Materialwirtschaft: Lösungen: Arten der Bedarfsdeckung

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Nachfolgend finden Sie alle Lösungen zu den Aufgaben in den Kapiteln „Arten der Bedarfsdeckung“.


Einzelbeschaffung[Bearbeiten]

 

Lösung zu Übung 1

 

  • Kopierpapier: Verbrauchsgut mit hohen Verbrauchsmengen und niedrigem Wert - Vorratsbeschaffung
  • Wartung des Kopierers: Dienstleistung - Einzelbeschaffung
  • Flachbrettscanner: Gut mit mittelmäßigem Wertverlust und sporadischem Bedarfsverlauf - Einzelbeschaffung
  • Datenbankserver: Sehr sporadischer Bedarfsverlauf, meistens verbunden mit Build-To-Order (Anpassung der Komponenten vor Kauf) und Dienstleistungen (Einrichtung etc) - Einzelbeschaffung
  • DVD-Rohlinge: Verbrauchsgut mit konstanten Verbrauchsmengen und relativ niedrigem Wert - Vorratsbeschaffung


Vorratsbeschaffung[Bearbeiten]

 

Lösung zu Übung 1

Nachfrage basiert auf Schätzungen, daher:

  • Möglicher Fehlkauf, da Nachfrage überschätzt
  • Frühzeitige Bindung an einen Lieferanten, ohne dass die Marktlage genauer geprüft wurde
Zudem:
  • Neues Speichermedium, es werden in der Regel jedoch Standards von Kunden bevorzugt
  • Lagerkosten und Kapitalbindung für Materialien, die nicht aktiv verbraucht werden
  • Bei Datenträgern kommt es in der Regel nach der Einführung zu einem starken Preisverfall, starke Wertminderung


Bestellpunktverfahren[Bearbeiten]

 

Lösung zu Übung 1

Verhältnis 12:13, bei 50 Endgeräten, daher beträgt der Tagesverbrauch an USB-Sticks: Die Formel für das Bestellintervall ist bekannt:


Der Höchstbestand beträgt 540 Stück


Lösung zu Übung 2

Reguläre Beschaffungszeit bei einem Meldebestand von 140 Stück: Täglicher Verbrauch ist aus Übung 1 bekannt: 24 Stück. Die zur Verfügung stehende Verbrauchsmenge während der Lieferzeit ist der Meldebestand - Sicherheitsbestand: 140 - 60 = 80 Also: Tage


Lösung zu Übung 3

Nach der regulären Lieferzeit wird der Sicherheitsbestand angegriffen. Fehlmengenkosten entstehen, wenn auch dieser aufgebraucht ist. Also:


Bestellrythmusverfahren[Bearbeiten]

Lösung zu Übung 1

Da ein sporadischer Verbrauch vorliegt und der Lieferant nur zu bestimmten Zeitpunkten liefert ist das gesuchte Mittel hier das Bestellrythmusverfahren nach (t,S)-Politik.


Lösung zu Übung 2

Die Bestellmenge ist im Bestellrythmusverfahren nach (t,S)-Politik:

  • Die Differenz zwischen Lagerbestand und Höchstbestand am Bestellzeitpunkt und
  • Die für die Beschaffungszeit einkalkulierte Verbrauchsmenge
Berechnen wir also zunächst die einkalkulierte Verbrauchsmenge: Stück Die Differenz zwischen Lagerbestand und Höchstbestand am Bestellzeitpunkt betrug also: Stück Woraus sich bei einem Höchstbestand von 6000 Stück folgender Lagerbestand am Bestellzeitpunkt ergibt: Stück


Optimale Bestellmenge[Bearbeiten]

 

Lösung zu Übung 1

Lösung nach Andler-Formel:


Lösung zu Übung 2

Die aus dem Kapitel „Optimale Bestellmenge“ bekannten Verfahren setzen einen konstanten Jahresverbrauch mit nur geringen Schwankungen voraus. Ist dies nicht gegeben muss man dynamische Näherungsverfahren anwenden, die den Umfang dieses Buches jedoch sprengen würden.


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