung physiologischer Messwerte am Patienten in häuslicher Umgebung mit Übertragung über Mobilfunknetze sowie ferngesteuerte Eingriffe mithilfe spezieller Robotertechnik.

Die Informations- und Datenflut in der Diagnostik und Therapie soll u. a. mit Hilfe der Telematik bewältigt werden. Gleichzeitig soll dadurch die Effizienz und Effektivität der medizinischen Versorgung erhöht werden.

Ein Beispiel aus der telemedizinischen Praxis ist das Telescreening für die diabetische Retinopathie (Netzhauterkrankung als Spätfolge des Diabetes mellitus mit etwa 1 000 Erblindungen je Jahr in Deutschland). [42]


Herzhandy - EKG Überwachung[Bearbeiten]

Datei:Handy an koerper.jpg
Abb. 11: Herzhandy, Quelle

Das Herzhandy verbindet die Funktionalität eines handelsüblichen Mobiltelefons mit der Technologie eines Diagnostikinstruments.

Das Unternehmen „Vitaphone GmbH“ hat das erste Herzhandy auf den Markt gebracht und mit folgenden telemedizinischen (Telemedizin) Zusatzfunktionen ausgestattet:

  • EKG-Aufzeichnung und EKG-Übertragung per Knopfdruck
  • Direktwahl zum Vitaphone Service Center
  • Genaue Positionsbestimmung (bis auf 15 Meter genau) des Anrufers via Global Positioning System (GPS) im gesamten Bundesgebiet[43]

Dieses Herzhandy gehört zu den Rettungssystemen der Vitaphone GmbH und nennt sich "Vitaphone 2300". Es dient der Rettung von Herz-Risiko-Personen.

Datei:Infoframebild.jpg
Abb. 12: EKG über Handy, Quelle

Patienten haben eine 24 Stunden "Rund-um-Sicherheit", da die EKG-Aufzeichnung, Übertragung und Auswertung zeit- und ortsunabhängig ist. Des Weiteren verfügt das Handy über eine Notfalltaste, über die eine Direktverbindung zum medizinischen Service Center hergestellt wird. Bei einem Anruf kann sofort der Standort lokalisiert werden, und es können schnelle Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden. Das medizinische Notfall Center übernimmt auch das Notfallmanagement, bestehend aus einem qualifizierten Team mit erfahrenen Ärzten.

So funktioniert es:

Die Ärzte können über das Herzhandy erkennen, wie es dem Herzen des Patienten geht. Mittels eines Knopfdruckes werden vollautomatisch bis zu drei EKG's in hochwertig digitaler Qualität aufgezeichnet, gespeichert und an das Service Center gesendet. Auf Wunsch können auch daraufhin die EKG's an die behandelnden Ärzte weitergeleitet werden. Dadurch können die Behandlungen noch optimaler gestaltet und die Therapien dementsprechend angepasst werden.

Die Auswertung einer Stichprobe ergab: [44]

 Von rund 1.000 Anrufern wurden 
 vier Herzinfarkte und drei Fälle von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen diagnostiziert. 
 Vom Auftreten erster Beschwerden bis zur Alarmierung des Notarztes vergingen 
 im Durchschnitt 44 Minuten und innerhalb von maximal 90 Minuten 
 erreichten alle Patienten die Klinik. 
 Daraus resultiert eine um rund zwei Drittel verkürzte Patienten-Entscheidungszeit, 
 welche unter Umständen Leben retten kann.

Herzschrittmacher - Implantat Überwachung[Bearbeiten]

Datei:CM Ladeschale kl.jpg
Abb. 13: Cardiomessenger mit Ladegerät, Quelle

Das Unternehmen BIOTRONIK ist ein führendes europäisches Unternehmen der Medizintechnik. Die Unternehmenszentrale hat ihren Sitz in Berlin (Deutschland). Sie stellen u. a. Herzschrittmacher in Form von aktiven Implantaten her.

Die Implantate senden medizinische und technische Daten an ein Patientengerät von BIOTRONIK, den CardioMessenger® oder CardioMessenger® II, welche ähnlich wie ein Mobiltelefon arbeiten. [45]


Technische Umsetzung

Die Datenübertragung vom Implantat zum CardioMessenger erfolgt über einen speziellen, im Implantat eingebauten Sender. Der CardioMessenger empfängt die Nachrichten vom Implantat und sendet sie als Kurznachrichten (SMS) über das Mobilfunknetz an das zentrale BIOTRONIK Service Center. Dort werden die Daten in Form eines übersichtlichen Berichtes, des Cardio Reports, analysiert und dargestellt. Der gesamte Informationsfluss ist vollständig automatisiert.

