Religionskritik: Russell

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Bertrand Russell, 1907

Einleitung[Bearbeiten]

Beschäftigt man sich mit der Religionskritik, so kommt man an den Büchern von Betrand Russell nicht vorbei. Was einem sofort gefällt ist die gut verständliche und unaufgeregte Sprache des Autors. Noch sympathischer wird einem der dahinterstehende Mensch, wenn man sieht, mit welchem Einsatz er sich für die Sache des Humanismus immer wieder in die praktische Politik eingemischt hat.

Allgemeines[Bearbeiten]

Bertrand Arthur William Russell, 3. Earl Russell) wurde am 18. Mai 1872 in Trellech, Monmouthshire, Wales geboren. Gestorben ist er am 2. Februar 1970 in Penrhyndeudraeth, Gwynedd, Wales. Russel war ein britischer Philosoph, Mathematiker und Logiker. Zusammen mit  Alfred N. Whitehead veröffentlichte er mit den  Principia Mathematica eines der bedeutendsten Werke des 20. Jahrhunderts über die Grundlagen der Mathematik. Er gilt als einer der Väter der Analytischen Philosophie. Als weltweit bekannter Aktivist für Frieden und Abrüstung war er eine Leitfigur des Pazifismus, auch wenn er selbst kein strikter Pazifist war. Bertrand Russell unterrichtete unter anderem am Trinity College in Cambridge, in Harvard und Peking. Der Liberalist und Rationalist, der in den 97 Jahren seines Lebens eine Vielzahl von Werken zu philosophischen, mathematischen und gesellschaftlichen Themen verfasste, erhielt 1950 den Nobelpreis für Literatur.

Leben[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Bertrand Russells Vater John Russell, Viscount Amberley

Bertrand Russell wurde am 18. Mai 1872 in eine Familie der englischen Aristokratie geboren. Sein Großvater John Russell, 1. Earl Russell, dem 1861 der Titel Earl Russell verliehen wurde war ein ehemaliger britischer Premierminister. Bertrand Russells Vater, John Russell, Viscount Amberley, starb als Bertrand drei Jahre alt war. Die Mutter Katherine Louisa Stanley, ebenfalls aus einer Adelsfamilie stammend, verstarb noch früher, 18 Monate vor ihrem Mann, an Diphtherie, ebenso wie Bertrands Schwester Rachel Lucretia Russell. Während die ganze Familie Russell den liberalen  Whigs angehörte, waren Bertrand Russells Eltern besonders radikal für ihre Zeit. So hatten sie einen atheistischen Hauslehrer eingestellt, um ihre Kinder vor der als Übel angesehen Religion zu bewahren. Bertrand Russell hatte einen älteren Bruder, Frank Russell, 2. Earl Russell der den Titel des Earls 1878 von seinem Großvater erbte; nach dem Tod des Bruders fiel der Titel 1931 an Bertrand Russell.  John Stuart Mill, der ein Freund seines Vaters war, war — in einem nicht-religiösen Sinn [1] — Bertrand Russells Pate.

Mit dem Tod der Eltern, an die er kaum Erinnerungen hatte, wurde Bertrand Russell mit seinem Bruder von den viktorianischen Großeltern aufgenommen und wuchs auf deren Anwesen Pembroke Lodge, Richmond Park auf. Sein Großvater, der Earl Russell, starb 1878, und so wurde Bertrand Russell hauptsächlich von seiner Großmutter erzogen, einer religiösen Frau, die fortschrittliche Ansichten in Bezug auf Wissenschaft und soziale Gerechtigkeit hatte und hiermit einen deutlichen Einfluss auf Bertrand Russell ausübte.

Bertrand Russell hatte eine einsame Jugend. Zu den prägenden Ereignissen seiner Jugend zählte er ausgedehnte Spaziergänge im Richmond Park, wo er einen großen Teil seiner Zeit verbrachte. Er wurde durch Privatlehrer unterrichtet und beschäftigte sich mit Literatur und Mathematik. Er war nicht glücklich in dieser Zeit, dachte mitunter an Selbstmord, woran ihn nach eigenen Angaben aber seine Familie und die Absicht, etwas zur Mathematik beizutragen, hinderten. [2]

Studienjahre in Cambridge[Bearbeiten]

Russell erhielt ein Stipendium der Universität Cambridge, der Alma Mater seines Vaters, und studierte dort von 1890 bis 1894 Mathematik. Hier fand er einen Kreis von Freunden und Gesprächspartnern, zu dem unter anderem  G. E. Moore, Alfred North Whitehead und  J. M. Keynes gehörten. Auf Empfehlung Whiteheads wurde er Mitglied in dem konspirativen Debattierklub der  Cambridge Apostles. Mit der akademischen Lehre in Mathematik („von den Vorlesungen hatte ich überhaupt nichts“[3]) und Philosophie („Den größten Teil dessen, was ich dort an Philosophie lernte, erkannte ich nach und nach als falsch“[4]) war er dagegen unzufrieden. Später erhielt er ein Fellowship, das ihm ermöglichte, von 1895 bis 1901 ohne Lehrverpflichtungen forschen zu können.

Bertrand Russell 1893 als Student

Während seiner Studienjahre lernte Russell Alys Pearsall Smith, die Tochter einer amerikanischen Quäkerfamilie, kennen. Sie verliebten sich und heirateten im Dezember 1894 - gegen den Willen von Russells Familie. Zuvor hatte die Familie ihm einen Posten in der britischen Botschaft in Paris vermittelt, auch um ihn räumlich von seiner Verlobten zu trennen. Doch Russell war in Paris nicht glücklich und entschied sich - obwohl ihn schließlich auch die weltgewandte Alys zu einer Botschafterkarriere drängte - für die theoretische Arbeit als Mathematiker, Philosoph und Schriftsteller.

