Kronacher Ausflüge: Fichtelgebirge

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Backöfele am  Schneeberg im  Fichtelgebirge

Einleitung[Bearbeiten]

Manch einer meidet das  Fichtelgebirge, weil er meint, es gäbe hier nichts Schönes zum Entdecken. Wenn man die Kleinode im Fichtelgebirge nicht kennt, dann wird man vielleicht enttäuscht sein. Wenn man sie sucht und findet, dann ist man begeistert. Als Wanderer kann man beispielsweise den wilden Weg entlang des Weißen Maines von Bischofsgrün nach Karches direkt am Bach, oder den Seesteig vom Fichtelsee zum Seehaus und Schneeberg geniessen. Als Fahrradfahrer nutzt man vielleicht den Eisenbahnradweg von Bad Berneck nach Bischofsgrün oder von Wunsiedel nach Selb. Als Geologiefan kommt man in den Steinbrüchen beipielsweise südlich der Kösseine oder in den Felsgebieten des Steinwaldes auf seine Kosten. Wer suchet der findet. Aber suchen muß man schon ein bißchen. Das Fichtelgebirge ist hart wie sein Granit. Von Kronach aus ist das Fichtelgebirge über die B 303 in etwa 40 km Entfernung leicht erreichbar.

Lage[Bearbeiten]

Lage in Deutschland
  • Es liegt in der Mittelgebirgskette Deutschlands Ost-West zwischen Erzgebirge und Thüringerwald.
  • Es liegt in Nordbayern in den Bezirken  Oberfranken und in der  Oberpfalz.
  • Es liegt an den Bahnstrecken:
    • Bamberg - Hof
    • Nürnberg - Bayreuth - Hof
    • Hof-Regensburg
    • Marktredwitz - Eger(Cheb)
Geografische Gliederung des Fichtelgebirges
  • Es liegt an den Straßen:
    • A9 München Berlin
    • A Regensburg - Hof
    • A Hof - Dresden
    • B 303
    • B 2
    • B 22
    • B 15
    • B 289
    • B 299
  • Es entspringen hier die Flüsse
    •  Saale mit Fließrichtung nach Norden
    •  Main mit Flußrichtung nach Westen
    •  Naab mit Flußrichtung nach Süden
    •  Eger mit Flußrichtung nach Osten

Wanderungen[Bearbeiten]

Fichtelgebirgs Höhenweg[Bearbeiten]

Markierung[Bearbeiten]

H

( weißes H auf rotem Grund)

Verlauf[Bearbeiten]

Schwarzenbach/Saale -  Großer Waldstein - Weißenstadt - Rudolfstein - Schneeberg -  Nußhardt - Seehaus- Platte - Silberhaus- Hohe Mätze -  Kösseine - Haberstein -  Luisenburg-  Wunsiedel

Länge ca 46 km

Karte[Bearbeiten]

Bemerkungen[Bearbeiten]

Der Höhenweg ist einer der schönsten Wege im Fichtelgebirge. Mit 1050 m über NN erreicht er am Schneeberg den höchsten Gipfel des Fichtelgebirges und verläuft seinem Namen gerecht werdend oft auf einer Höhe von über 800 m. Er folgt meist echten Wanderwegen und ist bei flottem Wandern in zwei Tagen zu bewältigen , wenn man zB in Weißenstadt Quartier nimmt.

Für die Genußwanderer empfiehlt sich die Unterteilung in drei Tagesetappen , dann kann man zB am Waldsteinhaus und am Seehaus übernachten.

Nicht empfehlenswert ist der Höhrnweg bei unsicherer Wetterlage. Die Fichtelgebirgsgipfel ziehen Quell("Quäl")wolken, Regen und Blitze an. Eine Winterbegehung kann sehr schön sein, allerdings manchmal auch völlig unmöglich.

