Innere Medizin kk: Bronchoskopie

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Schema flexible Bronchokopie

Das Wichtigste[Bearbeiten]

  • Die  Bronchoskopie ist eine wichtige endoskopische Untersuchung (Spiegelung) der Atemwege.
  • Meist wird die Untersuchung in tiefer Sedierung und/oder am beatmeten Patienten durchgeführt.
  • Sie dient der makroskopischen Betrachtung, der Absaugung und der Probengewinnung aus den Atemwegen.
  • Bei gut geschultem Personal und guter technischer Ausstattung ist die Gefahr und die Beeinträchtigung für den Patienten gering.

Name , englische Bezeichnung , OPS Nummer Definition der Methode[Bearbeiten]

  • Untersuchung der Luftröhre und der Bronchien durch eine Spiegelung
  • Diagnostische Tracheobronchoskopie
    • OPS 1-620
  • Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) aus den Atemwegen bei einer Spiegelung
  • Endoskopische Biopsie an respiratorischen Organen
    • OPS 1-430
  • Untersuchung der Luftröhre bzw. der Bronchien durch eine Spiegelung, die über einen operativen Einschnitt oder während einer Operation erfolgt
  • Diagnostische Bronchoskopie und Tracheoskopie durch Inzision und intraoperativ
    • OPS 1-690

Indikationen[Bearbeiten]

Warum wird die Untersuchung durchgeführt ?

  • bei Verdacht auf Lungenkrebs
  • chronischer Husten insbesondere bei blutigem Husten
  • Fremdkörper oder Verengung der Atemwege
  • rezidivierende Lungenentzündungen
  • zur Reinigung der Atemwege von Sekret und verschlucktem Essensanteilen
  • zur Erleichterung oder Überprüfung der Intubation oder Tracheotomie
  • zur Lagekontrolle des Beatmungstubus

Kontraindikationen[Bearbeiten]

  • falls die Untersuchung keine therapeutische Konsequenz hat z.b. BC im Endstadium
  • drohender Atemstillstand, es sei denn durch einen zu enfernenden Bolus oder Sekretstau.
  • Kreislaufinstabilität , frischer Myokardinfarkt, frischer Apoplex
    • erst beatmen, dann eventuell bronchoskopieren

Ablauf[Bearbeiten]

  • Besprechung mit dem Arzt über die Indikation und die Risiken
    • schriftliche Einverständnis muß vorliegen
  • Der Patient muss nüchtern sein
  • Der Patient muss zur Untersuchung angemeldet und EDV technisch erfasst sein.
  • Der Patient braucht einen intravenösen Zugang
  • Der Patient kommt im Wartebereich der Tagesklinik oder auf Station sein Bett
  • Der Patient wir in die Untersuchungsabteilung gebracht und von einer Pflegekraft in Empfang genommen.
  • Die Pflegekraft überprüft Unterlagen und Untersuchbarkeit des Patienten.
  • Die Pflegekraft legt ein Untersuchungsprotokoll an
  • Die Pflegekraft startet und überprüft ihre Untersuchungsinstrumente
    • Bronchsokop, Videoanlage, Saugung, Biospiezangen etc
  • Die Pflegekraft bereitet die Schlafspritze zb Propofol vor und informiert den Untersucher
  • Arzt oder Schwester verabreichen die Sedierung
  • Das Bronchoskop wird über Nase oder Mund in den Rachen eingeführt
    • Kehlkopf und Rachen werden inspiziert
    • die Luftröhre wird inspiziert
    • alle größere Bronchien werden inspiziert
  • Falls notwendig wird abgesaugt und/oder eine BAL ( Bronchiallavage ) durchgeführt.
  • Falls notwendig wird eine Gewebsprobe entnommen.
  • Am Ende der Untersuchung wird das Gerät herausgezogen und gereinigt.
  • Der Befund wird geschrieben
  • Proben werden eingeschickt oder zur Untersuchung gebracht.
  • Patient wird - bis er wach ist - am Monitor belassen.
  • Nach einiger Ausschlafzeit darf er zurück auf Station oder mit einer Begleitperson nach Hause.
  • Der Patient ist den restlichen Tag nicht verkehrstüchtig.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Alternativen[Bearbeiten]

  • CT Thorax + Kontrastmittel

Risiken[Bearbeiten]

Einverständnis[Bearbeiten]

Geschichte, Innovationen[Bearbeiten]

  • 1897 der deutsche HNO-Arzt Gustav Killian führt die erste optische Inspektion der Luftröhre durch und entfernt einen Fremdkörper
  • 1966 erstes flexibles Bronchoskop von dem Japaner Shigeto Ikeda (1925–2001) eingesetzt
  • Bronchiallavage
  • Videobronchoskopie

Auswertung , typische Befunde Bildbeispiele[Bearbeiten]

Wie lernt man die Methode ? Didaktik[Bearbeiten]

Am besten und schnellsten lernt man die Bronchoskopie beim beatmeten Patienten auf einer Intensivstation.

  • BEACHTE: Wenn man ein Gastroskop gewohnt ist, muss man sich umstellen: Das Bronchoskop hat im Vergleich zum Gastroskop nur eine Abbiegungsebene.

Nachsorge[Bearbeiten]

  • Überwachung in der Endoskopie bis wieder eine stabile Atmung erreicht und der Patient wach ist.
  • Zu Achten ist insbesondere auf
    • respiratorische Insuffizienz
    • Unruhe des Patienten
    • Bluthusten, Bolus und Verschleimung
    • Herzkreislaufinstabilität
  • 2 h Nahrungskarenz und 24h Fahruntüchtigkeit sind einzuhalten
  • nach Biopsieentnahme Röntgenkontrolle durchführen

Probleme der Methode,Fehlinterpretationen, Grenzen[Bearbeiten]

Wer macht es ? Wie oft ? Statistik[Bearbeiten]

Kosten[Bearbeiten]

Geräteauswahl Hersteller[Bearbeiten]

Fragen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • Atlas of Flexible Bronchoscopy
    • von Pallav L. Shah
  • Introduction to Bronchoscopy (English Edition)
    • Armin Ernst und Felix J. F. Herth
  • Bronchoscopy and Central Airway Disorders
    • A Patient-Centered Approach: Expert Consult Online (English Edition)
      • von Henri Colt und Septimiu Murgu
  • Lehrbuch und Atlas der Bronchoskopie. Geschichte, Techniken, Krankheitsbilder. + DVD
    • Oktober 2007
      • Ingrid Dobbertin

Links[Bearbeiten]


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