Praktikum Anorganische Chemie/ Blei

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Blei[Bearbeiten]

Nachweis als Bleiiodid[Bearbeiten]

Nachweisreaktion
Reaktionstyp: Fällungsreaktion
pH <7 bis 7
Indikation gelber Niederschlag
Durchführung[Bearbeiten]
Skull and Crossbones.svg

Gibt man zur der Analysenlösung etwas  Kaliumiodid so entsteht ein voluminöser gelber Niederschlag, der sich im Überschuss von Iodidlösung wieder löst.

Die Verbindung lässt sich auch Umkristallisieren: dafür erhitzt man die Lösung mit einem Bunsenbrenner, so dass das  Blei(II)-iodid wieder in Lösung geht. Nach dem Abkühlen fällt das Bleiiodid wieder in gelben glitzernden Plättchen aus.

Erklärung[Bearbeiten]
Blei(II)-Ionen und Iodid-Ionen reagieren zum schwer löslichen, gelbfarbenden Blei(II)-iodid.

Nach Zugabe weiterer Iodidlösung reagiert das Blei(II)-Iodid zum farblosen Tetraiodoplumbat(II)-komplex weiter.

Blei(II)-iodid und Iodid-Ionen reagieren zum gut löslichen, farblosen Tetraiodoplumbat(II)-komplex.
Störung[Bearbeiten]

Der Nachweis wird durch viele andere Schwermetall-Kationen gestört, daher müssen diese vorher abgetrennt werden. Im Kationentrennungsgang erfolgt dies in der Salzsäuregruppe und in der Schwefelwasserstoffgruppe.

Nachweis als Bleichromat[Bearbeiten]

Nachweisreaktion
Reaktionstyp: Fällungsreaktion
pH >7
Indikation gelber Niederschlag, in Natronlauge rot
Durchführung[Bearbeiten]
Skull and Crossbones.svg

Bei Versetzen einer Blei(II)-Ionen-haltigen Lösung mit  Kaliumchromat kommt es zur Bildung eines gelben, in  Essigsäure und  Ammoniak unlöslichen, jedoch in  Natronlauge und  Salpetersäure löslichen, kristallinen Niederschlages. Die Kristallstruktur kann unter dem Mikroskop betrachtet werden. Dabei ist zu beachten, dass die Reaktion aufgrund des "Chromat-Dichromat-Gleichgewichtes" im richtigen pH-Wert-Bereich (am besten >6) durchgeführt wird.

Die schwach alkalische Lösung wird mit wenig verdünnter Kaliumchromat-Lösung versetzt und anschließend mit verdünnter Essigsäure schwach angesäuert, Folge: ein Niederschlag von gelbem, schwer löslichem Bleichromat, das sich in Essigsäure nicht löst, entsteht. Beim Behandeln mit etwas Natronlauge bildet sich rotes, basisches Bleichromat.

Erklärung[Bearbeiten]
Blei(II)-Ionen und Chromat-Ionen reagieren zum schwer löslichen, gelbem Bleichromat.
Bleichromat reagiert mit Natronlauge zu rotbraunem basischem Bleichromat und Natriumchromat.