Wenn man am Bahnhof in Schwarzenbach /Saale beginnt und am Ende von der Luisenburg nicht nach Wunsiedel sondern über den Quellenweg nach Marktredwitz wandert , kann man zur An- und Abreise sehr gut die Eisenbahn benutzen.

Da der Höhenweg von Schwarzenbach/Saale am Anfang relativ lang auf Teerstraßen verläuft, empfiehlt sich als Alternative der Beginn am Bahnhof Förbau und der Start über ein Stück des Seenweges am Förmitzspeicher vorbei.

Für die Mountainbiker ist der Höhenweg eigentlich in einem Tag zu fahren. Der Orginalweg ist aber eine echte MTB Herausforderung, da er in Abschnitt stark verblockt und kaum fahrbar ist. Wer sein MTB hier bewegt, der trägt.

Ärgerlich am Höhenweg ist das Stück zwischen Rudolfstein und Schneeberggipfel: Hier läuft der Weg fast einen Kilometer auf der breiten geteerten Zufahrtstraße zum Schneeberggipfel. Meines Erachtens völlig unnötig, da man den Weg sehr leicht neben der Straße im Wald anlegen könnte.

Auf dem Gipfel des Schneeberges fehlt auch ein fester Unterstand, der einen vor Wind und Wetter schützt. An der Fichtelnaabquelle kann man sich dazu eine gute Anregung holen.

Das Seehaus, seit Jahrzehnten ein uriger Rastplatz

Erstaunlich ist auch , daß der Höhenweg am Seehaus nicht über den Seehaushügel verläuft , sondern ziemlich langweilig auf einer Forststraße südlich unterhalb des Seehaushügels Richtung Platte markiert ist.

Bei aller Kritik : Der Höhenweg lohnt sich auf jeden Fall und man kann ja auch mal ein bißchen von der Markierung abweichen.

Beste Karte: Fritsch Fichtelgebirge 1:50000 oder Topografische Karte des Bayerischen Landesvermessungsamtes.

Übernachtungen[Bearbeiten]

Waldsteinhaus Jürgen Rupprecht / Christina Schumann • Unterkunftshaus des Fichtelgebirgsvereins • Waldstein 1 • 95239 Zell • Tel. 09257 / 264

FGV-Unterkunftshaus Seehaus 952 m Telefon 09272/222

  • 26 Betten im Haus (Mehrbettzimmer) - 2 Bettenlager mit zusammen 36 Betten im Neubau

siehe

Outdoor Outdoorübernachtungsplätze findet man ein paar sehr schöne und man ist in der Regel ungestört. Feuer anzünden sollte man aber auf keinen Fall. Meist herrscht Waldbrandgefahr. Außerdem verrät man sich und man hinterläßt Aschespuren. Über die Frage, ob übernachten erlaubt ist oder nicht, sollte man nicht zu lange nachdenken. Einen sanften, umweltfreundlichen Übernachter wird man kaum finden und explizit verboten ist es auch nicht, wenn man keinen Unsinn macht. Offene Unterstandshüten erleichtern die Outdoorübernachtung:


Anfahrt,Abfahrt,Taxi[Bearbeiten]

Bahnhof Markttredwitz und Bahnhof Schwarzenbach an der Saale.

Weitere Wandervorschläge im Fichtelgebirge

http://www.fichtelgebirge.com/natur/WANDERN/INDEX.HTM

Warmensteinach

Warmensteinach - Ochsenkopf und zurück[Bearbeiten]

 Warmensteinach liegt im Fichtelgebirge südlich vom Ochsenkopf im Steinachtal. Es ist einer der bekannten Tourismusorte im Fichtelgebirge und bietet sich als Ausgangspunkt für eine schöne Rundwanderung meist auf alten Wandersteigen zum Ochsenkopf und zurück an.

