Innere Medizin kk: Grippe

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Aktuelles[Bearbeiten]

Montag 19.10.2009 Regierung erhält Spezial-Impfstoff[Bearbeiten]

  • Die Mitglieder der Bundesregierung erhalten Schweinegrippeimpfstoff ohne Adjuvantien*
    • nicht-adjuvantierter Impfstoff Celvapan der Firma Baxter
  • Kritik
    • Dr. Karl Lauterbach

Dieser Vorgang ist äußerst unglücklich. So entsteht der Eindruck einer Zweiklassenmedizin bei der Impfung. Innenminister Wolfgang Schäuble hatte hier nicht das notwendige Gespür

Tamiflu boomt[Bearbeiten]

Pressemeldung Oktober 2009 Der Schweizer Pharmakonzern Roche profitiert von einem Nachfrageboom für sein Grippemittel Tamiflu. Im dritten Quartal verzehnfachte sich der Umsatz mit dem Schweinegrippe-Medikament im Vergleich zum Vorjahr auf fast eine Milliarde Franken.

Titel Krankheitsnummer ( ICD )[Bearbeiten]

Definition engl Bezeichnung + Abkürzungen[Bearbeiten]

Einteilungen[Bearbeiten]

Ätiologie Ursachen[Bearbeiten]

Epidemiologie Statistik Kosten[Bearbeiten]

Wirkungsnachweis von Therapiemaßnahmen bei grippalem Infekt[Bearbeiten]

Erstaunlich ist, daß es bisher kein anerkanntes Verfahren gibt, um die Wirkung von Grippemitteln zu testen. Dabei sind grippale Infekte sehr häufig und es wäre schon schön, wirksame Substanzen oder Methoden dagegen in der Hand zu haben.

Wie kann ein Wirknachweis aussehen ?

Man läßt Patienten, die eine Grippe haben, jeden Erkrankungstag mit einer Ziffer für ihren Erkrankungsgrad bewerten.

  • 0 = keine Beschwerden
  • 1 = kaum Beschwerden
  • 2 - 8 zunehmende Beschwerden
  • 9 = sehr starke Beschwerden, hohes Fieber, starke Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen etc

Die Tageswerte summiert man für eine Episode auf, bis die Grippe wieder vorbei ist.

Dann vergleicht man 100 Patienten mit Therapie doppelblind mit 100 Patienten ohne Therapie.

Eine wirksame Therapie sollte die durchschnittliche Summe der Krankheitspunkte um mindestens 20 - 30 % senken, dann kann man von einer wirksamen Behandlung sprechen. Bisher ist mit so einem einfachen Ansatz noch kein Medikament geprüft worden.

Pathologie Pathophysiologie[Bearbeiten]

Symptome und Klinik[Bearbeiten]

Diagnostik[Bearbeiten]

Impfung[Bearbeiten]

Impfung gegen  Schweineinfluenza[Bearbeiten]

  • Kinder von sechs Monaten bis neun Jahren 2 * halbe Erwachsenendosis
  • Erwachsene bis 60 Jahren 1 * Erwachsenendosis
  • Erwachsene > 60 2 * Erwachsenendosis
  • Schwangere: Impfung ohne immunstimulierendes Adjuvans
    • in Deutschland noch nicht verfügbar. ( Okt 2009 )

 Pandemrix

  • zwei Komponenten:
    • H1N1-Virus-Antigen (kleine Flasche)
    • Adjuvans (große Flasche).

Pandemrix enthält außerdem Vitamin E.

  • Vor der Impfung werden die Flüssigkeiten gemischt.
  • In der großen Flasche sind dann Impfdosen für zehn Patienten.
  • Hersteller  GlaxoSmithKline

Pandemrix: Neue Studie bestätigt Narkolepsie-Risiko[Bearbeiten]

Freitag, 30. März 2012 siehe http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49713/Pandemrix-Neue-Studie-best-tigt-Narkolepsie-Risiko

Therapie[Bearbeiten]

Unspezifische nicht medikamentöse Maßnahmen[Bearbeiten]

Nichtmedikamentöse Maßnahmen bei akutem Atemwegsinfekt[Bearbeiten]

Es gibt eine Reihe von nicht medikamentösen Maßnahmen, die ein Patient mit einer Grippe als angenehm empfindet und die wahrscheinlich hilfreich sind.

Kühle, feuchte und frische Luft[Bearbeiten]

Da eine Entzündung der Atemwege vorliegt, wird kühle, feuchte und frische Luft als lindernd empfunden. Meistens schläft der Patient warm eingepackt bei offenem Fenster am besten. Es sei denn, es herrscht sehr kalte trockene Winterluft unter −10 Grad Celsius. Trockene, warme Luft wird als unangenehm betrachtet und gemieden. Zugluft wir als unangenehm empfunden. Die Empfindlichkeit gegenüber Luftschadstoffen wie beispielsweise Zigarettenrauch ist erhöht. Stichwort: Schlafen bei offenem Fenster - Auf einen Sonnenbrand hält man auch keinen Heißlüfter

Anpassung der Temperaturregulation[Bearbeiten]

Im Rahmen der Grippe herrscht ein Durcheinander der Temperaturregulation im Körper. Man kann gleichzeitig an den Füßen frieren und am Kopf schwitzen. Die Schwitzneigung ist generell verstärkt. Bereits bei geringer Anstrengung kommt man vermehrt ins Schwitzen, um kurz danach wieder zu frieren, da man mit verschwitzter Kleidung schnell friert. So muss man ständig in Sachen Temperaturregulation nachhelfen: Ist der Körper zu warm und verschwitzt, sollte man ihn kalt abwaschen und wieder trockene Kleidung anziehen. Friert man, dann sollte man sich warm anziehen, sich bewegen oder ins Bett legen, um die Körpertemperatur wieder anzuheben. Stichwort: Immer gegen die Berg-und Talbahn der Körpertemperatur ankämpfen.

