Internet: Basics: Hausanschluss

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Gewünschte Unterkapitel: CIX ·


Wenn Sie weder ein eigenes Rechenzentrum besitzen noch ein paar tausend Euro monatlich für die Standleitung, brauchen Sie eine Alternative:

  • Einen Provider. So wird ein Dienstleister bezeichnet, der ein Rechenzentrum und eine Standleitung zum Internet hat, um Ihnen den Zugang zum Internet zu ermöglichen.
  • Eine Leitung, die vom Provider in Ihr Haus führt.
  • An beiden Enden der Leitung einen Umsetzer (ein Modem), einen beim Provider und einen bei Ihnen zu Hause, der die digitalen Internetsignale an die Eigenschaften der Leitung anpasst.
Die Leitung

Jedes Haus hat mindestens eine der Anschlussmöglichkeiten: Die Telefonleitung, der Kabelfernseh-Anschluss, die Satellitenantenne und den 230 Volt Stromanschluss. Der technische Aufwand für die Ankopplung des Internets, die Gebühren sowie die Datenübertragungsrate sind recht unterschiedlich.

Das Modem

Keine der genannten Leitungen ist imstande, die Einsen und Nullen eines digitalen Signals zu übertragen. Deshalb muss das Digitalsignal in eine analoge Form umgewandelt werden, die über die gewünschte Leitung übertragen werden kann. Diese Umwandlung wird durch ein „Modem“ des Providers vorgenommen. Ein weiteres Modem beim Kunden wandelt das Analogsignal zurück in das ursprüngliche digitale Signal.

Da öffentliche Telefonleitungen heute in fast jeden Winkel der Welt führen, kann man eine Fernverbindung über jede Telefonleitung herstellen. Es kostet meist weniger als einen Cent pro Minute, allerdings erreicht die Übertragungsrate nur bescheidene 0,052 Mbit.

Falls man sich eine teurere ISDN-Leitung (digitale Telefonleitung) schalten lässt, hat man die Wahl: Entweder man überträgt Daten mit 0,064 Mbit über den einen Kanal und hat den zweiten Kanal für Telefonate frei, oder man benutzt beide Kanäle für Daten. Durch diese „Kanalbündelung“ verdoppelt sich die Bandbreite auf 0,128 Mbit. Der Minutenpreis verdoppelt sich ebenfalls. Telefonisch ist man nicht mehr erreichbar, die Anrufer hören ein Besetztzeichen.

In weiten Teilen Deutschlands ist DSL (Digital Subscriber Line) verfügbar: Daten können mit 1, 2, 6, 16 oder neuerdings bis 50 Mbit übertragen werden, bei einem Preis von etwa 20 bis 30 Euro pro Monat. Welche Geschwindigkeit am konkreten Ort verfügbar ist, hängt von der Qualität der Leitung und der Entfernung zum nächsten Verstärker der Telekom ab. Eine Übertragung mit 16 MBit funktioniert maximal bis etwa fünf Kilometer, bei größeren Entfernungen zwischen Telekom und Kunde verringert sich die Datenübertragungsrate. Daher sind höhere Geschwindigkeiten an manchen Standorten nicht erreichbar.

Arcor und andere TK-Anbieter (TK = Tele-Kommunikation) haben in einigen Großstädten begonnen, ein eigenes Leitungsnetz einzugraben, um nicht länger die Leitungen bei der Telekom mieten zu müssen.

Trotzdem gibt es noch immer Gegenden ohne DSL. Die meisten Telefonkabel wurden vor mehreren Jahrzehnten verlegt, als noch niemand an Datenübertragungen dachte. Die Qualität der älteren Kabel reicht oft nicht aus, um neben der Telefonie größere Datenmengen zu übertragen. Andererseits zahlen die meisten Internetnutzer weniger als einen Euro pro Tag für einen DSL-Zugang. Da kommt nicht genug Geld zusammen, um die Straße aufzubaggern und neue Kabel zu verlegen.

In Gegenden ohne DSL gibt es mehrere Möglichkeiten.

  • Daten lassen sich „Huckepack“ über Stromleitungen übertragen. Zahlreiche Stadtwerke bieten ihre Starkstromleitungen für Datenübertragungen an. Allerdings ist der Aufwand groß, die Daten am Kundenanschluss vom Hochspannungsnetz zu trennen. Deshalb sind diese Angebote meist auf Firmenkunden beschränkt.
  • Kabel Deutschland und andere Kabelnetzbetreiber haben ungenutzte Bandbreite, um außer dem Fernsehbild und Videotext noch zusätzliche Daten übertragen zu können.
  • Mit dem Übertragungsverfahren „UMTS“ können Daten über das gut ausgebaute Handy-Netz übertragen werden.
  • Mit einer Satellitenschüssel ist der Internetzugang fast überall möglich.


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