Der Weg zu den Principia Mathematica[Bearbeiten]

Auf einem mathematischen Kongress im Jahr 1900 lernte Russell den italienischen Logiker  Giuseppe Peano und dessen Werk kennen. Russell eignete sich Peanos Methoden an, erweiterte sie und legte so den Grundstein für die Principia Mathematica, den Versuch, die gesamte Mathematik auf einen begrenzten Satz von Axiomen und Schlussregeln zurückzuführen. Die Arbeit an diesem monumentalen Werk dauerte von 1902 bis 1913 an, als der dritte und letzte Band erschien. Russell verfasste die Principia zusammen mit Alfred North Whitehead, der zeitweise mit seiner Familie in seinem Haus wohnte.

Während dieser Zeit stellte sich heraus, dass Russells Ehe mit Alys scheitern würde. Er merkte schon 1902, dass er seine Frau nicht mehr liebte. Ein weiteres Problem war Russells Kinderwunsch, den die unfruchtbare Alys nicht erfüllen konnte. Das Ehepaar lebte schließlich getrennt voneinander, die Ehe wurde jedoch erst 1921 geschieden, da Russell sonst Probleme bekommen hätte, seine Anstellung zu behalten. Bertrand Russell hatte in diesen Jahren mehrere Affären, unter anderem mit  Lady Ottoline Morrell.

Währenddessen war Russell auch politisch aktiv. Er setzte sich für das Frauenwahlrecht ein und kandidierte bei einer Nachwahl im Jahr 1907 - wenn auch erfolglos - für das englische Unterhaus.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Ein einschneidendes Ereignis in Bertrand Russells Leben war der im Jahr 1914 ausbrechende Erste Weltkrieg. Dieser führte dazu, dass Russell seine mathematische Forschung hintanstellte und begann, sich als Aktivist und Autor für den Frieden und für Kriegsdienstverweigerung einzusetzen. Dass er wegen eines Flugblattes zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, nahm die Universität Cambridge zum Anlass, Russell seine Professur zu entziehen. Er wurde später zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt, weil er in einer Anti-Kriegsdienst-Zeitschrift die Möglichkeit erwogen hatte, dass amerikanische Soldaten in England als Streikbrecher eingesetzt werden könnten. Allerdings wurde ihm ermöglicht, im Gefängnis zu lesen und zu schreiben, und so verfasste er mehrere Bücher während seiner Haft. Russell störte seine Inhaftierung kaum, weil er so seine „Selbstachtung“ behielt und Gelegenheit bekam, „über Dinge nach[zu]denken, die weniger schmerzlich waren als die allgemeine Zerstörung.“ [5]

Zwischen den Kriegen: Reisen und zweite Ehe[Bearbeiten]

Nach dem Weltkrieg unternahm Russell mehrere Reisen. 1920 besuchte er mit einer Delegation der Labour-Party Russland und hatte unter anderem die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Lenin, welcher ihn stark enttäuschte. Bertrand Russell wurde durch die Reise stark desillusioniert und nahm einen äußerst negativen Eindruck des kommunistischen Russlands mit. So schrieb er in einem Brief: "Bis zum einfachsten Bauern herunter sind sie ein Volk von Künstlern; die Bolschewiken haben sich zum Ziel gesetzt, sie so weit wie möglich zu industrialisieren und zu Yankees zu machen." [6] Russell, der zuvor mit dem Sozialismus sympathisiert hatte, war fortan ein ausgesprochener Gegner des sowjetischen Kommunismus.

1920/21 unternahm Russell eine Reise nach China und Japan. Die Universität Peking hatte ihm, der in Cambridge entlassen worden war, eine Gastprofessur angeboten. Russell, den viele Aspekte der chinesischen Kultur tief beeindruckten, fasste die Erlebnisse seiner Reisen in mehreren Büchern zusammen.

Begleitet wurde Russell auf seiner Asienreise von seiner damaligen Geliebten Dora Black. Sie pflegte ihn gesund, als er in China mit einer Lungenentzündung dem Tode nah war. Bei der gemeinsamen Rückkehr nach England war Dora schwanger, woraufhin sich Bertrand Russell 1921 von Alys scheiden ließ und kurz darauf Dora Black heiratete.

Zusammen gründeten sie für ihre Kinder Kate und John Russell 1927 die libertäre Schule  Beacon Hill. Während dieser Jahre arbeitete Russell größtenteils als Schriftsteller und verfasste Bücher zu philosophischen und pädagogischen Themen, aber auch populärwissenschaftliche Abhandlungen über aktuelle physikalische Theorien wie Quantenphysik und Relativitätstheorie.

Auch Russells Ehe mit Dora Black scheiterte, als diese Kinder von einem anderen Mann bekam, und 1936 heiratete Russell - bereits 64-jährig - seine dritte Frau, Patricia Helen Spence ("Peter" genannt). Mit ihr hatte er einen Sohn, Conrad Russell. Die Familie zog nach Amerika, wo Russell zunächst an den Universitäten von Chicago und Los Angeles lehrte.

Zweiter Weltkrieg, Lehrverbot und Rehabilitation[Bearbeiten]

1939 verließ Russell Los Angeles um am College von New York eine Stelle als Dozent anzunehmen. Obwohl er in New York bereits zum Professor ernannt worden war, wurde die New Yorker Universität 1940 dazu gezwungen, ihre Ernennung zurückzuziehen. Grund hierfür waren Proteste von fundamentalistischen Christen und Politikern, die der Ansicht waren, Russell würde sich in seinen Schriften gegen Religion und für die Unmoral aussprechen und sei deshalb ungeeignet für die Stelle, auf der er Logik und die Grundlagen der Mathematik lehren sollte.