Übersicht:

Die Wanderung führt durch das Löchleinstal nach Hirschhorn. Zusammen mit dem Mittelweg des Fichtelgebirgsverein geht es weiter über den Kalten Brunnen zum Gipfel des Ochsenkopfes. Dem Wanderweg nach Fleckl folgend, steigt man wieder hinab. Am östlichen Rand von Fleckl und über den vorderen Geiersberg geht es wieder zurück nach Warmensteinach. Man kann die Wanderung in beiden Richtungen unternehmen.

Wegbeschreibung:

Rundweg , ca 4 Stunden , ca 500 Höhenmeter Auf- und Abstieg

Ausgangspunkt: Großer Parkplatz im Ortszentrum von Warmensteinach

Die Wanderung beginnt auf einem großen Parkplatz mitten in Warmensteinach. Ein kleines Stück (ca 100 m) muß man entlang der Hauptstraße talaufwärts bis zur Straßengabel Grassemann - Oberwarmensteinach laufen.

Grassemann

Man folgt dann ein kleines Stück dem Südweg bergauf nach Norden , biegt dann auf eine Seitenstraße in Richtung evangelische Kirche ein . Nach 50 Metern erreicht man den Dr.Hess Steig entlang eines alten Mühlgrabens. Diesem Steig folgt man durch die Häuser und Grundstücke bis zu seinem Ende im Löchleinstal . Dort zweigt eine Fortsstraße von der Staatstraße nach Grassemann ab. Dieser Forststraße folgt man und folgt gleichzeitig immer der Markierung des Wanderweges Warmensteinach - Bischofsgrün.

Anfangs muß man noch auf der langweiligen Forststraße laufen , dann folgt ein langer wunderschöner uriger Wandersteig immer am Talhang leicht bergauf. Man kommt an der wildromantischen Gustavsruhe vorbei. Wenn man Glück hat , kann man zwischen den Bäumen einen Blick auf den Ochsenkopf erwischen.

Irgendwann mündet der Wanderweg auf eine quer nach rechts ( Süd-Osten ) verlaufende breite Forststraße . Hier trifft man auch auf den Mittelweg des Fichtelgebirgsvereins und folgt diesem anfangs etwas langweilig , dann wunderschön am Kalten Brunnen vorbei bis zum Gipfel des Ochsenkopfes.

Wenn man will kann man hier eine gute Brotzeit am Goethefelsen machen oder auf den Asenturm klettern und den Ausblick genießen.

Abwärts gehts mit dem Wanderweg Fleckl - Ochsenkopf über einen urigen , teilweisen etwas rutschigen Wandersteig hinab nach Fleckl zur Talstation der Fichtelgebirgsseilbahn. Dort kann man einen Kaffee trinken. Weiters gehts ein Stück die Teerstraße hinab nach Oberwarmensteinach. Nach ca 100 m biegt man am altehrwürdigen Sporthotel rechts ein und erreicht über einen Geheimweg den Waldrand am Ostrand von Warmensteinach. Eine kleiner Abstecher führt einen am Moorbad von Fleckl vorbei, das bei den Kindern sehr beliebt ist.

Über den Fußballplatz und den kleinen Kurpark von Fleckl geht es weiter immer am Waldrand entlang wieder ein kleines Stück hinauf zum Geiersberg. Von dort aus folgt man dem schönen, aber steil fallenden Wandersteig hinab nach Warmensteinach.

Details:

Topografische Karte von Warmensteinach mit rot eingezeichneter Wanderroute.

siehe http://www.madeasy.de/5/warmstei.gif

Beste Karte:

  • Fritsch Wanderkarte Fichtelgebirge 1: 50000 oder
  • Bischofsgrün - Bad Berneck 1: 35000
Fichtelsee

Drei Gipfelweg[Bearbeiten]

Fichtelsee - Seesteig - Nußhardt - Schneeberg- Karches - Ochsenkopf - Fichtelberg

Vom Fichtelsee aus kann man die drei höchsten Berge des Fichtelgebirges ( Schneeberg, Ochsenkopf, Nußhardt) in einer schönen nicht allzu beschwerlichen Rundtour besuchen.