Der CardioMessenger verfügt über eine GSM-Triband-Mobilfunktechnik und ist weltweit einsetzbar. Die mobile Betriebszeit des Gerätes beträgt ca. 24 Stunden. Die Bedienung ist besonders auf die Bedürfnisse der Generation 50+ abgestimmt und besitzt eine intuitive Handhabung. [46]


Praktische Anwendung

Das Implantat wird von einem Arzt so programmiert, dass es täglich zu einem bestimmten Zeitpunkt die Nachrichten sendet, z. B. jede Nacht um 2.00 Uhr. Der Arzt erhält somit einen Überblick über den Verlauf der Erkrankung und über die Behandlung. Die Veränderungen des Körpers, besonders bei älteren Menschen, können dadurch im Laufe der Zeit frühzeitig erkannt werden. Dementsprechend kann das Implantat stets darauf abgestimmt werden. Bei bestimmten plötzlichen Veränderungen des Herzrhythmus oder des Implantats kann der Arzt zusätzlich sofort über E-Mail, Fax oder SMS informiert werden. Somit entsteht eine zunehmende Sicherheit für ältere Menschen auf Basis der IT und neuen Medien.

Die Generation 50+ kann den Tag weiterhin so gestalten wie bisher. Ob im Büro oder zu Hause, im Theater oder beim Spaziergang, der CardioMessenger kann den Implantatträger überallhin begleiten. Je nach Programmierung durch den Arzt sendet das Implantat regelmäßig nachts die Nachrichten aus dem Herzen. Dazu muss lediglich der CardioMessenger in der Nähe des Bettes aufgestellt werden.

Der CardioMessenger kann auch am Tage mit sich getragen werden, indem er an einem Gürtel befestigt, mit einem Trageriemen verwendet oder in einer Tasche mitgenommen wird. Der behandelnde Arzt kann somit jederzeit zusätzliche Daten aus dem Herzen erhalten und über bestimmte plötzliche Veränderungen des Herzrhythmus oder des Implantats informiert werden. [47]

TeleCare[Bearbeiten]

Die Begriffe TeleCare und TeleHealth werden oft als Synonyme für Telemedizin verwendet. Zu differenzieren ist die Fokussierung der Telemedizin auf die technischen Geräte der Medizintechnik und von TeleCare stärker auf die medizintechnischen Dienstleistungen in der Patientenversorgung.

Die Patientenversorgung wird in erster Linie durch:

  • Ärzte (z.B. Videokonferenz),
  • Pfleger in ambulanter Patientennachbetreuung (z.B. Übertragung von Vitaldaten bei Diabetes),
  • Notfallinformationen (z.B. Sturzsensoren für Senioren),
  • Tagesstrukturierungen (z.B. Erinnerung an die Medikamenteneinnahme) und
  • Übermittlung von Gesundheitsinformationen

realisiert.[48]

In der direkten Übersetzung von TeleCare wird „Care“ nicht als direkte medizinische Pflege und Zuwendung verstanden. „Care“ steht eher für Umsorgen, bei dem die medizinische Betreuung, falls notwendig, ein wichtiger, aber eben nur ein Teil ist. „Tele“ steht für die Vernetzung über das Internet z.B. für eine Verbindung eines intelligenten Haushaltes (Home Care) und einer Fernbetreuung (Home Monitoring). In dieses internet-basierte Betreuungsgeflecht sollten sowohl Angehörige und Freunde als auch Pflegestationen, medizinische Betreuung und Notfallhilfen integriert werden.


Home Monitoring[Bearbeiten]

Beim Home Monitoring wird der Patient in seiner privaten häuslichen Einrichtung durch seinen behandelnden Arzt fern überwacht. Der Arzt kontrolliert die Lebensfunktionen des Patienten, der zu Hause sein normales Leben weiterführen kann.

Das Home Monitoring ist dem TeleCare zuzuordnen, da es sich hier vornehmlich um die medizintechnische Dienstleistung der Patientenversorgung handelt. Für das Home Monitoring werden dagegen medizintechnische Geräte der Telemedizin verwendet, wie z.B. die Herzschrittmacher – Implantat Überwachung.


Datei:Home hmchain.gif
Abb. 14: Der Weg der Home Monitoring Daten, Quelle

Home Monitoring Service

Das Unternehmen BIOTRONIK hat im Bereich des Home Monitoring einen Home Monitoring® Service errichtet. Dieser Service versorgt den Arzt online mit aktuellen Informationen des Patienten über die medizintechnischen Geräte des Herzschrittmacher und des Defibrillator.

Beim Home Monitoring werden medizinische sowie technische Daten vom Implantat an das Patientengerät gesendet, z.B. den CardioMessenger® II. Vom CardioMessenger II erreichen die Daten über das Mobilfunknetz das zentrale BIOTRONIK Service Center, wo sie analysiert und in Form eines übersichtlichen Berichtes analysiert werden.[49] Bei lebensbedrohlichen Zuständen kann eine automatische Alarmierung des Arztes erfolgen, so dass unter Umständen lebensrettende Hilfe veranlasst werden kann.