Besonders scharf wurde sein Buch Ehe und Moral kritisiert. Studenten, Mitglieder der Fakultät und mehrere bekannte Intellektuelle, darunter  John Dewey und Albert Einstein, protestierten scharf gegen diese Einmischung in die Freiheit der Lehre. Es kam jedoch zu einem Prozess gegen die Universität, den eine Mutter einer Studentin angeregt hatte. Das umstrittene Urteil untersagte der Universität eine Berufung Russells, weil dieser die Moral der Studenten gefährde, Ehebruch und das "Verbrechen der Homosexualität" befürworte. [7]

Dies brachte Bertrand Russell, der zeitweise den Eindruck hatte, nicht mehr öffentlich auftreten zu können, ohne einen katholischen Lynchmob hervorzurufen [8], in eine finanziell schwierige Situation, da er die Ausbildung seiner Kinder finanzieren musste. Ihm half in dieser Zeit  Albert C. Barnes, der ihm eine Stelle als Dozent bei der Barnes Foundation gab. Allerdings überwarf sich Russell schon bald mit dem exzentrischen Barnes, der die Qualität seiner Vorlesungen bemängelte und ihn deshalb vorzeitig aus seinem Fünfjahresvertrag entließ. Barnes scheiterte später vor Gericht und musste Nachzahlungen leisten. Die kritisierten Vorlesungen enthielten einen Großteil des 1945 erscheinenden Werkes  History of Western Philosophy (Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie), das sehr erfolgreich war und für viele Jahre Russells Einkommen sicherte.

Dies spielte sich zur Zeit des Zweiten Weltkriegs ab. Bertrand Russell, der davon überzeugt war, dass Hitler - und auch Stalin, den er für eine ebenso große Gefahr hielt - gestoppt werden müsse, nahm hierzu, anders als im Ersten Weltkrieg, keine pazifistische Position ein.

1944 kehrte Russell zurück nach England, um wieder am Trinity College in Cambridge zu lehren. In den folgenden Jahren arbeitete er zudem für die BBC an Rundfunkübertragungen.

1949 erhielt Russell den  Order of Merit, und 1950 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen, insbesondere für Ehe und Moral, für das er wenige Jahre zuvor noch stark kritisiert worden war.

Letzter Lebensabschnitt[Bearbeiten]

Nachdem auch Russells Ehe mit Patricia Helen Spence gescheitert war, ging er 1952 seine vierte Ehe mit Edith Finch ein, die bis an sein Lebensende hielt und die glücklichste seiner Ehen war.

Der mit 78 Jahren weltweit bekannte und vielfach ausgezeichnete Russell zog sich nach 1950 keineswegs zurück aus der Öffenlichkeit. Ihn bewegte vor allem ein möglicher Dritter Weltkrieg, den er als eine große Gefahr für die Menschheit ansah. So war er die treibende Kraft hinter dem  Russell-Einstein-Manifest und engagierte sich in verschiedenen politischen Krisen des Kalten Krieges als Vermittler zwischen den Staatschefs. Er war zeitweise Präsident der  Campaign for Nuclear Disarmament. Mit einigen anderen Mitgliedern der Organisation wurde er 1961 angeklagt, zum Widerstand gegen die Staatsgewalt aufgerufen zu haben und - mit 89 Jahren - zu einer zweimonatigen Freiheitsstrafe verurteilt.

1963 gründete er die  Bertrand Russell Peace Foundation. Im  Russell-Tribunal untersuchte er US-amerikanische Kriegsverbrechen im Vietnam. In den Jahren 1967-1969 verfasste er eine drei Teile umfassende Autobiographie.

Am 2. Februar 1970 starb Bertrand Russell mit 97 Jahren in Penrhyndeudraeth (Wales) an einer Grippe.

Werk[Bearbeiten]

Bertrand Russells Werk lässt sich grob auf drei Themengebiete aufteilen, auf die er - trotz vieler Überschneidungen - in verschiedenen Phasen seines Lebens den Schwerpunkt seiner Arbeit legte. Während er in der ersten Hälfte seines Lebens hauptsächlich an den Grundlagen der Mathematik arbeitete, wandte er sich nach Fertigstellung der Principia Mathematica mehr philosophischen Themengebieten zu. Im letzten Drittel seines Lebens rückte das politische Engagement ins Zentrum seines Lebens.

Mathematik und analytische Philosophie[Bearbeiten]

Bei Russells Arbeit auf dem Gebiet der mathematischen Logik stützte er sich unter anderem auf Leibniz,  Peano und  Frege. Sein erstes mathematisches Werk, An Essay on the Foundations of Geometry war durch Immanuel Kants Begriff von Zeit und Raum beeinflusst, der zu jener Zeit unumstritten war. Später distanzierte sich Russell von diesem Werk, das viel mehr Lob hervorgerufen habe als verdient (ref Autobiographie, S. I/198) und auch von Kant, dessen Philosophie er für unvereinbar mit dem Raumzeitbegriff der  Relativitätstheorie hielt.

Russellsche Antinomie und Typentheorie[Bearbeiten]

In der Mengenlehre wurde Russell durch das nach ihm benannte Paradoxon ( Russellsche Antinomie) berühmt. Es tritt auf, wenn man die Menge aller Mengen betrachtet, die sich nicht selbst als Element enthalten. Diese Menge enthält sich genau dann selbst, wenn sie sich nicht selbst enthält, was ein Widerspruch ist, der zur Folge hat, dass die Menge aller sich selbst nicht enthaltenden Mengen nicht existieren kann. Eine populäre Version dieses Paradoxons ist unter dem Namen  Barbier-Paradoxon bekannt.