Kaltwasseranwendungen (Kneippsche Güsse)[Bearbeiten]

Kurzfristig Kaltwasseranwendungen wie Arm-, Bein- oder Oberkörpergüsse führen zu einer Aktivierung des Leistungsnervs ( Sympathikus ), damit zu einer Abschwellung der Nasenhöhlen und Bronchien und werden meistens als angenehm und krankheitsverkürzend empfunden. Vorsicht ist geboten bei ansteigendem Fieber und bei bereits vorhandenen kalten Füssen oder Händen. Hier sollte man sich vor den kalten Güssen erst wieder komplett aufwärmen. Stichwort: Kurze Kälte ist gut, lange Kälte ist schlecht.

Allzu lange Bettruhe ist zu vermeiden[Bearbeiten]

Da man bei leichter Körperaktivität die Bronchien und Nasenhöhlen erweitert, besser Luft bekommt und besser abhustet, ist ein gemütlicher Spaziergang im Wald 2–3 mal täglich von etwa 30–60 Minuten Dauer wahrscheinlich besser als eine dauernde Bettruhe. Allerdings sollte dazu kein hohes Fieber vorliegen und der Kreislauf sollte nicht instabil sein. Man darf dabei nicht frieren, sondern muß warm angezogen sein. Stichwort: Lange Bettruhe macht krank.

Nahrungsmittel, die im Rachen nicht reizen[Bearbeiten]

Da bei einem Atemwegsinfekt meistens auch der Rachen mit entzündet ist, werden flüssige Nahrungsmittel wie Wasser und Milch, Apfelbrei und Joghurt als angenehm, hingegen bröselige, trockene oder auch salzige Nahrungsmittel als unangenehm empfunden. Jedes Verschlucken von Nahrungsmitteln in die Luftwege löst einen sehr unangenehmen Hustenanfall aus und sollte vermieden werden. Stichwort: Rachen mit Sahne ölen.

Unspezifische medikamentöse Maßnahmen[Bearbeiten]

  • Schmerzmittel gegen Rachen-, Thorax-, Glieder oder Kopfschmerzen
    • Novalgin 3 * 500 g oder 3 * 20 Tropfen
    •  Ibuprofen
    • Perfalgan iv
  • Temperatursenkung bei Fieber > 39
    • Kühlung des Körpers
    • Metamizol
    • Paracetamol
  • leichte Sedierung am Abend
    • ein Likör am Abend
    • Oxazepam 5 - 10 mg abends

Spezifische Maßnahmen[Bearbeiten]

Tamiflu[Bearbeiten]

Antibiotikum bei bakteriellem Sekundärinfekt[Bearbeiten]

Wann muß ich ins Krankenhaus[Bearbeiten]

  • Temp > 39 , Schüttelfrost
  • Benommenheit, Eintrübung
  • Schwere Luftnot, Bluthusten
  • sonstige stark beängstigende bedrohliche Umstände

Impfung[Bearbeiten]

Verlauf und Prognose[Bearbeiten]

Fälle[Bearbeiten]

Geschichte der Krankheit[Bearbeiten]

Experten + Krankenhaeuser + Hersteller[Bearbeiten]

  • Jakob Cramer
    • Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI)
  •  Prof. Johannes Löwer
    • Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Hersteller[Bearbeiten]

  • CLS

siehe http://www.cslbehring.com

  • setzt sich zusammen aus
    • CSL Behring,
    • CSL Plasma,
    • CSL Biotherapies
    • CSL Bioplasma
  • australische Firma „CSL Biotherapies (Tochter von CLS )
    • einer der weltweit größten Hersteller für Influenza-Impfstoffe
      • Liefert Impfstoff ohne Immunverstärker

siehe http://www.csl.com.au

  • GlaxoSmithKline
  • Firma Novartis-Behring
Bezeichnung Stoff- oder Indikationsgruppe                 Zulassungsinhaber Impfstoffart 
----------------------------------------------------------------------------------------- 
Celvapan    Pandemischer Influenzaimpfstoff               Baxter AG
            H1N1-Ganzvirus, A/Califomia/07/2009
            angezogen auf Verozellen, inaktiviert 
Focetria    inaktiviertes Virus- Oberflächenantigen,      Novartis Vaccines and Diagnostics S.r.l.
            adjuvantiert A/California/7/2009(H1N1)v 
            like strain (X-179A) 
Pandemrix   Pandemischer Influenza-Impfstoff (H1N1)       GlaxoSmithKline Biologicals s.a.
            (Spaltvirus, inaktiviert, adjuvantiert)
            A/California/7/2009 (H1N1)v like strain (X-179A)

Selbsthilfegruppen[Bearbeiten]

Fragen,Anmerkungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]