Datei:Patient kl.jpg
Abb. 15: Patientenübersicht Online, Quelle

Der Home Monitoring Service bietet den Ärzten eine vielfältige Internetplattform, auf der eine Übersicht zu allen Patienten verfügbar ist. Anhand dieser Patientenübersicht kann der Arzt sofort sehen, wenn neue Ereignisreports empfangen werden. Diese werden immer an der obersten Stelle der Liste eingefügt. Die Aufmerksamkeit des Arztes wird dadurch zielgerichtet auf aktuelle Ereignisse gelenkt.

Die Home Monitoring Daten werden täglich in die Datenbank übertragen und können dadurch Langzeittrends von Patienten übersichtlich in grafischen Diagrammen darstellen.

Die Internetplattform unterscheidet zwischen Trend- und Ereignisreports.

  • Trendreports verschaffen einen langfristigen Überblick über die Parameterverläufe.
  • Ereignisreports werden vom Service Center automatisch beim Eintreten vordefinierter Bedingungen erstellt.

Als Zusatzfunktion kann der Arzt für jeden Patienten einzeln entscheiden bzw. die Software individuell konfigurieren, ob er die Ereignisreports zeitnah per Fax, E-Mail oder SMS erhalten möchte. [50]


Home Monitoring Patient

Wichtige medizinische Daten über den Zustand des Patienten sowie des implantierten Herzschrittmachers oder Defibrillators erhält der Arzt über das Home Monitoring. Der Patient muss dafür nicht zur Nachsorge in die Klinik oder Praxis.

Mittels Home Monitoring kann der Arzt zum Beispiel Informationen über

  • eventuell aufgetretene Herzrhythmusstörungen,
  • aus dem Implantat abgegebene Therapien (vor allem bei Defibrillatoren),
  • den Ladezustand der Batterie und
  • den Zustand der Elektroden

einsehen.

Home Monitoring erhöht die Sicherheit des Patienten. Durch die tägliche Übermittlung wichtiger Messdaten können Probleme - etwa mit den Elektroden, die den Herzschrittmacher bzw. Defibrillator mit dem Herzen verbinden - in vielen Fällen so früh erkannt werden, dass der Patient selbst noch nichts davon bemerkt hat.

Zudem unterstützen die Home-Monitoring-Daten den Arzt u. a. bei der

  • Einstellung des Herzschrittmachers oder Defibrillators,
  • Auswahl der Medikamente sowie
  • der Festlegung des Termins für die nächste Nachsorge.

Die Behandlung wird somit den individuellen Bedürfnissen des Patienten angepasst, und Arzt und Patient werden durch optimierte Arbeitsabläufe in der Nachsorgesprechstunde entlastet.[51]

Videokonferenz mit dem Arzt[Bearbeiten]

Die zum Teil veränderte zwischenmenschliche Kommunikation aufgrund der neuen Medien und die bedrohende Entstehung eines Ärztemangels aufgrund der Überalterung unserer Gesellschaft führt zu einer größeren Bedeutung einer virtuellen Beratung zwischen Arzt und Patient.

In Anbetracht der leeren Kassen der Krankenversicherungen sinnieren viele Experten über eine Beratungseinrichtung über die Medien E-Mail oder Videokonferenz. [52]

Des Weiteren können örtlich weit voneinander entfernte Ärzte oder Ärztegruppen über Videokonferenzen Bildbefunde, z.B. Röntgen- oder Endoskopiebilder austauschen und erörtern, ohne dass es einen zeitaufwendigen Versand von Kopien benötigt. Die Diagnosefindung wird qualifiziert und beschleunigt.

In gleicher Weise können Videokonferenzen auch der Fortbildung dienen.

In Süd-Ost-Bayern gibt es seit Januar 2003 ein Pilotprojekt, welches via Videokonferenzen Schlaganfallpatienten das Leben rettet. Das Projekt nennt sich TEMPiS und ist ein beispielhaftes Konzept, das Schule machen könnte. Die Idee besteht darin, die Krankenhäuser und auch die regionalen kleineren Krankenhäuser miteinander zu vernetzen. Über die Vernetzung durch eine High-Speed-Datenübertragung sind schnelle und just-in-time Videokonferenzen möglich, die für Schlaganfallvorfälle nötig sind.

Das Grundproblem der fehlenden Spezialisten und Spezialabteilungen für Schlaganfälle in regionalen Krankenhäusern ist somit behoben worden, indem spezialisierte Schlaganfall-Zentren im Vernetzungsgebiet entstanden sind. Hier entscheiden Sekunden über die richtige Diagnostik und Behandlung von Schlaganfallpatienten. Somit werden in Süd-Ost-Bayern spezialisierte Diagnostiken in regionalen Krankenhäusern realisiert und zeitnahe Behandlungen für Schlaganfälle gewährleistet.[53] Das Pilotprojekt ist für Interessenten unter folgender Website http://www.tempis.de/ zu finden.