Übersichtskarte der Wanderung

Vom Fichtelsee wählt man den Seesteig zum Seehaus. Beim Überqueren der B303 muß man aufpassen, daß man nicht tot gefahren wird. Den Mountainbikern muß man vom Seesteig eher abraten, da er erstens steil und zweitens ziemlich steinig verblockt ist. Sonst ist der Seesteig ein wenig bekannter wunderschöner Wandersteig zum Seehaus. Markierung +

Am Seehaus hat sich in den letzten 50 Jahren wenig verändert. Es ist die urige Berghütte geblieben, die sie schon immer war. In Goethes Zeiten war sie allerdings noch eine Bergbauhütte und hies Zechhaus. Goethe besuchte das Seehaus 1785.

Infos und Bilder zum Seehaus

Das Seehaus im Winter:

und im Sommer


Vom Seehaus geht es gemächlich auf der Höhe weiter nach Norden über den Nußhardt zum Schneeberg. Markierung H

Der  Nußhardt ist der dritthöchste Berg im Fichtelgebirge, hat einen schönen Aussichtspunkt in einer urtümlichen Felslandschaft. In einer Höhle direkt am Gipfel kann man auch outdoor übernachten.

Vom Nußhardt ist es nicht mehr weit zum  Schneeberg. Er hat leider noch keine Unterstandshütte. In den Zeiten des Kalten Krieges bis 1989 war er ein wichtiger Radarhorchposten der Nato und war militärisches Sperrgebiet. Am Gipfel findet man das windige Aussichtsbauwerk namens Backöfele.

Vom Schneeberg läuft man ein kurzes Stück zurück zum Sattel zwischen Nußhardt und Schneeberggipfel und folgt dem markierten Wanderweg hinab nach Karches. Man muß noch einmal die gefährliche B 303 kreuzen und kann wenn man will in Karches einkehren oder den Esel füttern.

Weißmainquelle

Von Karches folgt man dem Quellenweg an der  Weißmainquelle vorbei zum  Ochsenkopfgipfel. Markierung: Q

Beschreibung des Ochsenkopfes in allen Details

Bild vom Goethefelsen

Auch  Goethe war am Ochsenkopf und zeichnete den nach ihm benannten Felsen

Am Asenturm oder am Goethefelsen ruht man sich aus. Der Goethefelsen war lange Zeit verschollen und ist erst in den letzten Jahren wieder gefunden worden. Jetzt ist er als Naturdenkmal ausgewiesen. Er liegt etwas südlich vom Asenturm.

Die  Asen sind eines der zwei germanischen Göttergeschlechter. Zu ihnen gehört auch Wotan und Donar. Den Namen erhielt der 1928 fertiggestellte Turm in einer Kampfabstimmung des Fichtelgebirgsvereins. Der Bau des Turm kostete mehr als eine Milliarde Reichsmark und viel Schweiß.

Vom Ochsenkopf geht es abwärts über die Fahrstraße nach Fichtelberg. Von dort ist es nicht mehr weit zum Parkplatz am Fichtelsee. Entlang der Fahrstraße finden sich noch einige Zeugnisse des Bergbaus am Ochsenkopf. Man kann auch das Besucherbergwerk Gleißinger Fels besuchen. Abgebaut wurde Silber, Eisen und  Proterobas

siehe http://www.bergwerk-fichtelberg.de/

Wenn man noch fit ist kann man auch den wunderschönen Wanderweg entlang des Bocksgrabens nach Fichtelberg wählen.

siehe http://www.geopark-bayern.de/Public/Geosites/Bayreuth/Bocksgraben/Bocksgraben.htm

Bad Berneck[Bearbeiten]

In  Bad Berneck gibt es ein paar wunderschöne Wanderweglein und den kühlen sehr lohnenden Talgrund der Ölschnitz. Es gibt ein paar sehenswerte Kuranlagen. Außerdem gibt es ein paar riesige Steinbruchlöcher und die viel befahrene B 303. Der Fahrradfahrer- ( und Motorradfahrer- ) Geheimtip in BB ist die alte B2 von Bad Berneck nach Gefrees. Sie ist ein bißchen gefährlich aber ein landschaftlicher Hochgenuß. Natürlich gibt es noch einige Kleinode und Geheimtipps mehr. Die muß man dann aber selber entdecken. Der wunderbare Bahnradweg nach Bischofsgrün startet in Bad Berneck.

