Innere Medizin kk: Hyperkaliemie

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Das Wichtigste[Bearbeiten]

  • Die  Hyperkaliämie ist ein zu hoher Kaliumwert im Blut.
  • Sie ist eine potentiell lebensbedrohliche Elektrolytstörung.
  • Sie ist nicht selten
  • Sie macht Bradykardien und kann einen Herzstillstand verursachen.
  • Sie ist meist gut behandelbar.

Titel Krankheitsnummer ( ICD )[Bearbeiten]

E87.5 Hyperkaliämie 

Definition engl Bezeichnung + Abkürzungen[Bearbeiten]

  • Kalium > 5,5 mmol/l

Einteilungen[Bearbeiten]

Ätiologie Ursachen[Bearbeiten]

Epidemiologie Statistik Kosten[Bearbeiten]

Pathologie Pathophysiologie[Bearbeiten]

Symptome und Klinik[Bearbeiten]

Diagnostik[Bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten]

  • Laborwert
  • EKG
  • Anamnese von Kalium erhöhenden Medikamenten

Falsch erhöhte Werte[Bearbeiten]

Das intrazelluläre Kalium in den Erythrozyten ist viel höher als das extrazelluläre Kalium. Durch einige Faktoren kann es zum Kaliumaustritt aus den Zellen kommen und einen falsch erhöhten Kaliumwert zur Folge haben.

  • Zu lange Stauung
  • Schnelle Aspiration durch zu dünne Kanüle
  • Das Blut steht zu lange im Röhrchen herum vor der Untersuchung
  • Kaliumfreisetzung bei exzessiver Thrombozytose oder Leukozytose

Therapie[Bearbeiten]

  • Kalziumlösung 500–1000 mg i.v. , Wirkungsdauer ca. 30 Min.
    • Stabilisiert das Ruhemembranpotential der Herzmuskelzellen und des Reizleitungssystems, wodurch Arrhythmien verhindert werden.
      • Sood MM, Emergency management and commonly encountered outpatient scenarios in patients with hyperkalemia, PMID 18053465
  • Inhalation mit ß2-Mimetika, z. B. Salbutamol. Shift von Kalium nach intrazellulär.
  • Alternativ Bricanyl sc oder 1/2 Ampulle iv bei Hf < 60 / min
  • Glukoselösung + Alt-Insulin, Wirkungsbeginn nach 30 Min., Wirkungsdauer 4–6 Stunden.
    • Insulin induziert gleichzeitigen Shift von Glukose und Kalium nach intrazellulär.
  • Natriumbikarbonat, Wirkungseintritt nach ca. 10 Min., Wirkungsdauer 2 Stunden.
    • Kamel S., Controversial issues in the treatment of hyperkalaemia, PMID 14551344</ref>
  • Furosemid i. v. mit gleichzeitiger 0.9% NaCl-Lösung um gezielt die Kaliumelimination zu fördern
  • Einschränkung der enteralen Kaliumzufuhr
  • Kationenaustauscher (entweder oral oder rektal), z.B. Resonium A®
  • Hämodialyse für 3-4 Stunden
  • Absetzen von Eplerenon, Spironolacton, Triamteren, ACE-Hemmer, Sartane

Verlauf und Prognose[Bearbeiten]

Fälle[Bearbeiten]

Fall 1 Leberzirrhose mit hohem Kalium und niedrigem Natrium Ausgleich mit Calcium Gluconat[Bearbeiten]

Datum              Na              K              Ca 
--------------------------------------------------------------
14.8.2011          137             6,9            1,69
Mehrfache Gabe von Calcium Gluconat langsam iv, insgesamt 5 Ampulle in 24 Stunden 
15.8.2011          139             5,2            2,05

Geschichte der Krankheit[Bearbeiten]

Experten + Krankenhaeuser[Bearbeiten]

Selbsthilfegruppen[Bearbeiten]

Fragen,Anmerkungen[Bearbeiten]

Ab wann muss eine Hyperkaliämie dialysiert werden ?[Bearbeiten]

  • Richtet man sich nach dem Kaliumwert ?
    • Wenn ja ab welchem Wert ? > 7 ??
  • Richtet man sich nach der Bradykardie ?
    • Wenn ja , ab welcher Frequenz ? < 40 ?
  • Richtet man sich nach der QRS Breite ?
    • Wenn ja, ab welcher QRS Breite ? > 150 MS ??

Kann ein AV Block 2 durch eine Hyperkalämie von 6 hervorgerufen werden ?[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]