IT zur Erhaltung des Lebensstandards[Bearbeiten]

Um den Lebensstandard auch noch im hohen Alter zu erhalten, kann die Nutzung von IT und neuen Medien für die Generation 50+ behilflich sein. Die folgenden Technologien geben einen kleinen Eindruck, wie die Lebensqualität für ältere Menschen beibehalten werden kann.


CARE-O-BOT[Bearbeiten]

Datei:Care II1.jpg
Abb. 16: Care-O-bot II, Quelle

Der Care-O-bot ist ein Roboter, der Senioren im täglichen Leben unterstützt.

Vor einigen Jahrzehnten waren Roboter noch bloße Science-Fiction-Figuren. In unserem heutigen Leben sind sie wohl kaum noch wegzudenken. Roboter sind zu mechanischen Helfern in allen Lebenslagen geworden.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart forscht und entwickelt seit über zehn Jahren auf dem Gebiet der Serviceroboter, die für Haushalt, Marketing und Eventbereiche angeboten werden. [54]

Der Care-O-bot II ist der aktuelle mobile Serviceroboter des Fraunhofer-Instituts, der im Jahre 2002 erbaut wurde. Er besitzt die Fähigkeit Menschen im Haushalt zu unterstützen und kann mit ihnen interagieren. In menschenbevölkerten Umgebungen sind seine Bewegungen sicher und verlässlich.


Technische Funktionsweise

Mit der Fertigstellung des Care-O-bot II wurde die Entwicklung des intelligenten Haushaltsassistenten fortgeführt. Der Care-O-bot II hat ein neues Design mit

  • einem Arm,
  • einem beweglichen Sensorkopf,
  • höhenverstellbaren Gehstützen und
  • einem abnehmbaren Bedienpanel.

Der Arm verfügt über sechs Freiheitsgrade, eine Reichweite von bis zu ca. 1m und ist speziell für Haushaltsaufgaben konzipiert. Der 1,48 m große Roboter kann somit typische Haushaltsgegenstände bis 2kg Gewicht greifen und transportieren. Eine wesentliche Fähigkeit des Care-O-Bot ist die Manipulationsfähigkeit in seiner Umwelt. Der Manipulatorarm besitzt einen flexiblen Greifer, der Formen und Gewichte typischer Gegenstände (Teller, Tassen, Flaschen etc.) im Haushalt fassen kann.

Der schwenkbare Kopf ist mit Kameras und Laserscanner ausgestattet. Über ihn nimmt Care-O-bot die Umgebung wahr. Die Daten werden mit Objekteigenschaften aus einer Datenbank verglichen. Damit kann der Roboter selbständig bestimmte Gegenstände erkennen und greifen. An der Hand befindet sich ein weiteres Kamerasystem, um den Griff genau zu überwachen und zu präzisieren.

Datei:Care II2.jpg
Abb. 17: Care-O-bot II backside, Quelle

Über die Gehhilfestützen kann der Benutzer seinen Roboter genau so einfach bedienen wie ein nicht motorisiertes Gehhilfegefährt. Mit einem Unterschied: Der Roboter bewegt sich selbst - angeglichen an die Fortbewegung seines Benutzers. Entsprechend der Anforderungen des Benutzers wurden zwei verschiedene Operationsmodi implementiert.

  • Fahren nach Führung, ermöglicht dem Benutzer, den Roboter in eine gewünschte Richtung zu schieben, wobei Hindernisse erkannt und umfahren werden.
  • Fahren nach Plan, führt den Benutzer durch den Roboter entlang eines vom Roboter berechneten, optimalen Weg zu einem zuvor spezifizierten Ziel.

Die Gehhilfestützen sind je nach Bedarf automatisch ein- und ausfahrbar. Care-O-bot II kann somit gebrechlichen Personen auch als Gehhilfe dienen. Seine Navigationsalgorithmen und seine Sensorik erlauben ihm nicht nur, sich selbstständig in der Wohnung zurechtzufinden. Sie helfen ihm auch, seinen Besitzer sicher zum Ziel zu geleiten.

Die Bedienung des Care-O-bot erfolgt über ein abnehmbares Bedienpanel mit Touchscreen und wird per Funk betrieben. Der Benutzer kann so die Aktionen des Roboter auch dann überwachen, wenn er sich nicht im selben Raum aufhält. Ebenfalls gehört zum Bedienpanel ein Mikrofon für Sprachbefehle. Die Bedienung ist sehr einfach und mit wenigen Befehlen gestaltet. Die einfachen Befehle werden in komplexe Bewegungsabläufe umgesetzt. Dabei hilft dem Roboter ein Handlungsplaner und eine Umgebungsdatenbank. Die Batterien halten im Dauerbetrieb etwa 10 Stunden bevor Care-O-bot zur Ladestation fahren muss. [55]


Praktische Anwendung für Haushalt und Pflege

Im täglichen Leben bieten technische Systeme Unterstützung und Anleitung zur Eigeninitiative. Aus der technischen Funktionsweise von Care-O-Bot ergeben sich folgende Funktionen für den Haushalt und die Pflege.