Den folgenden Wanderrundweg gibt es nur noch im WWW Archiv.

Waldsteingipfel

Nordweg im Fichtelgebirge[Bearbeiten]

Nordweg N ( weißes N auf rotem Grund) ca 66 km

Kulmbach - Fölschnitz- Wirsberg - Gefrees - Großer Waldstein - Epprechtsstein - Kirchenlamitz - Hirschstein - Kornberg - Vorsuchhütte- Selb - Hirschfelder Tor

Kompletter Wegverlauf des Nordweges im Bayernatlas: https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/mobile.html?topic=ba&bgLayer=atkis_sw&lang=de&catalogNodes=11,122&layers=KML%7C%7Chttps:%2F%2Fgeoportal.bayern.de%2Fba-backend%2Fproxy%2Fvector%3Furl%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.geodaten.bayern.de%252Ffreizeitwege%252FKML%252F1994.kml%7C%7Cfalse&E=696711.96&N=5568281.03&zoom=6

Beim Nordweg des Fichtelgebirgvereines merkt man , daß es in Kulmbach eine aktive Ortsgruppe des FGV geben muß . Anders ist es nicht zu erklären , daß der Nordweg in Kulmbach beginnt . Er verläuft bei Wirsberg noch ein Stück durch den Frankenwald und erst ab Gefrees kommt man ins eigentliche Fichtelgebirge. Doch auch diese Voretappen sind durchaus lohnend zu wandern.

1.Voretappe: Kulmbach - Fölschnitz - Wirsberg

Kein Kommentar , da ich ich Sie nur in Abschnitten kenne.

2.Voretappe: Wirsberg - Gefrees

Der Nordweg verläßt Wirsberg durch das schöne Schorgasttal. An einem heißen Sommertag wird man diesen Abschnitt entlang der Schorgast besonders schätzen und er gehört auch zu den schönsten des Nordweges.

An den letzten Häusern von Wirsberg quert der Weg die Schorgast nach rechts und verläuft ca.2-3 km am orografisch linken Ufer bis er wieder die Seiten wechselt und zusammen mit der Markierung 2 rote Querbalken direkt im Talgrund verläuft. Am Anfang kann man dabei durchaus noch ohne Markierung auf dem Spazierweg direkt am Bach zum Wirsberger Schwimmbad laufen und erst kurz vor dem Schwimmbad über einen Steg die Bachseite wechseln. Teilweise ist der Nordweg hier ein schöner Wanderpfad , teilweise läuft er auch etwas langweilig auf einer Forststraße. Der Talgrundweg bis zur Grundmühle ist dann wunderschön zu laufen. An der Grundmühle liegt ein stattliches Restaurant im Dornröschenschlaf und wartet auf einen potenten Investor. Dort muß man auch ca 100 m Teerstraße aushalten. Nach der Grundmühle geht es scharf nach links an einem Wohnwagenwerk und einer Kläranlage vorbei wieder auf einem schönen Talweg entlang des Perlenbaches bis zur Straße Marktschorgast - Ziegenburg . Diese quert man und muß sich dann bergauf durch einen ca 200 m langen völlig verwachsenen Abschnitt des Nordwegs kämpfen. Dann trifft man auf einen Forstweg der von Marktschorgast bis zum Weißenstein führt . Hier verläßt uns auch der Wanderweg mit dem roten Doppelbalken als Markierung .

