Internet: Basics: Paketvermittlung

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Die Daten werden im Internet paketweise übertragen. Wie ist das zu verstehen?

Wenn Sie (vor Beginn des digitalen Zeitalters) telefonieren wollten, wurde extra für Sie eine Leitung bis zum Gesprächspartner geschaltet. Auch wenn zeitweise nicht gesprochen wird, bleibt die Leitung belegt. Das nennt man ein „leitungsvermitteltes“ Netz. Auch Datenübertragungen in den 70er und 80er Jahren wurden über Wählverbindungen durchgeführt. Stellen Sie sich die Kosten vor, wenn Sie eine Telefonleitung in die USA bezahlen müssten, um eine Suchanfrage bei Google zu starten!

Betrachten wir als Beispiel den Briefverkehr.

  • „Leitungsvermittlung“ bedeutet: Einen einzelnen Brief mit Kurier direkt zum Empfänger zu befördern. Jeder Taxifahrer würde sich über einen solchen Auftrag freuen.
  • „Paketvermittlung“ bedeutet: Sie versehen einen Brief oder ein Paket mit Absender- und Empfängeradresse und überlassen ihn dem Transportnetz (indem Sie ihn auf dem Postamt einliefern oder in den Briefkasten werfen). Das örtliche Postamt schickt alles an das nächstgelegene Verteilzentrum, wo die Sendungen sortiert und an das Verteilzentrum in Empfängernähe geschickt werden. Dort werden die Sendungen erneut sortiert und auf die Postautos verteilt.

Die Datenmengen, die Sie eintippen können oder als Antwort auf Ihre Eingabe erhalten können, sind mehr als winzig im Vergleich zur Übertragungskapazität des Internets. Deshalb werden Ihre Daten in Pakete zerlegt und an das regionale Verteilzentrum geschickt: Ihren Internet-Provider. Von dort gehen die Datenpakete über mehrere Sortierstationen ans Ziel. Unterwegs teilen sich Ihre Datenpakete die Leitungen mit den Datenpaketen von zehn- oder hunderttausenden anderer Internet-Nutzer. Nur dadurch sind Internetübertragungen bezahlbar.