Podcasting für Einsteiger und Fortgeschrittene/ Mischpulte

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Ein Mischpult ist nicht immer erforderlich, empfiehlt sich aber in den meisten stationären Aufnahmesituationen, da es die Signalwege vereinheitlicht und flexibel macht. Ein Mischpult erlaubt aber vor allem das Erzeugen eines “Mix” beim Einsatz von mehr als einem Mikrofon.

Mischpulte gibt es in allen Größen, Ausbaustufen und Preisklassen, doch folgen sie alle ähnlichen Konzepten. Im Mittelpunkt steht die parallele Anordnung mehrerer “Kanalzüge” (englisch “Channel Strips”). Jeder Kanalzug repräsentiert den Verlauf eines Eingangssignals. Manche Kanalzüge enthalten Mikrofoneingänge mit Vorverstärkern, häufig auch mit 48V-Phantomspeisung. Im weiteren Verlauf kann auf jedem Kanalzug das Eingangssignal per Equalizer in seinem Klangbild beeinflusst und die Verteilung des Signals auf die beiden Stereokanäle des “Main Mix” eingestellt werden (englisch “Panning”). Ein Hauptregler steuert schlicht die Lautstärke des Eingangssignals im Main Mix.

Größere Mischpulte bieten darüberhinaus die Möglichkeit, das Signal auch noch in einen separaten Stereomix einzublenden (den sogenannten AUX-Mix). Dieses Feature kann für Podcaster in Live-Situationen und bei der Einbindung von Telefonanrufern (z.B. über ISDN oder IP-Telefonie) sinnvoll und notwendig sein.

Einfache Mischpulte sind analog aufgebaut, alle Signalwege sind elektrisch gekoppelt. Moderne, teurere Mischpulte arbeiten zunehmend auf digitaler Basis und bilden die Signalwege als Informationsfluss ab. Digitale Systeme sind in der Regel flexibler in der Verschaltung von Ein- und Ausgängen und weisen klassische Probleme analoger Mischpulte wie das Übersprechen von Kanälen durch mangelnde Signaltrennung prinzipbedingt nicht mehr auf.

Für Podcaster zunehmend interessant sind Mischpulte, die ihren Main Mix (und häufig zusätzlich auch die Eingangsignale und AUX-Mixe) per USB- und/oder FireWire-Schnittstellen direkt einem Computer zugänglich machen. Dem Computer gegenüber stellt sich das Mischpult als mehrkanaliger Audioein- und ausgang dar. Dies erlaubt die einfache Aufnahme auf dem Computer, sowie das Einspielen von Audiomaterial direkt vom Computer in den Main Mix per Software ohne den Umweg eines analogen Audiosignals. Viele Einstiegsmodelle (wie z.B. von Phonic oder Behringer) bieten schon solche Schnittstellen, die auch ohne zusätzliche Treiber “out of the box” funktionieren.