Der Nordweg quert diesen Weißensteinweg und verläuft nach Osten erst langsam dann steiler durch Fichtenwald bis zum Kamm des Eichenbühl . Man tritt aus dem Wald heraus , trifft auf einen geteerten Wirtschaftsweg und hat einen sehr schönen Ausblick nach Osten auf die Gipfel des Fichtelgebirges. In diesem Abschnitt ist die Fritschkarte ungenau und verzeichnet den Nordweg weiter nördlich als er wirklich läuft. Probleme gibt es dadurch nicht , da die Markierungen ausreichend gut sind . Man folgt dem geteerten Wirtschaftsweg nach Norden und erreicht bald wieder den Wald zusammen mit der Markierung . Hier hört der Teer auf und leicht fallend erreicht man bald den kleinen ehemaligen Bahnhof Falls . Man quert die Eisenbahn an einem Straßenbahnübergang und folgt der Straße schlecht markiert bis in den Ort Falls auf ca 300 - 400 m Teer . Mitten im Ort geht es scharf nach links und wieder etwas zurück , dann weiter auf einem ungeteerten Fahrweg Richtung Streitau. Der Weg führt abwärts und zweigt dann Richtung Autobahnunterführung vom Streitauer Weg ab . Nach der Autobahnunterführung geht es nach links . Diese Stelle ist schlecht markiert . Und entlang einiger Telefonmasten trifft man auf die alte Trasse der Eisenbahnlinie Gefrees - Falls , die sich meines Erachtens sehr gut als Rad- und Wanderweg bis Gefrees anbieten würde. Leider sind die Gefreeser noch nicht soweit und so muß man auf einer breiten Teerstraße ca 2 km ins Tal bis zu den Häusern von Bechertshöfen hinab laufen . Dort biegt der Nordweg nach rechts ab und läuft einen Feldweg entlang zusammen mit dem Westweg über 2 kleine Hügel und quer über eine Gefreeser Umgehungsstraße zum Ortsrand von Gefrees . Hier kann man westlich der Häuser laufen und nicht der Markierung folgen , die die Straße benutzt. Ganz bleibt einem die abfallende Siedlungsstraße doch nicht erspart und man trifft schließlich auf die viel befahrene B 2 . Diese quert man und verläßt den Westweg über einem breiten Platz Richtung Ortsmitte . Durch den Ort läuft man auf der Hauptstraße und kann hier in einer Bäckerei , Metzgerei oder in einem Gasthof auftanken. Meines Erachtens wäre hier ein Fußweg entlang des Kornbaches viel schöner.

3.Das Herzstück des Nordwegs verläuft über den Kamm des Waldsteines von Gefrees nach Kirchenlamitz und weiter über den Kornberg bis nach Selb. Hier verläuft der Weg auf teilweise wunderschönen alten Wanderwegen , so zum Beispiel im Bereich des Epprechtsteines .

Aus Gefrees hinaus muß man anfangs ziemlich langweilig entlang der Straße nach Zell auf Teer hatschen . Ab dem Ortsrand von Neuenreuth zieht der Wanderweg allerdings dann auf einem schönen alten Fahrweg Richtung Kornbach . Der Weg ist baumbestanden , somit an heißen Sommertagen schön schattig , ungeteert und bietet einen weiten Ausblick nach Nordwesten. Am Wegesrand finden sich alte steinerne Wegsäulen . Über die Anhöhe 600 querend und wieder fallend trifft man schließlich beim Knopfhammer auf die vielbefahrene Staatsstraße 2180 Gefrees - Weißenstadt.