Ein Barbier behauptet, daß er in seinem Ort alle rasiert, die sich nicht selbst rasieren. Die Frage ist nun, ob er sich selbst rasiert oder nicht.

Mit dieser Entdeckung war Gottlob Freges Grundannahme, jedem Begriff entspreche eine Menge als Begriffsumfang, widerlegt, weil es zu dem Begriff sich selbst nicht enthaltende Menge keine entsprechende Menge gibt. Ebenso bedeutete dies das Ende der  naiven Mengenlehre  Cantors. Um die von ihm entdeckte Antinomie zu beheben, entwickelte Bertrand Russell die  Typentheorie, die in einer ersten Version in Principles of Mathematics (1903) enthalten war und in Principia Mathematica weiterentwickelt wurde. Die Typentheorie hat sich nicht dauerhaft durchgesetzt, da sich die leistungsfähiger als die  Zermelo-Fraenkel-Mengenlehre erwies.

Principia Mathematica[Bearbeiten]

Zusammen mit  Alfred North Whitehead schrieb Russell mit den  Principia Mathematica eines der wichtigsten Werke mathematischer Grundlagenforschung nach den Erschütterungen der Mathematik Anfang des 20. Jahrhunderts. Ziel der drei Bände umfassenden Principia Mathematica ist es, alle mathematischen Wahrheiten aus einem Satz von Axiomen und Schlussregeln zu konstruieren. Der Schwerpunkt Russells lag auf philosophischen, der Whiteheads auf mathematischen Problemen. Ein vierter Band über die Grundlagen der Geometrie wurde nie vollendet, nach dem im Gefängnis verfassten Buch Introduction to Mathematical Philosophy (1919), in dem er hauptsächlich frühere Arbeiten und deren philosophische Bedeutung erklärt, wandte sich Russell von Problemen der Mathematik und Logik ab. Später zeigte  Gödel mit seinem  Unvollständigkeitssatz die Grenzen jedes Versuches der Axiomatisierung der Mathematik auf, wie es Principia Mathematica einer war.

Analytische Philosophie[Bearbeiten]

Bertrand Russell gilt zusammen mit  G.E. Moore, als einer der Gründerväter der  Analytischen Philosophie. Sein erster bedeutender Beitrag zur Sprachphilosophie war die  Kennzeichnungstheorie, die er 1905 im Essay On Denoting vorstellte. Russell vertrat die  Philosophie der idealen Sprache und beeinflusste auch den  Logischen Positivismus.

Ein weiterer Beitrag Russells ist die Entwicklung der philosophischen Richtung des  Logischen Atomismus. Die Hauptaussage des logischen Atomismus ist, dass es eine grundlegende Sprache gibt, auf die gewöhnliche Gesetze zurückgeführt werden können und die aus atomischen, nicht weiter reduzierbaren logischen Fakten besteht. Russells Aufsatz The Philosophy of Logical Atomism (1911) sowie der  Tractatus Logico-Philosophicus  Ludwig Wittgensteins waren die grundlegenden Werke des logischen Atomismus.

Ludwig Wittgenstein war zunächst Russells Schüler in Cambridge gewesen, später wurde er zu seinem Gesprächspartner und Freund. Russell erkannte das Genie Wittgensteins rasch und motivierte ihn in Phasen des Selbstzweifelns, seine Arbeit weiter zu treiben. (refAutobiographie, S. II/150f)

Politisches und gesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Wahlplakat Bertrand Russells bei seiner Kampagne fürs Frauenwahlrecht (1907)

Schon in frühen Jahren befasste sich Bertrand Russell mit gesellschaftlichen Themen. So schrieb er sein erstes Buch nicht etwa über ein mathematisches Thema sondern über die zu der Zeit revolutionäre  deutsche Sozialdemokratie (1896) nach einer Berlinreise, auf der er unter anderem mit  Bebel und  Liebknecht zusammentraf. Im Verlauf seines Lebens veröffentlichte er noch viele weitere gesellschaftskritische und philosophische Studien, hierfür wurde ihm schließlich der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Doch Russell beließ es nicht bei der Theorie. Er setzte sich im frühen 20. Jahrhundert für das Frauenwahlrecht und für soziale Gerechtigkeit ein.

Als Pazifist und Friedensaktivist war Russell seit dem Ersten Weltkrieg bekannt. Ein prinzipieller Pazifist, der Gewalt grundsätzlich ablehnen würde, war der jeder Ideologie gegenüber kritisch eingestellte Russell jedoch nicht. Er engagierte sich aber in pazifistischen Organisationen, schrieb einen offenen Brief an den amerikanischen Präsidenten  Wilson und setzte sich später für eine Organisation zur Unterstützung von Kriegsdienstverweigerern ein. Wegen eines Artikel für eine Zeitschrift dieser Organisation verbüßte er eine Haftstrafe von 6 Monaten, seine Anstellung am Trinity College hatte er aufgrund seiner politischen Aktivität schon vorher verloren.

Nach dem Krieg kandidierte er bei Wahlen 1922 und 1923 für die Labourparty, blieb aber erfolglos. Seine gesellschaftliche Aktivität konzentrierte sich bald auf die 1927 mit seiner damaligen Frau Dora Russell gegründete freiheitliche Internatsschule  Beacon Hill School, ein ehrgeiziges Projekt, das aus der Unzufriedenheit der Russells mit allen damaligen Schulmodellen entsprang. Bertrand Russell sah das in der Öffentlichkeit vielbeachtete Experiment der neuen Schule, die nach der Trennung von seiner Frau alleine weitergeführt wurde, im Rückblick äußerst kritisch und räumte ein, dass die Freiheit der Kinder in der Schule geringer war, als es vorgegeben wurde. (ref Autobiographie, S. II/235)

Bertrand Russell hatte sich 1935 in Which way to peace (ein Buch, dessen Wiederauflage er bis an sein Lebensende untersagte) noch für eine  Appeasement-Politik gegenüber Nazideutschland ausgesprochen. Von dieser Position rückte er ab 1940 ab, weil er einsah, dass Hitler besiegt werden müsse ( Ich stelle fest, dass ich in diesem Krieg meine pazifistische Einstellung nicht beibehalten kann. (ref Sandvoss, S. 95).