Haushaltsaufgaben

  • Ausführen einfacher Aufgaben, wie Tisch decken, Getränke servieren, Mikrowelle bedienen und einfache Reinigungsaufgaben
  • Holen und Reichen von Gegenständen, wie Arznei und Bücher
  • Unterstützung beim Greifen, Heben und Halten von Gegenständen
  • Steuerung der häuslichen Infrastruktur, wie Heizung, Licht, Fenster, Haustür und Alarmanlage

Mobilitätsunterstützung

  • Hilfe beim Aufstehen aus dem Bett oder vom dem Stuhl
  • Intelligente Gehhilfe

Kommunikation und soziale Integration über das Bedienpanel

  • Medienmanagement, wie Bildtelefon, Musikanlagen, interaktive Medien
  • Day-Time-Manager, wie Medikamenteneinnahme, Tagesablauf
  • Kommunikation mit medizinischen und öffentlichen Einrichtungen, wie Ärzte, Behörden
  • Überwachung von Vitalfunktionen und Notfallalarmierung

Der Care-O-bot kann von älteren Menschen ohne technische Vorkenntnisse bedient und benutzt werden. Damit sich Mensch und Maschine sicher verstehen, erfolgt die Kommunikation über mehrere Sinneskanäle (Sprache, Haptik und Gestik). So erfolgt z.B. die Kommandierung des Roboters über gesprochene Sprache oder über den integrierten Touchscreen.

Voraussetzung für eine effiziente Kooperation ist die sensorische Erfassung des Umfeldes und ein Verstehen der Aufgaben und deren Kontext. [56]


Gedächtnishilfesystem[Bearbeiten]

In der Universität Leipzig entwickeln bereits Forscher eine „elektronische Gedächtnisstütze“ für ältere Menschen. In Form eines speziell für sie angepassten Taschencomputer, tragen Senioren ihre persönlichen Termine in einen elektronischen Kalender ein. Das können Termine von Arztbesuchen oder zum Beispiel Uhrzeiten für die Medikamenteneinnahme sein, welche sich akustisch daran erinnern lassen.

Datei:Memos1.gif
Abb. 18: MEMOS Architektur, Quelle

Auf diesen Taschencomputer „PMA“ (Personal Memory Assistant) haben auch medizinische Betreuer über direkten Mobilfunk einen Zugriff darauf. Dadurch können auch von extern Termine mit den Patienten eingetragen werden. Zusätzlich werden Betreuungscenter eingerichtet, welche sämtliche Daten der Senioren kanalisieren und mit ihnen Kontakt halten. [57]

Mit dieser Kombination aus PMA und dem interaktiven Austausch zu einer Betreuungsstation entsteht ein bisher einzigartiges mobiles Gedächtnishilfesystem, welches über einen bidirektionalen Kontakt realisiert wird. Die Universität Leipzig nennt dieses System MEMOS.

MEMOS

ist eine mobile interaktive Gedächtnishilfe für hirngeschädigte Patienten und ältere Menschen. An seiner Entwicklung arbeiten an der Universität Leipzig Wissenschaftler des Instituts für Informatik und der Tagesklinik für kognitive Neurologie des Universitätsklinikums. [58]

MEMOS besteht aus drei Hauptkomponenten:

1. Basisstation: eine Datenbank, in der alle Informationen zusammenlaufen und gesteuert werden.

2. Betreuungsstation: PC-basiert werden hier die Informationen einzelner Patienten oder Senioren eingegeben und koordiniert.

3. PMA: ein handy-ähnliches Gerät, welches die Klienten bei sich tragen und das sie an wichtige Informationen erinnert.

Der technische Aufbau und die Architektur des MEMOS Systems ist bereits entwickelt. Momentan bestehen noch einige technische Probleme, daher ist das MEMOS noch nicht einsatzfähig. Sobald das Memos in Betrieb genommen werden kann, wird es unter der Website http://www.memos-online.de/home.html bekannt gegeben.

Für die Generation 50+

bietet dieses Gedächtnishilfesystem eine Kombination aus Mobiltelefon und tragbaren Kalender. Die eigens dafür entwickelte Software lässt sich sehr einfach bedienen. Der Bildschirm ist sehr übersichtlich und verfügt über große Schrift und wenige, eindeutig gekennzeichnete Tasten, die nur erscheinen, wenn sie benötigt werden.

Die Termineingabe ist per Anruf an die Betreuungsstation möglich. Die Assistenten an der Betreuungsstation hören die Nachricht ab und geben die notwendigen Informationen in die Betreuungsstation ein, so dass sie zum richtigen Zeitpunkt an den PMA gesendet werden kann.

Ein direkter Kontakt mit der Betreuungsstation ist jederzeit möglich. Somit ist jederzeit eine Notruffunktion und Hilfe bei technischen Problemen gewährleistet.