Man folgt dieser am besten am linken Straßenrand über die Abzweigung der Straße nach Zell hinweg bis zu einem schönen Forellenteich . Achtung , in diesem kurzen Straßenbereich ist der Nordweg schlecht markiert und wegen der Autos gefährlich. Vorne am Forellenteich vorbei und über das kleine Wehr des Teiches querend muß man dann ziemlich steil, aber sehr schön ca 50 m nach oben steigen , bis sich der Weg etwas flacher legt .Durch Fichtenwald und über kleine Wiesenabschnitte erreicht man endgültig den Wald . Achtung hier zeigt die Fritschwanderkarte einen falschen Abschnitt des alten Nordweges an , der zu weit nördlich liegt. Der jetzige Nordweg folgt dann etwa 500 m einer Forstraße oberhalb von Kornbach . Dann biegt er nach Norden von dieser ab und steigt auf den Kamm hinauf. Diese Abzweigung ist nicht so gut markiert. Durch einen schönen Hohlweg geht es teilweise etwas verwachsen immer am Kamm entlang . Dann folgt man über die Bärenhöhe ( 785 m über NN) ziemlich lang einem Forstweg , der glücklicherweise noch nicht zu einer Forstweg Autobahn ausgebaut wurde. Man quert den Quellenweg , die nach Norden hinab zur Saalequelle fürt . Schließlich erreicht man kurz vor dem Zeller Felsen wieder einen schönen wurzeligen Wegabschnitt bis zum Forstweg auf Höhe 757. Zusammen mit dem Wanderweg von Ruppertsgrün und später mit dem FGV Höhenweg erreicht man schließlich das Waldsteinhaus .

Lageplan des Waldsteingipfels

Den Waldsteingipfel sollte man unbedingt ersteigen, denn er bietet einen wunderbaren Ausblick und eindrucksvolle Felsformationen . Östlich der Felsen läuft dann der Wanderweg weiter zusammen mit dem FGV Höhenweg , bis er diesen an der Autostraße nach NO über eine wurzelreichen und feuchten Wegabschnitt verläßt. Bis zur Straße Sparneck - Weißenstadt geht es urig über Wurzeln und Bächlein weiter. Nach Querung der Straße trifft folgt man einem Forstweg . Leider haben hier einige Bequemlichkeits- oder auch Ordentlichkeitsmarkierer den alten Nordweg ummarkiert und auf ein langes Stück Fortsstraße mit einer völlig unnötigen kilometerweiten Ecke verlegt. Die alte Wegführung war hier viel schöner und kürzer . Sie ist etwas verwachsen und sumpfig , aber immer noch begehbar und sollte m.E. bald wieder als Orginal Nordweg hergerichtet werden. Hier sollte der Fichtelgebirgsverein und die örtlichen Gemeinden über eine Ummarkierung nachdenken. Jetzige markierte Route mit roten Punkten, alter Nordweg mit lila Punkten .

siehe Karte des Nordweges im Bereich Waldstein-Epprechtstein © Bayer. Landesvermessungsamt http://www.madeasy.de/5/nordweg2.jpg

Nach einem Forstwegabschnitt von ca 500 m geht es dann auf einem langen schönen Wanderwegabschnitt bis zum Epprechtstein. Den Epprechstein sollte man unbedingt besuchen , denn er bietet eine tolle Aussicht und schöne Einblicke in den Granitabbau . An der Bergwachthütte vorbei kommt man bald wieder auf den Orginalnordweg und folgt diesem bis man die Straße und den Radweg auf der alten Bahntrasse kreuzt . Hier kann man an heißen Tagen den Biergarten der Gastwirtschaft Waldschenke nutzen.

Für den folgenden Abschnitt bis Niederlamitz bräuchte man ein Fahrrad , dann könnte man nämlich der alten Bahntrasse am Schwimmbad vorbei folgen. Erst ab Niederlamitz wird der Nordweg wieder interessant. Auf den Lamitzwiesen kann man allerdings , wenn man Glück hat und die Jahreszeit passt, noch den Stroch sehen, der hier brütet .

