Information: Zitate

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Anton Zeilinger, österreichischer Quantenphysiker

Zitate zum Thema Information[Bearbeiten]

  • It is desirable therefore to eliminate the psychological factors involved and to establish a measure of information in terms of purely physical quantities.

Deshalb ist es wünschenswert, alle psychologischen Faktoren herauszulassen und ein Informationsmaß aufzustellen, das ausschließlich messbare Größen enthält schreibt 1928 im „Bell System Technical Journal“  Ralph Hartley

  • Es stellt sich letztlich heraus, dass Information ein wesentlicher Grundbaustein der Welt ist. Wir müssen uns wohl von dem naiven Realismus, nach dem die Welt an sich existiert, ohne unser Zutun und unabhängig von unserer Beobachtung, irgendwann verabschieden. Anton Zeilinger, österreichischer Quantenphysiker
  • Ich habe gesagt, wie man die Menge von Informationen mißt, nämlich durch Zählung der Ja-Nein-Entscheidungen... Aber was Information eigentlich ist, habe ich nicht gesagt...Ich sagte soeben: "Das Telegramm ist oder enthält Information". Warum das "oder"? Ich wußte offenbar nicht, ob das Telegramm die Information selber ist oder nur enthält. Wir Menschen eines von den Begriffen Descartes`dominierten Zeitalters werden etwa fragen: "Was bezeichnet das Wort Information? Ein materielles Ding, etwa die Druckerschwärze auf dem Telegrammzettel, oder einen Bewußtseinsinhalt, also das, was ich denke, wenn ich das Telegramm lese?" Diese Frage hat die Informationstheoretiker unserer Tage beunruhigt, und sie sind zu dem sie vielleicht noch mehr beunruhigenden Ergebnis gekommen: Keins von beiden. Information ist weder ein materielles Ding noch ein Bewußtseinsinhalt. Beide Deutungen scheitern an dem, worum willen der Informationsbegriff überhaupt eingeführt worden ist, an dem objektiven Charakter der Information. Die Einheit der Natur, C.F.v.Weizsäcker
  • Nehmen wir an, die Druckerschwärze auf dem Zettel sei die Information. Dann ist das, was ich in Hamburg niedergeschrieben habe, als ich das Telegramm aufgab, und was der Empfänger hier in München in die Hand bekommen hat, nicht dieselbe Information, denn es sind verschiedene Zettel; Information ist gerade das, was beiden Zetteln gemeinsam ist. Nehmen wir an, der Denkvorgang in der Seele des Menschen, der den Inhalt des Telegramms denkt, sei die Information. Dann ist das, was ich gedacht habe, als ich das Telegramm aufgab, andere Information als das, was der Empfänger gedacht hat, als er das Telegramm empfing. Nicht unser jeweiliger Bewußtseinsakt, sondern das, was dieser Bewußtseinsakt weiß, ein beiden, sonst so verschieden bewußten Personen Gemeinsames, ist die Information.

Die Einheit der Natur, C.F.v.Weizsäcker

Carl Friedrich von Weizsaecker
  • Man beginnt sich daher heute daran zu gewöhnen, daß Information als eine dritte, von Materie und Bewußtsein verschiedene Sache aufgefaßt werden muß. Was man aber damit entdeckt hat, ist an neuem Ort eine alte Wahrheit. Es ist das platonische Eidos, die aristotelische Form, so eingekleidet, daß auch ein Mensch des 20. Jahrhunderts etwas von ihnen ahnen lernt... Information ist also wohl so etwas wie das Bringen der Form in die Materie oder der Materie in die Form. Wie die Autoren sich dies auch jeweils gedacht haben mögen: Information kann nur im Begriffspaar Form-Materie verstanden werden und ist dem Begriffspaar Bewußtsein-Materie ursprünglich fremd. Wollte man den Ort der Information im Bewußtsein suchen, so müßte man nicht vom empirischen, sondern vom transzendentalen Bewußtsein reden...Aber sie,die Information, ist nicht der seelische Akt des Denkens, sondern das, was dieses Denken denkt, der Gedanke, in dem Sinne, in dem ich sagen kann, daß zwei Menschen dasselbe denken. Keineswegs jede Form oder Struktur, sei es auch auf einer bestimmten hohen Abstraktionsstufe, ist Information. Wenigstens zweierlei wird noch nötig sein: sprachlicher Charakter und Eindeutigkeit...

Die Einheit der Natur, C.F.v.Weizsäcker

  • So wie ich in diesem Vortrag spreche, schreibe ich auch der abstrakten Form der Schrift oder den Stromfolgen in Rechenmaschinen sprachlichen Charakter zu; ich schreibe ihn aber nicht zu den Formen der Sterne oder der Pflanzen... Ich vermag die Grenze nicht scharf zu ziehen, ich kann aber ohne die Unterscheidung der sprachlichen und der nichtsprachlichen Form nicht auskommen. Dem, der strenge Begriffsbestimmungen sucht, mag diese Feststellung sehr unbefriedigend scheinen. Versuchten wir nicht gerade, dem sehr unbestimmten Begriff der Sprache durch Rückgriff auf den Begriff der Information mehr Klarheit zu geben, sei es auch um den Preis einer einseitigen Deutung? Wenn wir aber Information nun umgekehrt durch Rückgriff auf den Begriff der Sprache definieren, so geraten wir in einen Zirkel. Es wird der Schluß meines Vortrags sein, daß ich versuche, zu zeigen, inwiefern dieser Zirkel sinnvoll und unvermeidlich ist. Dieser Zirkel ist, so scheint mir, die Bedingung der Exaktheit im Denken. Die Einheit der Natur, C.F.v.Weizsäcker
  • Norbert Wiener, "Cybernetics or Control and Communication in the Animal and the Machine" (1948)(S. 132).
Information is information, not matter or energy. No materialism which does not admit this can survive at the present day" 

Das Zitat von Wiener findet sich hier: *http://www.unilu.ch/files/18stwwiener.pdf Kommentar Benutzer:Rho: Ein interessanter Satz. Aus heutiger Sicht ist das aber eine etwas übersteigerte Sicht der Information als eigenständige Entität. Bis jetzt gilt immer noch: Keine Information ohne Informationsträger, d.h keine Information ohne Materie oder Energie als Informationsträger.