Speziell für die Senioren ist die Serie PMA-S vorgesehen. Hier werden spezifische Funktionen für die Generation 50+ angeboten, wie:

  • Zugang ins Internet (z.B. aktuelle Fahrplaninformation)
  • Handyfunktionen (z.B. Senden und Empfangen von SMS)
  • Betreuungscenter wird zum Dienstleistungscenter (z.B. Hilfestellungen bei technischen Anfragen)

Diese Funktionen geben den älteren Menschen viel Sicherheit, um jederzeit mit dem Gerät und im Alltag zurecht zu kommen.[59]

Gedächtnisspiele gegen Demenz[Bearbeiten]

Wie kann ich mich gegen die Alzheimer-Krankheit schützen? Kann man Alzheimer oder Demenz vorbeugen?

Wissenschaftler weisen auf diesem Gebiet auf drei Säulen hin, die jeder einzelne berücksichtigen kann:

  • gesunde Ernährung
  • reichlich Bewegung und
  • geistige Aktivität.

In vielen großen epidemiologischen Studien wurde nachgewiesen, dass diese drei Faktoren das Risiko, an Alzheimer bzw. Demenz zu erkranken, senken. [60]

Für dieses Wiki-Book ist die dritte Säule die „geistige Aktivität“ von Relevanz. Viele Wissenschaftler glauben, dass lebenslange geistige Aktivität einen schützenden Effekt haben kann und mit der man der Demenz von älteren Menschen entgegen wirken kann.

Somit kann trotz aller Hindernisse und Risiken der Computer auch entwicklungsfördernd für Geist und Psyche eingesetzt werden. Vor allem ältere Menschen können davon profitieren, da sie oft ihr geistiges Potential nicht mehr ausnutzen.

Die Generation 50+ besitzt die Fähigkeit "Neues zu lernen" bis ins hohe Alter. Einzig die Effizienz des Gedächtnisses lässt im Alter nach.

Das kann mit Denkspielen auf dem Computer (Computerspiele) trainiert werden. Es gibt Denkspiele, die das

  • sprachliche (Wortspiele),
  • graphische und
  • räumliche

Gedächtnis fördern. Der Computer ist hier in dieser Konstellation ein geduldiger Trainingspartner. Er verhält sich neutral und diskret. Für viele ältere Menschen ist dieses Verhalten eine Erleichterung, denn es muss ihnen nicht peinlich sein, Schwächen beim Training einem anderen Menschen gegenüber zu offenbaren.

Das Gedächtnis kann u. a. mit folgenden Spielen trainiert werden:

  • Memory,
  • Bild Puzzle oder
  • Logik-Spielen.

Die Firma Ravensburger bietet unter der THINK-Reihe u. a. folgende Computerspiele an:

  • Globetrotter,
  • Denk-Krimi,
  • Denksport,
  • Paternoster,
  • Logik Trainer.

Im Internet sind parallel auch viele kostenlose Gedächtnisspiele zu finden. Auf der folgenden Seite http://quiztante.de/spiel/ wird u. a.

angeboten. Die Spiele sind gewaltfrei, ohne Download und ohne Dialer. Anhand dieser Computerspiele kann die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis und das strategische Vorgehen im Gehirn geschult und vor allem für ältere Menschen trainiert werden.

Bewertung des IT-Einsatzes im Gesundheitssektor[Bearbeiten]

Der IT-Einsatz im Gesundheitssektor bringt viele Herausforderungen für Ärzte mit sich. Darin verbirgt sich eine optimale Qualitätssicherungsmaßnahme für die ärztliche Versorgung.


Für den Patienten ergeben sich folgende Vorteile:

  • Ärztliche Konsultation / Überwachung ist ohne physische Anwesenheit in der Arztpraxis - und so ohne nennenswerten Zeit- und Kostenaufwand - möglich
  • Doppeluntersuchungen werden reduziert
  • Der Patient kann in seinem häuslichen Umfeld behandelt werden
  • Fahrkosten und Arbeitsausfälle entfallen
  • Der Patient selbst ist informierter Entscheidungsträger
  • Erhöhte Motivation: durch die aktive Mitwirkung wird der Patient veranlasst, sich eingehender mit seiner Krankheit und seiner Stoffwechsellage zu befassen
  • Telekonsultation von Spezialisten erlaubt optimale Diagnostik
  • Höhere Überlebenschancen in zeitkritischen Fällen (EKG im NOTARZT)
  • Durch elektronische Dokumentation können Therapieentscheidungen deutlich sicherer auf Behandlungsfehler überprüft werden


Auch der Arzt profitiert vom IT-Einsatz:

  • Experten können interaktiv konsultiert werden
  • Durch einen schnellen Zugriff auf die digital vorliegenden Werte des Patienten kann der Arzt eine noch bessere Behandlung gewährleisten
  • Es entsteht eine effektivere Praxisorganisation
  • Im Internet kann der Arzt sich fortbilden und aktuelle Informationen einholen
  • DV-gestützte Prozessevaluation mit Leitlinien können als Referenz herangezogen werden
  • Eine geringere Ablage, verkürzte Suchzeiten und Portoersparnis helfen Kosten zu sparen


Obwohl im Gesundheitssektor einfach zu handhabende und kostengünstige IT-Anwendungen verfügbar sind, gibt es doch aus ärztlicher Sicht einige Vorbehalte.