Der Nordweg über den Kornberg verläuft auf einem urigen , gut markierten Wanderweg und ist sehr empfehlenswert. Man kommt am tonnenschweren Wackelstein und an der wildromantischen Burgruine Hirschstein vorbei und erreicht nach nicht allzulangem Aufstieg den Kornberggipfel. Ab der Vorsuchhütte , dem Haus am Skiliftparkplatz, wird es dann allerdings langweilig , da der Weg kilometerlang einer schnurgeraden Forststraße folgt. Erst kurz vor dem Waldrand vor dem Merzenhaus wird es wieder schöner und auch der Abschnitt von Brunn zum Pfaffenberg ist ganz schön , da er teilweise durch ein Feuchtwiesengebiet kreuzt.

Beste Wanderkarte: Fritsch Fichtelgebirge 1:50000

Bischofsgrün-Karches-Weißmainfelsen-Ochsenkopf und zurück[Bearbeiten]

Weißmainfelsen

Einer der schönsten Rundwanderwege im Fichtelgebirge wurde 2020 neu markiert und als Qualitätsweg „Weißmain-Ochsenkopf-Steig“ zertifiziert. Ronja Räubertochter Weg wäre auch ein passender Name gewesen. Er beginnt in Bischofsgrün an der Talstation der Ochsenkopfseilbahn. Von dort folgt er wildromantisch direkt dem Bachverlauf des weißen Maines bis Karches. Dann geht es über einen Steig hinauf zu den Weißmainfelsen und zur gefassten Weißmainquelle. Von hier aus führt ein schöner Wandersteig zum Gipfel des Ochsenkopfes. Der Markierung folgend geht es hinunter nach Bischofsgrün und zurück zum Ausgangspunkt.

Sehr empfehlenswert als Weg mit Kindern ab 6 Jahren. Die Strecke nach Karches geht direkt am Bach entlang und ist für Mountainbikes kaum geeignet, es sei denn man trägt sein Rad gerne.

  • Laufzeit circa 3 h mit Kindern sollte man sich mehr Zeit nehmen.
  • Länge circa 11 km
  • Höhenmeter 408 hm

Ein Tipp: Man kann direkt am Parkplatz einen unmarkierten, aber sehr schönen Weg am orografisch linken Ufer nutzen und folgt so von Anfang an dem Bachlauf. Dieser Weg fehlt im Bayernatlas. Bei Openstreetmaps ist er korrekt eingezeichnet.

 

Literatur[Bearbeiten]

alte Ansicht von Schneeberg und Ochsenkopf

Zeitschriften[Bearbeiten]

  • Der Siebenstern
  • Das Fichtelgebirge
    • Monografien des Fichtelgebirgsvereins
  • Unser Fichtelgebirge
    • Vermischte Schriften dess FGV

Bücher etc[Bearbeiten]

  • Mit Kindern im Fichtelgebirge. Wo Wandern zum Erlebnis wird. 1994. 129 S. m. zahlr. Fotos.
    • Müller, Reinhard; Ruhl, Horst:
      • ISBN: 3-87230-520-4, - FLEISCHHAUER & SPOHN-
        • Schönes Buch mit vielen guten Wandervorschlägen.
  • Rainer H. Schmeisser: Der Schneeberg,
    • Beiträge zur Geschichts- und Landeskunde des Fichtelgebirges Nr. 1, Regensburg 1979
  • Dietmar Herrmann: Lexikon Fichtelgebirge, Ackermann Verlag Hof/Saale
  • Rudolf Thiem: Der Schneeberg - höchster Berg des Fichtelgebirges'
  • Beiträge zur Geschichts- und Landeskunde des Fichtelgebirges
    • Verlag Kohler GmbH, 95632 Wunsiedel
  • Dietmar Herrmann: Proterobas-Glashütte am Ochsenkopf; in: Der Siebenstern 2007, S. 5-6
  • Friedrich Müller: Bayerns steinreiche Ecke (1984) ISBN 3-8112-0845-4

Links[Bearbeiten]

Ochsenkopf und Schneeberg im Licht der Wintersonne