Ruby-Programmierung: Einleitung

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Ruby?[Bearbeiten]

Ruby ist eine Programmiersprache, die von Yukihiro "Matz" Matsumoto entworfen wurde, der sie nach dem Rubin benannte. Vermutlich ist der Name auch als Anspielung auf Perl zu verstehen. Aufgrund des anfänglichen Mangels an englischsprachiger Dokumentation verbreitete sich die Sprache vor allem im japanischen Sprachraum, wo sie seither beliebter ist als ihr westliches Pendant Python. Erst mit dem Aufkommen des Webframeworks Ruby on Rails und dem Bedarf an schneller Webentwicklung fand Ruby auch in der westlichen Welt Verbreitung.

Warum Ruby?[Bearbeiten]

Bei der Entwicklung von Ruby stand die Einheitlichkeit und Lesbarkeit des Quelltextes im Vordergrund. Das betrifft insbesondere Konventionen bei der Bennenung von Variablen und Methoden sowie eine sehr einheitliche und konsistente Syntax. In Ruby werden die Vorteile von objektorientierter und funktionaler Programmierung verbunden; das ermöglicht, viele Probleme sehr einfach zu beschreiben und zu lösen.

Es existiert eine große Menge verfügbarer Bibliotheken, die in Verbindung mit RubyGems durch einfache Verfügbarkeit es einem ermöglichen, verbreitete Probleme nicht selbst erneut lösen zu müssen. Dadurch können sehr viele Anwendungen vom Konsolenskript über grafische Anwendungen bis hin zu Netzwerk- und Internetapplikationen in Ruby entwickelt werden. An einigen Stellen des Buches wird auch auf Probleme bei der Verwendung von Ruby eingegangen, so kann es sich insbesondere als zu langsam herausstellen. Das sollte einen nicht davon abschrecken, sich Ruby anzuschauen oder mit Ruby programmieren zu lernen. Insbesondere soziale Konventionen in der Rubyentwicklergemeinde erlauben es sehr schnell, auch guten Code zu schreiben, und stellen einige Konzepte vor, die vielleicht selbst für erfahrene Programmierer neu sind.

Aufbau und nötiges Vorwissen[Bearbeiten]

Die ersten beiden Teile des Buches führen in die Programmierung mit Ruby ein, die Probleme sind niederschwellig und es werden keine Voraussetzungen an Ihre Programmierkenntnisse gesetzt. Es findet jedoch keine Einführung in die allgemeine Programmierung statt, so werden algorithmisches und mathematisches Denken vorausgesetzt. Dabei müssen Sie keine Angst haben, denn die Probleme werden praxisnah erklärt und sind mit Codebeispielen illustriert. Beim Vertiefen des Stoffes hilft eine Aufgabensammlung am Ende des Buches.

Im weiterführenden Teil werden aufbauend auf die ersten beiden Teile fortgeschrittene Probleme und Lösungen präsentiert. Anfängern soll dieser Teil helfen, einen Übergang von den Grundlagen zu eigenen oder der Mitarbeit an anderen Projekten zu finden. Erfahrene Programmierer können diesen Teil als Einstieg in die Rubywelt nutzen, da hier interessante Konzepte wie Test Driven Development vorgestellt werden.

Wird auf Quelltext im Fließtext eingegangen, so ist er in nichtproportionaler Schrift gesetzt. Kommentare in längeren Quelltexten werden vor die Bezugszeile gesetzt, außer es wird auf die Ausgabe eines Befehls verwiesen. Spielt der Dateiname eines Skripts eine Rolle, so stellte er einen der ersten Kommentare da; sonst wird er weggelassen.


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