Der IT-Einsatz bringt gewisse Nachteile und Gefahren mit sich:


Abrechnung

Für telemedizinische Behandlungen existieren noch keine Gebührenziffern, so dass die Liquidation entsprechend erbrachter Leistungen derzeit noch unklar ist. In einigen Gebieten bestehen jedoch bereits besondere Modelle mit entsprechender Abrechnungsmöglichkeit.


Erhöhter Zeitaufwand

Wenn der Patient seine Daten in kurzen zeitlichen Abständen übermittelt, so kann dies - statt einer Zeitersparnis - auch zu einem erhöhtem Zeitaufwand führen. Vor allem, wenn anhand der Werte eine Rücksprache mit dem Patienten erforderlich ist. Ebenso ist vorstellbar, dass der Patient bei jeder Datenübermittlung eine Stellungnahme vom Arzt fordert.


Abnahme des Patientenkontakts

Der Patient kann im Laufe der Zeit zur Auffassung kommen, dass die Datenübermittlung ausreichend sei. Besonders bei normnaher Einstellungen könnte er glauben, dass auf regelmäßige Untersuchungen verzichtet werden könne. In diesem Fall muss dem Patienten klargemacht werden, dass diese Befunderhebungen, trotz offensichtlich guter Stoffwechseleinstellung, unverzichtbar sind.


Rechtliche Probleme

Der IT-Einsatz birgt das Risiko, durch und mit der Datenübermittlung gegen die ärztliche Schweigepflicht, gegen datenschutz- und standesrechtliche Vorschriften zu verstoßen.


Erhöhtes Haftungsrisiko

Der betreuende Arzt muss sicherstellen, dass die vom Patienten übermittelte Daten auch zeitnah ausgewertet werden. Geschieht dies nicht und unterbleibt daher eine aufgrund dieser Daten angezeigte Therapieentscheidung, so führt dies zu einer Haftung des behandelnden Arztes.


Investitionen in EDV und Schulungsmaßnahmen

Zur Nutzung von Telemedizin und TeleCare sollten Arzt und Teile des Praxispersonals mit EDV ausgestattet und sowie mit deren Umgang vertraut sein. Die Investitionen für die Anschaffung und Schulung hängen vom gewählten System ab.[61]


Zusammenfassend überwiegt jedoch der Nutzen, die Gewichtung und die Vielfalt der Vorteile im Gesundheitssektor unter dem Einsatz von IT und neuen Medien.

Verwandte Themen und Links[Bearbeiten]

  • Intelligent Home - Haushaltstechnik und Umgebungssteuerung, z.B. Herdsicherung, 23.06.2007
  • Hightech Rollstuhl - Puls und Blutwerte lassen sich kontrollieren. Im Notfall ruft das System um Hilfe, 23.06.2007


Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.hdm-stuttgart.de/~ferdinand/produktionen/derdemograph/derdemograph.pdf, 24.06.2007
  2. http://sgg-ssg.ch/deutsch/listen/uploads/Moderne_Technik-Alte_Leute.pdf, 24.06.2007
  3. http://www.seniorwatch.de/news/SZ_Alter_Technik.htm, 24.06.2007
  4. Ergebnis der Forschungsfirma Empirica und der "Seniorwatch"-Studie, 24.06.2007
  5. Vgl. Michels, U.: Der große Graben I. In: Der Demograph 01 - Wir, die alternde Gesellschaft, S.12
  6. http://www.schader-stiftung.de/wohn_wandel/858.php, 24.06.2007
  7. http://www.schader-stiftung.de/wohn_wandel/858.php, 24.06.2007
  8. http://alte.aufmerksamke.it/seniorensport/sport/die-demographische-entwicklung.html, 24.06.2007
  9. http://www.digitale-chancen.de/content/stories/index.cfm/aus.2/key.1965/secid.14/secid2.87, 24.06.2007
  10. http://web.archive.org/web/20070611225907/http://www.awb.tu-berlin.de/sonstiges/presse/stuttgarter_zeitung_011004.pdf
  11. http://www.pcwelt.de/news/internet/37640/index.html, 24.06.2007
  12. http://www.it-news-world.de/news_738/Digitale+Kl%FCfte+in+Europa, 24.06.2007
  13. ARD/ZDF Online-Studie 2003, S. 340
  14. Erhebung 2001; Quelle: WIP internationaler Datenabgleich
  15. http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Medien, 24.06.2007
  16. http://www.digitale-chancen.de/content/stories/index.cfm/key.1808, 24.06.2007
  17. http://www.zdnet.de/news/tkomm/0,39023151,39144329,00.htm, 24.06.2007
  18. http://www.zdnet.de/news/tkomm/0,39023151,39149393,00.htm, 24.06.2007
  19. http://www.barrierekompass.de/weblog/index.php?itemid=514, 24.06.2007
  20. http://www.pcwelt.de/news/internet/37640/index.html, 24.06.2007
  21. http://openpr.de/news/87003/Homepagebau-leichter-Einstieg-fuer-Senioren.html, 24.06.2007
  22. Vgl. nach van Eimeren/Gerhard/Frees 2002, S.348.
  23. http://www.barrierekompass.de/weblog/index.php?itemid=514, 24.06.2007
  24. http://www.kda.de/german/showarticles.php?id_art=38, 24.06.2007
  25. http://www.sencity.de/latest/computerspiele_fuer_senioren.html, 24.06.2007
  26. http://www.sencity.de/latest/computerspiele_fuer_senioren.html, 24.06.2007
  27. http://www.t-kn.de/Geraete.html, 24.06.2007
  28. http://sgg-ssg.ch/deutsch/listen/uploads/Moderne_Technik-Alte_Leute.pdf, 24.06.2007
  29. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19483/1.html, 24.06.2007
  30. http://www.zdnet.de/news/tkomm/0,39023151,39149393,00.htm, 24.06.2007
  31. http://www.focus.de/digital/multimedia/Computer_nid_29107.html, 24.06.2007
  32. Vgl. Jan Eric Hellbusch, Christian Bühler (Hrsg.): „Barrierefreies Webdesign“, dpunkt.verlag GmbH, Heidelberg 2005
  33. http://www.itib.de/barrierefrei/einleitung.html, 24.06.2007
  34. http://www.w3c.de/Trans/WAI/webinhalt.html, 24.06.2007
  35. Vgl. Jens Meiert: „Accessibility-Eigenschaften von CSS“, http://meiert.com/de/w3/TR/css-access/, Version vom 15.06.2007
  36. Vgl. http://www.it-infothek.de/barrierefrei/inhalt.html, 24.06.2007
  37. http://www.it-infothek.de/barrierefrei/inhalt.html, 24.06.2007
  38. Vgl. René Hartmann: „Zugänglichkeitsrichtlinien für Web-Inhalte 1.0“, http://www.w3c.de/Trans/WAI/webinhalt.html, Version vom 15.06.2007
  39. Vgl. Stefan Mintert (Hrsg.), Christine Kühnel, Judith Muhr, Stefan Schumacher: „XHTML, CSS & Co“, Addison-Wesley Verlag, ein Imprint der Pearson Education Deutschland GmbH, München 2003
  40. Vgl. Joachim Böhringer et al.: „Kompendium der Mediengestaltung für Digital- und Printmedien“, 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, Springer-Verlag Berlin Heidelberg New York 2003
  41. Vgl. Jan Eric Hellbusch, Christian Bühler (Hrsg.): „Barrierefreies Webdesign“, dpunkt.verlag GmbH, Heidelberg 2005
  42. http://lexikon.meyers.de/meyers/Telemedizin, 24.06.2007
  43. http://www.vitaphone.de/de/telemedizinische-betreuung/, 24.06.2007
  44. http://www.vitaphone.co.at/de/kontrolle/vitaphone_2300/nutzen/, 24.06.2007
  45. http://www.biotronik-healthservices.com/sixcms/detail.php?id=118, 24.06.2007
  46. http://www.biotronik-healthservices.com/sixcms/detail.php?id=464, 24.06.2007
  47. http://www.biotronik.de/sixcms/detail.php/487, 24.06.2007
  48. http://www2.hu-berlin.de/reha/telecare/definition2.htm, 24.06.2007
  49. http://www.biotronik-healthservices.com/sixcms/detail.php?id=118, 24.06.2007
  50. http://www.biotronik-healthservices.com/sixcms/detail.php?id=463, 24.06.2007
  51. http://www.biotronik-healthservices.com/sixcms/detail.php?id=465, 24.06.2007
  52. http://www.seniorwatch.de/news/SZ_Alter_Technik.htm, 24.06.2007
  53. http://www.tempis.de/content/view/38/55/, 24.06.2007
  54. http://www.ipa.fraunhofer.de/, 24.06.2007
  55. http://www.ipa.fraunhofer.de/Arbeitsgebiete/robotersysteme/service/care2.php, 24.06.2007
  56. http://www.care-o-bot.de/Produktblaetter/Produktblatt_Care-O-bot.pdf, 24.06.2007
  57. http://www.seniorwatch.de/news/SZ_Alter_Technik.htm, 24.06.2007
  58. http://www.uni-leipzig.de/messen/medica2004.htm, 24.06.2007
  59. http://www.memos-online.de/what_is_dt.html, 24.06.2007
  60. http://www.alzheimer-forschung.de/web/alzheimerkrankheit/vorbeugen.htm, 24.06.2007
  61. http://www.diabetes-forum.com/scripts/menu_archiv.asp?page=Archiv14&ID=131, 25.06.2007