Programmieren mit dBASE PLUS: Über BDE-Aliase

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Was ist ein BDE-Alias?[Bearbeiten]

Ein BDE-Alias ist ein Name für eine Datenbank. Er wird im BDE-Administrator eingerichtet. Dabei wird der Aliasname der Datenbank, der zu verwendende Treiber und der Speicherort festgelegt.

Wozu braucht man einen BDE-Alias?[Bearbeiten]

Unbedingt notwendig ist ein BDE-Alias, wenn wir auf fremde Datenbankformate wie MS Access, Firebird oder Oracle zugreifen wollen. Aber auch wer ausschließlich mit DBF-Tabellen arbeitet sollte auf die Vorteile, die ein BDE-Alias bietet, nicht verzichten.

Welche Vorteile bietet ein BDE-Alias?[Bearbeiten]

Ein BDE-Alias erleichtet die Arbeit mit Datenbanken bzw. Tabellen. Über den Aliasnamen kann man auf Datenbanken bzw. Tabellen zugreifen, ohne den Ort (z.B. den Verzeichnispfad) zu kennen, an dem die betreffenden Daten gespeichert sind.

Um eine Tabelle zu öffnen schreibt man z.B.

Use :dbasesamples:fish.dbf

anstatt

Use "C:\Programme\dBASE\PLUS25\Samples\fish.dbf"

Damit das funktioniert, muss die Datenbank natürlich vorher geöffnet werden (z.B. mit open database).

Vor allem in Programmen ist es keine gute Idee, feste Verzeichnispfade zu verwenden. Denn sobald Daten in ein anderes Verzeichnis verschoben werden ist das Programm nicht mehr lauffähig und der Programmcode muss überall angepasst werden, wo Verzeichnispfade vorkommen.

Bei Verwendung eines BDE-Alias muss dagegen lediglich der neue Datenpfad im BDE-Administrator eingetragen werden und die Anwendung läuft ohne irgendeine Änderung des Programmcodes. Einfacher geht es nicht. Bei der Entwicklung von Anwendungen, die später auf unterschiedlichen Rechnern mit unterschiedlichen Umgebungen eingesetzt werden sollen ist das Arbeiten mit einem BDE-Alias ein absolutes Muss. Aber auch wer nur mit lokalen Tabellen arbeitet und keine Programme weitergibt sollte den Komfort und die Flexibilität nutzen, die ein BDE-Alias bietet.

Wie richtet man einen BDE-Alias ein?[Bearbeiten]

So gehen Sie vor, um einen BDE-Alias für lokale Tabellen, d.h. für dBASE- oder Paradox-Tabellen, einzurichten:

1. dBASE beenden, BDE-Verwaltung starten.

2. Aus dem Hauptmenü die Option Objekt | Neu... wählen.

3. Es erscheint das Dialogfenster "Neuer Datenbank-Alias". Als Treiber "STANDARD" auswählen und mit der Schaltfläche OK bestätigen.

4. Anschließend erscheint im linken Fenster (Datenbanken) der neu angelegte Datenbank-Alias, z.B. mit dem Namen "STANDARD1". Es empfiehlt sich, den Namen zu ändern und einen aussagekräftigen Namen zu wählen wie "Übung", "Stammdaten" oder "Video".

5. Im rechten Fenster (Definition) bei der Eigenschaft "DEFAULT DRIVER" auf die zugehörige Schaltfläche rechts außen klicken. Aus der Dropdown-Liste "DBASE" auswählen.

6. Im gleichen Fenster müssen wir unter der Eigenschaft PATH noch das Verzeichnis angeben, in dem sich die Daten befinden. Dazu klicken wir auf die kleine Schaltfläche rechts außen und kommen zu dem Dialogfenster "Verzeichnis auswählen". Dort navigieren wir zu dem gewünschten Verzeichnis. Es empfiehlt sich, ein separates Verzeichnis zu verwenden, das nur Tabellen enthält, keine sonstigen Dateien (*.prg, *.wfm usw.). Ein neues Verzeichnis anzulegen ist in diesem Dialog nicht möglich; ggf. müssen wir dazu den Windows Explorer bemühen. Wenn das Verzeichnis bereits existiert, können wir es auswählen und den Dialog mit OK beenden.

7. BDE-Verwaltung beenden und die Frage, ob die Änderungen gespeichert werden sollen, mit Ja beantworten.

8. Nach dem Neustart von dBASE steht der neue BDE-Alias zur Verfügung.

Mit der Klasse BDEAlias.cc in der dUFLP können BDE-Aliase programmgesteuert angelegt werden.