Am 12. September 1945 gehörte er unter anderem mit  Victor Gollancz und  George Bell, zu den Unterzeichnern eines in mehreren Londoner Tageszeitungen erscheinenden Aufrufs gegen die Vertreibung von Deutschen aus Ostmitteleuropa.

Ein wichtiges Ereignis für Russell, das sein weiteres Leben stark bestimmen sollte, war der Abwurf der ersten Atombombe im Jahr 1945. Russell sah sofort die Gefahr, dass die Existenz der Menschheit bedroht sei, wenn das kommunistische Russland ebenfalls über die Technologie vefügen würde. Er sagte voraus, dass die Atombomben billiger werden und dass es in nicht allzuferner Zukunft eine Wasserstoffbombe geben würde. Seiner Meinung nach (und nach der einer Reihe weiterer westlicher Intellektueller jener Zeit) wäre es notwendig, eine Weltregierung unter Führung der USA zu bilden. (rev William Poundstone: Prisoner's Dilemma: John von Neumann, Game Theory, and the Puzzle of the Bomb, Anchor/Random House, 1992, S. 69 ff. und I. F. Stone: Bertrand Russell as a moral force in world politics, http://digitalcommons.mcmaster.ca/cgi/viewcontent.cgi?article=1604&context=russelljournal)

In einem Artikel im "Glasgow Forward" schlug er 1945 sogar vor, mit Hilfe der Atombombe einen Präventivkrieg gegen die Sowjetunion innerhalb der nächsten zwei Jahre zu führen um diese hierdurch zu zwingen eine Weltregierung unter amerikanischer Führung zu akzeptieren. Als 1949 die ersten russischen Atombombentests erfolgreich waren, änderte sich die Situation und damit auch Russells Position drastisch. Nun sah Russell die einzige Chance zum Überleben der Menschheit darin, einen Dritten Weltkrieg zu verhindern und widmete diesem Ziel einen Großteil der ihm verbleibenden Lebenszeit.

1955 verfasste er zusammen mit Albert Einstein und anderen namhaften Wissenschaftler das  Russell-Einstein-Manifest, in dem zur Verantwortung in Wissenschaft und Forschung aufgerufen wurde. Hieraus folgten die  Pugwash-Konferenzen. 1963 rief er gemeinsam mit  Jean-Paul Sartre das  Vietnam-Tribunal gegen die USA ins Leben. Es folgten drei weitere  Russell-Tribunale.

Als Präsident der 1958 gegründeten  Kampagne zur nuklearen Abrüstung engagierte er sich über viele Interviews, Schriften und Vorträge für den Frieden. Er versuchte in Briefwechseln, die Präsidenten Eisenhower und Chruschtschow zur Kooperation und zur Abrüstung zu bewegen.

1962 griff er durch Telegramme an Kennedy, Chruschtschow, den UN-Generalsekretär  U Thant und den britischen Premier  Macmillan in die  Kubakrise ein, in der die Welt am Rand eines Atomkrieges stand. Chruschtschow schrieb Russell einen langen Antwortbrief, der durch die Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde und eigentlich an Kennedy und die westliche Welt gerichtet war. Chruschtschow lenkte schließlich ein, wodurch ein Atomkrieg abgewendet wurde. (ref William Poundstone: Prisoner's Dilemma: John von Neumann, Game Theory, and the Puzzle of the Bomb, Anchor/Random House, 1992, S. 210)

1962 forderte Russell in einem Telegramm an Chruschtschow, das von  François Mauriac und  Martin Buber mit unterzeichnet wurde, die Wiederherstellung sämtlicher Bürgerrechte für sowjetische Juden. Russells privater Briefwechsel mit Chruschtschew zu diesem Thema wurde im Februar 1963 in der britischen und der sowjetischen Presse sowie von Radio Moskau veröffentlicht.

1963 gründete Russell die  Bertrand Russell Peace Foundation, die auch nach seinem Tod sein Eintreten für Frieden und Menschenrechte fortsetzen sollte. Er gehörte zur Oppisition gegen den amerikanischen Vietnamkrieg und untersuchte noch im hohen Alter im Rahmen des Russell-Tribunals unter anderem mit Jean Paul Sartre amerikanische Kriegsverbrechen.

Russels Religionskritik[Bearbeiten]

Religion und Ethik[Bearbeiten]

Russell hat zwar mehrere Bücher über Ethik und Moral veröffentlicht, sah aber Ethik nie als Gebiet der Philosophie im eigentlichen Sinne an, deren Erkenntnisse als Wissen bezeichnet werden könnten (ref Autobiographie, S. III/35). In jungen Jahren durch  G. E. Moores  Principia Ethica beeinflusst, gemäß denen ethische Fakten objektiv sein können, war er später eher ein Anhänger  David Humes subjektiverer Ethik und vertrat die Ansicht, dass die Ethik sich von den Leidenschaften ableite und es keine zuverlässige Methode gebe, von den Leidenschaften zur Erkenntnis zu gelangen. (ref Autobiographie, S. III/36) Er schätzte sein Leben lang das methodische Vorgehen der modernen Wissenschaften als zuverlässige Quelle von Erkenntnis. Auf Gebieten, wo er nicht aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnis geurteilt hatte, änderte er durchaus seine Meinung, wenn es ihm durch äußere Gegebenheiten notwendig erschien. So gab er angesichts des Zweiten Weltkrieges seinen rigorosen Pazifismus auf. Das erste der 1951 in der New York Times veröffentlichten Zehn Gebote eines Liberalen (http://www.dreyer.ch/Neue_Dateien/The%20Liberal%20Decalogue.pdf) lautete:

Fühle Dich keiner Sache völlig gewiss.

