Lehren, Lernen und Bildung metaphorisch verstehen/ Vorstellungen/ Bildung ist wie das Meer

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Überblick[Bearbeiten]

Bildung ist wie das Meer.png
Metapher Bedeutung
Das Meer Die Bildung in seiner Gesamtheit
Das Boot Das Lehrmittel
Der Bootsführer Der Lehrer
Der Passagier Der Lernende
Unwetter, Stürme oder ruhige See unterschiedliche Lebensumstände
Ufer, Inseln Ziele, die angesteuert werden können
Das persönliche Logbuch Hier werden die Erfahrungen und das Wissen festgehalten

Erläuterung[Bearbeiten]

Das Meer symbolisiert mit seinen natürlichen Eigenschaften die Gesamtheit der Bildung. Die unterschiedlichen Tiefen und deren Lichtdurchdringung sowie die permanente Bewegung durch Strömungen, der Tier- und Pflanzenwelt stellen die Komplexität und Veränderbarkeit sowie die annähernde Unendlichkeit der Bildung dar. Um Bildung erfahren zu können, muss der Schüler, der hier als Mensch auf dem Meer zu verstehen ist, mit dem Wasser in Berührung kommen. Über die Art der Berührung entscheidet der Schüler meist selbst, indem er die Variante seiner Fortbewegung wählt. Es kann sich rein um eine Reise über das Meer handeln, aber auch aus Spaß oder um der Arbeit Willen geschehen, weshalb der Schüler auf das Meer geht. Er entscheidet dabei selbst, wie weit er in die Tiefe vordringt. Als Surfer erkundet er nur den Uferbereich und die Oberfläche. In Person eines Fischers kennt er sich bereits mit einigen Bereichen aus und weiß, wo er seine Netze auswerfen muss. Einem Forscher bleiben mit Hilfe eines U-Bootes auch die tiefsten Regionen nicht verborgen.

Die Rolle des Lehrers wird von dem Bootsführer verkörpert, der das Schiff mit dem Schüler navigiert und somit den Schüler anleiten kann. Das Boot dient zur Darstellung der Lehrmittel, die den Zugang zu den unterschiedlichen Stellen der Bildung erst ermöglicht. Hierbei gibt es Unterschiede: Es kann sich neben einem einfachen Schiff auch um ein Forschungsboot handeln, welches das Meer genauer untersucht oder gar ein U-Boot, welches in die dunklen Tiefen des Meeres vordringen kann. Wichtig ist, dass der Schüler wählt, mit welchem Boot er hinaus fährt oder ob er vielleicht sogar selbstständig, ohne Bootsführer ausläuft. So kann man sich in dieser Metapher die Selbstbildung vorstellen. Falls der Schüler kein Boot wählt und nicht bereit ist das Meer zu besuchen, greift der Bootsführer als Vermittler ein und wählt für den Schüler ein Boot aus, leistet Hilfestellung, bis dieser aus eigener Kraft und Motivation wieder bereit ist, mit einem Boot seiner Wahl das Meer zu erkunden. Bildungsziele kann man mit Ufern und Inseln gleichsetzen, die von den Schülern erreicht werden wollen und den Zwängen und Forderungen, die die Gesellschaft an den Schüler stellt(Schulabschluss, Berufsausbildung etc.). Hier ist zu beachten, dass jeder Schüler sein individuelles Ziel haben kann. Die große Dimension des Meeres bietet die Möglichkeit, jegliches Ufer anzusteuern. Das erlangte Wissen wird während der Fahrt in einem Logbuch niedergeschrieben. Dieses Wissen bildet einen Teil von mehreren Teilen der Gesamtheit von Bildung. Andere Teile sind zum Beispiel: Kommunikative oder reflektive Fähigkeiten.

Besonderheiten stellen verschiedene Wettereinflüsse wie Stürme, Gewitter, Umweltkatastrophen, Windverhältnisse oder gutes Wetter dar. Diese äußeren Einflüsse kann man auf die Lebensumstände der Schüler übertragen.

Die Grenzen der Metapher sind folgende: Was passiert, wenn der Schüler vom Weg abkommt oder sogar kentert? Was passiert, wenn ständig Kursänderung vollzogen oder neue Wege bestritten werden? Was ist mit der Schulpflicht in Deutschland, beziehungsweise kann der Schüler sich gegen Bildung stellen und was passiert dann?

Bei diesen Fragen wird ersichtlich, dass die Metapher klare Grenzen aufweist und es ihr nicht möglich ist diese Grenzen zu überwinden. Eine Metapher ist nie vollkommen, sondern stellt ein unvollkommenes Bild dar, was wir unter Bildung verstehen.