Natur und Technik für den Pflichtschulabschluss: Die Geschichte der Entdeckung

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Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der französische Chirurg Paul Broca zwei Patienten, die zwar die Sprache verstanden aber selber nicht sprechen konnten. Nach den Tod der Patienten hat er festgestellt, dass eine gewisse Region in ihren Gehirn beschädigt war. Er hat seine Entdeckung 1861 publiziert. Die Region im Gehirn ist nach ihm genannt (Broca-Areal).

Ein paar Jahre später übernahm der (als widerspenstig geltende) deutsche Arzt Carl Wernicke den Stab. Er arbeitete in einer neurologischen und psychiatrischen Abteilung. Dort entdeckte er, dass es Patienten gab, die die Sprache nach einer Verletzung im Gehirn nicht mehr verstanden. Die entsprechende Region wurde nach ihm genannt: Wernicke Areal. Diese Region ist direkt zur akustischen Bahn verbunden. Das Broca-Areal hingegen ist ein motorisches Areal, d.h. es ist für die Bewegung beim Sprechen zuständig.

Da die Gedanken und die Kommunikation grundsätzlich durch die Sprache stattfinden, verursacht ein Schaden des Wernicke Areals schwerwiegende Änderungen bei der Persönlichkeit und allgemein dem Leben des betroffenen.