Obwohl Russell anfänglich von seiner gläubigen Großmutter erzogen wurde, war er nie Christ. Er glaubte aber in seiner Jugendzeit — in einer Phase, als er sich zu Hegels Philosophie hingezogen fühlte — an die Existenz Gottes. Dies änderte sich, unter anderem durch den Einfluss der Philosophie  John Stuart Mills, und bald wurde Russell als Agnostiker bzw. Atheist bekannt. Er selbst bezeichnete sich als Agnostiker in dem Sinne, dass man selbstverständlich die Nichtexistenz irgendeines Dinges — also auch eines „Gottes“ oder etwa der homerischen Götter — nicht beweisen könne. (ref Warum ich kein Christ bin, S. 179</ref> (Vgl. dazu seine bekannte Analogie  Russells Teekanne).

Seine Ansichten über Religion hat er in dem Buch Warum ich kein Christ bin (1927; erw. 1957), das einen gleichnamigen Essay enthält, zusammengefasst. Religion, insbesondere das Christentum, hielt Russell für ein Übel, eine Krankheit, die aus Angst entstanden ist. (ref Warum ich kein Christ bin, S. 35) Er kritisierte auch in weiteren Texten die  Christliche Ethik, insbesondere die  Sexualethik scharf, die er als "Vergewaltigung der menschlichen Natur" (ref Warum ich kein Christ bin, S. 93) bezeichnete.

Im Alter von achtzig Jahren machte Russell jedoch noch eine Erfahrung, die ihn zu einer sehr überraschenden Selbsterkenntnis führte. Anlässlich eines Griechenlandbesuchs empfand er unzweideutig, dass er sich in einer alten christlichen Kirche „weit mehr zu Hause“ fühlte als in Gebäuden der heidnischen Antike. Dabei wurde ihm „klar, dass christliches Lebensgefühl (Christian outlook) weit mehr Einfluss auf mich besass, als ich geglaubt hatte.“ Den wesentlichen Unterschied zwischen antiker und christlicher Welt sah Russell im Fehlen jeglichen Sündenbegriffs bei den alten Griechen. Er „bemerkte nunmehr überrascht, dass dieser Begriff auch meine Gefühle beherrschte.“ Einen Einfluss auf seine Anschauungen (beliefs) bestritt er jedoch. (ref Autobiographie, S. III/92)

Warum ich kein Christ bin[Bearbeiten]

Warum ich kein Christ bin (Why I am not a Christian) ist ein Essay von Bertrand Russell, in welchem er darlegt, was im Titel gesagt ist.

Der Text basiert auf einem Vortrag, den Russell 1927 in der Stadthalle von Battersea unter der Schirmherrschaft der National Secular Society hielt. Er wurde noch im selben Jahr als Pamphlet veröffentlicht. 1932 erschien erstmals eine deutsche Übersetzung, herausgegeben vom „Kreis der Freunde monistischen Schrifttums“ in Dresden. 1957 gab  Paul Edwards den englischen Text, erweitert um einige Essays von Russell zum gleichen Thema und einen Anhang The Bertrand Russell Case (über die Probleme, die Russell in den USA bekam, als er Anfang der 1950er Jahre dort lehren wollte), als Buch neu heraus. Diese erweiterte Fassung erschien 1963 im Münchner  Szczesny-Verlag und ab 1968 in zahlreichen hohen Neuauflagen bei Rowohlt.

Inhalt[Bearbeiten]

Russell prüft eine Reihe von Gottesbeweisen, das Argument der  ersten Ursache, den  teleologischen Gottesbeweis, moralische Argumente u. a. und befindet sie als nicht korrekt.

Des Weiteren untersucht er die christliche Theologie und exponiert Inkonsequenzen in Jesu Lehren. Er nennt ihn einen guten, doch nicht sehr guten Menschen, da er diejenigen, die ihm nicht folgen, mit Hölle und ewiger Verdammnis bedroht habe.

Fazit[Bearbeiten]

Russell sieht die Angst als Grundlage der Religion und der damit verbundenen Konflikte. Er hofft, dass die Religion durch die Wissenschaft überwunden wird und der Mensch sich mit der Kraft seiner Intelligenz eine bessere Welt schafft.

Die Religion stützt sich vor allem und hauptsächlich auf die Angst. 
Teils ist es die Angst vor dem Unbekannten und teils, wie ich schon sagte, 
der Wunsch zu fühlen, dass man eine Art großen Bruder hat, 
der einem in allen Schwierigkeiten und Kämpfen beisteht. 
Angst ist die Grundlage des Ganzen - 
Angst vor dem Geheimnisvollen, 
Angst vor Niederlagen, 
Angst vor dem Tod. 
Die Angst ist die Mutter der Grausamkeit, und es ist deshalb kein Wunder, 
dass Grausamkeit und Religion Hand in Hand gehen, weil beide aus der Angst entspringen. 
(...) Eine gute Welt braucht Wissen, Güte und Mut, 
sie braucht keine schmerzliche Sehnsucht nach der Vergangenheit, 
keine Fesselung der freien Intelligenz durch Worte, 
die vor langer Zeit von unwissenden Männern gesprochen wurden. 
Sie braucht einen furchtlosen Ausblick auf die Zukunft und eine freie Intelligenz.

