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Radiologie: Interventionelle Techniken: Kolonkontrasteinlauf

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Indikation

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  1. Verdacht auf stenosierende Prozesse (Tumore)
  2. Verdacht auf Insuffizienz einer Anastomose nach Operation am Kolon

„Vor der Therapie eines Patienten mit einem kolorektalen Karzinom muss eine Koloskopie mit Biopsie vorliegen. Da in bis zu 5% der kolorektalen Karzinome synchrone Tumoren zu erwarten sind, die der intraoperativen Beurteilung entgehen könnten, ist eine Koloskopie des gesamten Kolons vorzunehmen [40, 99, 154]. Ist aus technischen Gründen eine komplette Koloskopie nicht möglich, sollte ein alternatives radiologisches Verfahren eingesetzt werden. Die virtuelle Kolonographie stellt hierfür eine vielversprechende Alternative zum Kolonkontrasteinlauf dar mit hoher Sensitivität in einer Fallserie [387]. Ist eine komplette Koloskopie aufgrund eines stenosierenden Prozesses nicht möglich, sollte eine Koloskopie ca. 3 bis 6 Monate nach Resektion erfolgen. Ein präoperativer Kolonkontrasteinlauf ist von der Wertigkeit her eingeschränkt und bei Stenosen mit der Gefahr einer Ileusinduktion verbunden und wird daher nicht empfohlen. Zum Stellenwert der virtuellen Kolonographie für diese Fragestellung liegen bisher keine Daten vor.“[1]

Aufklärung

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  1. Krebsrisiko durch Röntgenstrahlung (10-18mSv[2] * 0,05/Sv[3] entspricht einem Strahlenkrebsrisiko von etwa 0,5-1:1000 Untersuchungen)
  2. Perforationsrisiko → Lebensbedrohliche Peritonitis

Technik

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  1. Zunächst orientierende Durchleuchtung zum Ausschluss freier Luft.
  2. Linksseitenlage
  3. Einlegen eines Darmrohrs
  4. Evtl. mit einem Ballon blocken (unter Durchleuchtung)
  5. Langsame Applikation einer Bariumsuspension bzw. eines 1:1 verdünnten wasserlöslichen Kontrastmittels (ca. 600 ml) per Darmrohr. CAVE: Barium ist kontraindiziert bei V.a. Perforation oder vor Darmoperationen.
  6. Falls Barium appliziert wurde Anfertigung eines Doppelkontrastes mit anschliessender Insufflation von Luft
  7. Unter Durchleuchtung Anfertigung von Zielaufnahmen des Kolonrahmens. Dabei ist darauf zu achten, dass peristaltische Wellen keine 'fixierten Stenosen' vortäuschen.
  8. Umlagerung des Patienten auf den Rücken und auf den Bauch (über die linke Seite) um den Kolonrahmen komplett zu kontrastieren und darstellen zu können.
  9. Letzter Blick auf das Sigma

Befundung

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Normalbefund

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Siehe auch

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Weiterführende Literatur

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Referenzen

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  1. [http://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/021-007.htm Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten: Kolorektales Karzinom vom 1. September 2004
  2. Deutsches Ärzteblatt. 100(31-32), 2003, S. C1641.
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenrisiko. 20. Oktober 2007 um 01:48