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Rollenspiele: Fortgeschrittenes

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Gute Atmosphäre in Rollenspielen[Bearbeiten]

Wie kann in einem  Rollenspiel der Spieler und der Meister in die jeweilige Rollenspielwelt hineintauchen?

Viele  Pen&Paper Rollenspieler sind der Meinung, die wichtigste Aufgabe hierbei hat der Meister. Er erschafft die Welt, die, sollte sie gut durchdacht sein, dem Spieler ein Gefühl gibt, in dieser Welt wirklich zu existieren. Dazu ist es wichtig, dass die Welt stimmig ist. Ausserhalb der Aufgabe, der die Spieler nachgehen sollte die Welt lebendig wirken. Wie macht man das als Meister? Nun es gibt natürlich keine universelle Regel (gibt es fast nie), doch habe ich festgestellt, je dynamischer die Welt aufgebaut wird, desto besser wird sie von den Spielern aufgenommen. Wie wird eine Welt dynamisch? Ein wichtiger Punkt ist der Handlungsspielraum der Spieler. Ist die Welt fest und unveränderlich, ausserhalb des Abenteuers, so ist die Gefahr sehr gross, dass man das Spiel nicht als Welt auffasst. Wirken sich jedoch auch kleinere Veränderungen aus, die der Spieler durch Aktionen mit seinen Charakter gemacht hat, dann hat der Spieler das Gefühl etwas bewegen zu können. Natürlich muss man hierbei als Meister die Balance finden, keiner hat gesagt, dies wäre alles einfach ;)

Ein meiner Meinung nach weiterer wichtiger Aspekt atmophärischen Rollenspiels ist die Darstellung der Charakter. Hier ist es nach meiner Feststellung hilfreich auch akustisch zu versuchen sich in die Rolle hineinzudenken. (Soll nichts anderes bedeuten, als dass man ruhig einen Zwerg mit einer anderen Tonlage spielen kann als einen Elf) Insbesondere gilt dies für den Meister, der ja eine Vielzahl an verschiedenen Rollen spielen muss. Zum einen fällt es einem als Meister selbst leichter die vielen Rollen zu unterscheiden, zum anderen natürlich auch den Spielern.

Ausserdem sollte man versuchen seine Sprache und Ausdrucksweise dem entsprechenden Rollenspiel etwas anzupassen. Spielt man zum Beispiel in einer Welt im Stile von  DSA oder  Herr der Ringe, so könnte man das "Du" mit dem damals eher üblichen "Ihr" ersetzen. (Jeder hat schon einmal einen Film dieser Art gesehen).

Man sollte klar zwischen den Welten unterscheiden. Bei erfahrenen Spielern entsteht häufig folgendes Problem: Der Meister sagt was geschieht, doch die Spieler wissen selbst, dass nach dem Regelwerk die Aktion der "Realität" (Meister) nicht möglich ist. Daraufhin legen die Spieler als Spieler Einspruch ein (der Charakter wird sich selten mit der Realität unterhalten, was real ist und was nicht). Dadurch verzettelt sich das Rollenspiel ermüdend in Regelfragen. Ein atmosphärisches Spiel ist nicht mehr möglich. Abhilfe könnte folgende Vorgehensweise schaffen: Man akzeptiert innerhalb des Spiels jede Entscheidung des Meisters, auch wenn diese anscheinend völlig aus der Luft gegriffen sind. Am Ende des Rollenspielabends kann man dann dem Meister sagen, was man nicht verstanden hat und was keinen Sinn ergibt. Sollte man die Differenzen nicht beilegen können, kann sich der Spieler immer noch dafür entscheiden, dass sein Charakter diese Geschehnisse nicht erlebt hat. Dann muss er sich allerdings nach einem neuen Meister umschauen ;-)

Zusammengefasst kann man sagen. Es spielen viele Aspekte eine Rolle bei einem atmosphärischen Rollenspiel. Ich hoffe, dass ich mit meinen Erfahrungen anderen Rollenspielern helfen konnte, ihr Spiel schöner zu gestalten.