Zitat Bertrand Russell aus Warum ich kein Christ bin

Weblinks[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1949 Order of Merit
  • 1950 Nobelpreis für Literatur
  • 1960 Sonning-Preis der Universität Kopenhagen
  • 1963 Jerusalempreis für die Freiheit des Individuums in der Gesellschaft

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • C.D. Broad: Critical Notices. Mind 1947, S.355
  • Bertrand Russell: Autobiographie. Bände I-III. Frankfurt/M: Suhrkamp 1972-1974, S. I/73
  • Autobiographie, S. I/93
  • Autobiographie, S. I/104
  • Autobiographie, S. II/38
  • Autobiographie, S. II/183
  • Ernst R. Sandvoss: Bertrand Russell, S. 90
  • Autobiographie, S. II/339
  • Autobiographie, S. I/198
  • Autobiographie, S. II/150f
  • Autobiographie, S. III/35
  • Autobiographie, S. III/36
  • http://www.dreyer.ch/Neue_Dateien/The%20Liberal%20Decalogue.pdf
  • Warum ich kein Christ bin, S. 179
  • Warum ich kein Christ bin, S. 35
  • Warum ich kein Christ bin, S. 93
  • Autobiographie, S. III/92
  • Autobiographie, S. II/235
  • Sandvoss, S. 95
  • William Poundstone: Prisoner's Dilemma: John von Neumann, Game Theory, and the Puzzle of the Bomb, Anchor/Random House, 1992, S. 69 ff.
  • I. F. Stone: Bertrand Russell as a moral force in world politics, http://digitalcommons.mcmaster.ca/cgi/viewcontent.cgi?article=1604&context=russelljournal
  • William Poundstone: Prisoner's Dilemma: John von Neumann, Game Theory, and the Puzzle of the Bomb, Anchor/Random House, 1992, S. 210


Ausgewählte Schriften[Bearbeiten]

Bertrand Russell hat in seinem Leben eine große Anzahl von Büchern, Essays, Pamphleten und Briefen veröffentlicht, die hier nicht komplett wiedergegeben werden kann. Für eine detaillierte Bibliographie siehe Literatur.

  • 1896: German Social Democracy. London (dt: Die deutsche Sozialdemokratie. Dietz, Bonn/Berlin 1978 ISBN 3-8012-1115-0)
  • 1897: An Essay on the Foundations of Geometry. University Press, Cambridge.
  • 1900: A Critical Exposition of the Philosophy of Leibniz. University Press, Cambridge.
  • 1903: The Principles of Mathematics. University Press, Cambridge.
  • 1905 : On Denoting. In: Mind Nr. 14 ISSN: 00264425
  • 1910–1913 Principia Mathematica. (mit Alfred North Whitehead), 3 Bände, University Press, Cambridge ISBN 3-518-28193-3
  • 1912: The Problems of Philosophy. Williams and Norgate, London. (dt. Probleme der Philosophie ISBN 3-518-10207-9)
  • 1914: Our Knowledge of the External World. Open Court, Chicago/London (dt. Unser Wissen von der Außenwelt. Meiner, Hamburg 2004. ISBN 978-3-7873-1685-4)
  • 1916: Justice in War-time. Open Court, Chicago/London.
  • 1917: Political Ideals. The Century Co., New York 1917.
  • 1918, Roads to Freedom: Socialism, Anarchism, and Syndicalism. George Allen & Unwin, London. (dt. Wege zur Freiheit. Sozialismus, Anarchismus, Syndikalismus. Suhrkamp, Frankfurt 1971 ISBN 3-518-00447-6)
  • 1919: Introduction to Mathematical Philosophy. George Allen & Unwin, London. (dt. Einführung in die mathematische Philosophie., hg. von Johannes Lenhard, Michael Otte, Meiner, Hamburg 2006. ISBN 978-3-7873-1828-5)
  • 1920: The Practice and Theory of Bolshevism. George Allen & Unwin, London. (dt. Die Praxis und Theorie des Bolschewismus ISBN 3-87139-087-9)
  • 1921: The Analysis of Mind. George Allen & Unwin, London. (dt. Die Analyse des Geistes Übers. v. Kurt Grelling. Meiner, Hamburg 2000. ISBN 978-3-7873-1707-3)
  • 1922: The Problem of China. George Allen & Unwin, London.
  • 1925: The ABC of Relativity. Kegan Paul, Trench, Trubner, London. (dt. Das ABC der Relativitätstheorie. Fischer 1997, ISBN 3-59626-579-7)
  • 1925: What I Believe. Kegan Paul, Trench, Trubner, London.
  • 1926: On Education, especially in early childhood. George Allen & Unwin, London. (dt. Erziehung, vornehmlich in frühester Kindheit. Meridian Verlag, Düsseldorf/Frankfurt 1948 )
  • 1927: The Analysis of Matter. Kegan Paul, Trench, Trubner, London.
  • 1927: An Outline of Philosophy. George Allen & Unwin, London.
  • 1927: Selected Papers of Bertrand Russell, New York: Modern Library.
  • 1927: Warum ich kein Christ bin, London: Watts. (Dt. Warum ich kein Christ bin, Kreis der Freunde monistischen Schrifttums, Dresden [1932])
  • 1928: Sceptical Essays. George Allen & Unwin, London.
  • 1929: Marriage and Morals. George Allen & Unwin, London. (dt. Ehe und Moral. Verlag Darmstädter Blätter, Darmstadt 1984. ISBN 3-87139-082-8)
  • 1930: The Conquest of Happiness. George Allen & Unwin, London. (dt. Eroberung des Glücks. Neue Wege zu einer besseren Lebensgestaltung, Holle, Baden-Baden 1951; Suhrkamp, Frankfurt 1977ff ISBN 3-518-36889-3)
  • 1931: The Scientific Outlook. George Allen & Unwin, London.
  • 1932: Education and the Social Order. George Allen & Unwin, London.
  • 1934: Freedom and Organization, 1814–1914. George Allen & Unwin, London.
  • 1935: In Praise of Idleness. George Allen & Unwin, London. (dt. Lob des Müßiggangs. ISBN 3-423-30851-6)
  • 1935: Religion and Science. Thornton Butterworth, London.
  • 1936: Which Way to Peace?. Jonathan Cape, London.
  • 1937: The Amberley Papers(mit Patricia Russell). Leonard & Virginia Woolf at the Hogarth Press, London.
  • 1938: Power: A New Social Analysis. George Allen & Unwin, London. (dt. Macht. Europa-Verlag, Hanmburg 2001 ISBN 3-203-81530-3)
  • 1940: An Inquiry into Meaning and Truth. W. W. Norton & Company, New York.
  • 1946: A History of Western Philosophy. Simon and Schuster, New York. (dt. Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie. ISBN 3-423-30019-1; auch: Philosophie des Abendlandes – Ihr Zusammenhang mit der politischen und der sozialen Entwicklung. ISBN 3-88059-965-3 / ISBN 3-203-50539-8
  • 1948: Human Knowledge: Its Scope and Limits. George Allen & Unwin, London.
  • 1949: Authority and the Individual. George Allen & Unwin, London.
  • 1950: Unpopular Essays. George Allen & Unwin, London. (dt. Unpopuläre Betrachtungen ISBN 3-85665-512-3)
  • 1951: New Hopes for a Changing World. George Allen & Unwin, London.
  • 1952: The Impact of Science on Society. George Allen & Unwin, London.
  • 1953: Satan in the Suburbs and Other Stories. George Allen & Unwin, London. (Dt. Satan in den Vorstädten, Holle, Darmstadt 1953)
  • 1954: Human Society in Ethics and Politics. George Allen & Unwin, London.
  • 1954: Nightmares of Eminent Persons and Other Stories. George Allen & Unwin, London.
  • 1956: Portraits from Memory and Other Essays. George Allen & Unwin, London.
  • 1956: Logic and Knowledge: Essays 1901–1950 (ed. R. C. Marsh). George Allen & Unwin, London.
  • 1957: Warum ich kein Christ bin and Other Essays on Religion and Related Subjects. Edited and with an appendix on The Bertrand Russell Case by Paul Edwards. George Allen & Unwin, London. (dt. Warum ich kein Christ bin, Szczesny, München 1963; Rowohlt, Reinbek 1968ff ISBN 3-499-16685-2)
  • 1958: Understanding History and Other Essays. Philosophical Library, New York.
  • 1959: Common Sense and Nuclear Warfare. George Allen & Unwin, London.
  • 1959: My Philosophical Development. George Allen & Unwin, London.
  • 1959: Wisdom of the West (ed. P. Foulkes). Macdonald, London.
  • 1960: Bertrand Russell Speaks His Mind. World Publishing Company, Cleveland/New York.
  • 1961: The Basic Writings of Bertrand Russell (ed. R.E. Egner und L.E. Denonn). George Allen & Unwin, London.
  • 1961: Fact and Fiction. George Allen & Unwin, London.
  • 1961: Has Man a Future?. George Allen & Unwin, London.
  • 1963: Essays in Skepticism. Philosophical Library, New York.
  • 1963: Unarmed Victory. George Allen & Unwin, London.
  • 1965: On the Philosophy of Science (ed. C. A. Fritz Jr.). The Bobbs-Merrill Company, Indianapolis.
  • 1967: Russell's Peace Appeals (edited by Tsutomu Makino and Kazuteru Hitaka), Japan: Eichosha's New Current Books.
  • 1967: War Crimes in Vietnam. George Allen & Unwin, London.
  • 1967–1969: The Autobiography of Bertrand Russell, 3 Bände. George Allen & Unwin, London.
  • 1969: Dear Bertrand Russell... A Selection of his Correspondence with the General Public 1950–1968 (ed. B. Feinberg/R. Kasrils). George Allen & Unwin, London.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ray Monk: Bertrand Russell: 1872–1920 The Spirit of Solitude. 1997, ISBN 0-09-973131-2
  • Ray Monk: Bertrand Russell: 1921–1970 The Ghost of Madness. 2001, ISBN 0-09-927275-X
  • Ernst R. Sandvoss: Bertrand Russell. ISBN 3-499-50282-8
  • Denis Vernant: Quine & Russell. In : W. V. Quine et la méthode de l’analyse. J.-M. Monnoyer éd., Paris 2006 (Éd. de l’Éclat), S. 89–158
  • Denis Vernant: Bertrand Russell. Garnier-Flammarion, Paris 2003, 470 S., ISBN 2-08-071192-X.
  • Kenneth Blackwell, Harry Ruja: A Bibliography of Bertrand Russell. Routledge, London 1994

Weblinks[Bearbeiten]

Wikiquote hat einen Artikel zum Thema:
  • C.D. Broad: Critical Notices. Mind 1947, S.355
  • Bertrand Russell: Autobiographie. Bände I-III. Frankfurt/M: Suhrkamp 1972-1974, S. I/73
  • Autobiographie, S. I/93
  • Autobiographie, S. I/104
  • Autobiographie, S. II/38
  • Autobiographie, S. II/183
  • Ernst R. Sandvoss: Bertrand Russell, S. 90
  • Autobiographie, S. II/339